Maria Publig: Waldviertelrache

Maria Publig

Maria Publi8g | Foto: Privat

Autorin: Maria Publig
Titel: Waldviertelrache
ISDN: 978-3-8392-0207-4
Verlag: Gmeiner Verlag GmbH

Erschienen: 2022

Klappentext

Klappentext:

Im Waldviertel herrscht Aufregung. Ein Großbauprojekt steht an. Es ist vor allem für die Wiener Bevölkerung gedacht, die im idyllischen Grünen residieren will. Die Bewohner protestieren, denn ein Wald soll dafür gerodet werden.

Dorfpolizist Sepp Grubinger muss die erhitzten Gemüter beruhigen. Auch, weil bei einem Umbau ein Skelett gefunden wurde.

Als dann der Architekt des Wohnbauprojekts tot in einem leeren Pool liegt, kann ihm bei der Aufklärung nur eine helfen: PR-Lady Walli Winzer.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Die PR-Lady Walli Winzer ist sauer, stocksauer sogar – sie ist dabei ihren Dachboden zu einem Maleratelier umzubauen und mittendrin lassen sie die Bauarbeiter im Stich. Jetzt lebt sie seit einiger Zeit auf einer Baustelle und vor allem ohne Dach. Auch Filou, ihr treuer „kätzischer“ Wegbegleiter ist völlig verstört, in Anbetracht der umher stehenden Möbel. Und der Anlass für dieses Bauchaos ist alles andere als erfreulich, denn die Gemeinde Großlichten im Waldviertel soll zu einer Oase für Wiener Zweitwohnsitzeigentümer werden.

Die Großlichtener rebellieren, sie wollen ihre Ruhe haben und nicht zu einer Wiener „Kolonie“ mutieren. Verbale Attacken entladen sich, Steine fliegen, und verletzen den Baumeister Eduard „Edi“ Altmeier am Kopf, der neben dem Architekten Bernhard „Berni“ Stockreiter am Fenster steht. Berni ist ein geborener Großlichtener, die mittlerweile weltweit mit namhaften Bauprojekten Karriere gemacht hat und der Bürgermeister der Gemeinde Josef Brunner ist glücklich, diesen Stararchitekten für Großlichten gewonnen zu haben.

Um wieder Ruhe zu haben, möchte Walli kurzfristig zu ihrer Freundin Romy Steiner ziehen, die zwar ebenfalls ihr Schloss Waldstetten umbaut, dennoch für die PR-Lady ein ruhiges Gästezimmer hat.

Beim Abriss eines 30 Jahre alten Anbaues neben dem Schloss wird im Betonboden ein Babyskelett gefunden, dessen Identität völlig unbekannt ist.

Kurz darauf wird auch noch der Stararchitekt Stockreiter tot in einem leeren Swimmingpool gefunden. Da er sich, auch durch eine Vielzahl von Frauengeschichten, in Oberlichten nicht unbedingt beliebt gemacht hat, ist die Zahl der Tatverdächtigen groß.

Der zuständige Polizist Sepp Dorfinger braucht Hilfe von der PR-Lady, um den völlig wirren Fall zu lösen.  Zuerst stellt sich beiden die Frage, ob das Babyskelett mit dem Mord an Berni zusammenhängt?

Gemeinsam nähern sich Walli und Sepp der Lösung, die wieder einmal so ganz anders aussieht, wie es anfangs scheint….

Ein spannender Landkrimi aus dem Waldviertel mit ganz viel Frauenpower. Die Autorin geht in ihrem Buch auf das sehr problematische Verbauen von ländlichen Gebieten als Wertanlage („Ausverkauf der Heimat“) für reiche Zweitwohnsitzkäufer ein. Und sie thematisiert auch die unlauteren Machenschaften bei der Planung und Vergabe von (Monster)Bauprojekten.

Vermutlich der weiblichen „Vormachtstellung“ dieses Krimis geschuldet, wurde die Sprache „gegendert“ – was mir leider ein flüssiges, schnelles und sinnerfassendes Lesen erschwerte und die Freude an diesem an und für sich tollen Buch, etwas schmälerte.


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Über den Autor

Anna Lemberger
Geboren in Zederhaus/L ungau/ Salzburg. Seit dem Ende ihrer aktiven Berufslaufbahn als Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester 2017 (nach 42 Berufsjahren) liest sie vorwiegend Bücher Österreichischer Autorinnen und Autoren und schreibt Rezensionen dazu. Anni Lemberger betreibt außerdem eine FB Seite, auf der sich LeserInnen und AutorInnen virtuell treffen und austauschen können.

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