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Rote aus dem Burgenland

Burgenländische Rote

Man kann dazu stehen wie man möchte, die schwersten und süßesten österreichischen Roten kommen aus dem Burgenland!

Ja, sie schmecken vielleicht nicht jedermann/ -frau, häufig zeichnet sie ein starker Charakter aus, sortentechnisch gesehen sind aber sie oft absolute Spitzenklasse.

Die österreichische Ostregion hatte bis vor kurzem einen gemeinsamen, strengen Lockdown. Wien und Niederösterreich gehen ob der beunruhigenden Auslastung in den Intensivstationen der Spitäler in die Verlängerung, das Burgenland beginnt ab Montag mit ersten Öffnungsschritten.

Es wird spannend zu beobachten sein, ob der kommende Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein ein furchtloser “Kriegshäuptling” ist und für einen großen Sieg gegen die Pandemie auch Konflikte mit den Landesfürsten nicht scheut, oder doch wie sein Vorgänger eher den Konsens sucht.


Blaue Schnäbel

Blaue Schnäbel

Das österreichische Parlament ist ein Versammlungsort von unantastbaren Abgeordneten. Das ist in einer Demokratie wichtig. Dort dürfen selbst Viren wahrscheinlich nicht infizieren, höchstens einmal durchpfeifen. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

Beim Einkaufen trägt auch die freiheitliche Riege eine FFP2 Maske, im Parlament wollen sie provokanter Weise ohne gesehen werden. Aus Rücksicht auch sich selber. Im Wirklichkeit wurden die blauen Parteimasken vermutlich nur noch nicht ausgeliefert! Anders lässt sich dieses etwas spezielle, fast ein wenig schizophren anmutende Verhalten nicht erklären.

Die Zeit, als Politiker noch Vorbilder waren, ist schon lange vorbei. Nicht auszudenken, gäbe es aktuell einen blauen Innenminister oder eine blaue Gesundheitsministerin. Wir dürfen Strache dankbar sein, dass er sie frühzeitig abberufen hat und selber gleich mitgegangen ist.


Pandemie Ostereier

Pandemie Ostereier

Heuer dürfen die Osterhasen nur nach einer speziellen Covid-Hygine-Schulung und mit einem Sonderequippment die bunten Ostereier ausliefern.

Das Eierpecken in geselliger Runde wird sich wohl auf die mittlerweile allerorts entstandenen “Geheimwirtshäuser” reduzieren. Fährt man mit offenen Augen durch die Gegend, darf man sich nicht wundern, dass die verhängten Coronamaßnahmen immer weniger wirken.

Das durchaus aktive gesellschaftliche Leben zahlreicher Menschen hat sich in die Privatbereiche zurückgezogen. Nicht zuletzt durch die ewigen Streitereien der Parlamentarier kennt sich im Maßnahmengewirr ohnedies niemand mehr so richtig aus, ziviler Widerstand ist die logische Folge.

In der Hoffnung, dass die Corona-Impfungen demnächst Fahrt aufnehmen wünscht dat Team der Dorfzeitung frohe Ostern!


Bunte Corona-Eier

Corona Eier

Knapp vor Ostern steigen die Infektionszahlen und damit die Stressmomente in den Spitälern und somit auch auf den Intensivstationen derart, dass über Öffnungen nicht mehr nachgedacht werden muss.

Schön langsam glauben es sogar manche FPÖ-Politiker, dass mit dem Virus nicht zu spaßen ist. Da die Impfungen noch nicht wirklich Fahrt aufgenommen haben, wird an strengeren Verhaltensregeln, die auch exekutiert werden, wohl kein Weg vorbei führen. Eine Empfehlung zum freiwilligen Lockdown wird zu wenig sein!

Kritisch zu hinterfragen ist daher die grüne Meinungsbildungstaktik schon, wenn ich nur an unseren sehr geschätzten Gesundheitsminister und seine ewigen Diskussionen mit den Landeshauptleuten denke. Kriegshäuptling ist der Herr Anschober eher keiner, so einen würde es aber in einer Pandemie brauchen!

Wirklich besser geht es unseren Nachbarländern auch nicht. Trotzdem, es wäre hoch an der Zeit, dass unsere Parlamentarier endlich an einem Strang in die selbe Richtung ziehen, dann werden auch die nächsten Monate zu schaffen sein!

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Halloween und die Oster-Festspiele

Halloween

Die Osterfestspiele in Salzburg wurden zum Leidwesen aller Beteiligten abgesagt. Das engagierte Programm rund um Christian Thielemann und die Staatskapelle Dresden wird auf Allerheiligen verschoben.

Inwieweit das klassische Osterprogramm an den neuen Termin zu Allerheiligen beziehungsweise Halloween angepasst werden wird, ist bis jetzt noch nicht bekannt.

Fakt ist, dass das Coronavirus die Kulturveranstaltungen noch immer lahmlegt. Streaming ist zwar ganz nett, kann aber zum Beispiel Theaterbesuche nicht ersetzen. Es bleibt zu hoffen, dass nicht nur den großen Institutionen beim Überleben seitens der öffentlichen Hand geholfen wird. Ohne die zahllosen Kleinen wird/ bleibt es kulturell still im Land!


