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Dorfbrunnen Seeham

Die Seehamer Brunnen von Peter Mairinger

Gleich neben dem Seehamer Gemeindezentrum (ehem. Schmiedbauerngut) befindet sich der im Jahre 2006 von Peter Mairinger geschaffene, neue Gemeindebrunnen.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Der dreiteilige Dorfbrunnen hat sich zu einem Treffpunkt für die Seehamer entwickelt. In einem achteckigen Becken steht ein Felsblock aus Untersberger Marmor, an dessen Vorder- und Rückseite mehrere Steinplatten lehnen. Die Rückwand ähnelt einer Wirbelsäule.

Von der Spitze des Marmorblockes plätschert das Wasser auf die rechteckigen Marmorplatten und fließt dann in einer steinernen Wasserrinne in Richtung Obertrumer See, um dann nach einigen Metern über eine Kaskade fallend in einem kleinen Becken mit zwischen zwei kleineren Felsblöcken zu verschwinden.

Gaberhellbrunnen

Der 1997 entstandene Brunnen befindet sich vor dem Haus Gaberhell auf dem Platz am Ende des Seeweges an der Südseite der Seehamer Pfarrkirche. “Schwach ist oft mächtiger als stark” war die zugrunde liegende Idee hinter der Brunnengestaltung.

Der aus einem flachen Stück bestehende Brunnentrog aus Waldviertler Granit liegt im Zentrum einer kreisförmigen Kopfsteinpflasterung. In der Mitte erhebt sich die ypsilonförmige, massive Brunnensäule. Die beiden steinernen Granitschenkel werden quasi nur durch 3 Rundhölzer aus Lärchenholz auseinander gehalten.

Bemerkenswert ist auch bei den beiden Brunnen in Seeham, dass es kein erklärendes Schild mit einem Hinweis auf den ausführenden Künstler und die Entstehungsgeschichte gibt.

Peter Mairinger

Der gebürtige Grazer studierte die Juristerei in Graz und promovierte 1979 zum Doktor der Rechte. Zeitgleich absolvierte er ein Keramikstudium an der Kunsthochschule bei Prof. Praschak und an der staatlichen Fachschule für Keramik in Landshut/Bayern bei Prof. W.A. Herfelder. Er arbeitete danach im Atelier der Firma Gmunder Keramik und legte die Meisterprüfung ab. Seit 1981 betreibt er in Seeham eine Atelier.

Peter mairinger

Peter Mairinger hat sich neben seinen vielen künstlerischen Aktivitäten auch als Dozent an verschiedenen Kunstschulen einen sehr guten Ruf erarbeitet.

Weitere Infos zu Peter Mairinger finden sie auf der Künstlerhomepage >
Ein kurzes Interview mit Peter Mairinger zu seinen Brunnen können Sie im Dorfradio hören.


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Gaberhellbrunnen Seeham

Dorfradio Vol 26 | Juni 2020

Die Sendung ist terrestrisch auf der Radiofabrik am 1. Juni 2020 um 17 Uhr zu hören.

Die aktuelle Sendung hören/ streamen >

Vergangene Sendungen nachhören >

Programmübersicht:

Literatur

Rebecca Schönleitner stellt den Innviertler Autor Klaus Ranzenberger und sein neuestes Buch vom Onkel Franz vor.

Sprache

Die Sprachwissenschaftlerin Michaela Essler berichtet über den Begriff  “Schuh – Aufstand, Unterwerfung und Legitimation.”

dorfDENKmal

Karl Traintinger spricht mit den Seehamer Künstler Peter Mairinger über die beiden von ihm gestalteten Brunnen im Ortszentrum.

Die Musikauswahl wurde von Karl Traintinger zusammengestellt.

In Hell Ill Be in Good Company © by The Dead South
If I Had You © by Fatty George & His Chicago Jazzband
Wunder meiner Seligkeit © by STS
Feiah fonga © by Krautschädl
Crying Shame © by The Tesky Brothers
Wenn ich in Stimmung bin © by Götz Alsmann
Somebody Stole My Gal © by Dansk-Svensk Jazzforsyning
Over The Rainbow © by Giuseppi Logan
Tea For Two © by Helmut Brandt Orchestra
Jazz Attitude Vol 1/ 5 © by Jean-Marc Allerme


Thomas Selinger

Dorfradio Vol 25 | Mai 2020

Das Dorfradio Vol 25 | Mai 2020 wird am 4. Mai 2020 um 17 Uhr von der Radiofabrik erstmals ausgestrahlt und am 5. Mai um 8 Uhr wiederholt.

