Walfleisch für die Teller

Walfleisch für die Teller

Sie ziehen wieder in den Krieg, die japanischen Samurai, denn noch gibt es lebende Wale. Walfleisch ist rar und teuer und satte Gewinne sind wichtiger als jeder Tierschutz.

Seit heute ist der kommerzielle Walfischfang in Japan wieder erlaubt. Die großen Meeressäuger haben zwar keine reelle Chance, den hochtechnisierten Walfischfangflotten zu entkommen, aber das ist halt so. Was im Leben ist schon gerecht?

Europa ist mit Norwegen und Island am weltweiten Walfischfang auch beteiligt.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass irgendwann einmal das Essen von Walfleisch nicht mehr modern ist und es dann noch Wale außerhalb der Museen gibt!

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Über den Autor

Thomas Selinger (Cartoon) und Karl Traintinger (Text)
Cartoon: Thomas Selinger Text: Karl Traintinger

4 Kommentare zu "Walfleisch für die Teller"

  1. Der Göd Der Göd | 2. Juli 2019 um 22:08 |

    Die Überfischung der Meere ist dramatisch. Das Anfüllen der Meere mit Plastik ebenso. Das Töten der Wale ist eine Sauerei. Wenn es so weitergeht, wird sich die Menschheit selbst vernichten, vor lauter Gier und G´scheitheit!

  2. Das extreme Artensterben ist für den Großteil der Weltbevölkerung noch immer kein Thema. Die Wale sind dabei nur ein Mosaikstein. Die Erde wird den Klimawandel aushalten, die Menschen nicht. So etwas nennt sich Evolution.

  3. Anna Lemberger Anna Lemberger | 3. Juli 2019 um 11:25 |

    Beginn der „Jagdsaison“ auf Wale

    Lange haben sie überlebt die größten Säugetiere und urzeitlichen Riesen dieser Welt.
    In letzter Zeit mehrten sich die Meldungen, dass Wale gestrandet sind oder mit einem Bauch voller Plastik verendet aufgefunden wurden.
    Ja, die Auswirkungen menschlicher Umweltsünden setzen ihnen schwer zu. Und als wäre das alles noch nicht genug, eröffnet jetzt auch noch Japan offiziell die Jagd auf diese intelligenten Tiere des Meeres. Und nur die Technik macht es möglich, diese Riesen mit Harpunen zu bezwingen, sie sind gegen die riesigen Walfangflotten chancenlos.

    Wurde früher das Tran (Fett der Wale) als Lampenöl oder auch als industrieller Grundstoff benötigt, dient der Walfang heute in den meisten Fällen nur mehr finanziellen Interessen. Denn Walfleisch als Nahrungsmittel ist erst im 20 Jahrhundert von Bedeutung. Gleichzeitig brachte der industrielle Walfang in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts die Wale an den Rand des Aussterbens. Erst durch die Gründung der Walfangkommisson (IWC) 1946 konnte sich der Bestand der Wale wieder erholen.
    Während die indiogene Bevölkerung (z. Bsp. In Grönland) den Walfang in geringer Zahl zum persönlichen Gebrauch betreibt, „metzeln“ die Flotten der Industrieländer die Tiere in großer Zahl dahin.

    Walfleisch ist ein teures Luxusprodukt, deren Kilopreise bis zu 300.- Euro betragen können – und deshalb, und nur deshalb werden die sanften Riesen gejagt.

    Japan ist nicht das einzige Land, welches Wale jagt, auch Norwegen und Island gehen noch auf Walfang.

    Wenn wir jetzt nicht aufstehen um für diese prächtigen Tiere zu kämpfen, werden unsere Enkelkinder nur mehr Fotos oder (ähnlich den Saurier) ihre ausgestellten Skelette „bewundern“ können.

    Die Menschen rufen nach Klima- und Artenschutz und sägen trotzdem weiter an dem Ast auf dem sie sitzen und mit dem sie in Kürze abstürzen werden, weil der Profit immer noch Vorrang hat.

  4. Fische spüren genau so wie die Menschen Schmerzen. Das Abschlachten der Wale, der größten Meeressäuger, ist ein Verbrechen an der Umwelt.

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