dorfzeitung _quer
Paola PIVI A HELICOPTER UPSIDE DOWN IN A PUBLIC PLACE

Vor einigen Tagen habe ich beim Sortieren meiner alten Fotos die Bilder zu diesem Festival gefunden. Es war schon ein heftiger Aufreger damals, als am Residenzplatz ein auf den Rotorblättern liegender Hubschrauber als Kunst bezeichnet wurde.

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Der Besucheransturm zu Kontracom war sehr groß, diesen “Blödsinn” wollten alle sehen. Max Hollein und Tomas Zierhofer-Kin waren für das künstlerische Konzept des Festvals verantwortlich.

Die teilnehmenden Künstler sollten sich mit dem Stadtkern auseinandersetzen und ihre Werke daraus entwickeln. Barockes Salzburg versus zeitgenössische Kunst, ist das ein überbrückbarer Widerspruch?

Sollte Kunst nicht auf jeden Fall aufregen? 

___STEADY_PAYWALL___

Die präsentierten Projekte waren sehr unterschiedlich, wie die folgende Beispiele zeigen: Jonathan Meese – Mythenkanal Neutortunnel, Hans Schabus – Bauzaun quer durch den Mirabellgarten, Ayse Erkmen – drei bunte Kugeln zwischen zwei Häusern am Alten Markt, Olaf Nicolai – Studierende des Mozarteums fertigten Straßenmalereien an, Michael Sailstorfer Spiegelplastik auf der Mirabellgarage, Christoph Büchel – Bürgerbegehren für eine kunstfreie Innenstadt, Paola Pivi – verkehrter Hubschrauber am Residenzplatz. Wem ist das 11 Stundenziffernblatt am alten Rathausturm wirklich aufgefallen?

Weitere Informationen:
kunst aspekte – Kontacom 06 Pressemitteilung >
artmagazin – Contemporary.Festival.Salzburg: Beim Kunst-Teil des Salzburger Kontracom-Festival ist … Alles da >
ORF Salzburg – Umgedrehter Hubschrauber Anlass für Streit >
Der Standard – Kulturstreit um Helikopter zu Mozarts Füßen >
Der Standard – Salzburg: Bürgerbegehren nach Kontracom-Festival in Sicht >
Siegwulf Turek – Salzburg bleibt Provinz >
Der Stadard – Künstlerische “Besetzung” öffentlicher Räume >
Kontracom – Salzburg – Wiki | Künstler-Aktivist Jürgen Fux >


Magdalena Eder Stille-Nacht-Zyklus

Die Lamprechtshausener Künstlerin hat am 24. November im Oberndorf ihren Stille Nacht Zyklus der Öffentlichkeit präsentiert. Jedes der Bilder widmet sich einer Strophe des weltberühmten Weihnachtsliedes, das 2018 zweihundert Jahre alt wird. 

Dr. Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Die Vernissage wurde vom Salzburger Stille Nacht Duo Peter und Roland mit der Originalfassung des Liedes musikalisch umrahmt. Die Bilder sind im Stille Nacht Shop von Christoph Thür (ehemals Tischlerei Hillebrand – Feenhaus) zu sehen. Es gibt von den einzelnen Arbeiten auch Kunstdrucke. Die Ausstellung ist bis 6. Jänner zugängig.

Infos zu Magdalena Eder finden sie auf ihrer Homepage >


Vernissage Petra Fimberger Gemeinde Lamprechtshausen

Die ortsansässige Künstlerin stellt zur Zeit in den Räumen des Gemeindeamtes in Lamprechtshausen aus und wurde von Bürgermeisterin Andrea Pabinger im Rahmen der gut besuchten Vernissage am 22. November vorgestellt. 

Dr. Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Petra Fimberger hat sich mit der Gemeinde Lamprechtshausen auseinandergesetzt und präsentiert das Dorf im nördlichen Salzburger Flachgau in zahlreichen vielfarbigen Drucken und in großformatigen Acrylarbeiten.  ___STEADY_PAYWALL___

Den Bezug zum Ort mit seinen vielfältigen, bunten Gesichtern kann man nach genauem Betrachten der Bilder immer herstellen, man muss sich nur darauf einlassen und genau hinschauen.

