Die steingewordene Stadlerkapelle

Früher einmal standen an vielen Straßen und Wegen Kapellen. Im Zuge von Straßenerneuerungen, Wegverlegungen und auch landwirschaftlichen Grundzusammenlegungen hatten manche plötzlich keinen Platz mehr.

Von Karl Traintinger

Ein Beispiel für die Umsiedlung, den späteren Abriss und letztendlich die Errichtung eines Erinnerungsdenkmals ist die Stadlerkapelle in Lamprechtshausen.

In der kleinen Verkehrsinsel an der Kreuzung Lamprechtshausener Bundesstraße (B156) und Bürmooser Landesstraße stand immer schon eine kleine, unscheinbare Kapelle. Warum dieser Standort zur Kapellenerrichtung gewählt wurde, ist nicht bekannt. Überliefert ist nur der Name Stadlerkapelle.

___STEADY_PAYWALL___

In den Jahren 1961/62 wurde die neue Abzweigung der Bürmooser Landesstraße gebaut, die ursprüngliche Stadlerkapelle weichen musste.

Bildarchiv Alois Fuchs, Bürmoos

Im ehemaligen Streuobstgarten der Familie Stadler wurde die Kapelle direkt an der B156 wieder neu aufgebaut. Eine größere Marienstatue, ein Kreuz und zwei Bilder zierten lange diese kleine Kapelle. Im Dezember 1990 wurden die Statue und auch die Bilder gestohlen.

Fotos: Manfred Weiß, Gemeinde

Im Jahr 2008 wurde der Kreisverkehr an der B156 gebaut und die Kapelle musste der Modernisierung weichen. Es war ganz einfach kein Platz mehr und die künstlerische Qualität zu gering, um sie zu erhalten. Zudem war sie schon sehr baufällig.

Im Jahr 2010 errichtete der Lamprechtshausener Künstler Erwin Schleindl die “Neue Stadler Kapelle”.

image_pdfimage_print

Dorfladen

Kommentar hinterlassen zu "Die steingewordene Stadlerkapelle"

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.