Elisabeth Escher: Das Fenster zum Himmel

Elisabeth Escher

Elisabeth Escher | Copyright bei der Autorin

Autorin: Elisabeth Escher
Titel: Das Fenster zum Himmel
ISBN – 10: 3-8107-0320-6
ISBN – 13: 978-3-8107-0320-0
Verlag: Bernardus-Verlag
Erschienen: 03.04.2020

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Klappentext:

Marie Muth ist sieben Jahre alt, als ihr Leben ohne tägliche Todesangst beginnt. Qualvolle Jahre in Heim und Pflegefamilie haben bereits tiefe Narben hinterlassen. Jakob Selinger, katholischer Pfarrer und Religionslehrer des kleinen Ortes Schönboden, nimmt das »Zigeunermädchen« bei sich im Pfarrhof auf. Schon bald brodelt im Dorf die Gerüchteküche: Eine eheähnliche Beziehung zu seiner Haushälterin wird dem eigenwilligen Priester ohnehin schon lange nachgesagt. Aber stellt er nun gar seinem Mündel nach, das für alle erkennbar zu einer ausnehmend anziehenden Frau heranwächst?

Der Grat zwischen Tratsch und Verleumdung ist eng. Und wo liegt die Wahrheit? Obwohl sich Abgründe menschlichen Denkens und Handelns auftun erzählt die Geschichte auch von der Macht der Liebe, die Hoffnung und Heilung zugleich ist. Für Marie ist die Liebe die einzige Rettung.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Nachdem Maria vom Kinderheim in ihr „neues Daheim“ gewechselt hat und täglich in ihrem kleinen eigenen Zimmer im 1. Stock eingesperrt wird, erhält sie sich ein kleines Stück Freiheit: das kleine Fenster, von dem aus sie ein Stück des (blauen) Himmels sehen kann.

Von ihrem sadistisch veranlagten Pflegevater halb tot geprügelt und der ihrem Mann hörigen Pflegemutter mit viel zu wenig Essen versorgt, kann sie nur überleben, weil in ihr eine „zweite Marie“ heranwächst, die ihr bei der Bewältigung des Leidens hilft.

Nach einer letzten Prügelattacke, bei der sie fast stirbt, wird sie von einer Mitarbeiterin der  Fürsorge  in den Haushalt des Pfarrers und seiner Haushälterin gebracht, die sie fortan „Onkel“ und „Tante“ nennen darf.

Pfarrer Jakob und seine Anna leben in einer eheähnlichen Beziehung und Maria wird zu ihrem „Mädchen“. Mit viel Liebe der beiden überwindet sie Schritt für Schritt ihre frühkindlichen Traumen und wächst zu einer aufgeweckten, talentierten und hübschen Frau heran. Das weckt Neider und selbst ernannte Moralisten, die diesem Tun eine Ende bereiten möchten.

Aber den Neidern zum Trotze überwindet die Macht der Liebe bekanntlich auch den höchsten Berg.

Ein rührendes und berührendes Buch, das die Respektlosigkeit sogenannter „Fürsorgekinder“ der 60er und 70er Jahre aufgreift. „Solche“ Kinder mussten froh sein, überhaupt irgendwo aufgenommen zu werden und „verdienten“ keinen Kind gerechten Umgang. Schläge, Demütigungen und Kinderarbeit waren an der Tagesordnung.


Dorfzeitung.com
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