dorfzeitung _quer
2020 Corona III

Corona rohweiß, duftend

Qualität: Besonders saugstark!

In der Krise setzt der Mensch auf das eigene Überleben. Das war schon immer so. Kaum wurde die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung eingeschränkt, zeigten sich schon deren wahre Bedürfnisse. Es wurde zuallererst Klopapier gehamstert.

Manche Familien horten mittlerweile den 25-Jahre Bedarf für jedes einzelne Familienmitglied. Das ist verständlich, können sich doch vorwiegend die älteren Semester noch daran erinnern, als Zeitungspapier zurecht geschnitten wurde. Damals ist so manche Tageszeitung groß geworden, war sie doch in der Regel deutlich wischfester als die glatten Hochglanzmagazine.

Die Angst vor Corona-Durchfällen dürfte bei den Schweinen ihre Ursache haben, denn auch diese, in manchen Bereichen dem Menschen nicht ganz unähnlichen Tiere, leiden unter dem Corona-Virus. Die typische Krankheit ist die TGE, die übertragbare Gastroenteritis.

Die Klopapier-Hamsterkäufe wurden vom Germboom abgelöst. Aktuell hat sich die Coraonakrise bei uns etwas beruhigt und es wird über ein behutsames Hochfahren der am Boden liegenden Wirtschaft nachgedacht.

Viele Firmen nutzen noch die Kurzarbeit oder haben auch Mitarbeiter gekündigt. Da und dort kann man schon ein Ausdünnen der Arbeitskräfte bei der Wiedereinstellung beobachten.

Es ist zu befürchten, dass der wirtschaftliche Rattenschwanz größer ist, als manche hoffen.


Trump America first

Trump: America First

Wahrscheinlich hat der grenzgeniale, amerikanische Blondschopf nicht an die Corona-Pandemie gedacht, als er den Schlachtruf: “America First” erstmals durch die Gegend posaunte.

Donald Trump stellte 2016 seinen Wahlkampf unter das Motto dieses alten, politischen Slogans und wurde prompt der neue amerikanische Präsident.

Für ihn sinnlose “Geldverschwender” wie beispielsweise die verpflichtende Krankenversicherung für alle schuf er vorsichtshalber wieder ab, auch ist er in der Wahl der Mittel zur Erreichung seiner zum Teil abstrusen Ziele eher unbescheiden, dafür aber rücksichtslos. Zuletzt hat er die US Zahlungen an die WHO eingestellt, weil sie angeblich Mitschuld an der Copronakrise hat. Es sucht wie so oft einen Schuldigen, er selbst ist ja der Beste, immer und überall.

Sein einziger Gegner im kommenden Präsidentschafts-Wahlkampf ist das Corona-Virus.

Die USA sind zum traurigen Hotspot der Pandemie geworden, es fehlt an allen Ecken und Enden. Medizinisch gut versorgt ist in den Staaten in erster Linie der, der es sich leisten kann.

Männer mit der Macht eines Donald Trump sind für die ganze Welt gefährlich! “America First” ist in der von ihm gelebten Form eine ernst zu nehmende Drohung und Gefahr.


Die Corona-Couch

Die Corona-Couch

Mittlerweile ist es Ostern geworden und Corona beherrscht noch immer die Berichterstattung in unseren Medien. Die Pandemie hinterlässt weltweit verheerende Spuren. Besonders hart trifft es die armen Länder und diejenigen, die ihr Gesundheitssystem tot gespart haben.

Bei uns in Österreich schaut es aus, als ob die von der Regierung verhängten Maßnahmen Wirkung zeigen würden und nach den Feiertagen erste Lockerungen im Wirtschaftsleben möglich wären. Man hat den Eindruck, dass unsere Entscheidungsträger nach anfänglichen Startschwierigkeiten gut gearbeitet haben.

Trotzdem ist es in einer Demokratie wichtig, viele der gesetzten Maßnahmen kritisch zu hinterfragen. Es muss ein freier Meinungsaustausch möglich sein, das hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun. Ich möchte genau wissen, welche Daten der Grund für welche Maßnahmen waren. Der Informationsfluss ist zur Zeit noch eher bescheiden.

