Die Asylzelte, G7 und der Fussball.

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Die Politik stellt die Weichen für eine gute, friedvolle Zukunft, ermöglich visionäre Ideen der BürgerInnen. Das wäre zumindest ein theoretischer Denkansatz. Leider hat man oft den Eindruck, dass gerade die Visionen der Herren und Damen Politiker eher bescheiden ausfallen, wenn man nur an die aktuelle Steuer- und Flüchtlingspolitik denkt.

Es ist zwar gut, wenn der Steuerbetrug bekämpft wird, die “großen Fische” leben bei uns und wahrscheinlich überall noch immer auf einer Insel der Seligen und sind unantastbar, ganz gleich ob es sich dabei um Konzerne, sehr große Firmen, Versicherungen oder Grossbanken handelt.

Die Selbstbedienung beim Vater Staat ist auch nicht in den Griff zu bekommen. Man hat den Eindruck, man muss nur weit genug oben sein, um einen Teil des Kuchens ab zu bekommen. Es stellt sich beispielsweise schon die Frage, warum die Buchhaltung bei Kommunen (Gemeinden, Länder, Bund) nicht genau so offen dargelegt werden muss, wie bei jeder noch so kleinen Firma. Wahrscheinlich würde man sich über so manche Geldflüsse wundern! Das Tricksen geht natürlich mit den zur Schau gestellten Pauschalbeträgen in den Budgets weit leichter, wenn man möchte. Selbstverständlich wird das wahrscheinlich nicht gemacht. Oder? Ausserdem ist Griechenland an allem Schuld.

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Groß angelegte Gipfeltreffen regeln die Weltwirtschaft. Das Flüchtlingsproblem wird auch dort vermutlich heiß diskutiert. Es passiert nur nichts. Es wird weiterhin dafür gesorgt, dass auch in Zukunft auf Bodenschätze in sogenannten Entwicklungsländern zugegriffen werden kann, Kriegsmaterial verbraucht wird und überschüssige Agrarprodukte sowie Müll entsorgt werden kann.

Und Flüchtliche, die es dann wider Erwarten doch bis zu uns schaffen, werden in luftigen Zelten untergebracht. Notdürftig. Weil sinnvolle Lösungen, wie man damit umgehen könnte, hat niemand.  Es gibt nur jede Menge Volksverhetzer gegen die Asylanten. Und die Zuhörer werden immer mehr. Da gibt es dann auch vermehrt zustimmendes Kopfnicken, wenn von einer australischen Politikerin der gute Rat kommt, die Flüchtliche doch schon am Meer von der Marine zurück schicken zu lassen. Ohne wenn und aber. Und ausserdem, man hat schon Zeltstadtbewohner mit Handy gesehen, wo gibt es denn das?

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Wieviel einfacher ist da doch die Welt des Fussballs, da weiss man schon lange, dass der Ball rund und viel Geld im Spiel ist. Davor, mittendrin, dazwischen, danach, immer. (kat)

 

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Dorfladen

1 Kommentar zu "Die Asylzelte, G7 und der Fussball."

  1. Hanns Mayr Hanns Mayr | 22. Juni 2015 um 08:57 |

    Es ist schändlich, wie mit den Flüchtlingen umgegangen wird. Es denkt auch niemand darüber nach, wieso es so viele Flüchtlinge gibt und es werden täglich mehr. Amerika ist immer unschuldig, bei den Chinesen weiß man nicht genau, woran man ist und Europa ist behäbig, fett und faul.

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