dorfzeitung _quer

Türkise Straßenbauer

autobahn

Die aktuelle Regierung steht für das Beste aus dem türkisen und dem grünen Lager, hat es einmal geheißen. Plötzlich knarrt es in den Brettern, nur weil Umweltministerin Leonore Gewessler die Sinnhaftigkeit so mancher gröberer Straßenprojekte kritisch hinterfragen möchte.

Österreich ist Weltmeister im Verbetonieren der Landschaft, ganz egal, ob es sich dabei um Strassen oder Einkaufszentren handelt. Ehrlicher Klimaschutz ist in der Köpfen vieler Minister nicht wirklich angekommen, noch geht es in erster Linie um das Wirtschaftswachstum. Traurige Tatsache ist aber, dass sich Österreich nicht mehr selbst ernähren kann, der dazu notwendige landwirtschaftliche Nutzgrund ist zu wenig geworden.

Klimaschutz ohne Einschränkungen wird es nicht geben, da helfen auch türkis gefärbte Sonnenbrillen nichts. Eine Regierung, die dem schwächeren Partner keine Zugeständnisse macht, ist auf dem Holzweg. Es wird Zeit für eine deutlich sichtbare, grüne Umweltpolitik!


Coronales Wellenspiel

Corona Zahlen steigen

Kaum hat man sich ein klein wenig an die beginnende Normalität gewöhnt, kommen schon wieder die Virologen und Epidemiologen daher und warnen eindringlich: Vorsicht, die Coronazahlen steigen, die 4. Welle ist im Anmarsch.

Es ist schon richtig, die Pandemie ist noch nicht vorbei. Höchstwahrscheinlich ist auch die Delta-Variante nicht die letzte Mutation, die uns treffen wird.

Trotzdem, diesmal sollten die Chanchen für einen einigermaßen normalen Herbst deutlich besser sein als letztes Jahr. Viele Menschen sind schon geimpft. Auch trifft das Virus jetzt hauptsächlich Personengruppen, deren Immunsystem zumeist besser mit der Situation umgehen kann, wie die wenigen Hospitalisierungen zeigen.

Freilich, leichtsinnig werden darf niemand! Aber mit dem nötigen Hausverstand und den wenigen Hygienemaßnahmen sollten die möglichen Coronaeinschränkungen verhindert werden können.

Zu Tode gefürchtet, ist auch gestorben. Man sollte zudem kritisch hinterfragen, ob medizinische Probleme wirklich von Politikern gelöst werden können.


Massen von Schweinen

schwein sau

In Deutschland leben etwa 26 Millionen Schweine, in Österreich knapp 3 Millionen. Vierbeinige. Nur ganz wenige davon sind sogenannte glückliche Schweine. Der Großteil fristet sein Dasein in Mastställen mit Massentierhaltung.

Fleisch muss billig sein, den Preis dafür zahlen in der Regel die Tiere und die Bauern. Die Schweinefleischproduktion wurde industrialisiert und hat immer weniger mit konventioneller Landwirtschaft zu tun. Der Tierschutz muss besser werden, meinen einige Lebensmittelkonzerne und setzen neue Standards für das Tierwohl bei Frischfleisch. Ist das wirklich mehr als ein Werbegag?

Frischfleisch macht etwa ein Drittel aus. Da wird nachgefragt.

Was passiert aber bei den Wurstwaren, Fertiggerichten, und so weiter? Da ist doch in erster Linie wichtig, dass es günstig ist. Woher kommt dieses Fleisch? Wie sollen die Landwirte Schweine mit Freilauf ohne Geruchsbelästigung für die Anrainer halten? Alle paar Jahre den Stall umbauen geht bei den aktuellen Margen am Fleischmarkt auch nicht. Das Umsetzen der Forderungen der Lebensmittelkonzerne wird nicht einfach werden.

