Der Wachauer Einstundenkarpfen

Der Fisch

Karl Traintinger. Mittagshitze in Weissenkirchen in der Wachau, die Sonne brennt erbarmungslos auf die Straße. Die Baustellen nerven schön langsam, warum sind wir nur durch die Wachau gefahren und nicht von Krems nach St. Pölten auf die Westautobahn. Ach ja, wir wollten an der Donau Fisch essen!

Beim Heinzle ist noch ein freier Parkplatz und die Terrasse ist auch nur halb voll, was kann da schon schief gehen. Das Restaurant hat zudem einen guten Ruf als Fischlokal.

Die Fritattensuppe

Die Fritattensuppe

Wir bestellen eine Fischsuppe, eine Fritattensuppe, einmal gebackenen Karpfen mit Kartoffel und gemischtem Salat und 2 gebratene Karpfen mit Kartoffel und Knoblauch Zuccini Gemüse. Als Autofahrer verzichten wir auf die herrlichen Wachauer Weine und wählen statt dessen gespritze Apfelsäfte, die auch schnell gebracht werden.

Nach einer halben Stunde werden die Suppen serviert. Die Suppe aus geräucherten Fischen schmeckt ganz gut, auch die Fritattensuppe ist in Ordnung. Mehrere Schleppverbände passieren die Terrasse, ein Ausflugsschiff überholt. Unzählige Male setzt die nahe liegende Rollfähre über, von den Karpfen ist noch weit und breit nichts zu sehen. Es vergeht abermals eine gute halbe Stunde, bis die Fische ihren Weg zu unserem Tisch finden. Wir essen schnell und fahren nach einem eineinhalbstündigen Gasthausaufenthalt weiter.

Der Fisch

Der Fisch

Geschmeckt haben die Fische ganz gut, eine ehrliche Beurteilung der Qualität ist leider nicht möglich, da der Ärger über die einstündige Wartezeit auf das Hauptgericht eine objektive Kritik nicht mehr zulässt. Es ist mir schon klar, dass frisch zubereitete Speisen ihre Zeit brauchen aber man kann alles übertreiben und so gut kann eine Küche gar nicht sein, um diesen Ärger wieder “gutzukochen”. Schade. Vielleicht sollte man sich für die Gastronomie in der Wachau wirklich Zeit nehmen und nicht einfach auf gut Glück vorbei schauen und hoffen, dass es schnell geht. Gott sei Dank haben wir keinen Zwiebelrostbraten bestellt …

Der Kleine Braune mit einem Topfen-Marillen-Kuchen im Landzeit Voralpenkreuz Autobahnrestaurant hat übrigens hervorragend geschmeckt und uns nur eine knappe halbe Stunde gekostet.

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Dorfladen

Über den Autor

Karl Traintinger
Dr. Karl Traintinger ist der Herausgeber und leitende Redakteur der Dorfzeitung. Die Dorfzeitung ist seit September 1998 unter dem Motto: "Dorf ist überall" online. 2018 kam das Dorfradio, das Radiomagazin der Dorfzeitung dazu. Es wird jeden ersten Montag im Monat von der Radiofabrik in Salzburg ausgestrahlt und kann zudem weltweit gestreamt werden.

3 Kommentare zu "Der Wachauer Einstundenkarpfen"

  1. Laubfrosch | 21. August 2009 um 15:07 |

    Sei nicht so gestresst, es dauert halt, bis ein Fisch anbeißt! Dem Foto nach zu urteilen, war es auch ein eher kleiner Karpfen, der an die Angel ging. Bis der dann geputzt und zubereitet wir, das dauert eben.

  2. Ich war jetzt auch einmal dort, die Küche ist wirklich sehr gut und der Service war auch in Ordnung, Ihr hattet vielleicht wirklich nur Pech.
    Marianne

  3. Wir werden das Lokal im Frühling wieder einmal besuchen. Es freut uns, wenn wir wirklich nur Pech hatten.

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