Themen: G. Neumann: „Über allem und nichts“ | Seli über Seli | Homeoffice: Spiele selber gestalten | A. Hammertinger: Aus meinem Leben

Inhaltübersicht:

Literatur

Die Flachgauerin Rebecca Schönleitner stellt den österreichischen Autor Gunter Neumann und seinen Debütroman: „Über allem und nichts“, vor.

Interview

Der Cartoonist der Dorfzeitung Thomas Selinger interviewt sich coronabedingt in seinem Atelier im Salzburger Andräviertel selbst. Er erzählt, wie ein freischaffender Künstler in der Mozartstadt die Zeit der Ausgangssperren erlebte.

Bildung:

Zwei Lehrerinnen der BAfEP (Bildungsanstalt für Elementarpädagogik) Salzburg stellen in der aktuellen Homeoffice-Zeit ein Projekt zum Gestalten von Spielmitteln für Kinder im Kindergartenalter vor.

Zeitgeschichte – Lebensspuren

Der knapp 90-igjährige Adolf Hammertinger erzählt von den Erlebnissen zum Kriegsende und seiner Ausbildung zum Drucker. Er erlebte hautnah die Umstellung von Steindruck zum Offsetdruck.

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Die Musikauswahl im Dorfradio Vol 25

La Negra Tomasa © by Compay Segundo
Über den Wolken © by Reinhard Mey
Total Eclipse Of The Heart © by Bonnie Tyler
I Will Survive © by Gloria Gaynor
Bleeding Heart © by Jimi Hendrix
On The Sunny Side Of The Street © by Lester Young
Deep Blue Eyes © by Hansi Dujmic
Highway 61 © by Jesse James
What A Wonderful World © by Louis Armstrong

Musikauswahl: Karl Traintinger


Neu im Dorfladen: Nasen-/ Mundschutzmasken

Nachdem auch im virtuellen Dorf die Maskenzeit angebrochen ist, möchten wir unseren Fans die Möglichkeit geben, spezielle Dorfmasken zu erwerben, ganz nach unserem Motto: Dorf ist überall.

Zusätzlich bieten wir diverse Artikel aus dem Logo-Zoo der Tierarztpraxis Lamprechtshausen an!

Die Masken sind bei 60° C waschbar und daher wiederverwendbar. Das ist unser Beitrag zur Nachhaltigkeit! Fast alle Produkte aus dem Dorfladen gibt es in unterschiedlichen Farben und Größen.

Mit dem Kauf eines Produktes aus dem Dorfladen unterstützen Sie die Dorfzeitung, herzlichen Dank dafür!

Zum Dorfladen >

Wir freuen uns natürlich auch über jeden neuen Abonnenten der Dorfzeitung. Bereits ab 3,50 € im Monat sind Sie dabei und sichern damit nachhaltig das Überleben der Dorfzeitung. Info>


Dänemark 2008

Dorfradio Vol 24 | April 2020

Das Dorfradio Vol 24 | April 2020 wird am 6. April 2020 um 17 Uhr von der Radiofabrik erstmals ausgestrahlt und am 7. April um 8 Uhr wiederholt.

Inhaltübersicht:

Literatur

Die Flachgauerin Rebecca Schönleitner stellt Lupus, den neuesten Band des dänischen Krimiautors Jens Henrik Jensen vor. Es ist dies der IV. Band der OXEN Serie.

Kunst im öffentlichen Raum

Karl Traintinger beleuchtet die Hintergründe rund um seine Entstehung des Lamprechtshausener Skulpturenparkes und skizziert eine mögliche Weiterentwicklung.

Zeitgeschichte – Lebensspuren

Der knapp 90-igjährige Adolf Hammertinger erzählt von seiner Schulzeit in Wien und Frankenburg und von seinen Sommerferien als Austauschkind in Niederösterreich.

