FPÖ. Reinrassig & Echt

Heute habe ich das erste Wahlplakat der Salzburger FPÖ Bauern für die kommenden Bauerkammerwahlen gesehen. Noch peinlicher geht schon fast nicht mehr, es ist eine Schande, wenn Plakate mit derartigen Inhalten die Gegend verunstalten!

Dr. Karl Traintinger

Karl Traintinger

Die Botschaft ist beängstigend eindeutig, die Art der Formulierungen seit einigen Wahlen auf Bundes- und Landesebene bekannt. Erstmals aber lese ich “Reinrassig” auf einem Wahlplakat und es fällt mir unglaublich schwer zu glauben, dass sich das Reinrassige nur auf die Kuh beziehen soll, auch verstehe ich in diesen Zusammenhang das “Echt” nicht. Wenn dann dazu noch ein so junger Mann vom Plakat lächelt, bekomme ich ein ganz ungutes Gefühl im Bauch.

Irgendwie war doch das alles schon einmal da, wenn auch schon vor längerer Zeit; offensichtlich haben einige Mitmenschen aus der Geschichte nichts gelernt.  Für mich gibt es Parolen, die auf heutigen Wahlplakaten absolut nichts verloren haben und “Reinrassig & Echt” gehört da ganz sicher dazu, mit und ohne Rindvieh!!

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5 Kommentare zu "FPÖ. Reinrassig & Echt"

  1. Bei uns im Dorf hängen diese bläulichen Plakate auch! Was kann diese ohrmarkenlose Friesenkuh dafür, dass sie für Wahlwerbung zweckentfremdet wird, das ist ja tierschutztechnisch eine Sauerei!

  2. Was kann man von denen schon erwarten? Ewig Gestrige die intelektuell auf einige wenige Grundfloskeln reduziert wurden und diese dann brav nachplapperen. Hoffentlich werden diese Gesinnungsgenossen nie mehr wirklich wichtig!

  3. Laubfrosch | 11. Februar 2010 um 16:57 |

    Frustrierend ist, dass viele über das Plakat lächeln, aber niemand die Schneid hat, offen dagegen aufzutreten. Wo bleibt der Bauernstolz, der hat doch mit Reinrassigkeit nichts zu tun!

    Wenn der Bauernbund erreicht, dass die Übergangsfristen für Laufställe für die Biobauern verlängert wird, zeigt das auch nicht gerade von Charakterstärke. Als Konsument von Bioprodukten ist man wieder einmal der Gelackmeierte.

    Das Gefasel der unabhängigen Bauern zur Schreiberei auf den Hören vor einigen Tagen im Fernsehen war peinlich, die wollen Lebensmittel erzeugen und reden von Qualität, die niemand kontrollieren soll.

    Mein Herz gehört den grünen Bauern, obwohl man da am Lack auch nicht kratzen darf. Sobald es um ureigenste Interessen geht, schaut es oft ganz anders aus. Außer es gibt Presse.

    Aber wie immer bei Bauernwahlen, es gibt viel Geschnatter und Gezetere aber letztendlich ändert sich nicht viel. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass auch Gabi Burgstaller wahlberechtigt ist, wie man hört.

  4. Traintinger Marianne | 13. Februar 2010 um 22:59 |

    ich finde diese plakate erschütternd und beschämend und würde ausserordentlich gerne etwas dagegen unternehmen. nicht nur weil mit der bezeichnung “reinrassig” eindeutig bezug auf die nationalsozialistische rassenlehre genommen wird, die durch die öffentliche duldung dieser plakte wieder einzug in den alltag nimmt, sondern weil damit auch bauern in ein rechtes eck gedrängt werden, in das (hoffentlich) die meisten von ihnen nicht gehören.

  5. Schade, dass Javascript, die Benützung der Webseite verhindert oder zumindest erschwert (kein rechtsclick, kein Text markieren etc). Markieren, Text woanders hinkopieren etc. ist zwar trotzdem nicht schwer gewesen (Source code anschaun, Javascript ausschalten oder was auch immer), aber das Interesse an der Webseite ist mir vergangen. Wenn die Webseite zum anschaun gedacht ist, bitte nicht elementare Freiheiten über die Browser des Users einschränken.

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