Sehen und gesehen werden

Salzburger Festspiele 2018

Es ist Festspielzeit. Die Mozartstadt Salzburg wird wieder für einige Wochen zum Laufsteg der Reichen und Schönen. Speziell vor den Opernpremieren hat man den Eindruck, es geht auch um das Sehen und Gesehen werden.

Die Politprominenz aus den In- und Ausland trifft sich mit Wirtschaftskapitänen und Stars aus der Künstlerriege.  Das macht die Festspiele aus. Zahlreiche Adabeis versuchen so wie jedes Jahr einen Blick auf die glamourösen Gäste zu erhaschen. Die Stadt feiert ihre Stars. Die Stadt ist im monetären Ausnahmezustand.

Vom künstlerischen Anspruch gesehen arbeitet man im absoluten Highendbereich. Die Festspiele finanzieren sich in einem sehr hohen Ausmaß selbst und sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Zur Sommerzeit sind sie beispielsweise einer der größten Arbeitgeber in der Stadt.

Trotz alledem, ich kann es ganz einfach nicht glauben, dass all die Prominenten, die sich vor den Premieren so gerne in der Menge der Schaulustigen baden, auch wirkliche Opernfans sind und nur aus purer Lust an der Musik dabei sind.

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Über den Autor

Thomas Selinger (Cartoon) und Karl Traintinger (Text)
Cartoon: Thomas Selinger Text: Karl Traintinger

1 Kommentar zu "Sehen und gesehen werden"

  1. Soviel ich weiss, hat es immer um ganz wenige Euros für das Fussvolk Generalprobenkarten gegeben. Schwierig war nur welche zu ergattern, weil sie sehr schnell in dunklen Kanälen versickerten. Vielleicht sind die Chancen für diese Karten in den letzten Jahren besser geworden! Ich freu mich schon auf die Zauberflöte!

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