Anna Sam: Die Leiden einer jungen Kassiererin

annasamBuchtitel: Die Leiden einer jungen Kassiererin
Autor:
Anna Sam
Verlag:
Riemann
Erschienen:
2009

Klapptext:
Sie ist uns vertraut, und wir kennen flüchtig ihr Gesicht, weil wir mehrmals pro Woche an ihr vorbeigehen- die Supermarkt- Kassiererin.

Für die meisten von uns reduziert sich ihre Identität jedoch auf das von Piepstönen untermalte Scannen der Waren sowie auf stereotype Floskeln wie „Ist das alles?“ oder „Macht dann 9,99.“

Anna Sam hat Literatur studiert und musste 8 Jahre lang ihren Lebensunterhalt als Kassiererin verdienen. Mit ironischer Lässigkeit und scharfer Beobachtungsgabe beschreibt sie hier Szenenbilder aus der Welt der Supermärkte, die im Kleinen das widerspiegelt, was in unserer Gesellschaft insgesamt im Argen liegt.

Rezension:
Nun, eines vorweg, Anna Sam schrieb keine Geschichten im Romanstil, sondern einen, mit trockenem Humor (Zynismus), gewürzten Bericht. Wer diesen Schreibstil nicht mag, sollte davon absehen, „Die Leiden…“ zu lesen.

Mir hat es gut gefallen, doch es wäre durchaus noch „ausbaufähig“. Ich meine von einer/einem Fachverkäufer/In gäbe es noch mehr Skurriles  zu berichten. So haben wir hier „nur“ die Kassa (= Schlusspointe) die dieses Werk beleuchtet…

Es ist zwar gut geschrieben, sehr flüssig, somit schnell gelesen und vor allem amüsant. Doch wer im Handel (oder in einem sonstigen Dienstleistungssektor) arbeitet weiß, es „passiert“ weit mehr. Natürlich auf beiden Seiten des „Tresens“, denn wo einander Menschen begegnen, sind diverse Begebenheiten nun einmal unumgänglich.

Die Leiden einer jungen Kassiererin empfehle ich Jedem, der etwas „Flottes für Zwischendurch“ lesen möchte, sich jedoch selber nicht zu ernst nimmt!

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Dorfladen

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