Der ÖBB-Tunnel-Käfer

oebb kaefer

Tunnelprojekte müssen vor Baubeginn unter anderem auf ihre Umweltverträglichkeit geprüft werden. Das ist für so manche Bürgerinitiatve die Chance, Großbaustellen ganz zu verhindern, zeitlich zu verschieben oder wenigstens nach dem Florianiprinzip woanders errichten zu lassen.

Im Herbst verschob der geschütze Steinkrebs die Deponie des Tunnelbau-Ausbruchmaterials vom Steinbachgraben in Oberösterreich nach Karlsreith in Köstendorf. Jetzt schaut es aus, als ob der Schwarze Grubenlaufkäfer, einer der größten und prächtigsten Käfer wie es heißt, baustellentechnisch auch noch ein Wörtchen mitzureden hätte, wurden doch im geplanten Tunnelbaubereich einige Exemplare davon gefunden.

Ja Umweltschutz ist extrem wichtig. Trotzdem. Schnelle Bahnverbindungen sind die Basis für die Akzeptanz der Öffis durch die Bevölkerung. Man wird in allen Bereichen Kompromisse finden müssen.

Beim Abschuss von Wölfen und Bären ist bei vielen Mitmenschen der Tierschutz offensichtlich weniger ausgeprägt als beim Schutz von Krebsen und Käfern.


Corona GREEN

2021 Corona only

Schön langsam ist das ewige Eingesperrtsein nicht mehr auszuhalten. Es fehlen die Kulturveranstaltungen, die Wirthäuser, die Tanzschule und so weiter und so fort.

Nervig sind auch die ewigen Pressekonferenzen mit ihren dünnen Aussagen und den ständigen Verweisen auf die ExpertInnen. Das Zusperren der Gastronomie und Kultur wird immer mehr zum Problem.

Fakt ist, dass aktuell zuwenige Impfdosen im Land sind und das ist das Hauptproblem. Bemerkenswert ist, dass mittlerweile einige Konzerne glauben, sich den begehrten Impfstoff selber besser organisieren zu können.

Wie es momentan ausschaut, ist der Glaube an das gute Krisenmanagement der Regierung verlorengegangen, da helfen auch Kurz-Reisen nach Israel nicht. Sehr kritisch hinterfragt werden müssen zudem die Überwachungsmaßnahmen bei den Israelis, die wir so bei uns nicht brauchen oder wollen.

Eine unliebsame Spaltung der Gesellschaft wird nur dann zu verhindern sein, wenn es endlich genug Impfstoff für alle gibt. Die Zeit der leeren Versprechungen ist vorbei.


Bunte Coronavielfalt

Coronavielfalt

Die wesentlichen Evolutionsfaktoren, die den Genpool (Gesamtheit aller Genvarianten in einer Population) verändern, sind Mutation, Rekombination, Selektion und Gendrift (Wikipedia).

Die Viren brauchen zur Vermehrung eine Zelle. Mehr oder weniger sofort nach dem Eindringen in die Zelle beginnen sie mit der Produktion der Virus-RNA. Im Zuge dieser Vermehrung kann es immer wieder zu Kopierfehlern kommen. Das ist für das Virus nicht wirklich tragisch. Die guten Mutanten überleben und können sich weiterentwickeln. So läßt sich erklären, warum immer wieder neue Variationen auftreten.

Das Coronavirus macht nichts anderes und genau das stresst die Seuchenbekämpfer. Letztendlich ist es ein Wettrennen mit der Zeit. Für das Virus spricht seine Flexibilität und die Pandemiemüdigkeit der Menschen, dagegen der kommende Frühling und die Impfstoffe.

Es ist eine politische Entscheidung, wieviele Coronamaßnahmen man erlässt und was die Kriterien dafür sind. Das ständige Jonglieren mit unterschiedlichen “Seuchenmaßzahlen” sollte von der Corona-Ampel abgelöst werden, das hätte Sinn. Ganz so schlecht war die Idee nicht. Das aktuelle System ist für viele Menschen undurchsichtig und verwirrend, Pandemiemüdigkeit ist die logische Konsequenz.

Die Vorbildwirkung mancher FPÖ-Politiker als Maskenverweiger im Parlament ist seuchentechnisch eine Frechheit.


Die goldene Nadel

2021 Corona geimpft

Alle Menschen sind gleich, einige ein bißchen gleicher. War es nicht immer so? Für begehrte Güter zahlen manche Mitmenschen fast jeden Preis und dabei geht es nicht nur um Geld.

So glauben manche Ärzte, dass sie ihren Patienten besser helfen können, wenn sie selbst den “guten” RNA Impfstoff bekommen. Das “Heilige Land Tirol” möchte die Eindämmung der im Bundesland grassierenden Südafrika-Variante B.1.351 des Corona Virus durch bevorzugte Zuteilung des raren RNA-Impfstoffes erreichen. (Zeitungsmeldungen der letzten Tage)

Neben diesen beiden Beispielen erscheinen die paar außerplanmäßigen Politikerimpfungen, die durch die Medien geistern, geradezu lächerlich.

