Die Käserei in Riedlkam

Die Käsereigenossenschaft Riedlkamkonnte bereits 1930 ihr erstes Käsereigebäude eröffnen. Zu dieser Zeit belief sich die Milchanlieferung auf ca. 400 l täglich, aus der ein kleiner Emmentalerlaib mit einem gewicht von etwa 40 kg erzeugt wurde. Ab dem Jahre 1934 wurde die Genossenschaft in Eigenregie geführt und zählte 21 Mitglieder. Ein schwerwiegendes Problem für die Käserei war vor allem die Wasserleitung, wobei hier ein sehr wesentlicher Beitrag zur Errichtung eines Wassernetzes geleiste wurde. Das Genossenschaftsprotokoll vermerkte im Jahre 1936 ein erfolgreiches Geschäftsjahr und stellt die Richtigkeit der Entscheidung, den Betrieb in Eigenregie zu führen, fest. Auch hier stieg die Milchanlieferung ständig an, so daß 1937 ein zweiter Käsekessel angekauft werden mußte. Die schwierige Situation der Kriegsjahre wird besonders durch einen Beschluß im Jahr 1940 deutlich gemacht, als das Brennmaterial für die Käserei von den Mitgliedern selbst aufgebracht werden mußte.

Die ehemalige Käserei in Riedlkam

Die ehemalige Käserei in Riedlkam

1947 waren bereits 39 Mitglieder in der Genossenschaft registriert. 1949 wurde eine Milchwaage angeschafft und im Jahre 1955 erfolgte ein großer Umbau und eine Investition zur Produktion von fünf Emmentalerlaiben täglich.  1964 erfolgte ein weiterer Umbau, der vor allem die Vergrößerung des Kellers zum Ziel hatte. Als im Jahre 1979 der Verschmelzungsbeschluß (mit den 3 anderen Lamprechtshausener Käsereien)  erfolgte, lieferten 40 Mitgliedsbetriebe ca. 1,9 Mio kg Milch ab.

(Der Text stammt aus der Festschrift zur Einweihung der neuen Käserei 1981

Die Käserei dient heute 2011 der Tischlerei Haslauer als Betriebsstätte.

Die Käserei dient heute 2011 der Tischlerei Haslauer als Betriebsstätte.

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