Die Gemälde und Drucke können während der Amtsstunden besichtigt werden.

Weitere Infos zu Petra Fimberger >


Thilo Braun im Wieder-Kochen in Oberndorf

Am Freitag, dem 17. November 2017 fand im Wieder-Kochen in Oberndorf unter großem Publikumsandrang die Vernissage der Ausstellung mit Bildern des Salzburger Künstlers statt. 

Dr. Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Thilo Braun kam am 15. August 1970 in Salzburg praktisch taub und überdies autistisch auf die Welt. Nach seinen Schul- und Kindergartenbesuch im Landes-Gehörlosen-Institut arbeitete er zuerst in den Geschützten Werkstätten. Seit 3 Jahren ist er in St. Virgil angestellt.

Über die Malerei hat er einen Weg gefunden, sich seiner Umgebung mitzuteilen. In St.Virgil unterstützt ihn dabei seine Betreuerin Lydia Planck-Huber, künstlerisch begleitet ihn Jonas Arturas als Zeichenlehrer. Thilo arbeitet mit unterschiedlichen Materialien, der Bogen spannt sich dabei von Acryl auf Leinwand bis hin zu Bleistiftzeichnungen.

Thilo Braun hat bereits mehrere Male in der Stadt Salzburg ausgestellt. Zwei seiner Bilder finden sich im heurigen Kunstkalender der Lebenshilfe.


Dorfzeitung.com


Vernissage Edmund Rilling Kulturkreis Saaldorf Surheim

In der vergangenen Woche konnte man im KulturKeller Surheim Arbeiten von Edmund Rilling sehen. Der 72-jährige Freilassinger Künstler zeigte einen Querschnitt seines Schaffens zum Thema: “Variatio delectat – Abwechslung macht Spaß.”

Karl TraintingerVon Karl Traintinger

Die unterschiedlichen Techniken und Arbeitsmaterialien der einzelnen Werke repräsenieren die verschiedenen Schaffensperioden des gebürtigen Oberösterreichers. In fast allen Bildern ist die klar strukturierte Bildsprache eines Grafikers erkennbar.

Norbert Höhn konnte bei der gut besuchten Vernissage zahlreiche kunstinterssierte Besucher begrüßen. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von Hagen Schiffler an der Geige und Michael Hiemke am Klavier.

Weitere Infos:
Kulturkreis Saaldorf-Surheim >
Edmund Rilling in der Dorfzeitung >


Wald will Kunst - Rochus Gratzfeld

Sarród ist ein kleines Dorf in Ungarn, gelegen nahe dem Neusiedlersee. Als der seine größte Ausdehnung hatte, war Sarród einstmals ein Ort mit Hafen. In den Zeiten des „Kalten Krieges“ – unter Kontrolle der damaligen Sowjetunion – wurde der Ort von der Landkarte gelöscht. Sollte einfach nicht vorhanden sein. Zu nahe an Österreich. Zu verlockend als Ausgangspunkt für eine Flucht in den Westen.

Rochus Gratzfeld: salzburgANDERS

Von Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród

Heute ist Sarród ein vergleichsweise wohlhabender Ort. Gelegen im Viereck Wien – Sopron – Györ – Bratislava. Viele Österreicherinnen und Österreicher haben sich hier einen Zweitwohnsitz geschaffen. So auch wir.

Kunst und Kultur haben in Ungarn einen hohen Stellenwert. Wenngleich deren Inhalte regimebedingt einem stetigen Wandel unterworfen waren und sind. Dennoch. Jede Stadt sowieso und sogar jedes Dorf haben ein kulturelles Zentrum, bieten nicht nur Volkskunst. So finden beispielsweise in Sarród in jedem Sommer Kunstwochen statt, die zu den unterschiedlichsten Themen Workshops für junge und weniger junge Interessierte anbieten.

