Der Tag, an dem der Papst entführt wurde – Theater Anthering

Foto: Theater Anthering

Gerard Es hat die Erfolgskomödie „Der Tag, an dem der Papst gekidnappt wurde“ des brasilianischen Dramatikers João Bethencourt auf Antheringer Verhältnisse adaptiert. Am Donnerstag, den 15.Oktober 2009 war Premiere beim Voglwirt in Anthering.

Elisabeth Pichler

Von Elisabeth Pichler

Papst Josef hat eine anstrengende Reise unternommen. Nach diversen Festivitäten in Salzburg will er sich unerkannt zwei Tage Ruhepause im Benediktinerstift Michaelbeuern gönnen. Er verlässt das Hotel durch den Hinterausgang und setzt sich in ein Taxi. Dieses Taxi aber gehört Hugo Leiblfinger, der durch seinen Ideenreichtum seine Frau schon des Öfteren zur Verzweiflung getrieben hat. Nun hat er wieder eine Idee: Er entführt den Papst, aber nicht um Geld, sondern um 24 Stunden Frieden auf der Welt zu erpressen. Dieser Einfall gefällt dem Papst, der sich in der Familie sichtlich wohl fühlt und die Tage seiner Entführung genießt.

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Foto: Theater Anthering
Foto: Theater Anthering

Im Festsaal beim Vogelwirt in Anthering herrscht gute Stimmung, der Saal ist voll besetzt. Auf der Bühne ist eine gemütliche Wohnküche aufgebaut. Hugo Leiblfinger (Hermann Strasser) stürzt aufgeregt herein, im Schlepptau sein Entführungsopfer, Papst Josef (Friedrich Lebesmühlbacher).

Der Papst wurde entführt!

Der wird fürs Erste in der Speisekammer untergebracht. Nach und nach erscheinen die übrigen Familienmitglieder. Stefanie (Martina Kardeis), die resolute Ehegattin, ist entsetzt über die neueste Verrücktheit ihres Ehegatten und auch die Kinder, der coole Alex (Dominik Nießl) und die vorlaute Tochter Miriam (Kathrin Schmid), sind der Meinung, dass das nicht gut ausgehen könne, denn schließlich habe noch keine Idee ihres Vater so richtig funktioniert. Papst Josef aber fühlt sich wohl, er genießt das gute Essen, hilft im Haushalt mit, er ist gar nicht so erpicht auf eine baldige Befreiung.

Ein „lebender Fernsehapparat“ ist das Fenster zur Welt. Hier überschlagen sich die Nachrichten, denn die ganze Welt ist in Aufruhr. Gerhild Heißl als Nachrichtensprecherin ist dauernd im Einsatz, sie berichtet aus London, aus Moskau, aus Indien. Als der Bürgermeister von Anthering (Johann Stadler) das Entführungsopfer entdeckt, überschlagen sich die Ereignisse, denn die Polizei belagert den Festsaal. Ob sich der Hugo wohl so schnell geschlagen geben wird, wo doch sein ganzer Garten wegen der Ameisenplage vermint ist?

Das Theater Anthering sorgt wieder einmal für beste Stimmung. Gerard Es hat nicht nur das Stück von New York nach Anthering verlegt und zum Gaudium des Publikums mit viel Lokalkolorit versehen, sondern auch noch in bewährter Manier Regie geführt. Das spielfreudige Ensemble ist Garant für einen vergnüglichen Abend beim Voglwirt.

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