dorfzeitung _quer
Vernissage Rochus Gratzfeld, Schloss Mirabell, Starke Frauen

Ein Bild-Wort-Projekt von Rochus Gratzfeld, Salzburg & Sarrod

„Rochus Gratzfeld liebt die Frauen“, bemerkte Stadträtin Mag.a Anja
Hagenauer schmunzelnd bei ihrer Eröffnungsrede anlässlich der Ausstellungseröffnung
STARKE FRAUEN IN SALZBURG anlässlich des Equal Pay Days in der Wolf Dietrich
Halle im Schloss Mirabell. Dem wollte auch die für das Projekt verantwortliche
Leiterin des Frauenbüros der Stadt Salzburg, Mag.a Alexandra Schmidt, nicht widersprechen.

Und irgendwie ist da ja auch was dran. Seien es die hotel.room.nudes., die Rochus Gratzfeld ebenso in Salzburg ausstellte, wie dieNACKTE FRAUmitHUND. Auch sein nächstes Projekt stellt wieder Frauen in den Mittelpunkt: FRAUEN SEHEN SARRÓD.

Dieses Mal kombinierte der Soziologe und Künstler Rochus Gratzfeld
Fotografien mit Statements. Das Ergebnis sind 15 großformatige Plakate mit 16
Frauen.

„Sie leben in der Stadt Salzburg oder haben einen starken Bezug zur Stadt.
Frauen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher sozialer Stellung,
unterschiedlicher Religionen, unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher
sexueller Orientierung. Und eine Frau, die sich dagegen entschieden hat, ein
Mann zu sein.

Drei Frauen kommen nicht ursprünglich aus Salzburg, sondern aus Algerien,
Ghana und Indien. Für sie wurde Salzburg zur Heimat  –  auf
sehr unterschiedlichen Wegen.

Die Fotoportraits entstanden dort, wo die Frauen das wollten. Herausgekommen ist eine Dokumentation der Vielfalt und Stärke von Frauen: ein starkes Charakteristikum dieser Stadt.“ (Quelle: Information des Frauenbüros der Stadt Salzburg.)


Dorfzeitung.com


DietmarFuesslJakobPreiss

Liebe Freunde, Kollegen und Wegbegleiter, soeben ist im Mitgift Verlag mein neuer Lyrikband ‚Mondgezeiten‘ erschienen, auf den ich auch mächtig stolz bin.

Dietmar Füssel: Mondgezeiten

Je älter ich werde, desto weiser werde ich. Und je weiser ich werde, desto besser werden meine Gedichte. Möglicherweise ist es sogar so, dass die Weisheit eines Mannes sich indirekt proportional zu seiner Testosteronproduktion verhält.

Das wäre zumindest eine sehr plausible Erklärung dafür, warum die meisten pubertären Liebesgedichte so unerträglich schlecht sind wie meine eigenen.

So gesehen hat das Alter also durchaus auch seine Vorteile – bis einem die gnadenlose Dämonin der Demenz Sprache, Bewusstsein und Gegenwart raubt. Umso wichtiger ist es, den Tag zu nutzen. Umso wichtiger ist es, das Leben zu lieben.

Erhältlich ist mein Lyrikband ‚Mondgezeiten‘ zum Preis von 12,90 € überall im Buchhandel, aber natürlich auch bei mir in meinem Shop, auf Wunsch gerne auch signiert oder mit Widmung.
Eine kleine Textprobe gibt es unter https://www.dietmarfuessel.com/buecher/ auf meiner Homepage.

Liebe Grüße Dietmar Füssel


Jugendtheater_Abtenau

Internationales Festival – Kindertheatertag – Freilichttheater – Jugendtheater – Ausstellung

Ein aktives und vielfältiges Theaterjahr
geht zu Ende. 35 Theatervorstellungen mit insgesamt 165 Mitwirkenden aus 8 Ländern
haben über 3500 Besucher/innen nach Abtenau gelockt. Gespielt wurde auf 4
Bühnen. Sechs Künstler/innen haben im öffentlichen Raum ihre Werke ausgestellt.

Das
Festival „Abtenau ist Bühne“
, die Ko-Veranstaltung
mit dem Salzburger Amateurtheaterverband im Juni hat internationale
Theaterkunst nach Abtenau gebracht.

Am integrierten Kindertheatertag haben 300
Abtenauer Kinder die Gelegenheit genutzt und außergewöhnliches Kindertheater
besucht.

