Eine Weihnachtsgeschichte oder Gedanken im Advent

Rothenburg ob der Tauber. Foto: KTraintingerRothenburg ob der Tauber. Foto: KTraintinger

Weihnachten das Fest der Liebe, der Ruhe, der Hektik, des Stresses, des Kampfes um das letzte Stück im Angebot. Noch schnell für Tante, Nichte, Bruder, etc. irgend etwas einkaufen, man kann ja nicht mit leeren Händen da stehen. Die Kinder müssen unbedingt für die Großeltern etwas basteln und nicht vergessen, die zweite Strophe von Stille Nacht muß heuer auswendig gesungen werden. Üben, üben, üben das Weihnachtsstück am Hackbrett, der Flöte oder an sonst einem Instrument klingt im Moment noch alles andere als weihnachtlich.

Von Ulli Mairinger

Dann sind da noch die ganzen Weihnachtsfeiern, wo man ja auch gesehen werden sollte, außerdem ist das Buffet vom … besonders gut. Du lieber Himmel, da sind auch noch zwei Geburtstage, das ist wirklich lästig im Dezember Geburtstag, was sollen wir da wieder schenken und dann noch zu Weihnachten.

Irgendwie ist mir das alles zu viel. Ich wäre am liebsten weit weg, so wie letztes Jahr. Da waren wir im sonnigen Florida. Es hatte 25°C und wir saßen mit den Sommerkleidern barfuß unter dem Weihnachtsbaum. Es war doch toll Sonne tanken im Winter und es war auch sehr erholsam. Die Zeit zu Silvester und im Disney-Land, das alles war ein einmaliges Erlebnis, das wir sicher nicht missen möchten. Wäre ich doch dort und könnte mich jetzt einfach in die Sonne legen.

Doch dann erinnere ich mich, wie mein vorweihnachtliches Gefühl damals war. Wir lagen am Strand und achteten darauf, daß uns die Sonne nicht verbrannte, zwischendurch gab es den Gedanken, daß ja in den nächsten Tagen Weihnachten war. In den Geschäften, glimmerte und glitzerte es. Überall hörte man die Weihnachtslieder, wenn man in kurzer Hose und T-Shirt einkaufen ging und alle wünschten „Happy Christmas“ und es klang so lächerlich. Wo war nur der Schnee, die kalten Nasen und Hände die rotbackigen Kindergesichter. Es fehlte mir der Christkindlmarkt, der Duft der Tannenzweige und die Bratäpfel heiß aus dem Rohr. Unsere österreichischen Weihnachtslieder klangen völlig unpassend in dem warmen Palmengarten, außerdem fehlte uns der Baß von Opa und die Gitarrenbegleitung meines Bruders. Wo sind die leuchtenden Kinderaugen unsere Nichten und Neffen, wenn das Christkind geläutet hat und sie endlich ins Weihnachtszimmer durften.

Ich glaube so ganz ohne diese traditionellen Dinge ist es wirklich kein richtiges Weihnachten und ich bin ganz froh heuer doch wieder unseren „Weihnachtsstreß“ zu haben. Aber muß es denn immer Streß sein, nein denke ich, ich hole mir jetzt ein schon ein bißchen Weihnachten nehme meinen Hund, schwinge mich aufs Pferd und reite ganz still auf dem frisch verschneiten Waldweg. Meine Gedanken schweifen dahin – so ist Weihnachten in Ruhe und Stille im Einklang mit der Natur auch wenn es erst ende November ist. Ein bißchen komme ich mir vor wie im Märchen, aber auch ein Autogeräusch von der Straße und Maschinenlärm, die mich in die Realität zurückholen, können mir mein gutes Gefühl nicht nehmen. Jetzt denke ich mit Freude an den Heiligen Abend, den wir im Kreis der Familie feiern werden. Mit ein bißchen Nachdenken findet jeder sein eigenes Weihnachten, es muß nicht unbedingt der 24. Dezember sein.

A Xmas Story or thoughts in Advent

Xmas is the fiest of love, the silence, the hectic, the stress and the fight for the last piece of a special offer. You qickly run to buy just something for the aunt, the niece and the brother because you cannot be without a present. The children have to make something for he grandparents and not to forget – to learn the second verse of silent night, holy night  by heart. They have to practise again and again the Xmas song played on the flute, piano or another instrument. At the moment those songs do not at all sound like a Xmas song.

Then there are all the Xmas parties and you should be present. Furthermore the buffet from ….. is extraordinary good. Oh dear me, there are another two Birthdays, thats a nightmare in December. What Birthdaypresent should you give – just a few days before Christmas.

It seems to be a little too much for me. I would like to be far away – just like last year. We have been in sunny Florida and we had 25° C and were sitting under the Christmas tree with summer clothes and barefeet. It was just fantastic to feel the sun in winter and it was recovery too. Silvester time in Disney land – all that were fantastic events which we would not miss. I would like to be there again and to just lay under the sun.

But then again I remember the Christmas feelings I had those times. We were lying in the sun and took care that the sun won’t burn us. And sometimes in between we were thinking that in a few days it will be Christmas. Everything was shining in the shops and Christmas songs all over the place though you are going shopping in shorts and everybody is wishing you a merry Christmas and it sounds just absurd. Where is the snow, the cold noses and hands of children with red cheaks. I missed the Christmas market, the smell of the fir tree and hot baked apples. Our Austrian Christmas songs did not fit at all being heard in the warm palm gardens and I missed the bass of my grandfather and the sound of the guitarre of my brother. Where are the shining childrens eyes of our nieces and nephews waiting that the bell rings and they finally know it is Christmas and they will get their presents.

I believe that without all these traditional feelings it is not a real Christmas time and I am happy to have the traditional Christmas Stress here in Austria again this year. But must it be always stress? I think no, I will now go and have a little Christmas on my own – I take my dog and my horse and will ride through the white woods. This is Christmas. Peace and silence in nature. For me it seems like a fairytale but then again I hear the noice of the streets and machines and bring me back to reality. But all this noice cannot take away the feelings I have and I look forward to celebrating Christmas with my family. Everybody will find his own Christmas feelings if you just take your time to think a little about it – it doesn’t even have to be the 24 of December.

Ulli Mairinger

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