Wer braucht schon unsere alten Häuser?

Huberhaus Oberarnsdorf
Huberhaus Oberarnsdorf

Huberhaus in Oberarnsdorf

Riefellnerhaus in Hausmoning

Riefellnerhaus in Hausmoning

(kat) Das “Huberhaus” in Arnsdorf hat als Bauernhaus ausgedient. Es gehört zusammen mit dem Riefellner Haus zu den beiden letzen noch stehenden alten Lamprechtshausener Holzhäusern.  So richtig haben will das “Huberhaus” niemand; auch der jetzige Besitzer nicht. Garagen wären praktischer. In der Gemeinde gibt es zur Zeit andere Prioritäten. Der jetzige Standort wäre bei einer kommunalen Nutzung (Museum, etc.) aus verschiedenen Gründen sowieso sehr problematisch. Es gibt so gut wie keinen Parkplatz, die Nachbarschaft, ….

Huberhaus

Huberhaus

Huberhaus

Huberhaus

Das Geld, das für soetwas (Huberhaus) verwendet würde, wäre woanders besser aufgehoben, so die Meinung vieler Gemeindebürger. Ein Museum (Stille Nacht) genügt. Mehr brauchen wir nicht. Die Erfahrungen, die die Gemeinde mit alten Häusern gemacht hat, vereinfachen eine Gemeindelösung für die Erhaltung des “Huberhauses” auch nicht. Jedes Haus im Gemeindebesitz steht automatisch unter Denkmalschutz.Einmal gekauft, wird man ein altes Haus nicht mehr los!?

Riefallners Hauseck

Riefallners Hauseck

Riefellners Haustür

Riefellners Haustür

Beispiel Riefellnerhaus: Das Objekt steht unter Denkmalschutz und darf nicht abgerissen werden. Es zerfällt schön langsam und alle schauen zu. Auf die Frage an die Vereine, wer die Räume nutzen möchte, gab es allgemeine Ablehnung. Wie soll die Gemeindevertretung reagieren? Wieso schützen, wenn´s doch niemand will? Wieso ein neues Problem (Huberhaus)kaufen?

So bleiben am Schluß noch folgende Bemerkungen übrig.

Denkmalschutz: Nur Schutz allein genügt nicht. Zum Schutz gehört auch finazielle Hilfe bei der Erhaltung bzw. Renovierung von schützenswerten Objekten.. Die Finanzhilfe muß über eine “Symbolzahlung” hinausgehen. Es kann einer Gemeinde in einer Zeit, in der immer mehr Agenden auf die dörfliche Ebene abgewälzt werden, nicht zugemutet werden, die Hauptlast zu tragen.Kann das Schutzobjekt nicht mit Leben erfüllt werden, ist alles andere sinnlos.

Wäre nicht eine gemeinsame Lösung für beide Häuser sinnvoll. Beispiel: Errichten des “Huberhauses” an Stelle des jetzigen “Riefellnerhauses”. Es muß ja kein Heimathaus daraus werden. Soleid es einem tun muß, beide Gebäude werden nicht zu halten sein. Eine Erhaltung des “Huberhauses” am jetzigen Standort geht nicht, das Riefellnerhaus ist denkmalgeschützt abbruchreif. Wieso nicht das Riefellnerhaus schleifen, das Erdgeschoß neu errichten und das “Huber-Oberhaus” daraufsetzen. Möglichkeiten für Nutzungen gäbe es mehrere, wenn man will.Unterbringung der Gemeindebibliothek, des Gemeindearchives, Eltern-Kind Gruppe, etc.

Faktum ist: Die alten Holzhäuser werden über kurz oder lang verschwinden. Es wäre doch schön, könnte eines im Gemeindeeigentum erhalten werden.

Dank für die Erhaltung wird es keinen geben. Zumindest jetzt nicht. Trotzdem: Die Welt braucht Einzelkämpfer und Träumer, Außenseiter und Kritiker. Mit welchen Werken wären sonst unsere Museen gefüllt und könnten von uns allen bestaunt werden?  ……!?

Heimat PUR
Der Endbericht über die Umfrage zum Thema “Heimatmuseum” von S. Armstorfer, E. Bachleitner und S. Hauthaler im Rahmen eines Schulprojektes kann von der Gemeinde angefordert werden. Beteiligung an der Umfrage: 5,83%. Kommentar dazu: Naja …   Kernaussagen der Umfrage subjektiv  zusammengefaßt: Augen zu, Ohren zu, nur nichts sehen, nur nichts hören. Nur ja keine Gedanken an Mitarbeit aufkommen lassen. Außerdem, was geht mich das Ganze an!?   (Gezeichnet vom Spaziergänger)

Text am Weihnachtsplakat der Werbegemeinschaft Lamprechtshausen
DER ECHTE ADVENT IST RUHIG. Unser ganzes Dorf ist in dieser Zeit ruhig. Bis 24. Dezember Weihnachtsaktion mit wertvollen Preisen. Nach einigen Veranstaltunghinweisen kommt noch der Schlußsatz: GUT GEKAUFT IN LAMPRECHTSHAUSEN, dort wo der Advent still begangen wird.

vogel“Gott sei Dank sind diese Plakate auf Grund der verschneiten Winterandschaft fast nicht zu sehen.” meint ein um das Gemeinwohl besorgter Spaziergänger.


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