Die 3 Kreuze von Schallmoos

Drei Kreuze von Schallmoos

Diese Kreuzigungsgruppe erinnert an die an dieser Stelle befindliche zivile Richtstätte der Haupt- und Residenzstadt Salzburg und sind urkundlich 1459 erstmal erwähnt. Sie befindet sich an der Einmündung der Vogelweiderstraße in die Schallomooser Hauptstraße.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Die Richtstätte (Hochgericht und Köpfstatt) wurde unter Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau 1599 nach Gneis übersiedelt.

Das denkmalgeschützte Ensemble in Schallmoos liegt unweit des Äußeren Ostertores (später Linzer Tor), das auch Galgentor genannt wurde. Die Armesünder- oder Urtlkreuze boten den zum Tod Verurteilten eine letzte Möglichkeit zum Gebet.

Die ursprüngliche Figur, wie sie auf den ältesten Stadtansichten zu finden ist, wurde um 1600 (der östliche Corpus) ersetzt. Der westliche Corpus ist jünger. Die beiden Schächer kamen 1666 dazu. Die Doppelkreuzdarstellung ist in der Kunstgeschichte sehr selten zu finden.

Auf einem hohen, kreuzförmigen Steinsockel sind in der Mitte die zwei aus Holz gefertigten, polychromierten Skulpturen des Gekreuzigten angebracht. Eine ist nach Westen, die andere nach Osten gerichtet. Die Kreuze der beiden Schächer zeigen gegen die Mitte. Über der Kreuzigungsgruppe befindet sich ein solides Dach, das mit Holzschindeln gedeckt ist.

Die Stadtrestauratorin Ursula Mair hat von 2005-2007 die “3 Kreuze von Schallmoos” restauriert.

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