Bernhard Gössnitzer: „Kraut – Polenta“

Kraut Polenta

Eine bäuerliche Speise die ein vollkommenes Zubereitungssystem beinhaltet. Diese Zubereitungsform ist uralt und bei allen Völkern bekannt. Man benötigt dazu praktisch nur einen Topf, wenige Gewürze und sehr wenig Energie.

Von Bernhard Gössnitzer, Wirt in Eggelsberg.

Klebrige, stärkereiche Substanzen wie grobes Mehl, Grieß von stärkehaltigen Körnern werden mit lockerndem wasserreichem Gemüse vermischt als Speise gereicht. Spitzkohl oder – Kraut hat zartere Blätter als der bekannte Gemüsekohl und ist sehr schnell gekocht. Es ist eine der frühen Kohlsorten und er wächst nicht nur im Frühling sondern auch in den kalten Monaten in Herbst noch sehr gut. Es ist die ideale Kohlsorte für Sauerkraut, wird aber wegen seiner Untauglichkeit zur maschinellen Verarbeitung nicht mehr viel angebaut.

Polenta wird daher in einigen Variationen zubereitet. Schon im frühen Altertum eine Volksspeise. Es hat sich die Zubereitung praktisch nie verändert. Bei uns bekannt ist heute jene Polenta nur mit Mais hergestellt. Doch waren es früher andere Getreidearten, Mischungen aus Gerste und Hafer, oder Weizen und Roggen ebenso wie Buchweizenschrot und Weizengrieß. Besonders gut und gesund ist die Mischung aus den „Gluten freien“ Produkten von Mais und Buchweizen.

Diese Variante ist typisch in Norditalien, Slowenien

Eine Mischung aus Buchweizenschrot und Polenta zu zwei gleichen Teilen und dazu etwa die dreifache Menge Wasser ergeben einen richtig guten Brei unter dem man zuletzt das geschnittene Spitzkraut mischt. Die in der noch kochenden Polenta vorhandene Hitze reicht aus um die zarten Blätter weich werden zu lassen. Man rührt gut durch damit sich die Speise gut mischt und hat eine sehr appetitlich aussehendes schnelles Essen das man in einer großen Schüssel zu Tisch bringen kann.

Rezept:
1 Tasse Buchweizenschrot
1 Tasse Maisgrieß (Polenta)
3 Tassen Wasser
Gewürze: Salz, Pfeffer, Majoran, Honig. Für gewünschte Säure etwas Essig dazu geben.

Das Getreide kurz mit einem Löffel Lein- oder Olivenöl durchrösten, dann sofort das Wasser aufgießen und langsam kochen, ständig umrühren, bis der Brei weich geworden ist. Wenn es zu schnell kocht, noch etwas Wasser nachgeben (Verdunstung). 1 Stück Spitzkraut grob Würflig geschnitten darunter mischen… kurz stehen lassen ..dann anrichten. Tipp: Den Strunk des Spitzkrauts kann man als Gemüse gut verwenden. In langen Streifen geschnitten wie Spargel zu kochen oder klein Würflig in eine Gemüsesuppe.

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1 Kommentar zu "Bernhard Gössnitzer: „Kraut – Polenta“"

  1. Bernd Salomon Bernd Salomon | 26. Januar 2014 um 10:26 |

    Meine Frau hat das gestern nachgekocht und es hat gut geschmeckt. Ich möchte mich heute einmal beim Bernhard Gössnitzer für seine guten Rezepte bedanken. Mit Freude denke ich an seinen Haselreither Rogganen Nudeln, die seither regelmäßig bei uns auf den Tisch kommen!

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