Schon die Festival-Eröffnung mit dem
Zusammenspiel der Abtenauer Jagdhornbläser mit der Leket Percussion aus Gambia
kündigte unmissverständlich an, wofür dieses Festival steht: Kulturelle
Verständigung über alle Grenzen hinweg.

Tief berührt haben das Jugendtheater HOP
HOP aus Tschechien mit der Geschichte über die Flucht eines jüdischen Jungen
aus dem Warschauer Ghetto, aber auch das Saye Theater aus dem Iran mit einem
stillen Drama aus einem Flüchtlingslager. Mit exotischem Flair begeisterte das TUONG-Theater
aus Vietnam,  eine künstlerisch
überragende Tanzperformance zeigte das Thespis Theater aus Rumänien.

Die Theatergruppe Abtenau hat sich nach dem
Festival, für das die Theatermitglieder über 200 ehrenamtliche Stunden
leisten,  keineswegs ausgeruht. Die
Schlussproben für das Sommertheater standen an.

Bereits am 5. Juli wurde die Premiere „S’Nullerl“ von Karl Morre  als Freilichttheater beim Arlerhof mit über 30 Mitwirkenden gefeiert. Kein Aufwand wurde gescheut, 2 Bühnen und ein begehbarer Berg als Kulisse errichtet und beleuchtet. Mit dem Volksdrama über soziale Ungerechtigkeit, als „Naturtheater“ vor dem Arlerhof authentisch gespielt, ließ sich das Publikum berühren und mehrmals zu „standing ovations“ hinreißen.

Trotz durchwachsenem Sommerwetter konnten
14 Vorstellungen gespielt werden.

Zur Überraschung des Jahres geriet unser Kinder- und Jugendtheater. Aus
geplanten begleitenden Workshops zu Themen des Sommertheaters wurde eine
Eigenproduktion mit 4 ausverkauften Vorstellungen im Theater Abtenau. 15 Kinder und Jugendliche haben sich  dabei mit Ungerechtigkeit, Armut, Macht und
Ohnmacht, Eitelkeit und Versöhnung auseinandergesetzt. Aus der Improvisation
entstand in schließlich  eine Kombination
aus „La Belle et la Bête“ und einer
Tanzperformance, die Erwachsene und Kinder gleichermaßen begeisterte.

Jetzt
gehen wir in eine kurze kreative Pause, um 2020 wieder den Vorhang im Theater
Abtenau zu öffnen.

Die internationalen Kontakte werden
fortgeführt. Ich werde die Einladung als „Ehrengast“ zum internationalen
„MEHR“-Theaterfestival  in Kashan / Iran
Mitte Dezember annehmen.

Mit den besten Grüßen
Veronika Pernthaner-Maeke
Regisseurin und Leiterin des Theaters Abtenau


Lamprechtshausen

Nr. 78 September 1979

Wahlbroschüre der ÖVP Lamprechtshausen zur Gemeinderatswahl am 14. Oktober 1979, die als Postwurf an alle Haushalte verschickt wurde. Am Artikelende können Sie die gesamte Broschüre downloaden!

Bemerkenswert ist, dass es die drei Gasthäuser, in denen die Wahllokale untergebracht wurden, schon lange nicht mehr gibt!

___STEADY_PAYWALL___

Wahlsprengel 1: Lamprechtshausen, Amtsgebäude
Wahlsprengel 2: Arnsdorf, Gasthof “Bruckmoser”
Wahlsprengel 3: Schwerting, Gasthaus “Wörndl-Mayr”
Wahlsprengel 4: Riedlkam, Gasthaus “Neuwirt”

Auf der Titelseite geht es um den Kanalbau im Dorf. Auf den Seiten 2 – 4 werden die Kandidaten mit Bild vorgestellt. Auf Seite 5 präsentiert der Ortsparteiobmann Georg Junger die Ideen der ÖVP für die Zukunft und Bürgermeister Größlhuber überreicht der Gewinnerin eines Preisausschreibens ein Damenfahrrad.

Auf der Seite 6 präsentiert der Obmann der Jungen ÖVP Harald Vitzthum den Tätigkeitsbericht der Jugendorganisation. Die Seite 7 beinhaltet ein Bilderrätsel zum Dorf und die Glosse: “Da Wetzstoa!” Die letzte Seite ist eine Wahlempfehlung.

