Manu Delago in der ARGEKultur

Foto: Michael Steinberger
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Am 26. Juni lud die ARGEKultur zu einer einzigartigen Perkussion-Session im Roten Salon ein. Dazu trat der weltweit führende Hang-Virtuose Manu Delago auf und präsentierte zusammen mit Isa Kurz und Philipp Moll sein neues Projekt „Handmade“.

In einen der gemütlichen roten Sofas sitzend, wurde ich von diesem Klangerlebnis in weite Ferne versetzt.
Obwohl das, wie ein UFO aussehende, Schlaginstrument Hang aus der Schweiz kommt und auf bernerisch „Hand“ bedeutet, erinnerte mich der schwebende Ton an die Klangschalen des hochgelegenen Tibets. Mit einfachen Melodien berührte Manu Delago das Publikum und während seines Solo-Spiels entstand eine meditative Stille bei der ein heruntergefallener Becher verhältnismäßig wie ein lauter Trommelschlag durch den Raum zu hören war.

Dazu begleitete Isa Kurz mit Violine die Melodie des Hangs und brachte dadurch, die auf dem Cover der Handmade CD durch eine Linie symbolisierte Verbindung zwischen den Musikern, zum Vorschein. Jedoch beschränkte sich die Musikerin nicht nur auf ein Musikinstrument, so setzte sie auch ihr Können auf dem Klavier fort und überzeugte zudem noch mit ihrer grazilen Stimme.

Zusätzlich zum Spielen von Melodien auf dem Hang bewies Manu Delago die Vielseitigkeit des Instruments indem er es umdrehte und tiefe Basstöne ähnlich eines indischen Ghatams, ein als Perkussionsinstrument fungierendes rotes Tongefäß, erzeugte. Dessen Tonhöhe variierte er durch teilweises Verdecken eines handgroßen Lochs.

Heftige Konkurrenz machte dem Hang das blaue Glockenspiel, wie er selbst mit Tiroler Humor verkündigte, und erinnerte mich mit dem Spiel dessen an so manchen Hip-Hop-Track. Für einige Koordinierung sorgten die schnellen Wechsel während eines Stücks zwischen Hang und Schlagzeug, auf dem der Musiker mit verschiedenen Schlagtechniken für ein breites Klangspektrum sorgte.

Die Saiten des Kontrabass versetzte Philipp Moll zum Schwingen und erweiterte mit seinem jazzigen Spiel das Musikrepertoire der Band.

Ich besuchte dieses Konzert ohne eine Vorahnung zu haben was mich erwarten würde und verließ es nach diesem tiefgehenden Erlebnis mit der Vorfreude auf das nächste musikalische Treffen dieser begabten jungen Musiker.

MichaelSteinbergerMichael Steinberger
Dorfzeitung

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