Franz Schabhüttl & Andreas Welz: Brennpunkt Traiskirchen

Franz Schabhüttl & Andreas Wetz | Foto: edition a Verlag

Franz Schabhüttl & Andreas Wetz | Foto: edition a Verlag

Franz Schabhüttl & Andreas Welz: Brennpunkt Traiskirchen

Autoren: Franz Schabhüttl & Andreas Wetz
Titel: Brennpunkt Traiskirchen – Protokoll aus dem Inneren des Asylsystems
ISBN: 978-3-99001-217-8
Verlag: Edition a
Erschienen: 2017

Klappentext

„Es gab eine Woche, in der wir 50 Tonnen an freiwilligen Spenden entsorgen mussten. Die Flüchtlinge wollten keine Kleidung und kein Essen mehr, weil sie einfach schon genug hatten.“

Franz Schabhüttl legt mit dem Eintritt in den Ruhestand keine Abrechnung vor, er informiert darüber, was abseits des Fokus der Medien und der Nichtregierungs-Organisationen im Asylsystem wirklich passiert.

Der Spitzenbeamte des Innenministeriums zeichnet dabei ein facettenreiches Bild von der staatlichen Flüchtlingsarbeit, das die Öffentlichkeit so noch nie gesehen hat. Ein erhellendes Buch über den Alltag im Asylsystem, Politiker, die es als Projektionsfläche für ihre Parteipolitik missbrauchen, und Probleme, die noch niemand angesprochen hat.

Rezension von Anna Lemberger

Der Autor Franz Schabhüttl, besser bekannt als langjähriger Leiter des Erstaufnahmezentrums Traiskirchen, schildert sehr sachlich die wahren Probleme in der Asylpolitik. Er stand viele Jahre im Focus eines heiß diskutierten Bereiches und unterstand direkt den Weisungen des jeweiligen Innenministers. Druck auf ihn kam von allen Seiten: von den NGO´s, den „Gutmenschen“, der Volksanwaltschaft, als „Antifolterkommision“ eingesetzt, von den Medien, vom Traiskirchner Bürgermeister, aber auch den Seiten rechter PolitikerInnen.

Die beiden Autoren schreiben sehr glaubwürdig, informativ und sachlich über das Thema „Asylpolitik in Österreich“.  Schabhüttl spricht sehr wertschätzend und empathisch über die Asyl- und Schutz suchenden Menschen und verhehlt auch nicht das Erreichen der Belegungs- und Belastungsgrenzen in der Zeit der Flüchtlingskrise 2015.

Aber wie so oft, ging es auch in dieser Zeit um unnötige Geldflüsse zu Ungunsten der Steuerzahler und zu Gunsten der NGO´s. Er spricht (fast) von einer Asylindustrie, an deren Kuchen, „Ärzte ohne Grenzen Österreich, Caritas, Hilfswerk, u.a. sogenannte Nichtregierungsorganisationen“ durch Negativpropaganda gerne mit genascht haben.

Ein sehr empfehlenswertes Buch über dessen Objektivität sich jede Leserin/ jeder Leser selber ein Bild machen sollte.

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Dorfladen

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