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soyferAm 16. Februar jährt sich der Todestag von Jura Soyfer (1912–1939) zum 70. Mal. Das lebendige Werk des großen österreichischen Schriftstellers, das heute in 38 Sprachen weltweit gelesen und aufgeführt wird, steht bis Anfang März im Zentrum von sieben Gedenktagen inklusive einer Theateraufführung in Wien.

An den Gedenktagen mit sieben Veranstaltungen in der Bundeshauptstadt sind junge WissenschaftlerInnen und Theaterschaffende aus aller Welt ebenso beteiligt, wie prominente Künstler, die Soyfers Werk vor der Vernichtung und dem Vergessen bewahrt haben. Zum Höhepunkt und als Abschluss der Gedenkveranstaltungen spielt Otto Tausig am 1. März im Volkstheater das Soyfer-Stück „Broadway-Melodie 1492“ – angekündigt mit dem Titel „1 Komödie – 3 Väter“. Veranstaltet wird die Gedenkwoche von der Volkshochschule Brigittenau und der Jura-Soyfer-Gesellschaft und die Aufführung in Zusammenarbeit mit dem Wiener Volkstheater.

Soyfer bezog zu heute brisanten Themen wie Terror, Arbeitslosigkeit, Verarmung, Zukunftsentwürfen scharfzüngig poetische Position. Sein Werk gilt in der internationalen Literaturwissenschaft als zukunftsweisend. Binnen weniger Jahre verfasste er Theaterstücke, Prosa und Lyrik. Erhalten sind rund 1.200 Seiten. Soyfer wurde am 8. 12. 1912 in Charkow (Ukraine) geboren. 1920 kam er nach Wien. Im Alter von 26 Jahren starb er im Konzentrationslager Buchenwald. Als Verfasser des Dachauliedes (vertont von Herbert Zipper) ist er weltbekannt.
(Presseinfo Gabriele Rampl.   Zeichnung von Willi Spira: Jura Soyfer 1936/37)

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