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Die Musikauswahl im Dorfradio Vol 24

Broken Promise © by B.B. KingLover
Come Back To Me © by Frl. Mayer`s Hinterhausjazzer
Born To Be Wild © by Steppenwolf
She´s Not There © by The Zombies
Universal Soldier © by Donovan
Did I Do © by Huub Janssen
Oldfashioned Love © by Ricardos Jazzmen
Petite Fleur © by Dansk-Svensk Jazzforsyning
Just A Gigolo © by Frl. Mayer´s Hinterhausjazzer
Equinox © by Bluecerne


Elisabeth Escher

Elisabeth Escher: Das Fenster zum Himmel

Autorin: Elisabeth Escher
Titel: Das Fenster zum Himmel
ISBN – 10: 3-8107-0320-6
ISBN – 13: 978-3-8107-0320-0
Verlag: Bernardus-Verlag
Erschienen: 03.04.2020

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Klappentext:

Marie Muth ist sieben Jahre alt, als ihr Leben ohne tägliche Todesangst beginnt. Qualvolle Jahre in Heim und Pflegefamilie haben bereits tiefe Narben hinterlassen. Jakob Selinger, katholischer Pfarrer und Religionslehrer des kleinen Ortes Schönboden, nimmt das »Zigeunermädchen« bei sich im Pfarrhof auf. Schon bald brodelt im Dorf die Gerüchteküche: Eine eheähnliche Beziehung zu seiner Haushälterin wird dem eigenwilligen Priester ohnehin schon lange nachgesagt. Aber stellt er nun gar seinem Mündel nach, das für alle erkennbar zu einer ausnehmend anziehenden Frau heranwächst?

Der Grat zwischen Tratsch und Verleumdung ist eng. Und wo liegt die Wahrheit? Obwohl sich Abgründe menschlichen Denkens und Handelns auftun erzählt die Geschichte auch von der Macht der Liebe, die Hoffnung und Heilung zugleich ist. Für Marie ist die Liebe die einzige Rettung.

Anni Lemberger

Rezension von Anni Lemberger

Nachdem Maria vom Kinderheim in ihr „neues Daheim“ gewechselt hat und täglich in ihrem kleinen eigenen Zimmer im 1. Stock eingesperrt wird, erhält sie sich ein kleines Stück Freiheit: das kleine Fenster, von dem aus sie ein Stück des (blauen) Himmels sehen kann.

Von ihrem sadistisch veranlagten Pflegevater halb tot geprügelt und der ihrem Mann hörigen Pflegemutter mit viel zu wenig Essen versorgt, kann sie nur überleben, weil in ihr eine „zweite Marie“ heranwächst, die ihr bei der Bewältigung des Leidens hilft.

Nach einer letzten Prügelattacke, bei der sie fast stirbt, wird sie von einer Mitarbeiterin der  Fürsorge  in den Haushalt des Pfarrers und seiner Haushälterin gebracht, die sie fortan „Onkel“ und „Tante“ nennen darf.

Pfarrer Jakob und seine Anna leben in einer eheähnlichen Beziehung und Maria wird zu ihrem „Mädchen“. Mit viel Liebe der beiden überwindet sie Schritt für Schritt ihre frühkindlichen Traumen und wächst zu einer aufgeweckten, talentierten und hübschen Frau heran. Das weckt Neider und selbst ernannte Moralisten, die diesem Tun eine Ende bereiten möchten.

Aber den Neidern zum Trotze überwindet die Macht der Liebe bekanntlich auch den höchsten Berg.

Ein rührendes und berührendes Buch, das die Respektlosigkeit sogenannter „Fürsorgekinder“ der 60er und 70er Jahre aufgreift. „Solche“ Kinder mussten froh sein, überhaupt irgendwo aufgenommen zu werden und „verdienten“ keinen Kind gerechten Umgang. Schläge, Demütigungen und Kinderarbeit waren an der Tagesordnung.


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Thailand

Thailand 1974

Begegnung mit dem Königspaar Bhumibol und Sirikit

Im Jahr 1974 machte ich einen Urlaub in Thailand, dem früheren Siam. Die Amerikaner waren aus Vietnam abgezogen, nachdem sie beim Kampf gegen die kommunistischen Vietcong ebenso gescheitert waren, wie vorher die Franzosen.

Wolfgang Bauer

Von Wolfgang Bauer

Eine gewaltige militärische Überlegenheit, eine halbe Million US Soldaten und eine Bombardierung sondergleichen hatte ebenso wenig bewirkt wie die Massakrierung ganzer Dörfer mitsamt Frauen und Kindern durch die US Streitkräfte.

