Abkehr vom Wettbewerb

Salzburger Hallenbad

Wie am 5. 7. 19 einer Österreichischen Tageszeitung zu entnehmen ist, wurden in der U-12 Fußballliga die Klassifizierungen abgeschafft.

Anna Lemberger

Von Anni Lemberger

Vor einigen Tagen bereits machte eine kanadische Studie darauf aufmerksam, dass es sich beim beliebten Ballspiel „Völkerball“ um ein „Mittel der Unterdrückung und legalisiertes Mobbing“ handle und Lehrer gefälligst darauf zu achten hätten, dass „die schwächeren und stilleren Schüler“ nicht ins Hintertreffen kämen. Für die Unterstufen in den Schulen wird seit längerem politisch „gestritten“, ob Noten für kleine Kinder zumutbar sind.

Da stellt sich die Frage, ist nach neuesten Kinder- und Jugend psychologischen Erkenntnissen jede Form des Wettbewerb den zarten Kinderseelen nicht mehr zumutbar?

Während vor einigen Jahrzehnten die Prügelstrafe noch als legales Mittel in der Erziehung zugelassen war, Lehrherren ihre Lehrlinge bei Fehlverhalten schlagen durften, wird einige Jahre später ein geschossenes Fußballtor nicht mehr gezählt, um die zarte Seele des Tormannes nicht zu verletzen bzw. um den Fehler eines Abwehrspielers nicht hervorzuheben.

Mir macht diese Entwicklung Sorgen, denn ich frage mich, wie diese „zart behüteten Seelchen“ ihre Frau bzw. ihren Mann stehen wollen, wenn sie „Wettbewerb“ nie kennen gelernt haben und ihn aber im immer härter werdenden Wirtschafts- und Erwerbsleben aushalten müssen?

Was tun, wenn dieses erneute Experiment am Umgang mit unserem Nachwuchs fehl schlägt und ein Haufen lebensuntüchtiger Menschen für unsere Pensionen sorgen soll?

Ich hoffe, doch dass die Vernunft noch rechtzeitig den Umkehrschwung schafft und die Notwendigkeit von Wettbewerb im Kindesalter wieder erkannt wird.

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Dorfladen

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