Meine Frau, Sonja Schiff, und ich, beide sind wir kunstinteressiert und kunstschaffend. Neben der eigenen Kunst hat es uns seit unserem Miteinander immer interessiert, anderen Künstlerinnen und Künstlern Raum zu bieten. So gründeten wir in Salzburg die WANDERGALERIE. Sie sollte leerstehende Gebäuden zu Leben auf vorgegebene Zeit erwecken. Ein Höhepunkt war die Organisation und Veranstaltung eines Streetart-Events in einem Abbruchhaus in Elisabeth-Vorstadt. Schließlich scheiterten wir aber an den Auflagen der Stadt, die wir weder erfüllen konnten noch wollten. So gehört die WANDERGALERIE der Vergangenheit an.

WALDwillKUNST

Nun gut. Was lag näher, als unseren Streckhof nebst dazugehörigem Wäldchen zu einem Ort der temporären Kunstpräsentation aufzubauen. In diesem Sommer haben wir damit begonnen. Mit Erfolg, aus unserer Sicht und Wohl auch aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aus Sicht der Besucherinnen und Besucher. Wichtig war es uns, zum Auftakt eine bunte und internationale Mischung von Künstlerinnen und Künstlern zur Teilnahme motivieren zu können. So präsentierten dann folgende Künstlerinnen und Künstler bei uns ihre Werke:

Barbara Ambrusch-Rapp, Villach
István Bessenyei, Sarród
Sári Ember, Budapest
Rochus Gratzfeld und Michaela Gründler, Salzburg und Sarród (Gemeinschaftsarbeit)
Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród
Helmut Krenn, Salzburg
Sabine Kristman-Gros, Landau
Bernhard Meyer, Darmstadt
Sonja Schiff, Salzburg und Sarród
Ronni Zettner, Saltillo México

Unterstützt wurden wir bei Vorbereitung und Durchführung von der jungen Kunsthistorikerin Orsolya Mácsadi aus Sopron, die auch alle Übersetzungsarbeiten ehrenamtlich erledigte.

Einen Eindruck von den Werken und der Veranstaltung vermitteln die Fotos (Alle Fotos Rochus Gratzfeld und Orsolya Mácsadi.)

WALDwillKUNST 2018

In 2018 wird WALDwillKUNST fortgeführt. Im Juli oder August. In Sarród. Ein Termin steht noch nicht fest. Künstlerinnen und Künstler können sich wie folgt einbringen:

– Malerei, Zeichnungen
– Fotografie, Fotografik
– Installationen
– Objekte
– Skulpturen (Stahl, Stein, Holz, Ton)
– Lesungen
– Musik, Gesang
– Tanz
– Performance

Ganz besonders freuen würden wir uns über Beiträge von Menschen mit Migrationshintergrund und von Roma und Sinti.
Möge es gelingen!


Dorfzeitung


Ursula Dräxlmaier

Die offene, jurierte Jahresausstellung des Kunstvereines Traunstein e.V. und die nachwirkenden Folgen, ein Projekt während der Chiemgauer Kulturtage 2017, fand vom 6. – 30. Juli 2017 statt.

Von Ursula Dräxlmaier (Text und 2 Fotos)

Die Präsentationsbedingungen für die Bilder waren dieses Jahr stark verändert, standen doch die normalerweise zur Verfügung stehenden Ausstellungsflächen in der Städtischen Galerie Traunstein und in der dazu gehörenden Klosterkirche wegen größerer Baumaßnahmen nicht zur Verfügung.

Es fanden sich aber andere Möglichkeiten: Die Alte Wache im Rathaus, das Landratsamt mit dem Projekt “angekommen”; die evangelische und die katholische Kirche stellten ihre Räumlichkeiten zur Verfügung und banden die ausgestellten Bilde mit ein in ihre Gottesdienste. Diese Ausstellungen gingen am 30. Juli zu Ende.

Bauzaun, Klosterkirche

Das Projekt “Kunst im öffentlichen Raum” ist nach wie vor zu besichtigen. Es handelt sich dabei um den Bauzaun rund um das Sanierungsprojekt “Städtische Galerie und Klosterkirche”. Im Vorfeld konnten wir Künstler je 2 geeignete Bilder zur Auswahl stellen, die auf Bannern aufgezogen wurden und für die Dauer der Baustelle die Bauzaun – Segmente dekorativ gestalten.