Die Regierung hat in den letzten Wochen heftig an den demokratischen Grundrechten gerüttelt, das kann nicht kritiklos hingenommen werden. Es ist auch wichtig, dass nach den Pandemie die gesamten verhängten Überwachungs- und Einschränkungsmaßnahmen wieder rückstandslos verschwinden!

Die Milliarden an Hilfe die notwendig sein werden, um die mit dem Shutdown an die Wand gefahrene Wirtschaft wieder anzukurbeln, zahlen auch nicht die Regierungsmitglieder sondern die Steuerzahler. Hoffentlich kommen dabei die Kleinen nicht zu kurz!

Vorbei sein wird die Pandemie erst, wenn es die sogenannte Herden-Immunität gibt, da führt kein Weg daran vorbei. Das läuft entweder über eine Durchseuchung oder Impfung. Ein wirksames Medikament kann helfen, schwere Krankheitsbilder zu behandeln.

Frustrierend ist für mich die Kleinstaatlichkeit innerhalb der EU. Von einem gemeinsamen Europa ist da weit und breit nichts zu sehen!

Frohe Ostern!


Masken allerorts

Masken allerorts

Das noch im letzten Sommer belächelte Tragen der Gesichtsmasken bei vielen asiatischen Gästen ist nun auch bei uns angekommen. Seit heute ist es beim Einkaufen in Supermärkten Pflicht.

Das ist gut so, jeder noch so kleine Beitrag, der eine Ausbreiten des Virus verhindern kann, ist wichtig und gut. So nach und nach läuft auch in zahlreichen heimischen Betrieben die Produktion der einfachen Masken an. Wichtig ist es zu wissen, was diese Masken leisten können: Sie reduzieren den Tröpfchenausstoss des Maskentragenden, aber bieten keinen Schutz vor Ansteckung!

Flächendeckend erhältlich sind die Masken noch nicht, schon gar nicht die, die wirklich vor einer Ansteckung schützen können.

Sehr viele Berufsgruppen müssen noch ungeschützt arbeiten, ich denke beispielsweise an kleine Lebensmittelläden, Bauernläden, Elektriker, aber auch an die Tierärzte.

Gottseidank geht von den Tieren keine Gefahr aus, bei den Tierbesitzern schaut es anders aus. Trotzdem, Hunde, Katzen, Rinder, Pferde oder Schweine werden auch in der Coronazeit krank und müssen behandelt werden. Die Behandlung der Tiere funktioniert ohne die Tierbesitzer sehr schlecht bis gar nicht, auch der Mindestabstand ist nur sehr schwer einzuhalten.

Der Cartoon am Leiberl>


Mozart-Corona

Es ist still geworden

Der Kulturbetrieb im Land ist praktisch nicht mehr existent. Die Osterfestspiele in Salzburg sind schon abgesagt und bis Mitte April wird entschieden, ob es heuer die Pfingstfestspiele geben wird. Selbst die Durchführung der Sommerfestspiele ist mehr als ungewiss.

Doch es geht nicht nur um die Hochkultur! Sehr viele der kleinen Theater und Kulturinitiativen kämpfen um das nackte Überleben. Die Musiker, Schauspieler, Bühnentechniker, Lichttechniker, Tontechniker, etc. haben plötzlich kein Einkommen mehr.

In der jetzigen Zeit ist jede Form der Unterstützung wichtig, sonst kann nach der Krise nichts mehr hochgefahren werden!

Ein Beispiel: Man kann Karten für ein “abgesagtes Festival” kaufen, um das Salzburger OFF-Theater finanziell zu unterstützen. OFF-THEATER >


Ist die EU blind, taub und stumm?

Wie krank ist die EU?

Ist sie blind, taub und stumm?

Als einst glühender Europäer fällt es mir in der jetzigen Corona-Krisensituation zunehmend schwerer, an eine starke EU zu glauben.