Download der Broschüre >


ris Laufenberg_60 (c) Lupi Spuma

Das
Schauspielhaus Graz streikt für das Klima und schließt sich damit am
kommenden Freitag, dem 27. September, den weltweit stattfindenden
Demonstrationen für eine nachhaltige und zukunftsweisende Klimapolitik
an.

Auch das Schauspielhaus Graz
mit seinen Mitarbeiter*innen setzt sich für die Zukunft unseres Planeten
und eine klimapolitische Trendwende ein und schließt sich der von der
„Fridays for Future“-Bewegung initiierten Demonstration an.

„›Give Peace a Chance‹ war und ist eine Forderung, in der Hoffnung, dass wir Menschen, in Frieden zusammen auf der Erde leben können. Gegenwärtig verlangt die Zukunft noch ersehnt Utopischeres von uns: Wir können nur in Frieden auf der Erde leben, wenn wir mit der Erde Frieden schließen. Wir müssen und wollen es versuchen – gemeinsam.“

Presseaussendung
Grazer Schauspielhaus


Dorfzeitung.com


Walter Ostermaier mit der Dorfzeitung

Wir haben mittels Google Analytics die geografische Herkunft unserer Leser in den vergangenen 3 Jahren ermittelt.

Es wurden dabei die eindeutigen IP-Adressen der zugreifenden Rechner den jeweiligen Herkunftsländern zugeordnet.

Anbei das Ranking:

Länder Sitzungen
Austria 56,309
Germany 20,595
United States 12,346
Switzerland 1,835
France 840
Russia 789
Italy 672
Norway 609
Australia 580
United Kingdom 536
Hungary 458
Peru 413
Netherlands 349
India 338
Canada 319
Czechia 290
Philippines 272
Spain 235
Brazil 22

Dorfzeitung


Der Kulturseptember Obertrum am See präsentiert in den ehemaligen Gärhallen der Trumer Privatbrauerei in Obertrum am See, ein interdisziplinäres, mehrspartiges Ausstellungs- und Präsentationsprojekt der Kulturinitiative drum5162. Das jährlich wechselnde Thema, lässt teilnehmende Kulturschaffende eine gemeinsame Ausgangsituation einnehmen, gibt zeitgenössischer Kunst und Kultur eine Plattform um ihre individuellen Diskurse, Ansätze und Interpretationen und bietet Besucher*innen Raum um eigene Zugänge zu dem jeweiligen Thema zu finden.

Junges Wort

Die ausgestellten Kunstprojekte wurden von den teilnehmenden
Künstler*Innen, im Rahmen eines open calls zur Teilnahme am
Kulturseptember 2019 eingereicht.

Jede Künstlerpersönlichkeit hat sich mit ihren präsentierten Werken
mit dem Projektthema 2019: „Junges Wort“ beschäftigt und ihre
Präsentation darauf hin aufgebaut.

Das junge Wort hat es in sich. Junge Wörter sind manchmal ungestüm.
Das junge Wort tappst noch ganz tolpatschig in die Welt hinein. Junge
Wörter ergeben manchmal keinen Sinn. Das junge Wort sagt unverblümt die
Wahrheit. Junge Wörter sind aufbrausend und werfen uns um. Das junge
Wort wird auch einmal alt.

Welchen Umgang mit Sprache: Verbal / Nonverbal / Körperlich /
Musikalisch / Bildend / zeigt Kultur? Welche Facetten der Sprache sind
derzeit an der (kulturellen) Oberfläche? Welche neuen Rollen der
Kommunikation sind im digitalen Zeitalter präsent? Wie reflektiert
agiert das „JUNGE WORT“? Welchen Umgang mit Sprache haben wir? Wie
verhält sich der Weg und die Beziehung von Sender zu Empfänger? Wie
banal, verändert, reflektiert, aggressiv, tolerant ist das „JUNGE WORT“?

Neun KünstlerInnen aus verschiedenen künstlerischen Sparten bespielen mit ihren Projekten die ehemaligen Gärhallen der Trumer Privatbrauerei und laden Besucher*innen „Auf ein Wort“ ein.