Eine Super-Idee!

Nicht allzu viele Menschen gehen tatsächlich in Ausstellungen, aber im Vorbeigehen oder – fahren in der Ludwigstraße oder bergauf in der Klosterstraße oder gar in einer Rotlichtphase an der Ampel fällt mehr oder weniger der Blick auf “Kunst”!

Ich bin sehr glücklich, dabei sein zu dürfen, meine Äpfel leuchten bei der Einfahrt zur baustelle in der Klosterstraße, während die übergroße Mohnwiese aus der Mark Brandenburg mit anderen farbenfrohen Bildern den Weg zur Schule begleiten.

Ich fände es wundeschön, wenn diese Art der Präsentation weiter Nachahmung finden würde!

Die Bildergalerie zeigt die Kunstwerke, wie sie der Spaziergänger oder Autofahrer sieht. Die Trägerfolie ist zum Teil durchsichtig, das heißt, der Hintergrund kann durchscheinen, je nachdem wie gerade das Licht einfällt. Die Bildfläche ist nicht immer gerade und wirft da und dort Falten. Dies ist bei einer derartigen Präsentation normal und gehört dazu. (Alle Bilder der Diashow: Karl Traintinger)

Ursula Dräxlmaier in der Dorfzeitung >


Dieser Artikel ist der Dorfzeitung wichtig und er kommt daher nicht hinter die Paywall!

Dieser Artikel wird von einen Stillen Gönner gesponsert und kommt daher nicht hinter die Paywall! >


Vor einigen Tagen stattete ich unserem Cartoonisten Thomas Selinger in seinem Atelier in der Salzburger Auerspergstraße 45 einen Besuch ab.

Von Karl Traintinger

Es ist immer wieder spannend, an welchen Bildern er gerade arbeitet und welche fertigen und halbfertigen Arbeiten zu sehen sind. Zudem ist das auch eine Gelegenheit, sich mit kleinen Geschenken für  verschiedene Anlässe z.B. Geburtstage einzudecken.

Bei einem Espresso haben wir uns auch über ein zukünftiges gemeinsames Projekt unterhalten. Nächstes Jahr wird die Dorfzeitung 20 Jahre alt (online seit 10/ 1998) und das könnte der Anlaß für ein gemeinsames Buchprojekt sein. Als Thema wären die Cartoons von Seli, die in der Dorfzeitung publiziert wurden, ergänzt mit den dazugehörigen Texten von mir, ein möglicher Ansatzpunkt.


„Kunst als Wagnis“ – die ersten STOLPERSTEINE in Österreich. Das Salzachknie in Oberndorf stand 1995 Pate für den Namen der Kunstinitiative KNIE in Oberndorf.

Von Mag. phil. Ulrike Guggenberger

Eine kleine Gruppe von Kunstbegeisterten und Künstlern hatte die Idee, am Salzachdamm in den Sommermonaten Symposien mit geladenen Künstlerinnen und Künstlern zu verwirklichen.

Um den Oberndorfer Künstler Thomas Stadler, Helmut und Ulrike Guggenberger formierte sich eine Arbeitsgruppe, die Künstlerinnen und Künstler einlud, sich mit dem Fluss als Lebensader vor Ort auseinanderzusetzen. Mit Symposionsteilnehmern aus dem Oberndorfer Raum sowie der Stadt Salzburg und dem angrenzenden Bayern entwickelte sich über sechs Jahre eine lebhafte künstlerische Szene während der Monate Juli oder August. Das Projekt „Kunst als Intervention im öffentlichen Raum – ein urbanes, mit den Entwicklungen und Vorstellungen des 20. Jhdt. verbundenes Phänomen“ (Irene Nierhaus) wurde von der Kulturabteilung des Landes Salzburg unterstützt, Hofrat Dr. Peter Krön eröffnete das erste Symposion 1995.

