Gudrun Wieser: Jenseits der Mur

Gudrun Wieser

Gudrun Wieser | Emons Verlag - Gerald Schutting

Autorin: Gudrun Wieser
Titel: Jenseits der Mur – Historischer Kriminalroman
ISBN: 978-3-7408-1625-4
Verlag: Emons Verlag GmbH
Erschienen: 2022

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Klappentext:

Ein feinsinniger und detailreich recherchierter historischer Kriminalroman aus der Kaiserzeit.
Steiermark, 1882: In einem gestrengen Mädchenpensionat in der Nähe von Graz ereignen sich mysteriöse Todesfälle unter den Schülerinnen.

Alle Opfer tragen eine rosafarbene Schleife an ihrer Kleidung. Als der jungen Lehrerin Ida Fichte noch weitere merkwürdige Details auffallen, beginnt sie gemeinsam mit dem feschen Gendarmen Wilhelm Koweindl zu ermitteln. Doch bald schon werden die beiden in ein abgründiges Spiel hineingezogen, in dem nichts ist, wie es scheint.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Das Mädchenpensionat am Annaberg in der Nähe von Graz wird Ende des 19. Jahrhundert mit harter Hand von Fräulein Oberlehrerin Berta Stieglitz geführt. Durch Strenge und eiserne Disziplin hat sie sich diese Position erarbeitet. Ihr zur Seite stehen bei der Erziehung der jungen Damen, die Lehrerinnen Fräulein Helene Ammann und Fräulein Ida Fichte, die sich streng an die Vorgaben ihrer Vorgesetzten Oberlehrerin zu halten haben. Mit wachen Augen hüten sie gemeinsam die Tugendhaftigkeit der Töchter aus gutem Haus, die ihnen zur Erziehung anvertraut sind. Deshalb erzeugt es auch Berta Stieglitz´ größtes Missfallen, wenn sie einmal im Jahr einen „Tanzerl-Abend“ für die Schülerinnen ausrichten muss, denn sie muss jungen Kavalieren die Türen öffnen, die ihre weiblichen Zöglinge übers Tanzparkett führen dürfen. Ansonsten sind Männer im Mädchenpensionat ungern gesehen. Die einzige Ausnahme bildet der, in die Jahre gekommene, Hausmeister, der ganz oben im Dachgeschoss seine Wohnung hat.

Zu allem Unglück bricht dann auch noch nach dem letzten Tanzerl-Abend eine unheimliche Mordserie über die jungen Frauen im Pensionat herein. Die erdrosselten Schülerinnen werden mit rosafarbenen Bändern aufgefunden – wobei jeder Hinweis auf eine Tatverdächtige oder einen Tatverdächtigen fehlt….

Nachdem der ermittelnde Gendarm Koweindl von seinem Vorgesetzten dahingehend instruiert wird, die jungen Damen durch seine Anwesenheit im Pensionat nicht zu belästigen, braucht er die junge Lehrerin Ida Fichte als Verbündete, die ihm die nötigen Informationen von und zu den Schülerinnen weiterleitet und die somit zu seiner „Co-Ermittlerin“ wird.

Die Verwirrung steigt, als klar wird, dass einige Mädchen vor ihrem Tod mit männlichen Personen, trotz striktem Verbot, in Briefwechsel standen. Und immer wieder taucht derselbe Vorname auf, aber mit wechselndem Wohnorten.

Auf sich alleine gestellt, begibt sich Fräulein Fichte im Pensionat auf Nachforschungen, um dem feschen Gendarm Wilhelm Koweindl zu imponieren. Dabei begibt sich aber in große Gefahr.

Ein gut recherchierter, spannender und vor allem sehr authentischer Kriminalroman um ein „höhere Töchter Pensionat“ zur Kaiserzeit. Dieser sehr gelungene Roman führt den Lesenden in eine Zeit, in der Frauen noch kaum Rechte hatten und der Ruf des Familiennamens vor dem Wohlbefinden der Töchter stand.



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Über den Autor

Anna Lemberger
Geboren in Zederhaus/L ungau/ Salzburg. Seit dem Ende ihrer aktiven Berufslaufbahn als Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester 2017 (nach 42 Berufsjahren) liest sie vorwiegend Bücher Österreichischer Autorinnen und Autoren und schreibt Rezensionen dazu. Anni Lemberger betreibt außerdem eine FB Seite, auf der sich LeserInnen und AutorInnen virtuell treffen und austauschen können.

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