All das Schöne

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Eiscreme, Wasserschlachten, Fernsehen, Gelb, und vieles mehr sind für ein kleines Mädchen all die Dinge, die das Leben lebenswert machen. Mit kindlichem Gemüt beginnt sie eine Liste von all dem Schönen zu machen, um sie ihrer Mutter zu schenken, mit einem weit tieferen Sinn, als man dem kleinen Mädchen zutrauen würde.

Matthias Traintinger
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Von Matthias Traintinger

Der in Großbritannien geborene Autor des Stücks Duncan Macmillan ist bekannt für Texte, die von nicht gerne angesprochenen Themen handeln, wie etwa Drogensucht oder Selbstmord. Nicht dass es über solche Themen keine Stücke gäbe, sie haben für Macmillan nur noch nie zur erwünschten Diskussion geführt. All das Schöne („Every brilliant thing“) fordert eben zu dieser Diskussion auf. Was würde man selbst auf diese Liste setzen, was macht das Leben lebenswert?

Für das kleine Mädchen ist das am Anfang nicht sonderlich schwer. Als ihre Mutter den ersten Selbstmordversuch unternimmt, fängt sie an. Um mit der traumatischen Situation besser umzugehen, schreibt sie diese Liste für ihre Mutter. Sie hat natürlich Regeln für ihre Liste, nichts doppelt, wirklich wichtige Dinge und natürlich ohne bestimmte Reihung.

Die Jahre vergehen und die Liste verblasst in der Erinnerung des Mädchens. Leider hat die Liste nicht die gewünschte Wirkung bei der Mutter, sie unternimmt den nächsten Selbstmordversuch. Und so führt die nun junge Frau die Liste weiter, durch alle Höhen und Tiefen ihres Lebens.

Maximiliane Haß erschafft um sich und um das Publikum in grandioser Weise eine eigene Welt. Die Solo-Darstellerin verwendet alles um sich herum als Requisiten, selbst das Publikum, das Kärtchen mit Inhalten der Liste bekommen hat und im Laufe des Abends aufgefordert wird, die Texte vorzulesen.

Selbst das Bühnenbild beschränkt sich auf hunderte Kärtchen, auf dem d…

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