Neidvoll schauen viele Menschen nach Israel. Die haben schon etwa die Hälfte der Bevölkerung geimpft und kehren schön langsam zu einer vorsichtigen Normalität im Alltag zurück.

Bei uns wird es noch einige Monate dauern, bis wir so weit sind. Noch gibt es viel zu wenig Impfstoffe und auch die Organisation der Impfungen ist noch nicht wirklich massenerprobt. Es kann aber nur besser werden, da bin ich mir sicher.


Corona – das leise Erwachen

corona leises Erwachen

Der aktuelle, harte Lockdown neigt sich seinem Ende entgegen, wenigstens teilweise. Es ist ein schneidiger Balanceakt, denn die Pandemiezahlen geben die Lockerungen eigentlich noch nicht wirklich her.

Ab kommenden Montag werden manche Geschäfte, Museen und Tiergärten öffnen, auch körpernahe Gewerbe, abgesehen von Freudenhäusern, dürfen wieder arbeiten und nach den Semesterferien geht es in den Schulen wieder los.

Das mit den Schulen ist extrem wichtig, schade dass die Studenten an den Unis noch nicht dabei sind. Mit guten Teststrategien sollte das schon möglich sein.

Es bleibt abzuwarten, wie gut die Bevölkerung insgesamt mitspielt. Wenn ja, sollte es funktionieren. Die Spielregeln sind in Wirklichkeit ganz einfach und allen bekannt. Hält sich niemand an die Regeln, kommt in spätestens einem Monat höchstwahrscheinlich wieder ein größeres Problem auf uns zu.

Eigentlich hätten wir es selbst in der Hand, wie es weitergeht. Die Wortspenden des österreichischen Comedian Herbert Kickl müssen ja nicht für bare Münze genommen werden!


Auf die Plätze, fertig, los!

2021 Corona Impfung

Mit Pauken und Granaten und noch viel mehr Medienwirbel wurde die Impferei gegen Corona Ende letzten Jahres gestartet. Der Rauch hat sich verzogen und es ist wieder ruhig geworden im Land. Vielleicht auch deswegen, weil der zur Verfügung stehende Impfstoff gerade rar ist.

Das österreichische Gefühl für Gerechtigkeit hat zwischenzeitlich die Medienlandschaft erreicht, gerade rechtzeitig, nachdem die ersten Bürgermeisterimpfungen publik wurden. Eigentlich viel Wirbel um nichts. Für mich sind Bürgermeister oft genau so systemrelevant wie KrankenpflegerInnen, beide werden gebraucht. Es hat jeder die Chance, ein Dorfkaiser zu werden, wenn er möchte, er muss sich nur wählen zu lassen.

Schwächen im europäischen Impfstoffbestellsystem bescheren uns aktuell einen etwas verzögerten Massenstart. Der Versuch, die Impfstoffmenge zu vermehren indem man 6 anstelle von 5 Dosen aus einer Ampulle aufzieht, war auch nicht wirklich nachhaltig erfolgreich. Interessanterweise gab es seitens der Hersteller plötzlich Lieferprobleme. Nur Schelme sehen einen Zusammenhang darin, dass die EU bzw. einige Länder ja eine gewisse Anzahl an Impfdosen und nicht Ampullen bestellt hat.

Ich hoffe, dass in einigen Monaten der Spuk um das Gerangel um die Impfdosen vorbei ist. Im Frühjahr sollte genug Impfstoff für jeden Impfwilligen von mehreren Herstellern vorhanden sein. Vielleicht kommen noch Impfstoffwünsche von selbsternannten Experten, aber auch das Problem sollte zu lösen sein.

Es wäre doch unlogisch, würde bei der aktuellen Impfsituation nicht auch die österreichische Grundeinstellung zu Tage treten: “Ein bißchen was geht immer!”


Die Gefahr ist gebannt

Die Gefahr ist gebannt

Der Außerirdische ist abgeflogen

Donald Trump hat die politische Bühne verlassen. Letztendlich ohne viel Wirbel. Still und leise ist er nach Florida zum Golfen geflogen, ein letztes Mal mit der Airforce 1.

Der Sturm auf das US-Kapitol in Washington durch Trump-Anhänger vor einigen Tagen war kein Zeichen für ein ausgeprägtes Demokratieverständnis, eher schon für die Fragilität der “weltbesten Demokratie”.

Es ist gut, dass der selbstherrliche Narziss Donald Trump weg ist. Die Geschichte wird sich an einen twitternden Egozentriker erinnern, der keine Wahl durch eine Stimmenmehrheit gewonnen hat.

Der neue Präsident Joe Biden und seine Stellvertreterin Kamala Harris haben ein schwieriges Erbe angetreten. Donald Trump hinterließ kein “grandioses Erbe“, wie es es beschrieben hat, sondern einen veritablen Scherbenhaufen!

Wie es aktuell ausschaut, wird es für ihn keinen Tag der Wiederkehr geben! Das UFO ist in die unendliche Weite der Trumpschen Golfplätze entschwunden. Der Expräsident ist auf der anderen Seite der Macht angekommen.

Donald Trump in der Dorfzeitung >