Jari Genser
Stefan Kreiger
Verlag für Handbücher: Anna Romanenko, Oliver Kraft, Björn Kühn
Lavinia Lanner & Michael Wedenig
Jan Phillip Ley
Hans-Jürgen Poëtz

Text: drum5162
Kulturinitiative zur Auseinandersetzung und  Verortung von Gegenwartskultur in Obertrum am See


Ignaz-Glaser-Symposion

Am 19. April 2008 fand in der Flachgauer Gemeinde Bürmoos das 2. Ignaz-Glaser-Symposion, organisiert vom Salzburger Bildungswerk (Daniel Krainer), statt.

Die Drucksorten, die im Rahmen dieser Veranstaltung publiziert wurden, stellte dankenswerte Weise der damalige Bildungswerkleiter Daniel Krainer zur Verfügung. Sie wurden von uns eingescannt und können nach den Bildblöcken heruntergeladen werden!

___STEADY_PAYWALL__

Die unterschiedliche Herkunft und gemeinsame Zukunft, konzentriert auf die gemeinsame Sprache als unverzichtbares Mittel der Integration, steht im Mittelpunkt dieses Symposions.

Im Zusammenhang mit dem Thema “Sprache und Integration” wird häufig auf die geringe Sprachkenntnis der Zuwanderer hingewiesen. Und es ist völlig richtig, dass Integration nur über die gemeinsame Sprache in unserem Land, also Deutsch möglich ist.

Das 2. Ignaz-Glaser-Symposion will aber nicht nur dieses Faktum zur Sprache bringen, sondern den Blick auf die “andere Seite” richten. Wie ist das eigentlich, wenn man in eine völlig fremde Umgebung kommt, niemand versteht und doch irgendwie zurechtkommen muss? Bürmoos entstand durch Zuwanderung nach der Gründung der Glasfabrik durch Ignaz Glaser in den 1880er Jahren. Die Arbeiter kamen aus den verschiedensten Gebieten der Donau-Monarchie. Bürmoos konnte als Gemeinschaft nur durch die Aneignung der gemeinsamen Sprache entstehen.

BürgerInnen verschiedenster Herkunft und Muttersprache werden über ihre Erfahrungen bei der Aneignung der deutschen Sprache berichten.

Wir freuen uns auf interessante Beiträge und Diskussionen, viele BesucherInnen und danken allen, die zum guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

Martin Seeleithner, Bürgermeister
Dr. Andreas Maislinger, Projektleiter
Daniel Krainer, Bildungswerkleiter

Die Programmbroschüre als PDF-Download >

Schlussfolgerung nach dem Symposion

Die unterschiedlichen Aspekte der verschiedenen Präsentationen ergaben ein sehr geschlossenes Mosaik zum gegenständlichen Thema. Die sehr offene Struktur der Veranstaltung trug dazu bei, Grenzen zwischen den unterschiedlichen Lebensbereichen fließend zu gestalten und ein Eingehen auf einander zu ermöglichen (aus der Abschlussdokumentation).

Die Dokumentation als PDF-Download >


Chanda Rule & Gernot Bernroiders Culturessence | Foto by Markus Lackinger

Brennholz mit begeisterten Zuhörern

JAZZ MEETS KLASSIK

Bereits zum 8. Mal fand vom 15. – 18. August 2019 in der Innviertler Stadt Mattighofen der New York City Musikmarathon statt.

___STEADY_PAYWALL___

Das Festival und die Workshops begeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Von heimatlichen Zitherklängen eines Wilfried Scharf und einem Musikkabarett mit „Die Strottern“ wurde der Bogen über eine Big Band Battle bis zu einer „Jazz meets Klassik Night“ gespannt.

Dazu ergänzte ein umfassendes Rahmenprogramm mit einem kostenlosen Familienmusiktag im Park, einer Ausstellung des Fotografen Stefan Schlögl und spätabendlichen Jam Sessions im Schlossrestaurant „Stadtplatz 1“ den New York City Musikmarathon.

Tagsüber fanden Workshops im Jazz und Popularbereich mit über 40 TeilnehmerInnen unterschiedlichster Altersstufen und Erfahrungswerte in der Landesmusikschule Mattighofen statt.

Zum Abschlusskonzert luden die Dozenten und Dozentinnen sowie die TeilnehmerInnen des NYCMM Workshops am Abend des 18. August. Für einen stimmungsvollen Abschluss und viel Applaus sorgten Jazz/Fusion-Combos, Singer- Songwriter, Vokalensembles und der „Rise Up!“ Gospelchor. Weitere Infos zum NYCMM und zur Veranstaltung >


Foto: Otto Müller Verlag Salzburg

Iris Wolff erhält für ihr Gesamtwerk den mit € 10.000 dotierten Marieluise-Fleißer-Preis 2019. Der Preis wird am 24.11. in Ingolstadt verliehen.

