Blaues Covid-Gezwitscher

Blaupfeiferling

Man muss in Zeiten wie diesen nicht alles verstehen. Da ist einmal die Salzburger FPÖ, deren Chefin “die Pandemie durchpfeifen lassen” möchte, wie kürzlich in einem SN-Interview zu lesen war.

Es ist schon verständlich, dass es als politisch unwichtige Partei schwierig ist, medial zu punkten. Trotzdem, etwas speziell ist diese Meldung angesichts der sich stetig füllenden Spitäler schon.

Auf der anderen Seite sind Möbelhaus-Eröffnungen mit 8500 Besuchern erlaubt. Zuhauf drängten sich die einkaufswilligen Gäste durch die Gänge mit gröberen Staus an den Kassen. Besuchertrauben vorm Hendlstand ließen Corona scheinbar vergessen.

Das sind schon eher sehr schwierige Botschaften, die da ausgesendet werden.

Alle Kulturveranstaltungen sind abgesagt. Vor einigen Wochen besuchte ich eine Vorstellung im Salzburger Landestheater. Mit dem ausgeklügelten Hygieneplan (personalisierte Sitzplätze, Abstand, Maskenpflicht, …) fühlte ich mich dort sehr sicher. In Lockdownzeiten wie diesen gäbe es zudem davor und danach keinen Gasthausbesuch.

Wieso sollte ein Theaterbesuch unter Einhaltung aller Hygieneregeln gefährlicher sein als eine Möbelhauseröffnung?

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Dorfladen

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Thomas Selinger (Cartoon) und Karl Traintinger (Text)
Cartoon: Thomas Selinger Text: Karl Traintinger

3 Kommentare zu "Blaues Covid-Gezwitscher"

  1. Zäzilia Dottergelb | 11. November 2020 um 16:43 |

    Die freiheitlichen Wortspenden rund um Corona sind allesamt entbehrlich. Es ist kaum zu glauben, was da für Schwachsinn verzapft wird.

    Die Lutzeröffnung ist gar nicht zu verstehen. Überall heißt es Kontakte reduzieren, dort spielt das offensichtlich keine Rolle.

  2. buermooserin | 15. November 2020 um 10:05 |

    Der neue harte Lockdown kommt am Dienstag. Die Kommentare von Frau Svatzek sind nicht gescheiter geworden. Den Kurz mag ich nicht, mit den Maßnahmen hat er recht. Der Anschober ist gut. Die Meindl Reisinger hat mir einmal ganz gut gefallen, zur Zeit halte ich ihre Wortmeldungen nicht mehr aus. Die Rendi-Wagner mochte ich zuerst gar nicht, dann im Frühling hatte sie eine gute Zeit. Die Kommentare von ihr und die von Leichtfried dieser Tage sind nur nur bissig und schlecht. Den Kickl kann man vergessen.

    Ich kann es nicht verstehen, wie alle zusammenhalten sollen und es die Politik vorzeigt, wie es nicht geht! Es ist lächerlich zu glauben, wären sie selbst an der Macht, wäre die Pandemie schon vorbei oder harmloser.

  3. Renate Kern | 16. November 2020 um 09:52 |

    Die Politiker geben sich als Streithansel und zeigen, wie Pandemiebekämpfung nicht geht. Politikverdrossenheit ist der logische Schluss. Wir Österreicher haben gute Gesetze, nur halten wir uns nicht daran. Der sogenannte österreichische Weg fällt uns jetzt auf den Kopf. Es sind nicht immer die anderen schuld am eigenen Dilemma!

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