Kleines Theater – “Mittsommernachts Sex Komödie”

Foto: Andreas Hechenberger
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Elisabeth Pichler. Unter dem Motto „Festspiele für Jedermann“ wurde 2004 das Salzburger Sommertheater ins Leben gerufen. Der Intendant Markus Steinwender verspricht „Komödie und Unterhaltung auf höchstem Niveau“. Woody Allens Parodie auf den Sommernachtstraum, der noch bis 29.8.2009 auf dem Programm steht, garantiert geistreiches Boulevardtheater.

Foto: Andreas Hechenberger

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Mit: Melanie Kogler, Elisabeth Nelhiebel, Claudia Schächl, Peter Malzer, Thomas Schächl und Markus Steinwender. Regie: Caroline Richards

Der frustrierte Börsenmakler André, der lieber an seinen eigenartigen Erfindungen bastelt, und seine hochneurotische Frau Antonia erwarten Besuch in ihrem Landhaus. Doch noch bevor dieser eintrifft, wird klar, dass es mit dieser Ehe nicht zum Besten steht. Das Sexleben ist zwar ständiges Gesprächsthema, funktioniert aber schon seit einiger Zeit nicht mehr. Da erscheint Max, ein Arzt und überzeugter Junggeselle, mit Dolly, einer sinnenfrohen, unkomplizierten Krankenschwester, und zeigt den beiden nur allzu deutlich, was ihrer Ehe fehlt. Weitere Gäste sind Antonias Cousin Leopold, ein Musiker, und seine elegante Verlobte Alice. Die beiden stehen zwar kurz vor ihrer Hochzeit, aber auch hier ist die Liebe nicht gerade übergroß. Als Antonia erfahren muss, dass ihr Gatte vor vielen Jahren mit Alice befreundet war, ihr aber dies verschwiegen hat, beginnen die Turbulenzen.

Bei einem gemeinsamen Ausflug in den nahe gelegenen Wald beginnen nicht nur die Beziehungen, ins Wanken zu geraten, sondern auch Weltbilder und fixe Überzeugungen kehren sich ins Gegenteil.

Die Bühne wird beherrscht von einem gemütlichen Riesenbett, das den Paaren – in verschiedensten Kombinationen – immer wieder als Lustwiese dient. Die am Bühnenrand tanzenden Luftballone erweisen sich als romantische Bäumchen, die sich je nach Bedarf verschieben lassen und stets Schutz vor ungewollten Blicken bieten.

Foto: Andreas Hechenberger

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Woody Allen hat diese Komödie sehr frei nach Shakespeares Sommernachtstraum geschrieben. In seinen Stücken wird immer viel von Sex und Liebe gesprochen, aber meist läuft dann alles irgendwie schief.So zeichnet er auch hier mit wunderbar komischen Dialogen das liebevoll-ironische Bild von sechs Menschen, die lieben wollen, es aber nicht immer können.

Das Ensemble der Theaterachse begeistert unter der Regie von Caroline Richard. Das Publikum genoss sichtlich diesen unterhaltsamen Abend und stellte sich vielleicht auch die Fragen, die immer wieder aufgeworfen wurden: Kann es Liebe geben ohne Sex? Kann es Sex geben ohne Liebe? Lassen sich verpasste Gelegenheiten irgendwann nachholen?

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