Neue Töne in der Mozartwoche

Fotocredit: OENM / Andreas Hechenberger & Markus Sepperer

Das Österreichische Ensemble für Neue Musik, kurz OENM, interpretiert Musik aus dem 20. und 21. Jahrhundert – und das auf höchstem Niveau.

Von Siegfried Steinkogler

Wenn in einer etablierten Reihe wie den Salzburger Mozartwochen ein Konzert der Neuen Musik gewidmet wird, darf das mit Fug und Recht als Besonderheit gewertet werden. Da stellt sich sofort die Frage nach der programmatischen Konzeption – also danach, wie und in welcher Zusammenstellung die ausgewählten Werke in den formalen Ablauf sinnvoll eingebettet werden.

Dazu haben sich die Internationale Stiftung Mozarteum und namentlich die beiden Programmchefs Marc Minkowski und Mathias Schulz viel einfallen lassen. Im Zentrum der Darbietungen standen je zwei lebende sowie zwei erst unlängst verstorbene Komponisten, allesamt anerkannte Meister ihres Fachs.

Ein Werk aus der Feder des österreichischen Komponisten Johannes Maria Staud eröffnete den bunten Programmreigen. Einem Gemälde von Camille Pissarro (aus dem Jahr 1871) folgend, erwies sich Sydenham Music mit seinen filigranen, seidigen Texturen als perfekte Einstimmung für alles noch Kommende.
Für die exakte Ausführung voll knisternder Spannung sorgten Vera Klug (Flöte), Jutas Javorka (Viola) und Katharina Teufel-Lieli (Harfe).

Von Elliott Carter (1908-2008) erklangen gleich zwei Liederzyklen. Aus verschiedenen Schaffensperioden stammend, hätten diese unterschiedlicher gar nicht ausfallen können. Waren die Klavierlieder Poems of Robert Frost noch einer späten, nicht näher definierten Romantik verbunden…

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