Rochus Gratzfeld:
Gaisbergrennen 2012

Nun dröhnen sie wieder. Die Motoren der Oldtimer, die am Gaisbergrennen in Salzburg teilnehmen. Sie kommen von Nah und Fern. Aus Österreich, der Schweiz, aus Italien, aus England. Und was weiß ich, aus welchen Ländern sonst noch.

Fotografische Impressionen von Rochus Gratzfeld

Schön sind sie anzusehen, die Automobile aus Zeiten, als Autos noch individuellen Charakter hatten. Herausgeputzt präsentieren sie sich im Herzen Salzburgs den zahlreichen ZuschauerInnen.

Ich habe mir gedacht, einige von ihnen so zu präsentieren, wie ich sie heute am Mittag ganz individuell wahrgenommen habe: Mit einem großen Schuss Nostalgie.

40 Jahre Renn-Erlebnis
Vierzig Jahre lang fand auf dem Gaisberg – Salzburgs Hausberg – das internationale Gaisbergrennen statt. Initiator der ersten Veranstaltung am 6. September 1929 war Baron von Preuschen, damaliger Präsident des Salzburger Automobilclubs. Im Jahr 1930 wurde das Rennen erstmals im Radio übertragen und 1933 fand das letzte Rennen vor dem Zweiten Weltkrieg statt.
Nach Kriegsende gab es am 19. Oktober 1952 eine erste Wertungsfahrt und ab 1957 startete schließlich der internationale Motorsport am Gaisberg mit dem ersten “Großen Bergpreis von Österreich” und 25.000 begeisterten Zuschauern durch.

Das Ende einer Ära
Das Gaisbergrennen blieb über die Jahre hinweg überwiegend eine Veranstaltung für Automobilrennen, wenn es auch immer wieder Motorradläufe gab. Hier wurden u. a. Europa-Bergmeisterschaftsläufe durchgeführt. Im Laufe der Jahre kam es auch zu mehreren tödlichen Unfällen, was einer der Gründe für das Ende der Veranstaltung war.
Das letzte Gaisbergrennen verlief am 7. September 1969 unspektakulär mit nur noch 10.000 Zuschauern.

Gaisbergrennen heute
Sehr viel gemächlicher, aber um nichts weniger spektakulär finden seit 2003 erneut Gaisbergrennen in Salzburg statt. Dabei handelt es sich um Gleichmäßigkeitsläufe für historische Automobile, die mit Veranstaltungen in der Altstadt (“Stadt Grand Prix von Salzburg”) und auf dem Salzburgring kombiniert werden. Jedes Jahr im Juni gehen Tourenwagen, Rennwagen und Sportwagen in den Klassen “bis 1945” und “von 1946 bis 1969” an den Start.
Beim Rennen am Salzburgring kann die Geschwindigkeit frei gewählt werden. (Referenzrunde). Am Gaisberg darf die vorgegebene Sollzeit nicht unterschritten werden, der Schnitt liegt bei etwa 50 km/h. Die Sieger werden aus der Addition der Wertungsläufe ermittelt. Die geringste Zeitabweichung ergibt den Sieger. Die vorgegebene Sollzeit ist auf die hundertstel Sekunde zu erreichen.

2012 feiert das Gaisbergrennen “60 Jahre Mercedes Benz SL” mit einem Sonderlauf, der vor dem eigentlichen Stadt Grand Prix durchgeführt wird, sowie einer Fahrzeugpräsentation auf dem Mozartplatz.

Quelle: Salzburg. Info

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1 Kommentar zu "Rochus Gratzfeld:
Gaisbergrennen 2012"

  1. Rochus Gratzfeld Rochus Gratzfeld | 7. Juni 2012 um 22:00 |

    danke, karl. hat spass gemacht. trotz der plötzlichen hitze. und so viele menschen sind ja auch eigentlich NICHTmeins. mag. bernhard carl von der bürgerliste hat mal wieder kräftig über das ereignis gejammert. aber selbst als eingefleischter grün-wähler denke ich, dass wir auch in einer nachhaltigen welt den spass an der freud nicht verlieren dürfen. und für mich gehören auch solche ereignisse dazu.

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