Arnaldur Indriðason – Tage der Schuld

Arnaldur IndriðasonArnaldur Indriðason | Foto: © Jóhann Páll Valdimarsson / Lübbe

Arnaldur Indriðason Tage der SchuldAutor: Arnaldur Indriðason
Titel: Tage der Schuld – Island Krimi
Aus dem Isländischen von Coletta Bürling
ISBN:978-3-7857-2574-0
Erschienen: 25.05.2018
Verlag: Bastei Lübbe AG

 

Klappentext:

Island 1978. Ein Toter wird in einem Gewässer mitten in einem Lavafeld entdeckt. Kommissar Erlendur nimmt zusammen mit Marian Briem die Ermittlungen auf.

Eine Spur führt zur nahe gelegenen US-Militärbasis. Dort scheint niemand mit der isländischen Polizei zusammenarbeiten zu wollen. Wurde dem Toten  womöglich ein Militärgeheimnis zum Verhängnis?

Erlendur beschäftigt zudem das mysteriöse Verschwinden eines jungen Mädchens vor mehr als zwanzig Jahren, und er ermittelt auf eigene Faust.

Das Mädchen war damals auf dem Schulweg an dem berüchtigten Camp Knox vorbeigekommen …

 

Rebecca SchönleitnerRezension von Rebecca Schönleitner

Der junge Polizist Erlendur ist erst seit kurzem bei der Kripo und voller Energie und Eifer. Ein alter Fall lässt ihn nicht los, daher überlässt er seinem Kollegen Marian die hauptsächliche Ermittlung im aktuellen Fall, einem Mord an einen Flugzeugtechniker der auf der, von den meisten Isländern mit Missfallen beäugten, US-Militärbasis arbeitete.

Natürlich machte mich dieser Krimi auch neugierig auf den geschichtlichen Hintergrund. Die Geschichte der IDF (Iceland Defence Force) begann in der Anfangsphase des 2. Weltkriegs. An der Küste des zuerst streng neutralen Island, landeten 1940 britische Truppen und nach einigen Verhandlungen erlaubte Island der USA bis Kriegsende von dort aus militärisch
zu operieren. Nach Kriegsende wurde ein Vertrag ausgehandelt, der den USA die weitere Nutzung des Militärstützpunktes Keflavik sicherte. Dieser wurde dann ein wichtiger Standpunkt im kalten Krieg. 2006 schloss Präsident Bush den Stützpunkt.

Seitdem steht Island ohne Landesverteidigung da, ist aber NATO Mitglied und hat ein Abkommen mit den USA.

Mit diesem geschichtlichen Hintergrund und dem alten Fall eines verschwundenen Mädchens ist Indriðason wieder einmal ein großartiger, spannender Krimi gelungen, absolut lesenswert – so wie alle Indriðason Bücher.

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