Der pro Kopfverbrauch von Fleisch sinkt. Es ist hoch an der Zeit, dass die Agrarpolitik endlich einen Schritt weg von der immer mächtiger werdenden Agrarindustrie macht! Die aktuell extreme Ausnutzung der Tiere und auch von Grund und Boden ist mehr als zweifelhaft.

Nachsatz. Ein Mastschwein lebt etwa ein halbes Jahr. Es wird dann als “Tierkind” geschlachtet. Im Idealfall könnten sie etwa 15 Jahre alt werden.

Die Corona-Schweine>
Ein Haus voll Schweinereien>


Rostige Flügel

rostige flügel

Große Kunst braucht große Finanziers, das war schon immer so. Ohne wohlwollende Mäzene gäbe es viele der weltbekannten Werke beispielsweise in der Musik aber auch bei den bildenden Künsten oder in der Architektur wohl nicht. Woher das große Geld kommt, war und ist sehr häufig nicht ganz unumstritten.

Salzburg ist da keine Ausnahme. Braune Flecken, die an die NS-Zeit erinnern, gibt es viele. Man darf aber nicht vergessen, dass es zu anderen Zeiten auch unrühmliche Gestalten gegeben hat, die Geschichte geschrieben haben.

Ja, es ist notwendig, umfassend zu informieren. Wir sollten aber aus dem Spruch: “Die Geschichte schreiben die Sieger” gelernt haben. Vergangenheitsbewältigung heißt für mich nicht, alles Unliebsame wegzulassen. Viel wichtiger wäre es meines Erachtens nach, gezielt darauf hinzuweisen, was schlecht war. Aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen wäre eine gute Devise. Das funktioniert aber nur, wenn ich die Vergangenheit auch kenne.

Es beunruhigt mich viel weniger die Vergangenheit als vielmehr die Tatsache, dass sich in der heutigen Gesellschaft immer mehr junge Menschen rostige Flügel umhängen und glauben, damit in eine gute Zukunft fliegen zu können!

Im Schatten der Mozartkugel >
Josef Thorak in Salzburg >
Salzburg: Literaturhaus fordert Zusatztafel bei antisemitischem Dichter Franz Stelzhamer >


Nachhaltiges Parken

Mönchsberggarage

Die Salzburger Mönchsberggarage ist zu klein geworden und soll demnächst um 650 auf rund 2.000 Stellplätze erweitern werden. Im Sinne der gelebten Nachhaltigkeit will man in der Mozartstadt die Autos aus dem Stadtbild verbannen.

Einzig der gewählte Zugang zum “Nachhaltigen Parken” ist vielleicht etwas speziell aber durchaus “salzburgerisch”, kommt doch die allseits bekannte und von vielen Politikern geschätzte Vogel-Strauß-Technik zur Anwendung, streng nach dem Motto: Aus dem Auge, aus dem Sinn.

Vielleicht werden die Autos künftig vom Ausstellungszentrum weg mit einer Materialseilbahn in die Mönchsberggarage transportiert oder gar gebeamt, sonst dürfte der Verkehr zur Garage eher heftig werden.

Noch hat man auch nichts von einer Totalsperre für den Individualverkehr im Altstadtbereich gehört. Wirklich visionäre Verkehrslösungen sind aus dem Schloss Mirabell zur Zeit noch nicht zu hören!

Interessante Projekte in der Stadt
Stadt Salzburg – Neuer Mönchsbergaufzug – “Das Mozart-Rodelprojekt”
Salzburg Wals | Schwebebahn als Stadionzubringer
Salzburg: Festspielcamping am Max-Reinhardt-Platz


Blaue Mäuseplage

Mäuseplage

Hofer, Kickl und die Spitze der FPÖ

Die Maus ist im Regelfall ein Nagetier aus der Überfamilie der Mäuseartigen, meistens aus der Familie der Langschwanzmäuse (Muridae). Die Hausmaus gehört in die Gattung der Mäuse (Mus), die Feldmaus (Microtus arvalis) in die Unterfamilie der Wühlmäuse (Arvicolinae).

