Sommerszene 2022 – Welcome, Welcome, Welcome…

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Von 9. bis 24. Juni 2022 macht das „Performing Arts Festival“ die Stadt Salzburg wieder zur großen Bühne. Künstlerinnen und Künstler aus sechs Ländern bespielen zehn sehr unterschiedliche Schauplätze, vom Theater bis Wiese an der Glan. Das Festival will aufzeigen, wie wichtig Kunst gerade in fordernden Zeiten ist.

Elisabeth Pichler

Von Elisabeth Pichler

In der Felsenreitschule der Salzburger Festspiele findet am 9. Juni die wohl bislang kürzeste Eröffnung der Sommerszene statt. Mit seinem dreißigminütigen Solostück „Tanzanweisungen“ kommt der in München lebende Choreograph Moritz Ostruschnjak das erste Mal nach Österreich. Der überdimensionierte, klassische Rahmen soll für den Tänzer die Vereinzelung spürbar machen. Zu einem den Raum ausfüllenden Sound lässt er Daniel Conant nicht nur Schuhplatteln, sondern auch klassisches Ballett tanzen und das alles in rasendem Tempo.

Virtuosen Tanz bietet die brasilianische Choreographin Lia Rodrigues mit ihrem international gefeierten Gruppenstück „Fúria“. Die bei der Pressekonferenz gezeigten Ausschnitte versprechen archaische Wucht. Dieser verstörender Tanz am Abgrund findet am 11. und 13. in der Szene statt. Ebenfalls in der Szene gastiert die urbane Tanzkompanie Hungry Sharks, die in ihrer Performance „Béton Brut“ die Ästhetik brutalistischer Architektur mit den Werten und der Geschichte des Tanzstils Breaking verbindet (17. und 18). Etwas ruhiger lässt es der Belgier Jan Martens mit „Sweat Baby Sweat“, einem poetischen Pas de deux und einer Liebeserklärung an den Tanz und das Leben, angehen. In der ARGEkultur inszeniert Elena Fokina, ehemaliges Ensemblemitglied bei Wim Vandekeybus und Sasha Waltz, mit einer sechsköpfigen Gruppe des BODHI PROJECT eine choreographische Reise, bei der Hoffnung und Humor im Vordergrund stehen.

Politisches Theater, installative Performance und partizipative Spiele finden im Toihaus Theater (die britische Kultgruppe Forced Entertainment mit „Tomorrow’s Parties“), in der Galerie 5020 (Lisa Hinterreithner mit „This is not a garden / vegetal encounters“), im Szene Studio (das Künstlerinnen-Tandem buren aus Belgien mit dem witzigen Kurzstück „T-Shirt conversations“) und in der ARGEkultur statt. Eine Sternstunde verspricht das aktuelle Stück der Rabtaldirndln „Betongold – Ein städtischer Schwank“, mit dem ein schonungsloser Blick in die Abgründe der österreichischen Politik geworfen wird. Achtung: nur eine Vorstellung am 21. in der Szene!

Den Open- Air-Veranstaltungen (im Innenhof der Neuen Residenz, am Vorplatz des Salzburger Hauptbahnhof, im Stadtwerk Lehen, am Schwarzgrabenweg an der Glan) – viele bei freien Eintritt – ist schönes Wetter zu wünschen. Das Theater-Label Rimini Protokoll lädt zum Gehen ein, wo und wann dürfen sie selbst bestimmen. „The Walks“ ist während Corona entstanden und bietet zehn Kurzhörspiele, die das Gehen als theatrales Szenario verstehen. Die Spaziergänge führen durch Parks oder Supermärkte, zum Spielplatz oder zu einem Gewässer. So werden vertraute Orte zu Schauplätzen und Landschaften zu Bühnen. Klingt sehr interessant und geht scheinbar ganz leicht. Man muss nur eine App herunterladen. Den Aktivierungscode erhält man unter szene-salzburg.net und dann kann man selbst bestimmen, wo und wann, zwischen 9. und 24. Juni.

Szene-Intendantin Angela Glechner freut sich über das vielfältige Programm, denn „es ist ein Festival, das viele Haken schlägt und für viele offen ist“. Welcome, Welcome, Welcome!

Das detaillierte Programm >

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Über den Autor

Elisabeth Pichler
“Theater war schon immer meine große Leidenschaft und scheinbar ist es mir auch gelungen, diese Begeisterung an meine Kinder weiterzugeben.” Elisabeth Pichler besucht für die Dorfzeitung Theateraufführungen und Konzerte und liest neue Bücher.

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