Die amerikanischen GIs hatten ihre Urlaube gern in Thailand verbracht, vor allem in Bangkok. Als sich die Niederlage der Südvietnamesen und Amerikaner abzeichnete, wurden die meisten amerikanischen Soldaten bis 1973 zurückbeordert. Sie hinterließen speziell in Bangkok eine große Zahl an leerstehenden Hotelbetten, weniger besuchten Bars und Geschäften, wenig beschäftigte Taxifahrer und Freudenmädchen, auch viele ledige Kinder.

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Tempelwächter im Wat Phra Keo
Tempelwächter im Wat Phra Keo

So konnte ich mir 1974 dieses gerade billige Urlaubsangebot nach Thailand leisten. Ich buchte ein günstiges Hotel, das in der Nähe der wichtigsten Tempel und des großen Platzes im Zentrum lag. Vor dem Hotel wartete immer eine Reihe Taxis, deren Fahrer zwar uralte Straßenkreuzer hatten, aber keine Lizenz. Mit einem der Taxifahrer hatte ich schon einige Touren zu meiner Zufriedenheit unternommen. Dieser gab mir eines Tages einen Tip: Wenn ich einen großen Umzug – einen Trauerzug – sehen wolle, so könnte er mich dazu hinbringen.

Wir fuhren zum vereinbarten Zeitpunkt los. Die breite Straße, wo sich das Ganze abspielen sollte, war bald erreicht. Zehntausende Leute säumten den Straßenrand, darunter zahllose Mönche in gelben Mönchskutten. Jeder buddhistische Thai ist ja dazu angehalten, einige Zeit – oft mehrere Jahre – als Mönch zu leben. Der Taxler begleitete mich und erklärte mir, dass der höchste buddhistische Würdenträger gestorben sei.

Farbenprächtige Uniformen
Farbenprächtige Uniformen

Da kamen auch schon die einzelnen Gruppen des Umzugs. Militäreinheiten mit Musik und dann viele hundert Mönche in roten Gewändern. Auf einem Prunkwagen wurde ein älterer Mönch gefahren, wohl der Nachfolger des Verstorbenen. Es war ein beeindruckender Aufmarsch.

Auf ein weiteres besonderes Ereignis machte mich mein Fahrer noch aufmerksam, bei dem wohl wenige Europäer dabeisein würden. Am nächsten Tag würde in einem der Tempel eine Trauerfeier für den gestorbenen Mönch unter Teilnahme des Königs und der Königin abgehalten. Mit meiner Kamera machte ich mich wieder rechtzeitig auf den Weg. Es waren bereits viele Thais unterwegs, Europäer sah man kaum. Das Auto des Monarchen und der Königin sollte auf einer engen Straße zwischen zwei Tempeln ankommen.

Die Ankunft des Königspaares
Die Ankunft des Königspaares

Der Zutritt zu dieser Straße war allerdings gesperrt. Überall standen Polizisten herum, ein Vorbeikommen war unmöglich. Nur ausgewählte Reporter durften hinein. Daher drängte ich mich durch den gegenüberliegenden Tempel in Richtung einer Tür, die zu besagter Straße offenstand – direkt gegenüber des Einganges, wo die hohen Gäste hineingehen würden. Vor mir standen noch einige der kleingewachsenen Thais. Da konnte ich oben drüber fotografieren. Aber gleich nach den ersten Fotos der Straße deutete mir ein Polizist, dass ich zurückgehen sollte, in der Tür dürfe ich nicht stehenbleiben.

Das thailändische Königspaar
Das thailändische Königspaar

Also ging ich kurz zwei Schritte zurück. Da kam auch schon ein cremefarbiger Rolls Royce mit zahlreichen Motorradpolizisten als Begleitschutz und hintendran ein Troß von Fahrzeugen. Fast direkt vor der Tür, bei der ich stand, hielt der Wagen. Im Fond saßen König Bhumibol Adulyadej (1927 – 2016) und Königin Sirikit Kitayakara (1932 – ).

