Sybil Volks: Die Glücksreisenden

Sybil Volks Die GlücksreisendenSybil Volks | Foto: Lotte Ostermann / dtv

Sybil Volks Die GlücksreisendenAutor: Sybil Volks
Titel: Die Glücksreisenden
ISBN:978-3-4232-6203-3
Erschienen: 20.07.2018
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG

 Klappentext:

Können Menschen ihr Glück machen? Oder fällt es ihnen zu wie die Sterne in diesem Kometensommer?

Inge Boysen, die ihr Leben lang Haus Tide und die Familie zusammengehalten hat, ahnt, dass dieses Jahr ihr letztes sein wird. Zum Achtzigsten im Juli plant sie noch einmal ein rauschendes Fest.

Wochen zuvor wirft der erwartete Komet „Fortune“ das Leben der Boysens und der gesamten Insel aus der Bahn. Inge, ihre Kinder und Enkelkinder werden zu Glücksreisenden: Enno auf seiner Schiffsreise ebenso wie seine Frau Kerrin die sich im Heimathafen neue Wege sucht. Gesa balanciert auf dem schmalen Grat zwischen zwei Lieben, und Berit wagt sich an den Traum vom Schreiben.

Enkelin Inka erfährt an ihrem achtzehnten Geburtstag die Wahrheit über ihre Herkunft. Und Boy, der bei einer waghalsigen Wette das Elternhaus gerettet hat, muss erlernen wie schnell das Blatt sich wieder wendet – für ihn, Haus Tide und die ganze Familie.

Rebecca SchönleitnerRezension von Rebecca Schönleitner

Alles dreht sich um das Haus Tide. Hier ist Inge geboren und geborgen, hier sind ihre Kinder auf die Welt gekommen. Das Haus hat Freude, Leid, Liebe, Hass, Neid und Frieden gesehen und steht unerschütterlich da im Norden Deutschlands, neidig beäugt vom Nachbarn, der nur darauf wartet, dass Inge stirbt und die Erben das Haus verkaufen müssen.

Inge hält diese verrückte Familie zusammen. Jedes Mitglied der Familie hat sein eigenes Schicksal zu tragen, doch eines verbindet sie: das Haus Tide.

Boy – der Rastlose, ewig Sprunghafte, Berit – die sensible Träumerin, die unbedingt ein Buch schreiben möchte, Enno – der geradlinige, fest verwurzelte älteste Sohn, dessen Grundfesten durch einen Tumor erschüttert werden, Kerrin – Bennos Frau, die in dieser Familie, in diesem Haus das erste Mal eine Heimat gefunden hat, Gesa – die sich nicht zwischen ihren 2 Männern entscheiden kann, und Inka – das Bindeglied zwischen Enno, Kerrin und Boy.

Die Geschichte ist voller feinen Nuancen, obwohl – oder gerade weil – viele Themen immer nur leicht angedeutet werden, kann der Leser manche Dinge selber weiterspinnen.

Ich habe das Buch genossen, es ist sehr berührend und aufrichtig geschrieben führt uns in ein Land, das uns vielleicht doch manchmal unbegreiflich erscheint. Beim Lesen spürt man die Rauheit des Meeres, die Unerbittlichkeit der Natur und dann wieder die Lieblichkeit dieser Gegend.

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