Wildlebenden Mäusearten sind zum großen Teil in der Nacht aktiv, sie können sich aber auch an die Umgebung anpassen und tagesaktiv werden. Mäuse fressen gern pflanzliche Nahrung, verschmähen aber auch Insekten und andere Kleintiere nicht.

Die politisch gefärbten Mäuse sind eher schwierig einzuordnen, die blauen Exemplare haben ihre Verwandten meistens in freiheitlichen Lagern. Manche Gattungen sind aber auch in roten, türkisen, grünen oder pinken Höhlen zu finden. Aufgrund der immensen Artenvielfalt sind Mäuse generell fast überall anzutreffen und viele nagen zudem gerne an unterschiedlichen Sesselbeinen. Man spricht daher in politischen Gruppierungen öfter von einer aktuell grassierenden Mäuseplage. Sie ist gerne rund um Wahlen anzutreffen.


Tierisch BLAU

tpö tierisch

Kaum haben in Österreich die Tiergärten wieder geöffnet, beginnen in der FPÖ schon die ersten Grabenkämpfe um die Kandidatur bei den nächsten Nationalratswahlen. Einfach tierisch.

Zum Fraktionschef Kickl meint der gerade kurende Parteichef Norbert Hofer: “Kaum ist die Katze aus dem Haus, haben die Mäuse Kirtag”. Herbert Kickl kontert prompt: “Bei Katz und Maus fallen mir zuerst Tom und Jerry ein und da schaut es mit der Katze gar nicht gut aus”.

Normalerweise beginnen die blauen Selbstzerstörungsmaßnahmen erst nach den Wahlen und prinzipiell ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn es jetzt schon som weit ist.

Nur, was können Katzen und Mäuse dafür, dass sie politisch missbraucht werden? Tatsache ist, dass Tiere nur dann blau werden, wenn es ihnen gesundheitlich sehr schlecht geht. Das will doch niemand.


Die Wirte öffnen wieder

Gasthaus

Endlich ist es soweit, die Gastronomie darf wieder öffnen! Freilich etwas schaumgebremst, aber trotzdem ist das ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität.

Die Coronazahlen schauen aktuell ganz gut aus, hoffentlich bleibt das so. Die Impfungen schreiten gar nicht so schlecht voran. Das Virus kann mit allen seinen Varianten ab sofort eingekocht werden.

Über kurz oder lang werden sich wohl auch die meisten Menschen mit den neuen Regeln auskennen. Es kann nur besser werden.

Mein Tisch beim Wirt´n ist schon reserviert!

Tagespolitischer Nachsatz: Gesundheitsminister Mückstein findet einseitiges, türkises Vorpreschen mit Öffnungsversprechungen entbehrlich. Hoffentlich kann er sich seine Ecken und Kanten erhalten!


Recht auf Bargeld

Bargeld

Ein altes Sprichwort heißt: “Wie der Schelm denkt, so ist er.” Warum glauben manche Regierungen, mit der Abschaffung des Bargeldes Geldwäsche und Terrorfinanzierungen verhindern zu können?

In regelmäßigen Abständen kommt von den Regierenden die Forderung, Zahlungen mit Bargeld zu limitieren. Diesmal fordert EU-Kommissarin Mairead McGuinnes eine Bargeldobergrenze von 10.000 €. Nur so könnten Geldwäsche und Terrorismus wirkungsvoll bekämpft werden, meint sie. Einige Länder haben schon Obergrenzen eingeführt, Frankreich beispielsweise mit 1000 € im Handel, Griechenland mit 1500 € oder Italien mit 2999 €. Was hat das wirklich gebracht?

Fakt ist, dass es keine einzige valide Studie dafür gibt, dass weniger Bargeld zu weniger Kriminalität führt.

