Städtische Duftmarken (Das Residenzplatz-Experiment)

Touristen wohin man schaut

Die Mozartstadt Salzburg wird ebenso wie Venedig von tausenden Touristen überrannt. Hohe Preise allein können den Massenansturm schon lange nicht mehr bremsen, da wie dort.

Kreative Lösungen sind gefragter denn je. Die Wunschvorstellung ist klar, es sollen nur noch jene kommen, die viel Geld in der Stadt lassen und nicht wirklich auffallen. Weniger und mehr ist das Schlagwort.

Ein erster Versuch, die touristischen Massenströme zu reduzieren, sind die städtischen Duftmarken. Das Versuchsfeld ist der Residenzplatz mit seinem neuen, multifunktionalen Belag. Einerseits sind immer wieder Renovierungsarbeiten nötig, das stärkt die heimische Wirtschaft, andererseits sorgt der in den Sand eingearbeitete, gemahlene Spitzwegerichsamen für eine herbe Geruchsnote, die nicht gerade zum längeren Verweilen am Residenzplatz einlädt.

Das Pilotprojekt “städtische Duftmarken” wurde vor einigen Wochen gestartet und es wird spannend, was die ersten Auswertungen der sommerlichen Touristenstöme im Herbst zeigen werden.

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Über den Autor

Thomas Selinger (Cartoon) und Karl Traintinger (Text)
Cartoon: Thomas Selinger Text: Karl Traintinger

2 Kommentare zu "Städtische Duftmarken (Das Residenzplatz-Experiment)"

  1. Hanns Mayr Hanns Mayr | 21. Juni 2019 um 18:35 |

    Es ist eine wahre Kunst, für so einen bescheidenen, staubigen Sandplatz derartig viel Geld in den Sand zu setzen.

  2. Bernd Salomon Bernd Salomon | 24. Juni 2019 um 14:52 |

    Es zahlt keiner der Verantwortlichen, daher ist es auch egal, was heraus kommt.

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