Der Polizist, der mir das Fotografieren verwehrt hatte, mußte sich umdrehen und vor den Majestäten salutieren, die bald ins Innere des Tempels verschwanden. Das hatte ich ausgenutzt, um schnell einige Fotos zu machen, bevor er sich wieder umdrehte. Ehe er auf den Gedanken kam, mir den Film abzunehmen, verschwand ich rasch im Gedränge. Der Taxifahrer, der mir den Tip gegeben hatte, bekam bei der nächsten Erkundungsfahrt in der Stadt der tausend Kanäle ein Trinkgeld. 


Die steingewordene Stadlerkapelle

Früher einmal standen an vielen Straßen und Wegen Kapellen. Im Zuge von Straßenerneuerungen, Wegverlegungen und auch landwirschaftlichen Grundzusammenlegungen hatten manche plötzlich keinen Platz mehr.

Von Karl Traintinger

Ein Beispiel für die Umsiedlung, den späteren Abriss und letztendlich die Errichtung eines Erinnerungsdenkmals ist die Stadlerkapelle in Lamprechtshausen.

In der kleinen Verkehrsinsel an der Kreuzung Lamprechtshausener Bundesstraße (B156) und Bürmooser Landesstraße stand immer schon eine kleine, unscheinbare Kapelle. Warum dieser Standort zur Kapellenerrichtung gewählt wurde, ist nicht bekannt. Überliefert ist nur der Name Stadlerkapelle.

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In den Jahren 1961/62 wurde die neue Abzweigung der Bürmooser Landesstraße gebaut, die ursprüngliche Stadlerkapelle weichen musste.

Bildarchiv Alois Fuchs, Bürmoos

Im ehemaligen Streuobstgarten der Familie Stadler wurde die Kapelle direkt an der B156 wieder neu aufgebaut. Eine größere Marienstatue, ein Kreuz und zwei Bilder zierten lange diese kleine Kapelle. Im Dezember 1990 wurden die Statue und auch die Bilder gestohlen.

Fotos: Manfred Weiß, Gemeinde

Im Jahr 2008 wurde der Kreisverkehr an der B156 gebaut und die Kapelle musste der Modernisierung weichen. Es war ganz einfach kein Platz mehr und die künstlerische Qualität zu gering, um sie zu erhalten. Zudem war sie schon sehr baufällig.

Im Jahr 2010 errichtete der Lamprechtshausener Künstler Erwin Schleindl die “Neue Stadler Kapelle”.


Dorfradio Vol 23 | März 2020

Das Dorfradio Vol 23 | März 2020 wird am 2. März 2020 um 17 Uhr von der Radiofabrik erstmals ausgestrahlt und am 3. März um 8 Uhr wiederholt.

Literatur

Rebecca Schönleitner stellt das neue Buch “Die Stimme erheben” der österreichischen Sängerin, Autorin und Schriftstellerin Erika Pluhar vor.

Lebensspuren

Der knapp 90-jährige Zeitzeuge Adolf Hammertinger erzählt, wie er als 14-jähriger Betriebsjunghelfer der Deutschen Reichsbahn in Redlzipf das Kriegsende des 2. Weltkrieges erlebt hat.

Bildende Kunst

Der Cartoonist der Dorfzeitung Thomas Selinger stellt zur Zeit in der Villa Seilern in Bad Ischl aus. Wir haben ihn gefragt, wie es zum Ausstellungstitel: “Auf der Alm, da gibt’s koa Sünd´” gekommen ist.

VERNISSAGE: Am 4. März 2020 wird um 19 Uhr die Ausstellung: Malereien von Ida Duswald in der Tierarztpraxis Lamprechtshausen eröffnet. Die Künstlerin gibt Einblicke in die Bildauswahl.

Musikalisch umrahmt wird die Vernissage von Christine Smaczny am Saxofon und von Bernhard Ostermaier an der Gitarre.

Zur aktuellen Sendung >

Alle bisherigen Sendungen auf der CBA nachhören >

Die Musikauswahl im Dorfradio Vol 23

I Cought A Touch Of Your Live © by Heavy Tuba & Jon Sass
Paint The Town © by Hans Thessink
Wanja © by Erika Pluhar
Hupf In´Gatsch © by Erika Pluhar
Dagegen © by Erika Pluhar
I`ll Survive © by B.B. King
Some Unholy War © by Amy Winehouse
It´s Only A Papermoon © by Dave Brubeck Quartet
Catfish Blues © by Jimi Hendrix
Whose Blues? © by Lennie Niehaus ©


Dorfzeitung.com


Der blaue Pudel

Dorf ist überall

Dorf ist für uns kein geografischer Begriff. Dorf ist überall wo sich Gemeinschaft verdichtet. Am Rande der Städte, in den Zentren, auf dem Land. Die Dorfzeitung berichtet über das Zusammenleben in diesen Räumen, über ungewöhnliche Menschen, Ereignisse und Entwicklungen.

