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Karl Karasek

Karl Karasek: Skizzen aus dem Praxisalltag eines Landtierarztes

Veterinärrat Dr. Karl Karasek, geb. 1916. Praktischer Tierarzt in Obertrum am See von 1946 – 1992. Karl Karasek fand immer wieder Zeit, Anekdoten aus dem Praxisalltag zu skizzieren.

Dr. Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Karl Karasek war Tierarzt in einer Zeit, in der in einer Landpraxis vorwiegend Nutztiere zu den Patienten zählten. In diese Zeit fällt auch die Einführung des Kaiserschnittes bei der Kuh.

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Die Bauern erzählen heute noch: “Den Kaiserschnitt hat der Senior-Karasek am Anfang immer in der Küche gemacht. Im Anschluß an die Operation streckte er die Hände von sich und die Bäuerin mußte ihn waschen, was für ein Saustall. Und noch dazu in der Küche. Aber wegen der Hygiene mußte es so sein, hat er halt gesagt.”

Karl Karasek war auch Tierarzt zu einer Zeit, in der das einzelne Nutztier, ganz gleich ob Rind, Schwein, Schaf, Ziege, noch einen Wert hatte; Massentierhaltungen gab es nicht. War ein Tier krank, wurde es behandelt. Heute wird zuerst überlegt, ob sich eine Therapie überhaupt bezahlt macht; soll der Tierarzt geholt werden oder soll irgendeine Therapie selbst versucht werden. Das Einzeltier ist fast nichts mehr wert. Eigentlich eine traurige Entwicklung.

Dr. Karl Karasek feiert in den nächsten Tagen Geburtstag, herzlichen Glückwunsch.


Stille Besucher am Rapsfeld in Gundertshausen

Ein blühendes Rapsfeld bildet die Kulisse für die Skulpturen, Objekte und Installationen der 9 Künstler, die an der Ausstellung “Stille Besucher” in Gundertshausen/ Eggelsberg teilnehmen.

Von Karl Traintinger

Dr. Karl Traintinger

Der Besucher, der durch das Rapsfeld wandert, ist konfrontiert mit der berauschenden Schönheit der Natur; den blühenden Raps kann man mit allen Sinnen erfassen.

Der Weg führt immer wieder an Objekten vorbei, die zum Verweilen, zum Betrachten, zum Nachdenken anregen. Man bleibt stehen und versucht die Objekte von verschiedenen Seiten zu erfassen. Zu faszinierend ist das Aufeinanderprallen von Kunst und Natur, ein Aufeinanderprallen von Gegensätzen, die eigentlich keine sind.

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Eine Aktion vom Kulturring Eggelsberg, der Innviertler Künstlergilde, dem Land OÖ, dem OÖ Volksbildungswerk und der Fa. VOG AG. / Künstler: Josef Limberger – Peuerbach, Marion Kilianowitsch – Pramet, Walter Kainz – Pramet, Josef Rems – Eggelsberg, Alexander Huemer – Eggelsberg, Meinrad Mayrhofer – Pram, Rafaela Mittendorfer – Salzburg, Thomas Wiederkehr – St. Marienkirchen/ Hausruck / 29. Mai 22.00 Uhr Nachtwanderung bei Vollmond und Fackelbeleuchtung.


Christiane Pott-Schlager – TIEF EINATMEN

Einladung zur Eröffnung des Inhalationszentrums – eine Rauminstallation:
“TIEF EINATMEN” Christiane Pott-Schlager
Freitag, 23. April 1999, 19 Uhr in der Kunststation in Oberndorf an der Salzachbrücke

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Rauminstallation: “TIEF EINATMEN” – Inhalationszentrum