___STEADY_PAYWALL___

Stolpersteine für Oberndorf

Für das Sommersymposion 1997 wurden vier Salzburger Kunstschaffende und der deutsche Künstler Gunter Demnig eingeladen. Gunter Demnig und Ulrike Guggenberger hatten sich ein Jahr zuvor anlässlich eines internationalen Festes und Künstlertreffens der Gebrüder Baumüller, Werkstatt Kollerschlag kennengelernt. Thema des Gesprächs waren rasch die Stolpersteine, der Künstler hatte sich mit dem Gedanken der Verlegung von „Stolpersteinen“ schon länger auseinandergesetzt und mit Ideen und Materialien experimentiert. Noch am selben Abend war man sich einig, die ersten offiziell mit Genehmigung der zuständigen Gemeinde verlegten Stolpersteine im Rahmen des Sommersymposions in Oberdorf zu realisieren.

Gunter Demnig und KNIE

1997 kam nun Gunter Demnig nach Oberndorf und recherchierte zunächst gemeinsam mit dem ebenfalls von der Kunstinitiative KNIE eingeladenen Politikwissenschaftler und Gedenkdienst Gründer Dr. Andreas Maislinger in der näheren Umgebung Oberndorfs nach Opfern des Nationalsozialismus. Sowohl in der bayerischen Schwesterstadt Laufen als auch in Oberndorf stieß die Kunstinitiative von Seiten der nunmehrigen Hauseigentümer mit dieser Aktion auf Widerstand. In Laufen lehnte die Stadtverwaltung die Verlegung eines Stolpersteines zur Erinnerung an die deportierte Familie Friedmann aus Rücksicht auf den Hausbesitzer nach (nicht einstimmigem) Beschluss des Stadtrates ab. Irmgard Toledo, in Salzburg lebende Künstlerin und einzig Überlebende der Familie Friedmann, war von dieser Entscheidung bitter getroffen. Sie hatte sich vorgenommen, zur Verlegung des Gedenksteines als Zeichen der Versöhnung ihren Geburtsort Laufen ein erstes Mal wieder zu besuchen.

Johann und Matthias Nobis, Holzhausen

Andreas Maislinger, selbst in der Gegend aufgewachsen, stellte den Kontakt zur Familie zweier Bauernsöhne aus Holzhausen her. Johann und Matthias Nobis waren wegen ihres Glaubens als Zeugen Jehovas 1940 in Berlin hingerichtet worden. Die Familie der Brüder Nobis war von der Idee der Stolpersteine vom ersten Augenblick an überzeugt, sie bejahten und unterstützen das Vorhaben Gunter Demnigs tatkräftig.

Fritz Amerhauser, Bürgermeister von St. Georgen bei Salzburg, erkannte sofort die historische Bedeutung des Unternehmens und ermöglichte die Durchführung ohne wenn und aber.

Auf dem Gehsteig vor dem bäuerlichen Anwesen in Holzhausen ereignete sich somit im Sommer 1997 die erste offiziell durchgeführte Stolpersteinverlegung. Der Familie Nobis gebührt alle Anerkennung für ihren zweifelsfreien Mut, sich zu dieser Aktion zu bekennen.

Es dauerte noch drei Jahre bis Gunter Demnig weitere Stolpersteine mit amtlicher Genehmigung in Köln verlegen konnte. Mit Stand Dezember 2015 gibt es mittlerweile über 56.000 dieser Steine in 20 europäischen Ländern. Die Stolpersteine sind das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Und auch wenn man es in Zeiten wie diesen nicht glauben will, offizell begonnen hat es in einem kleinen österreichischen Dorf.

Stolpersteine in der Dorfzeitung >


Am 18. März 2017 wurde mit der Ausstellung “HautNah” die Galerie RAUMeins in der Laufener Rottmayrstraße eröffnet. RAUMeins soll ein Begegnungsraum für Bildende Kunst, Literatur, Musik und manches mehr werden, so Rosemaria Ott.