Seuchenbekämpfung heißt seit jeher, den Bewegungsradius der Bevölkerung extrem einzugrenzen und strenge Verhaltensregeln aufzustellen. Das geht nicht anders. Nur so funktioniert es. Wahrscheinlich kann kurzfristig das Aufziehen der Staatsgrenzen helfen.

Aber ist es wirklich notwendig, es mittelalterlichen Wegelagerern gleichzutun und bestellte und bezahlte Waren an der Durchfahrt ins Zielland zu hindern? Plötzlich gibt es Exportverbote von einem in ein anderes EU-Mitgliedsland, das ist doch Schwachsinn! Da fallen mir Beispiele aus Deutschland, Polen, Tschechien und so weiter ein.

Wieso findet die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen keine klaren Worte zur neuen ungarischen Diktatur? Wo bleiben die Europäischen Werte?

Ganz übel wird mir auch, wenn ich an die Flüchtlinge auf den griechischen Inseln denke. Nicht einmal für die unbegleiteten Kinder gibt es Lösungen!

Einziger Trost: Der Umwelt tut der wirtschaftliche Shutdown wirklich gut. Faszinierend ist es schon, wie schnell die Natur sich erholen würde, ließe man es nur zu!

Wie unwirklich klein ist da das Problem des Schigebietes in der Salzburger Gaissau, das Probleme mit seinem chinesischen Finanzier hat.


Orban von Ungarn

Viktor Mihály Orbán I. von Ungarn

Die ungarische Regierung plant für die nächste Zeit gravierende Gesetzesänderungen. Das Parlament soll sich selbst entmachten und in Notsituationen Orban & Co. das totale Durchgriffsrecht zugestehen. Wobei die “Notsituation” von der Regierung definiert wird.

Diese Aktion passt ganz gut zu Orban, der sein Land gerne mit einer starken Hand regiert und sich jetzt schon wenig dreinreden lässt. Das macht er schon seit einigen Jahren so und die eingefahrenen Wahlerfolge geben ihm Recht.

Es wird spannend, ob in der EU eine Fast-Dikatur möglich ist, wenn auch nur im Ausnahmefall. Mit den europäischen Werten hat dieses Vorhaben eher weniger zu tun. Auch eine Corona-Dikatur ist eine Diktatur und diese Regierungsform zeichnet sich eher nicht durch gelebte Menschenrechte aus, um nur einen Nachteil zu nennen. Wehret den Anfänger!


Trump Corona

The American Way of Life

Die Freunde jenseits des großen Teiches lieben die Freiheit, streben nach Wohlstand und irdischem Glück heißt es so schön auf Wikipedia. Nicht dabei steht, dass sie diese Grundprinzipien um jeden Preis und rücksichtslos verfolgen.

Der größte, beste und schönste Amerikaner ist natürlich il Presidente Donald Trump, der sinnige Sätze wie “America First” oder “Make America Great Again” durch die Welt posaunt und der auch an seine Unfehlbarkeit glaubt.

In Coronazeiten gehen nur die Uhren etwas anders. Es ist schon sehr speziell wie lange er geglaubt hat, dass das Coronavirus (COVID-19) in den USA nicht auftreten wird.

Als er dann aber einsehen musste, dass sich COVID-19 in allen Bundesstaaten ausbreitete, versuchte er die Problematik in seiner üblichen Art klein zu reden oder anderen in die Schuhe zu schieben.

Somit verwundert es auch nicht, dass Amerikas Jugend aktuell nach Florida reist, um mit Strandparties die Semesterferien (Spring Brake) zu feiern.

Was soll schon passieren, die USA haben doch das weltbeste Gesundheitssystem! Zumindest für die Teile der Bevölkerung, die es sich leisten können. Obama Care wurde als eine der ersten Trump-Aktionen abgeschafft, weil seiner Meinung nach jeder Amerikaner frei entscheiden darf, ob er eine Krankenversicherung möchte oder nicht.

America First.


corona

I vasteh ned, warum mia a jeda ausn Weg geht?

