Auch frischer Wind kann stinken

Einkaufswagen vor einem Supermarkt | Foto: Karl Traintinger

Einkaufswagen vor einem Supermarkt | Foto: Karl Traintinger, Dorfbild.com

Meine Gedanken schweifen um Wärme im kalten Klima der Gesellschaft. Hier. In Felix Austria. Wo nicht Felix regiert, sondern Sebastian. Hoffentlich nur kurz. Aber schon zu lange.

Rochus Gratzfeld

Von Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród

Auch frischer Wind kann stinken. Meine Gedanken schweifen um die Menschen, die als Notreisende ein wenig Wohl hier bei uns suchen.

Im reichen Salzburg. Darum, wie mit ihnen umgegangen wird, wie immer wieder versucht wird, sie zu kriminalisieren.

Um diejenigen, die mit dem Verkauf der wunderbaren Straßenzeitung APROPOS ihr Leben finanzieren können. Aufdringliche Verkäuferinnen oder Verkäufer habe ich noch nie erlebt. Ich betone: nie!

Seit 5 Jahren stand er beim Lidl. Ruhig. Unaufdringlich. Bei einem Gespräch offen und herzlich. Jetzt ist er weg. Ich traf ihn wieder an irgendeiner Ecke. Ruhig. Unaufdringlich. Ja, fröhlich. Obwohl ihm zum Kotzen zumute sein musste. Wir sprechen miteinander. Ich frage. Und er erklärt. „Neuer Chef hat verboten.“

Meine Gedanken sagen: Auch frischer Wind kann stinken!

Immer stand sie beim Hofer. Unscheinbar, bescheiden, dankbar, wenn man ihr APROPOS abkaufte. Heute stand sie an der Straße. Nahe zum Hofer. In der Sonne der Kälte. Ich begrüßte sie und natürlich kaufte ich APROPOS. Ich frage und sie erklärt. „Neue Cheffin hat verboten.“

Meine Gedanken sagen: Auch frischer Wind kann stinken!

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