Iris Wolff wird für ihr Gesamtwerk mit dem Marieluise-Fleißer-Preis 2019 ausgezeichnet. In der Jury-Begründung heißt es: „Wolffs Romane sind eng mit Siebenbürgen verbunden und skizzieren gleichzeitig ein großes europäisches Panorama. Vor allem ihr Roman ‚So tun, als ob es regnet‘ (…) erzählt von Sehnsüchten und Verletzungen auf eine poetisch verdichtete Weise, wie man sie in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur sehr selten findet.“ Am Sonntag, 24. November, findet um 11:00 Uhr die Preisverleihung im Foyer des Stadttheaters in Ingolstadt statt.

Der mit € 10.000 dotierte Preis wird in diesem Jahr zum 16. Mal verliehen. Seit 1981 vergibt die Stadt Ingolstadt in Erinnerung an die Schriftstellerin Marieluise Fleißer den Literaturpreis in zweijährigem Rhythmus an deutschsprachige AutorInnen, in deren Werk, wie bei Fleißer, der „Konflikt zwischen unerfüllten Glücksansprüchen und alltäglichen Lebenswelten“ zentrales Thema ist.

Im Otto Müller Verlag > sind die drei Romane „Halber Stein“ (2012, 3. Aufl.), „Leuchtende Schatten“ (2015, 2. Aufl.) und „So tun, als ob es regnet“ (2017, 5. Aufl.) erschienen.

Iris Wolff wurde 1977 geboren und ist im siebenbürgischen Hermannstadt aufgewachsen. Sie emigrierte 1985 mit ihrer Familie nach Deutschland und studierte Germanistik, Religionswissenschaft sowie Grafik und Malerei in Marburg an der Lahn. Von 2003 bis 2013 war sie Mitarbeiterin des Deutschen Literaturarchivs Marbach sowie Dozentin für Kunstvermittlung. Bis März 2018 arbeitete sie als Koordinatorin des Netzwerks Kulturelle Bildung im Kulturamt Freiburg. Sie ist Mitglied im Internationalen Exil-PEN und lebt nun als freie Autorin in Freiburg i. Br. Für ihr Werk wurde die Autorin bisher mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Literaturpreis ALPHA 2018 und dem Otto-Stoessl-Preis 2018.

Ihr Roman „So tun, als ob es regnet“ befindet sich auf der Shortlist für den Thaddäus-Troll-Preis 2019; der Preisträger wird im Oktober 2019 von der Jury des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg gewählt.

Presseaussendung Otto Müller Verlag Salzburg
Nadine Fejzuli, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Veranstaltungen


Dorfzeitung


Zeitgeist 1986 01

Portrait Gottfried Laf Wurm von Walter Hansy

Langsam bohrt sich das scharfe Gewinde des Korkenziehers seinen Weg. Satt ergießt sich der Rotwein in die Gläser. Im Atelier ist – ausnahmsweise – alles penibel aufgeräumt.

Die vielen Bilder, ob mit oder ohne Rahmen, stehen wie abgezirkelt im rechten Winkel neben- und übereinander. Bevor geredet wird, wird erst einmal angestoßen. Worauf? Auf die Kraft des Lebens, so Gottfried “Laf” Wurm >, Maler und Nachtwächter aus Passion. Den einen könnte es ohne den anderen nicht geben. Das habe ich in den vielen Jahren, die ich ihn nun kenne, festgestellt.

Erst dieses Doppelleben erhält ihm die Freunde am Schaffen. Er ist ein Künstler von echtem Korn und Schrot, so wie man sich ihn in Bilderbuch vorstellt.

