„Der Geizige“ – Geiz ist nicht immer geil

Im Schauspielhaus Salzburg fand am 12. November 2014 die Premiere von Molières Moralkomödie aus dem Jahre 1668 in einer hinreißend frischen Inszenierung von Christoph Batscheider statt. Das spielfreudige Ensemble bescherte dem Publikum einen überaus vergnüglichen Abend. 

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Von Elisabeth Pichler

Fast ist er zu bemitleiden, der vermögende Herr Harpagon, denn die panische Angst, bestohlen zu werden, lässt ihn nicht zur Ruhe kommen und so vergräbt er eine Schatulle mit 30.000 Livre im Garten. Für seine beiden Kinder, die unschuldige, liebreizende Elise und den aufsässigen Sohn Cléanthe, sucht er nach vorteilhaften Partien.

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Ein reifer, verständiger Mann über 50 für die Tochter und eine reiche Witwe für den Sohn sind bald gefunden. Doch hat er die Rechnung ohne seinen Nachwuchs gemacht. Dieser wagt es, sich den Heiratsplänen zu widersetzen. Elises Liebster, der junge Valère, hat sich als Dienstbote verkleidet bei Herrn Harpagon eingeschlichen und versucht mit grenzenlosen Schmeicheleien dessen Gunst zu gewinnen.

Cléanthe liebt die junge, mittellose Marianne, die mit ihrer Mutter „in unerhörter Dürftigkeit schmachtet“, ohne zu ahnen, dass sein Vater die Absicht hat, selbst Marianne zu ehelichen. Die intrigante Kupplerin Frosine mischt in all dem Chaos mit, auch bei ihr steht die Gier nach Geld im Vordergrund, Gefühle kümmern sie herzlich wenig. Dass nur die Schatulle für Harpagon das wahre Glück bedeutet, stellt sich nach deren Diebs…

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