Ulrike Herwig: Das Leben ist manchmal woanders

Ulrike Herwig | Foto: Mary Grace JonesUlrike Herwig | Foto: Mary Grace Jones

das_leben_ist_manchmal_woandersAutor: Ulrike Herwig
Titel: Das Leben ist manchmal woanders
ISBN: 978-3-4232-6161-6
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH

Klappentext:
Gregor ist vierzehn und tickt irgendwie anders. Er trägt seltsame Klamotten, hat einen ausgeprägten Ordnungssinn, liebt schrille Muster und kennt weltweit alle Wetterberichte des Tages. Im Alltag wirkt er oft etwas unbeholfen. Doch seinen Mitmenschen begegnet er mit entwaffnender Direktheit und er hat die Gabe, ihnen mitten ins Herz zu blicken.

Als Gregors Mutter bei einem Unfall schwer verletzt wird, muss er vorübergehend zu seiner Tante und deren Mann ziehen. Judith und Achim wissen erst einmal nicht recht, was sie mit ihrem seltsamen Neffen anfangen sollen. Da macht sich Gregor alleine auf, die neue Umgebung kennenzulernen. Seine unkonventionelle Art entlockt selbst dem unfreundlichen Nachbarn ein Lächeln. Und auf einmal reden alle wieder miteinander, auch Judith und Achim – bis sie eines Tages vor einem scheinbar unlösbaren Problem stehen….

Rebecca SchönleitnerRezension von Rebecca Schönleitner
Gregor ist anders. Was seine Tante Judith und sein Onkel Achim als peinlich empfinden, entpuppt sich nach und nach als Geschenk. Er lebt vorübergehend bei seinen Verwandten, da seine Mutter, die auch nie ins Klischee gepasst hat, einen schweren Unfall hatte. Langsam, aber stetig freundet er sich mit allen Hausbewohnern an. Dem verbitterte Herrn Walter, der seit dem Tod seiner geliebten Frau nur mehr meckern und schimpfen kann verschafft Gregor eine neue Lebensaufgabe.

Die Familie Hoffmann findet durch ihn endlich eine Lösung für ihren verwilderten, unliebsamen Schrebergarten. Dem Studenten im Parterre, der sich mühsam durch ein nicht wirklich gewolltes Studium kämpft, hilft er auf die Sprünge, endlich das zu tun was er wirklich möchte. Und letztendlich seine Tante Judith und sein Onkel Achim erkennen die vielen Fehler, die sie bei ihrem verschollenen Sohn gemacht haben und finden wieder zueinander.

Dieses Buch ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft und lässt erkennen wie leicht es doch manchmal wäre, nur mit einer Kleinigkeit andere glücklich zu machen oder auch Lebensumstände zu ändern. Gregor bringt alles auf den Punkt. Er hinterfragt, zieht dann geradlinig seine Schlüsse und setzt zielstrebig alles gleich in die Tat um.

Ich möchte dieses Buch allen Lesern wirklich sehr, sehr ans Herz legen, es hat mich so berührt und sehr nachdenklich gemacht. Lachen und Weinen liegen bei dieser Lektüre ganz eng zusammen und ich hoffe, dass noch sehr viele Menschen dieses wunderbare Buch lesen werden.

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