Wer braucht schon unsere alten Häuser?

Huberhaus in OberarnsdorfHuberhaus in Oberarnsdorf

Das “Huberhaus” in Arnsdorf hat als Bauernhaus ausgedient. Es gehört zusammen mit dem Riefellner Haus zu den beiden letzen noch stehenden alten Lamprechtshausener Holzhäusern. 

Von Karl Traintinger

So richtig haben will das “Huberhaus” niemand; auch der jetzige Besitzer nicht. Garagen wären praktischer. In der Gemeinde gibt es zur Zeit andere Prioritäten. Der jetzige Standort wäre bei einer kommunalen Nutzung (Museum, etc.) aus verschiedenen Gründen sowieso sehr problematisch. Es gibt so gut wie keinen Parkplatz, die Nachbarschaft, ….

Huberhaus Oberarnsdorf

Das Geld, das für so etwas (Huberhaus) verwendet würde, wäre woanders besser aufgehoben, ist die Meinung vieler Gemeindebürger. Ein Museum (Stille Nacht) genügt, mehr brauchen wir nicht. ___STEADY_PAYWALL___

Die Erfahrungen, die die Gemeinde mit alten Häusern gemacht hat, vereinfachen eine Gemeindelösung für die Erhaltung des “Huberhauses” auch nicht. Jedes Haus im Gemeindebesitz steht automatisch unter Denkmalschutz. Einmal gekauft, wird man dies alten Buden nicht mehr los!?

Huberhaus

Beispiel Riefellnerhaus: Das Objekt steht unter Denkmalschutz und darf nicht abgerissen werden. Es zerfällt schön langsam und alle schauen zu.

Auf die Frage an die Vereine, wer die Räume nutzen möchte, gab es allgemeine Ablehnung. Wie soll die Gemeindevertretung reagieren? Wieso schützen, wenn´s doch niemand will? Wieso ein neues Problem (Huberhaus) kaufen?

Huberhaus

So bleiben am Schluß noch folgende Bemerkungen zum gelebten und auch für Gemeinden lebbaren Denkmalschutz übrig.

Denkmalschutz:

Nur Schutz allein genügt nicht. Zum Schutz gehört auch finanzielle Hilfe bei der Erhaltung bzw. Renovierung von schützenswerten Objekten.. Die Finanzhilfe muß über eine “Symbolzahlung” hinausgehen. Es kann einer Gemeinde in einer Zeit, in der immer mehr Agenden auf die dörfliche Ebene abgewälzt werden, nicht zugemutet werden, die Hauptlast zu tragen.Kann das Schutzobjekt nicht mit Leben erfüllt werden, ist alles andere sinnlos.

Riefellnerhaus in Hausmoning
Riefellnerhaus in Hausmoning

Wäre nicht eine gemeinsame Lösung für beide Häuser sinnvoll. Beispiel: Errichten des “Huberhauses” an Stelle des jetzigen “Riefellnerhauses”. Es muß ja kein Heimathaus daraus werden. Soleid es einem tun muß, beide Gebäude werden nicht zu halten sein.

Eine Erhaltung des “Huberhauses” am jetzigen Standort geht nicht, das Riefellnerhaus ist denkmalgeschützt abbruchreif. Wieso nicht das Riefellnerhaus schleifen, das Erdgeschoß neu errichten und das “Huber-Oberhaus” daraufsetzen. Möglichkeiten für Nutzungen gäbe es mehrere, wenn man will.Unterbringung der Gemeindebibliothek, des Gemeindearchives, Eltern-Kind Gruppe, etc.

Riefellners Haustür
Riefellners Haustür

Faktum ist: Die alten Holzhäuser werden über kurz oder lang verschwinden. Es wäre doch schön, könnte eines im Gemeindeeigentum erhalten werden.

Riefellners Hauseck
Riefellners Hauseck

Dank für die Erhaltung wird es keinen geben. Zumindest jetzt nicht.

Trotzdem:
Die Welt braucht Einzelkämpfer und Träumer, Außenseiter und Kritiker. Mit welchen Werken wären sonst unsere Museen gefüllt und könnten von uns allen bestaunt werden?  ……!?

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