Das ist auch gut so. Die 1m – Abstandsregel ist extrem wichtig, um eine Ausbreitung der Seuche zu verlangsamen.

Die erste Quarantäne-Woche neigt sich dem Ende entgegen. Allerorts kann man ein Zusammenrücken beobachten, das macht Freude.

Jetzt heißt es hoffen, dass die Maßnahmen der Regierung greifen. Folgende Verhaltensregeln können helfen:


Dorf ist überall

Dahoam is dahoam

Das öffentliche Leben in Österreich wurde heruntergefahren. Das ist gut und notwendig. Jetzt heißt es für alle zu Hause bleiben, Hände waschen, Abstand halten und Ruhe bewahren. Und die Zeit für Dinge nutzen, für die normalerweise wenig Zeit übrig ist.

Es bietet sich jetzt natürlich an, ausgiebig in der Dorfzeitung zu schmökern. Durch einen Klick auf die Kategorien, die Autorennamen oder die Schlagworte werden alle Artikel zu diesen Begriffen aufgelistet. Die Dorfzeitung ist seit über 20 Jahren online und es sind fast noch alle Artikel online!

Im Archiv des Dorfradios kann man insgesamt 23 Stunden streamen. Nehmen Sie sich Zeit dazu, Sie werden es nicht bereuen! (öffnet in neuem Tab)” href=”https://dorfzeitung.com/archive/73116″ target=”_blank” rel=”noreferrer noopener”>Corona – die Pandemie >


Corona – die Pandemie

Es ist soweit. Die Infektion, die wahrscheinlich von einer lebend verkauften Fledermaus auf einem Markt für Meeresfrüchte und exotische Wildtiere (Füchse, Krokodile, Schlangen, Pfaue, etc.) im fernen Wuhan in Mittelchina um die Jahreswende ausging, hat sich zu einer weltweiten Pandemie entwickelt.

Die Regierungen versuchen mit allen notwendigen und zum Teil sehr drastischen Maßnahmen, die Ausbreitungsgeschwindigkeit zu drosseln, damit die Gesundheitssysteme nicht kollabieren. Es beruhigt, dass zumindest bei uns Parteipolitik und Polemik einer sachlichen Umsetzung von Notwendigkeiten gewichen sind. Es war schon immer so, dass Seuchenbekämpfung dramatisch und schmerzhaft ist, daran hat sich bis heute nichts geändert.

Tatsache ist, dass der Höhepunkt von COVID-19 Pandemie noch nicht erreicht ist und es wird heftige Anstrengungen von Seiten aller direkt und indirekt Beteiligten brauchen, damit unser Wohlstand nicht gefährdet ist, sowohl auf finanzieller, aber auch auf sozialer Ebene. Die Erschütterungen werden dennoch dramatisch sein, wenn auch hoffentlich verkraftbar.

Es werden aktuell auch die Grenzen der Globalisierung aufgezeigt. Man sollte schon darüber nachdenken, warum so viele der von uns dringend benötigten Güter beispielsweise in Asien produziert werden. Ebenso ist es interessant, wo überall auf der Welt unsere Produktionsüberschüsse und auch der Müll entsorgt werden.

Info: Alles Corona, oder was?

Plakat mit Schutzmaßnahmen gegen Corona zum

Empfehlungen der WHO


Weltfrauentag

Weltfrauentag 2020

Als große Anhänger der Frauenpower ist für uns im virtuellen Dorf der 8. März natürlich ein Festtag. Den internationalen Frauentag, den Weltfrauentag, den Frauenkampftag oder den internationalen Frauenkampftag gibt es bereits seit 1911, er wurde von den Vereinten Nationen eingeführt.

Obwohl es in den letzten 100 Jahren sehr viele Verbesserungen bei den Frauenrechten gegeben hat, von einer wirklichen Gleichstellung sind wir noch meilenweit entfernt.

Nichtsdestotrotz gilt es, diesen Ehrentag gebührend zu würdigen. Wie grau und eintönig wäre die Welt ohne die Frauen!