Christian Klinger: Ein Giro in Triest

Christian Klinger

Christian Klinger | Foto: Privat

Christian Klinger

Autor: Christina Klinger
Titel: Ein Giro in Triest
ISBN:  978-3-7117-2116-7
eISBN: 978-3-7117-5461-5
Verlag: Picus Verlag
Erschienen: 2022

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Klappentext:

Der erste Fall für Ispettor Gaetano Lamprecht: In Triest sind die Gemüter im Sommer 1914 erhitzt und Gaetano muss zwischen Monarchisten, Irredentisten und der italienisch-slawischen Unterwelt navigieren. Gaetano Lamprecht, Sohn eines Österreichers und einer Italienerin, ist als Ispettore bei der Triestiner Polizei tätig und begeisterter Radsportler.

Nach der Ermordung des Thronfolgerpaars in Sarajevo drohen Nationalisten mit der Entführung der Särge und Gaetano wird mit der Wiederbeschaffung beauftragt. Die Ermittlungen führen den Ispettore in ein Netz aus Verschwörungen und korrupten Machenschaften, wobei er sich mehr als einmal in Lebensgefahr bringt, aus der ihn nur seine Sportlichkeit retten kann. Nebenbei beschäftigen Lamprecht private Probleme, denn er und seine Familie sind nicht aus freien Stücken von Wien nach Triest zurückgekehrt.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Der Ispettor der k. u. k. Monarchie, Gaetano Lamprecht wird zu einem Einsatz gerufen. Ein junger Mann in Soldatenuniform wird erhängt über den Hügeln der Stadt Triest aufgefunden. Obwohl alles nach einem Selbstmord aussieht, glaubt Gaetano nicht daran – ein paar verräterische Spuren lassen ihn an der Selbstmordtheorie zweifeln. Aber ranghohe Mitglieder der k. u. k. Armee verhindern, dass Lamprecht diesem Verdacht weiter nachgehen kann und auch Gaetanos Vorgesetzter Spetich übernimmt die Selbstmordtheorie. Zudem erhärtet sich der Verdacht der Selbsttötung auch noch, als Lamprechts Freund und Kollege Polizeiinspektor Pietro Pirona ihm von den Spielschulden des Soldaten erzählt.

Als wenige Tage später das Österreichische Thronfolgerpaar in Sarajevo einem Attentat zum Opfer fällt, hat die Triestiner Polizei alle Hände voll zu tun, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich Mitglieder dieser Verschwörertruppe auch in Triest aufhalten. Für die Klärung des Todes von dem jungen Soldaten bleibt Lamprecht vorerst keine Zeit mehr.

Der Versuch einer „Undercover“ Ermittlung misslingt dem Ispettor, weil er offensichtlich zu bekannt ist. Mit seinen „Schnüffeleien“ kommt er einigen Personen aber ordentlich in die Quere. Mehrere Anschläge kann er aufgrund seines gut durchtrainierten Körpers mit mehr oder weniger starken Blessuren abwehren. Aber er verliert zunehmend die Übersicht, wem er überhaupt noch trauen kann?

Ein bestens recherchierter Kriminalroman, der kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges in Triest spielt. Der Autor beschreibt sehr gut die unruhigen Zeiten der multikulturellen Gesellschaft kurz vor Ende der Habsburgermonarchie und verpackt das in seinem fiktiven Roman, der vor einem wahren Hintergrund spielt. Das ergibt einen spannenden, lesenswerten und gut gelungenen Krimi.


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Über den Autor

Elisabeth Pichler
“Theater war schon immer meine große Leidenschaft und scheinbar ist es mir auch gelungen, diese Begeisterung an meine Kinder weiterzugeben.” Elisabeth Pichler besucht für die Dorfzeitung Theateraufführungen und Konzerte und liest neue Bücher.

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