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Blaupfeiferling

Blaues Covid-Gezwitscher

Man muss in Zeiten wie diesen nicht alles verstehen. Da ist einmal die Salzburger FPÖ, deren Chefin “die Pandemie durchpfeifen lassen” möchte, wie kürzlich in einem SN-Interview zu lesen war.

Es ist schon verständlich, dass es als politisch unwichtige Partei schwierig ist, medial zu punkten. Trotzdem, etwas speziell ist diese Meldung angesichts der sich stetig füllenden Spitäler schon.

Auf der anderen Seite sind Möbelhaus-Eröffnungen mit 8500 Besuchern erlaubt. Zuhauf drängten sich die einkaufswilligen Gäste durch die Gänge mit gröberen Staus an den Kassen. Besuchertrauben vorm Hendlstand ließen Corona scheinbar vergessen.

Das sind schon eher sehr schwierige Botschaften, die da ausgesendet werden.

Alle Kulturveranstaltungen sind abgesagt. Vor einigen Wochen besuchte ich eine Vorstellung im Salzburger Landestheater. Mit dem ausgeklügelten Hygieneplan (personalisierte Sitzplätze, Abstand, Maskenpflicht, …) fühlte ich mich dort sehr sicher. In Lockdownzeiten wie diesen gäbe es zudem davor und danach keinen Gasthausbesuch.

Wieso sollte ein Theaterbesuch unter Einhaltung aller Hygieneregeln gefährlicher sein als eine Möbelhauseröffnung?

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