Der Lebensnerv des Flachgaues – die Salzburger Lokalbahn

Fotos: KTraintinger

Die Treppe hinunter, vorbei am Lift mit den Glaswänden, an denen riesige schwarze Kakerlaken kleben. Vorbei an den blauen Sitzbänken aus Metall, weiter mit der Rolltreppe noch eine Ebene tiefer. Da steht er: der Zug von Salzburg nach Lamprechtshausen.

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Von Micaela Essler

Ein schneller Blick auf die Anzeigetafel – es sind noch ein paar Minuten Zeit.

„Einsteigen bitte Knopf drücken“ steht mit Leuchtschrift auf der Anzeige über dem Druckknopf, der die Tür öffnet. Zwei Stufen hinauf, ein kurzer Blick durch den Waggon, dann schnell den geeigneten Sitzplatz angepeilt und nichts wie hin. Geschafft: guter Platz – die Sonne kommt von der anderen Seite. Nun beginnt das Warten, bis der Zug abfährt. Endlich kommen sie die Rolltreppe herunter: der Lokführer, der Schaffner. Der Schaffner geht zur Fahrplantafel, schließt eine kleine Klappe auf der schmalen Seite der Tafel auf, drückt einen Knopf, schließt wieder ab und steigt in den Zug. Jetzt drückt er einen Knopf über der Tür, die Tür schließt sich, und der Zug fährt ab.

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Plötzlich kommt Bewegung in alle Fahrgäste. Zeitungen und Bücher werden zur Seite gelegt, Gespräche unterbrochen, Manteltaschen, Hosentaschen, Jackentaschen, Handtaschen werden durchsucht – „Die Fahrscheine bitte“.

Die Salzburger Lokalbahn fährt seit 16. Mai 1896 zwischen Salzburg und Lamprechtshausen Gebaut wurde die Strecke vor allem für den Gütertransport der damals im Raum Bürmoos/Lamprechtshausen angesiedelten Betriebe (Glasfabrik, Torfwerk, Ziegelei). So begann alles mit 2 Dampfloks, 10 Personenwagen, 18 Güterwagen, 2 Dienstwagen und 1 Postwagen. 31 Jahre später im Jahr 1927 wurde ein erstes Teilstück der Lokalbahn, und zwar von Salzburg bis Bergheim, elektrifiziert.

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