Wir berichten über kulturelle Entwicklungen wo und wie sie gerade entstehen. Wir berichten auch, wie die Menschen im globalen Dorf ihre Lebensräume gestalten und was sie dazu bewegt. Unser Standpunkt ist nicht sachlich, sondern menschlich. Daraus ergibt sich auch die Blattlinie der Dorfzeitung: Leidenschaftlich schreiben, aufrichtig berichten, sorgfältig recherchieren, Fehler zugeben. Das ist unser Ziel.

Die Dorfzeitung unterstützt Kultur im Dorf.

Am 4. März 2020 wird die Ausstellung: Ida Duswald – Malereien – in der Tierarztpraxis Lamprechtshausen eröffnet. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Radiofabrik terrestrisch gehört und jederzeit weltweit gestreamt werden.

Gemeinsam stark

Damit wir auch künftig unsere Projekte weiter verfolgen können, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen.
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Vielen herzlichen Dank dafür.


Hill & Pit Trio in der Kleinkunstbühne

Geheimtipp ist die Salzburgerin Nane Frühstückl schon lange keiner mehr. Diesmal ist sie mit dem Innviertler Pianisten Hermann Linecker und dem aus New York heimgekehrten Schlagzeuger Gernot Bernroider aufgetreten und es war echt der Hammer.

Von Karl Traintinger

In der Laufner Kleinkunstbühne bot das Trio am 6. Februar 2020 Genuss-Jazz vom Feinsten. Nane Frühstückl überzeugte mit dem elektrisierenden Timbre ihrer Stimme, sie ist auch eine Meisterin des für Jazzinterpretationen typischen Scat-Gesanges.

Der Rieder Musiker Hermann Linecker am Piano war eine Klasse für sich. Für mich stellen sich immer wieder die Frage, wie man so schnell spielen kann. Der Innviertler Drummer Gernot Bernroider war der kongeniale Partner dazu. Zu hören waren Eigenkompositionen der Musiker und einige Jazz-Standards. Begeistert hat auch die Spielfreude der 3 Musiker.


Das Gasthaus Stadler in Lamprechtshausen

Der Stadler steht in Lamprechtshausen mitten im Dorf. An zwei Seiten grenzt er an die B156, früher einmal gab es an der Westseite ein Schlachthaus und im Nordenwesten stand ein großer Stadl und danach die alte Volksschule.

Von Karl Traintinger

In den 70-80iger Jahren des vorigen Jahrhunderts war der Stadler ein beliebter Treffpunkt der Jugend mit einem weitum bekannten Veranstaltungsprogramm. Das alte Schlachthaus gibt es schon lange nicht mehr. Der Stadl der Bereich des ehemaligen Schlachthauses wurde großzügig revitalisiert. Man findet dort einen Supermarkt, mehrere Geschäfte, Büros, eine Apotheke, Ärzte und FachärzteInnen sowie die örtliche Polizeidienststelle.

Der Gasthof Stadler und die Fleischhauerei wurden vor einigen Jahren umgebaut und modernisiert. Der Stadler ist zu einem beliebten Wirtshaus im Dorfzentrum geworden. Die folgende Fotostaffel zeigt Bilder des Gasthofes aus der Nachkriegszeit.

Der Putsch 1934 ging auch am Gasthaus Stadler nicht spurlos vorbei. Geschichtliche Hintergründe dazu kann man im Artikel: Die dunkelste Stunde der Gemeinde > hier in der Dorfzeitung nachlesen.

Der Stadlerberg in alten Ansichten >
Die “MUGL-Company” live beim Stadler >
Peter Blaikner im kleinen Stadlersaal>
Querschläger auf GRÜN-Wahltour im großen Stadlersaal>

Die alten Fotos stammen aus den Bild-Archiven von Alois Fuchs, Dr. Andreas Maislinger und Karl Traintinger