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Würth Skulpturenpark

Der Würth Skulpturenpark im Park des Schlosses Arenberg und die Steingasse in Salzburg

Rochus Gratzfeld

Von Rochus Gratzfeld, Salzburg & Sarród

Versteckt liegt das Schloss. Liegt der Skulpturengarten der
Sammlung Würth. Hinter dem Noch-Unfallkrankenhaus. Umgeben von prächtigen
Villen mediterranen Stils, deren Bewohnerinnen und Bewohner wohl über diese
Abgeschiedenheit nicht böse sind.

Im ebenfalls prächtigen Schloss Arenberg hat die „American Austrian Foundation“ den Park mit Skulpturen gefüllt. Nein, nicht gefüllt. Es bleibt Weite.

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Zu bestaunen sind hier Werke von Heinrich Brummack, Bernhard
Heiliger, Jeppe Hein, Stephan Kern und anderen namhaften Künstlern. Es lohnt
sich, ein wenig Zeit zu opfern, durch den Park zu schlendern, die Symbiose von
Natur und Kunstwerken einfach wirken zu lassen und zu genießen.

Auch ein Blick ins Innere des Schlosses lohnt sich, bedarf
aber ein wenig Charme im Umgang mit dem Personal, weil eigentlich nicht
öffentlich zugänglich.

Mein Weg zurück führte mich durch die Steingasse, meine Lieblingsgasse in der Stadt Salzburg. Auch hier noch vereinzelt Villen, angeklebt an die Felsen. Aber auch noch eine aus den letzten Jahrzehnten verbliebene Tristesse. Diese wird, so meine Hoffnung und Überzeugung, bald neuem Leben weichen. Das Weinhaus Andreas Hofer lädt zur Einkehr, das vielleicht älteste Bordell Österreichs zu zweifelhaftem und dennoch nostalgischem „Vergnügen“. Meine Gespräche mit der „Puffmutter“ waren jedenfalls herrlich.