Ein wallender Bart umrahmt das Gesicht und versucht vergebens die Rundungen, Zeichen vitalen Lebens zu verbergen. Zu den Füssen liegt ein scheckiger Hund, der die Bilder, wenn sie im Freien gemalt werden, als erster bewundern darf. (Textausschnitt von der Titelseite)

Inhaltsübersicht

Seite 1: Portrait Gottfried “Laf” Wurm, Lassee, Marchfeld, Weinviertel, NÖ

Seite 2: Malerwoche in Nierdersulz, Fotowettbewerb des Forum Z, Veranstaltungshinweise

Seite 3: Der Schlössl-Club in Mistelbach, Schriftenreihe Weinviertel

Seite 4: Literarisches ausgewählt von Ewald Spanner – von A. Th. Dietmaier, Gertraud Diem, Robert Waditschatka, Friedrich Sacher, Brigitte Dorfinger, Harald Maria Höfinger, Rudolf Weiß, Friedl Ott, Armin Stidl, Wilhelm Haslauer

Seite 5: Fotoarbeiten von Roland Soos, Stillfried – 30.000 Jahre Kultur, Jagdmuseum Jetzelsdorf

Seiten 6 + 7: Prinz Eugen und das barocke Österreich, Buchtipp – Prinz Eugen und das Marchfeld

Seite 8: Portrait Walter Bäck – Schriftsteller von Gerhard Hasitzka, Musik – gestern – heute – morgen von E. Weninger

Seite 9: Kennen Sie Herrn Konstantions Zervoudakis? Ein Bericht über die Arbeit von amnesty international von Rudolf Weiß

Seite 10: Kiai – Muskelton von Ewald Spanner, Barbara Entacher-Kohlbauer – Schutzräume, Musik – gestern – heute – morgen II von E. Weninger

Seite 11: Der Jugendclub – Club VIS – A – VIS von Otmar Biringer

Seite 12: ET CETERA – Landeshauptstadt vor mehr als 2000 Jahren: Stillfried an der March von Josef Schordan,Dichterlesung: Der Täter kehrt an den Tatort zurück – Bericht von Walter Hansy, Vero Masar – Malerei mit Ffsetfarben im Cafe Point in Mistelbach, Veranstaltungskalender

Download vom ZEITGEIST 1986 01 als PDF Datei >


Schweiz: Finanzierung der Rüstungs- und Atomwaffenindustrie

Heinrich Frei

Von Heinrich Frei, Zürich

Einer der wichtigsten Verträge zur Kontrolle von
Atomwaffen läuft aus, das INF Abrüstungsabkommen zwischen den USA und Russland.
(1) Jetzt «darf» hüben wie drüben noch mehr atomar aufgerüstet werden. Damit
steigt die Gefahr eines Atomkrieges infolge eines Irrtums oder einer
technischen Panne. – Und: Verrückte gibt es auch in der Politik. – Die Gefahr
eines Atomkrieges ist noch viel bedrohlicher als der Klimawandel. Die
Atomkriegsuhr wurde vorgestellt: auf zwei Minuten vor zwölf, vor dem Weltuntergang.
(2)

Keine drei Wochen nach dem Ende des INF-Vertrags, der Stationierung und Tests von landgestützten Mittelstreckenwaffen verbietet, haben die USA in Kalifornien eine solche Rakete gezündet. Das Geschoss vom Typ Tomahawk habe nach 500 Kilometer Flug sein Ziel erreicht, hieß es in einer Mitteilung des Pentagon. (3)

___STEADY_PAYWALL___

Schweiz hilft den Irrsinn der Aufrüstung zu finanzieren

Der Irrsinn der internationalen Aufrüstung wird auch durch die Schweiz immer noch unterstützt. Die Nationalbank, unsere Großbanken, Versicherungen und Pensionskassen investieren in Firmen der Rüstungsindustrie. Auch die Pensionskasse der Stadt Zürich, in unserer rot-grün regierten Stadt, macht da leider mit. Die Nationalbank, Großbanken, Versicherungen und Pensionskassen stecken ihr Geld sogar in Unternehmen, die an der Produktion von in der Schweiz verbotenem Kriegsmaterial beteiligt sind, von Atomwaffen, Streubomben und Antipersonenminen, sogar meine Pensionskasse der SBB, der Schweizerischen Bundesbahnen ist beteiligt.