Eine schleichende Abschaffung des Bargeldes kann und darf nicht akzeptiert werden. Ich habe noch nie 10.000 € in bar bezahlt und kann trotzdem nicht akzeptieren, dass das verboten sein soll. Mein Geld muss auch nicht sicherheitshalber auf einer Bank liegen, wie man kürzlich im Burgenland gesehen hat.

Ich verstehe schon, dass eine absolute Kontrolle des Geldflusses für die Regierenden schön wäre. Das wahre Problem ist, dass es schon mehr Kontrollorgane gibt, als arbeitende Bevölkerung. Natürlich müssen die dafür sorgen, dass genug einkassiert wird.

Am Ende des Tages geht es niemanden etwas an, wo ich mein Achterl Rotwein genieße. Daher werde ich auch künftig mit echtem Geld zahlen und Geschäfte meiden, wo das nicht mehr möglich ist. Plastik lehne ich in jeder Form ab.

Bargeld in der Dorfzeitung >

Dorfzeitung.com

Türkise Pflanzerl

Türkise Pflanzerl

Im Frühling wird gepflanzt

Wenn in den oberen Regionen die Luft dünner wird, sind aussergewöhnliche Verhaltensweisen auf Grund des Sauerstoffmangels im Hirn medizinisch durchaus denkbar.

Das muss auch der wahre Grund sein, warum der Finanzminister auf die vollständige Lieferung von Akten zum Ibiza-Untersuchungsausschuss vergessen hat. Daher bemühte der Verfassungsgerichtshof (VfGH) Herrn Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen, um die Beschaffung von Daten aus dem Finanzministerium durchzusetzen. 

Ähnlich schräg ist der Denkansatz vom Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka, wenn es um die Abschaffung der Verpflichtung zur wahrheitsgemäßen Aussage in einem Untersuchungsausschuss geht.

Bei all den innenpolitischen Querelen der letzten Jahre ist es beruhigend zu wissen, dass unser Bundespräsident ein profunder Kenner der Bundesverfassung ist!

Dorfgockel

Auseinander gelebt

Doskozil

Der burgenländische Landeshauptmann hat sich aus der Bundes-SPÖ zurückgezogen. Die politische Farbenlehre soll wieder einfacher werden. ROT bleibt ROT und wird nicht VIOLETT.

Es hat zuletzt einige gröbere, parteiinterne Differenzen gegeben. Der Umgang mit Flüchtlingen war ein Thema, die eher drastischen Empfehlungen zur Pandemiebekämpfung durch die rote Chefin ein anderes. Die Haut der Parteivorsitzenden ist offensichtlicher widerstandsfähiger gegen Reizungen und Verletzungen geworden.

Lassen wir uns überraschen, ob die österreichische Sozialdemokratie künftig wieder an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen wird.

Rote aus dem Burgenland >

Dorfgockel

Aeropuerto toro rojo?

Aeropuerto toro rojo

Die Corona-Krise hat auch am Salzburg Airport deutliche wirtschaftliche Kratzer hinterlassen. Salzburgs Oberfinanzer Christian Stöckl und auch Bürgermeister Harald Preuner fanden daher ihre Idee einer Beteiligung eines privaten Finanziers am Salzburger Flughafen durchaus diskutierenswert, berichten gewöhnlich gut informierte Kreise.

Selbstverständlich denken in diesem Zusammenhang dann sehr viele Menschen zuallererst an den flügelverleihenden, heimischen Getränkekonzern, der ja in Salzburg gerne zugreift, wo es nur geht. Im diesem Zusammenhang hält er sich aber vornehm zurück.

Dafür hat Landeshauptmann Wilfried Haslauer ein Machtwort gesprochen und die Gedankenflüge der beiden Parteigenossen zurück auf den Boden gebracht. Verkauft wird am Flughafen nichts, heißt es heute in den tagesaktuellen Medien.

Dorfgockel