„Sommerszene Salzburg“ von 8. bis 25. Juni 2021

CieLaroque/Helene Weinzierl - Rhythmus und Rausch | Foto: © Bahr Khalil

CieLaroque/Helene Weinzierl - Rhythmus und Rausch | Foto: © Bahr Khalil

Die Programmpräsentation von Angela Glechner, der Intendantin der Sommerszene Salzburg, am Dienstag, den 11. Mai 2021 war nach den vielen digitalen Pressekonferenzen ein Hochgenuss. Die Vorfreude und Begeisterung der anwesenden Künstler war groß, denn nach einem Jahr Pause wird heuer im Juni die Stadt Salzburg wieder 18 Tage lang zur Bühne für zeitgenössischen Tanz und Performance.

Elisabeth Pichler

Von Elisabeth Pichler

Das Programm wurde heuer unter ganz besonderen Voraussetzungen gestaltet. Angela Glechner hat daher unter dem Motto „sicher ist sicher“ den Schwerpunkt auf Künstler aus Salzburg, der Region und Österreich verlagert. Fünf Projekte, die für letztes Jahr geplant und teilweise schon fast fertiggestellt waren, werden heuer nachgeholt. Doch auch die Künste haben sich im letzten Jahr verändert, da eine enge Vermischung von Publikum und Künstlern nicht coronakonform ist.

Die Eröffnung des Festivals findet am 8. Juni auf der Skulpturenterrasse des Museums der Moderne am Mönchsberg statt. Die bekannte Salzburger Choreografin Helene Weinzierl untersucht mit ihrem 13-köpfigen Ensemble CieLaroque in „Rhythmus und Rausch“ die zurzeit sehr aktuelle Problematik der sozialen Interaktion.

Im SZENE Theater (vormals republic) gastiert am 16. Juni der griechische Choreograf Christos Papadopoulos mit dem Gruppenstück „Elvedon“, in dem er dem Vergehen der Zeit nachspürt. Angela Glechner verspricht „eine Sternstunde des Tanzes“, wenn die virtuosen griechischen Tänzerinnen und Tänzer minimalistisch und zurückhaltend ständig fließende Bewegungsmuster zelebrieren.

Die in Salzburg beheimatete BODHI PROJECT Company wird mit „WildLand“ von Reut Shemesh und „Chorus Line“ von Adrienn Hód am 20. und 21. Juni im SZENE Theater zu sehen sein. Nur 30 Minuten Zeit braucht man für den Besuch der Installation „Terrain“ der Choreografin Milla Koistinen, des Komponisten Paul Valikoski und des Lichtdesigners Ladislav Zajac, die zu einem interaktiven Erlebnis einladen.

BODHI PROJECT & Reut Shemesh – WildLand | Foto: © Bernhard Müller

An den 18 Tagen des Festivals werden heuer 16 Produktionen an elf unterschiedlichen Orten zu sehen sein. In der ARGEkultur entführt die Künstlergruppe gold extra das Publikum in einen Escape Room und verspricht mit der Produktion „BORDER GRID“ eine intensive analoge Erfahrung in einem kleinen Raum. Das Theater ecce ist mit „Der Einkaufstempel“ und „Biomüll“ am 15. und 17. Juni im OVAL – Die Bühne im Europark zu Gast.

Die englische Theatergruppe Stan’s Cafe gestaltete 2018 mit fünf Tonnen Reis in der Kollegienkirche eine beeindruckende Installation. Heuer verspricht die kanadische Künstlerin Janet Cardiff mit „The Forty Part Motet“, einer poetischen Klanginstallation aus 40 Lautsprechern, ein emotional überwältigendes Erlebnis zur Motette „Spem in Alium“ des englischen Renaissance-Komponisten Thomas Tallis. Die Kollegienkirche kann während der gesamten Festivalzeit täglich von 10 bis 19 Uhr besucht werden, gerne auch mehrmals.

Bespielt wird heuer auch der Bürgerspitalhof, ein Innenhof in der Griesgasse, die Galerie 5020, der Dr.-Hans-Lechner-Park, das STADTWERK Lehen sowie der Vorplatz des Salzburger Hauptbahnhofs, wo das Wiener Künstlerinnenkollektiv salon emmer gemeinsam mit 15 tanzwütigen Salzburgerinnen und Salzburgern in der Gruppenchoreografie „JUMP!“ 30.000 lustvolle Sprünge anpeilen wird.

Das genaue Programm ist unter https://www.szene-salzburg.net/ zu finden. Es wird empfohlen, öfters einen Blick darauf zu werfen, denn Angela Glechner versichert, dass zusätzliche Live-Performance möglich sein könnten. Dem überaus engagierten Team des Festivals bleibt nur zu wünschen, dass das Publikum diszipliniert mitspielt und die 3-G-Regel beachtet. Geimpft, getestet oder genesen, das sind im Moment die Zauberwörter, die die Türen zu Kunst und Kultur öffnen.

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Dorfladen

Über den Autor

Elisabeth Pichler
“Theater war schon immer meine große Leidenschaft und scheinbar ist es mir auch gelungen, diese Begeisterung an meine Kinder weiterzugeben.” Elisabeth Pichler besucht für die Dorfzeitung Theateraufführungen und Konzerte und liest neue Bücher.

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