Bundesgesetz über das Kriegsmaterial: Klare Verbote

2. Kapitel:
Verbotenes Kriegsmaterial
5 

Art. 7 Kernwaffen, biologische und chemische Waffen

1 Es ist verboten:

  1. Kernwaffen, biologische oder chemische Waffen (ABC-Waffen) zu
    entwickeln, herzustellen, zu vermitteln, zu erwerben, jemandem zu überlassen,
    ein-, aus-, durchzuführen, zu lagern oder anderweitig über sie zu verfügen;

b. jemanden zu einer Handlung nach Buchstabe a zu verleiten;

c. eine Handlung nach Buchstabe a zu fördern

Art. 8b1 Verbot der direkten Finanzierung

1 Die direkte
Finanzierung der Entwicklung, der Herstellung oder des Erwerbs von verbotenem
Kriegsmaterial ist verboten.

2 Als direkte
Finanzierung im Sinne dieses Gesetzes gilt die unmittelbare Gewährung von
Krediten, Darlehen und Schenkungen oder vergleichbaren finanziellen Vorteilen
zur Bezahlung oder Bevorschussung von Kosten und Aufwendungen, die mit der
Entwicklung, der Herstellung oder dem Erwerb von verbotenem Kriegsmaterial
verbunden sind.

1 Eingefügt durch Ziff. I des
BG vom 16. März 2012, in Kraft seit 1. Febr. 2013 (AS 2013 295; BBl 2011 5905).

Art. 8c1 Verbot der indirekten Finanzierung

1 Die indirekte Finanzierung
der Entwicklung, der Herstellung oder des Erwerbs von verbotenem Kriegsmaterial
ist verboten, wenn damit das Verbot der direkten Finanzierung umgangen werden
soll.

2 Als indirekte Finanzierung im Sinne dieses Gesetzes gilt:

a. die Beteiligung an Gesellschaften,
die verbotenes Kriegsmaterial entwickeln, herstellen oder erwerben;

b. der Erwerb von Obligationen oder
anderen Anlageprodukten, die durch solche Gesellschaften ausgegeben werden.

(4) (5) (6)

Verantwortliche Personen in der Schweizerischen Nationalbank für Investitionen in verbotene Waffen

Verantwortlich in der
Schweizerischen Nationalbank für die Investitionen in Unternehmen die Kriegsmaterial
herstellen und sogar an der Herstellung von Waffen beteiligt sind, die in der
Schweiz verbotenen sind, wie Atombomben, Streubomben und Antipersonenminen sind
alle Personen im Erweiterten Direktorium und des Bankrates der Nationalbank.
(7)

Erweitertes Direktorium der Schweizerischen Nationalbank:
Prof. Dr. Thomas J. Jordan, Präsident des Direktoriums, Zürich
Dr. Fritz Zurbrügg, Vizepräsident des Direktoriums, Bern
Dr. Andréa M. Maechler, Mitglied des Direktoriums, Zürich
Dr. Martin Schlegel, Stellvertretendes Mitglied des Direktoriums, Zürich
Dewet Moser, Stellvertretendes Mitglied des Direktoriums, Bern
Dr. Thomas Moser, Stellvertretendes Mitglied des Direktoriums, Zürich

Bankrat der Schweizerischen Nationalbank
Barbara Janom Steiner, Präsidentin des Bankrats, Vizepräsidentin der BDP Schweiz,
Olivier Steimer, Vizepräsident des Bankrats,

Mitglieder des Bankrates der Schweizerischen Nationalbank
Vania Alleva, Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB
Christoph Ammann, Regierungsrat und Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements des  Kantons Bern
Prof. Dr. Monika Bütler, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen und Direktorin des Schweizerischen Instituts für Empirische Wirtschaftsforschung SEW-HSG
Heinz Karrer, Präsident von economiesuisse (Verband der Schweizer Unternehmen)
Prof. Dr. Christoph Lengwiler, Mitglied des Verwaltungsrats der Berner Kantonalbank AG, Bern
Shelby R. du Pasquier, Mitglied des Verwaltungsrats der SGS SA, Genf
Ernst Stocker, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Zürich
Prof. Dr. Cédric Pierre Till, Professor am Graduate Institute of International and Development Studies, Genf
Dr. Christian Vitta, Staatsrat und Vorsteher des Finanz- und Volkswirtschaftsdepartements des  Kantons Tessin

Atomwaffenverbotsabkommen: Wurde vom Bundesrat nicht unterzeichnet

Die Regierung der Schweiz in Bern unterzeichnete nicht einmal das
UNO Atomwaffenverbotsabkommen und erlaubt es helvetischen Institutionen heute,
wie oben schon erwähnt, weiterhin in Unternehmen zu investieren, die an der
Produktion von Atomwaffen beteiligt sind. Das Abkommen der UNO zum Verbot von
Atomwaffen schafft erstmals ein umfassendes und ausdrückliches Verbot für
Atomwaffen. Es verbietet den Einsatz von nuklearen Sprengkörpern und dessen
Androhung sowie Herstellung, Erwerb, Stationierung und Weitergabe von
Kernwaffen. Unverständlich ist, dass unser Bundesrat ein solches Abkommen nicht
unterschreiben will.