___STEADY_PAYWALL___

Im Laufe ihres 30-jährigen Schaffens fand Rosemaria Ott zu einem eigenwilligen, transparent-amorphen Stil in der Textilkunst. Samen, Gräser, Blüten unterzieht die Salzburger Künstlerin in Begegnung mit anderen Materialien einer organischen Verwandlung. Gleichsam fossiliert in neuen Strukturen werden Fundstücke aus der Natur in einem unerwarteten Kontext sichtbar, treffen auf Gewebe, Farben, Materialien und finden so gemeinsam zu neuem Ausdruck. Eine Kunst der Gegensätze, eine Seelenlandschaft kristalliner Reliefs im Spiel mit Licht und Dimension.

Für ihre Bilder, Tableaus und Installationen trennt Rosemaria Ott kostbare Gewebe auf, spaltet Fäden, presst Naturmaterial und schöpft in einem energetischen Akt etwas Neues. Losgelöst vom Gegenständlichen findet sie in der textilen Kunst eine eigene Sprache. Natur, Körper, Mikro- und Makrokosmos, Spiritualität und Sinnlichkeit sind wesentliche Themen ihres umfangreichen, abstrakten Werkes, das erstmals im eigenen Schauraum in Laufen präsentiert wird. (Alex Obermaier)

Die Vernissage wurde vom “BrucknBlech” musikalisch umrahmt.

RAUMeins für Kunst und Kultur
83410 Laufen, Rottmayrstraße 6
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 14 – 18 Uhr
Ausstellungsdauer Rosemarie Ott: 19. März – 30. April 2017


Im Kapuzinerhof in Laufen / Obb. stellen zur Zeit 2 Salzburger Künstler aus, denen es unter anderem um die Fälschungssicherheit ihrer Werke geht. Beide haben einen Weg gefunden, der es ermöglicht, auf ewige Zeiten die Bilder eindeutig zuzuordnen.

Von Karl Traintinger

Die Wege, die dabei beschritten werden sind unterschiedlich. Werner Reiter bringt auf jedem seiner Werke einen Fingerabdruck (fingerprint on art) an und Walter Fabian bespuckt (Sputum-Art) seine Bilder. Sowohl der Fingerabdruck als auch die DNA-Analyse der Spucke sind in einer amtlichen Datenbank registriert. Beide Künstler zeigen Werke in unterschiedlichen Techniken.

Die beiden Künstler wurden vom Kulturobmann der Stadt Laufen Lutz Feiler vorgestellt.


Die schon zur “spätherbstlichen” Tradition gewordene Kunstausstellung in Oberndorf lockte auch heuer wieder zahlreiche Besucher in die Stadthalle. 

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Bürgermeister Peter Schröder konnte zur Eröffnung viele Kunstinteressierte aus Nah und Fern in der Salzachstadt begrüssen. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage vom Jugendorchester Oberndorf. Gezeigt wurden hochwertiges Kunsthandwerk, Aquarelle und Gemälde sowie Fotos vom örtlichen Fotoklub. Die ausstellenden Künstler stammten zum Großteil aus der näheren Umgebung.

Ausstellende Künstler (alphabetisch):
Abdul Rahim Ahadi (Zeichnungen), Christine Brandl (Keramik), Rudolf Brudl (Acryl), Anett Doppler (Schmuck), Ida Duswald (Zeitgenössische Malerei), Fotoclub Oberndorf (Fotografie), Silvia Gärtner (Keramik), Hannelore Klimitsch (Acryl, Mischtechnik), Brigitte Oberndorfer (Malerei, Zeichnungen), Elfriede Reiter (Ölbilder), Dorli Reyer (Malerei), Petra Schmidbauer (Ölbilder), Erika Standl (Aquarell, Acryl), Margit Steinberger (Holzschnitte, Keramikobjekte), Caroline van der Wielen (Fotos auf Holz), Martha Wintersteller (Porzellanmalerei).

Dieser Artikel ist der Dorfzeitung wichtig und er kommt daher nicht hinter die Paywall!

Dieser Artikel wird von einem Stillen Gönner der Dorfzeitung unterstützt und kommt daher nicht hinter die Paywall! >