Ich gehe bei dieser Installation von der Geschichte des Grenzwärterhäuschens aus, das ehemals als Trafik, bzw. Kiosk genutzt worden ist. Die Situation der offiziell zu verkaufenden Rauchwaren wird in eine Situation überführt, in der Rauch angeboten wird und von “offizieller” Stelle zugeführt und dosiert wird. Das ehemals individuelle Verhalten, mit dem man Freiheit, Cool-sein, In-Sein, aber auch Süchtig-Sein oder Gesundheitsgefährdung assoziiert wandelt sich in ein kollektives, etabliertes Verhalten, bei dem man nicht mehr in dem Maße Entscheidungsträger ist. Entscheidung und Verantwortung wird dem Individuum abgenommen und das oftmals angeprangerte Rauchen scheint sogar wie eine gesundheitsbringende Kur. Selbst die warnenden Hinweise lassen sich wie eine harmlose Packungsbeilage eines heilbringenden Medikaments lesen. Die zwiespältige Rolle der Institution, aber auch der gutgläubige Mensch gelangen ins Blickfeld, sowie die Gesellschaft mit der Kontrolle, mit ihren Rollenführern und Aussteigern, als auch die Vermassung aller Tätigkeit, das bis ins private Leben eingreift- angeblich freiwillig.

Die Umkehrung einer Situation führt in dieser Installation zu einer Pervertierung des Verhaltens und der Gesellschaft, die ganz so utopisch nicht ist, wie sie zunächst ausschaut.

Spätestens seit Beuys ist das Kunstobjekt nicht mehr einziger Gegenstand der Kunst, sondern auch soziale und gesellschaftliche Themen sind Wert, künstlerisch verarbeitet zu werden. Die verwendeten Materialen und ihr Aufbau suggerieren eine Situation, einen Ort, der Anstoß des Denkens wird und provozieren eine Handlung, die ebenso reflektiernd wirkt. “Kunst ist Geist” schreibt Hegel und so soll durch eine fast alptraumhafte Situation menschliches Verhalten bewußt gemacht werden. Freiheit und Individualität sind heute weiterhin gute Werbesprüche.

“WÄHLEN SIE IHREN INDIVIDUELLEN STANDORT, BEWEGEN SIE SICH GANZ FREI UND ATMEN SIE TIEF EIN UND AUS”

“STELLEN SIE SICH BEQUEM VOR DIE WAND SO DASS SIE DAS MUNDSTÜCK ERREICHEN UND ATMEN SIE IN INDIVIDUELLEM TEMPO DURCH DAS ROHR EIN UND FREI WIEDER AUS”

“DER EU- GESUNDHEITSMINISTER : RAUCHEN GEFÄHRDET DIE GESUNDHEIT”

Christiane Pott-Schlager


Kunstsstation KNIE – Mission auf Bestellung

 

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Unter dem Stichwort: “Das kann doch jedes Kind” – “Was ist denn daran Kunst?” bietet Bundeskurator Dr. Wolfgang Zinggl österreichweit eine Veranstaltung mit dem Titel “Mission auf Bestellung” an.

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Am Donnerstag, den 25. Februar 1999 lud die Gemeinde Oberndorf und die Kunstinitiative KNIE zu diesem “Kunstpaket aus Vortrag und Diskussion”.

knielogoWolfgang Zinggl und Katharina Lenz ergänzten einander in Dialog, Dias und Video über den unterschiedlichen Kunstbegriff seit den Anfängen der Menschheit. Über Kunst als Zeitdokument und Kunst als höchste Form des Handwerks, bis zu Schönheit von Kunst und dem Ziel, die Wirklichkeit abzubilden und der Authentizität des Kunstwerkes, gelangten die Referenten mit ihrer “Aufklärung” ins 20. Jahrhundert.

Ohne einen neuen Kunstbegriff postulieren zu wollen, ging aus den Ausführungen hervor, daß die alten Begriffe als überholt gelten können. Das ist die Frage, die so schnell nicht beantwortet werden kann. Auch an diesem Abend nicht. Doch sind die kunstgeschichtlichen Informationen sehr hilfreich im Hinblick darauf, was zeitgenössische Kunst will.
Ulrike Guggenberger