Explosion von hundert Atombomben: Nuklearer Winter

Das Motto der Investitionsentscheide der Nationalbank, von Großbanken, Versicherungen und Pensionskassen in Konzerne Geld anzulegen die Waffen produzieren und sogar verbotene Waffen wie Atombomben scheint zu sein: Maximaler Profit jetzt und nach uns die Sintflut. Die Atomraketen, die wir mitfinanziert haben, hüben wie drüben, können an Land und auf dem Meer in wenigen Minuten gestartet werden. – Hoffentlich passiert da nie ein Fehler…. Nur schon die Explosion von hundert Atombomben würde einen nuklearen Winter auslösen, gefolgt von Ernteausfällen und weltweiten Hungersnöten.

Wir Techniker sind es gewohnt, dass es Pannen gibt

Wir Techniker sind es gewohnt, dass nicht alles läuft wie geplant:
Einmal ein Wassereinbruch von unten, dann von oben, von der Seite. Die Heizung,
die Lüftung, die elektrischen Installationen wurden falsch geplant. Das
Leergerüst stürzte ein usw. Wir Techniker «begehren dann», «nicht schuld daran
zu sein…»

Geistesgegenwärtige haben bisher einen Atomkrieg abgewendet

Wir Alten haben Glück gehabt, dass die katastrophalen Pannen mit
Atombomben in den letzten 60 Jahren hüben wie drüben immer glimpflich abgelaufen
sind. Der atomare Schlagabtausch zwischen den Großmächten konnte immer durch Geistesgegenwärtige
abgewendet werden.

Wie sieht die Zukunft aus? Die Bomben stehen bereit, auch in
Büchel in Deutschland, in Italien, in Großbritannien, in Russland, Frankreich,
in Pakistan, Indien und in Israel, bereit um die Menschheit auszulöschen, um
die Erde für Menschen unbewohnbar zu machen.

«’s ist
Krieg! ’s ist Krieg!, O Gottes Engel wehre, und rede Du darein! ’s ist leider
Krieg – und ich begehre nicht schuld daran zu sein!,», wie der Dichter Mathias
Claudius schrieb.

Schweizer National- und Ständerat sind für Unterzeichnung des Atomwaffenverbots-Vertrages

Ein positives Zeichen aus der Schweiz kann kann doch vermeldet werden, wie in einem Grusswort aus Heiden in der Schweiz an die Hiroshima-Gedenkveranstaltung 2019 in Wien vermerkt wurde:

«Im letzten
Jahre hat der Nationalrat (Volkskammer)
einer Motion zugestimmt, dass die Regierung den Atomwaffenverbots-Vertrag
sofort unterzeichnen und dem Parlament zur Ratifikation vorlegen
soll. Erfreulicherweise hat auch der Ständerat (Länderkammer) im Dezember
der Motion zugestimmt, die damit zum verbindlichen Auftrag an die Regierung geworden ist. Die Regierung, der Bundesrat  aber schiebt den Entscheid vor sich her und will erst nächstes Jahr nach einem Zusatzbericht entscheiden. Als Grund für das Hinausschieben wird angeführt: Der Beitritt zum Verbotsvertrag könnte den Spielraum der Schweiz für Vermittlungsbemühungen bei der atomaren Rüstungskontrolle schmälern. Aber gerade beim INF-Vertrag ist der Bundesrat trotz Aufforderung
aus der Zivilgesellschaft nicht aktiv geworden für Verhandlungen für eine Erneuerung und Erweiterung des Vertrags.»

In Heiden läutet zum Gedenken des Atombomenabwurfes auf Nagasaki die Peace Bell Glocke

Im Dunant-Dorf hoch über dem Bodensee läutet jedes Jahr am 9. August im Gedenken an den Atombombenabwurf auf Nagasaki die Peace-Bell – eine Kopie der Angelus-Glocke der Urakami-Kirche, die beinahe unbeschädigt den Atombomben-Abwurf auf Nagasaki überstanden hat. Sie wurde von der Universität Nagasaki dem Dunant-Museum in Heiden geschenkt. Henry Duant, der als Begründer der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung gilt, starb im Spital Heiden. (8)

Fussnoten