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Tag der offenen Tür, Biohof Lecker

Tag der offenen Tür am Biohof Lecker

Lust auf Kultur+Leben – Vorfreude schüren (2)

Hoffentlich sind heuer wieder Hoffeste möglich! Diese Bilder sollen an des letzte Hoffest am Urbanhof in der Nähe von Laufen in Niederheining/ Obb. erinnern.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Am 10. Juni 2018 luden der Bio-Hof-Lecker und einige seiner Partner zu Tag der offenen Tür. Es gab Führungen durch den Betrieb, bayrische Volksmusik, gutes Essen und viele Gespräche mit interessanten Menschen.

Neben zahlreichen anderen Betrieben waren zum Beispiel Ernst Stöger von der Medousa Feinkost in Laufen mit seinen mediterranen Spezialitäten dabei, ebenso die Gemüsebauern Inge und Johann Spitzauer vom Schusterbauern in St. Georgen aus dem Salzburger Flachgau.

Hoffentlich lässt Corona heuer wieder derlei Veranstaltungen zu! Die bäuerlichen Direktvermarkter gehören zwar zu den Gewinnern der Krise, müssen als regionale Nahversorger aber auch weiterhin unbedingt unterstützt werden. Ich will wissen, woher meine Lebensmittel kommen und wie sie produziert werden

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Gasthaus Gössnitzer Eggelsberg

Essen vom Wirt´n im Dorf

Ab und zu sollte man sich ein gutes Essen beim Dorfwirt´n wert sein. Normalerweise versuche ich es so einzurichten, dass ich wenigstens zweimal im Monat bei meinen bevorzugten Gaststätten vorstellig werde.

In Pandemie-Zeiten wie diesen ist es etwas anders, aber nichts desto trotz durchaus möglich. Am bester ist es, am Vortag im Gasthaus anzurufen, nachzufragen was es gibt und dann die gewünschte Anzahl an Portionen zu bestellen.

Ich habe vor kurzem eine Facebook-Messenger-Anfrage an Bernhard Gössnitzer in Eggelsberg geschickt und folgende Rückmeldung bekomme:

Krensuppe, Hendlfricasse mit Zitrone und Rahm, Reis Gemüse, Apfelstrudel oder Biscuitroulade. Kannst auch zwei vegetarische Essen haben. Dinkelschrotleibchen mit Gemüse, pikant kreolisch gewürzt.

Nicht vergessen, es sollte eigenes Transportgeschirr mitgebracht werden, damit Plastikmüll vermieden wird!

Es hat vorzüglich gemundet. Nicht am Bild ist das Gläschen Wein (Muskat Cuve) vom Karl Zissler in Jedenspeigen im Weinviertel, das das Mittagessen genusstechnisch abgerundet hat.

Der Gössnitzer

Das Gasthaus Gössnitzer in Eggelsberg ist ein typisches Innviertler Wirtshaus, in dem auf bodenständige, handwerklich-hausgemachte Küche großer Wert gelegt wird.

Ich freue mich schon darauf, wieder in diesem wunderschönen Gasthaus einzukehren!

Bernhard Gössnitzer hat bei uns in der Dorfzeitung schon viele Rezepte publiziert.
Kontakt: Telefon 07748 2346 laurum@gmx.at


Fotos: Alois Lemberger

Mit der Kraft der Vulkane (3)

UNTERWEGS im südoststeirischen Vulkanland

Der Kulinarikweg in Hof bei Straden

Nach einer mehrwöchigen Pause  begebe ich mich wieder auf Vulkanische Spuren in der Südoststeiermark. Dieses Mal, wie angekündigt, begehen wir den Kulinarikweg rund um Straden.

Anni Lemberger

Von Anni Lemberger

Gestartet sind wir vom Parkplatz der Freiwilligen Feuerwehr Hof im Ortsteil Puxa. Nach ca. 200m entlang der stark befahrenen B 66 führt uns der Wanderweg links weg von der Hauptstraße auf einen Wiesenweg, entlang einer wunderbaren Baumallee und vorbei an einem wunderschön gelegenen Teich.

Nach einem kurzen Waldstück führt dann der Weg über eine kleine steile asphaltierte Straße, vorbei an einer Hollunderplantage, zu wunderschönen idyllischen Plätzen mit Blick auf die 3 Kirchen von Straden.

Den gelb grünen Markierungen folgend erreicht der Wandernde nach einem erneuten kurzen Anstieg ein wunderschönes Waldstück. Hier besteht die Möglichkeit zum Genuss-Weingut Krispel abzusteigen. Ich gehe davon aus, dass das Weingut dem Kulinarikweg seinen Namen gegeben hat.

Hier kreuzt sich der Kulinarikweg mit dem Krispelweg. Um sich dabei nicht zu verirren, empfehlt es sich, vorher die (mitgeführte) Wanderkarte gut zu „studieren“. Denn eine zusätzliche „Ehrenrunde“ über den Krispelweg erhöht die Wanderstrecke von 10- auf 13km. Wer bereit ist, den Krispelweg mitzugehen, erlebt eine idyllische Landschaft entlang von kleinen Bächen, Aulandschaften und Wäldern.

Vom Weingut führt er Wanderweg wieder zurück in den Wald und über einen Rücken vorbei an wunderschönen Weinkellern, alten Bauernhäuser und wunderschön gelegenen Weingärten.

Wer sich am Weg zurück etwas Besonderes gönnen möchte, kehrt in Hof bei Straden beim Bulldogwirt ein. Er findet hier, neben kulinarischen Köstlichkeiten auch ein Museum der besonderen Art. Entlang von Bächen und Wiesen führt der Kulinarikweg  wieder zum Ausgangspunkt zurück.

Eine empfehlenswerte Wanderung, bei der einige Markierungen leider etwas verwirrend sind. Ich empfehle deshalb das Mitführen einer guten Wanderkarte, damit die Freunde an dieser Wanderung, entlang wunderbarer Kraftplätze, nicht verloren geht.

Eingekehrt sind wir dieses Mal nicht, denn es wartete ein besonderes Highlight am Abend auf uns, kulinarischer Natur selbstverständlich.

Der steirische Dorfwirt „Gasthaus zur Sonne“ lud zu einem italienischen Abend ein. Nachdem wir seit Jahren bei unseren südoststeirischen Urlauben in diesem urigen Landgasthof kulinarisch mit Köstlichkeiten aus dem Vulkanland verwöhnt werden, waren wir schon sehr gespannt, wie ein italienischer Abend „auf vulkanisch“ aussehen würde.

Wir wurden nicht enttäuscht: Es wurde ein gelungener Abend mit der Kombination gebackener Meeresfisch, italienisches Gemüse, Pasta – und Fleisch aus der Region – natürlich in gewohnt guter geschmacklicher Qualität.

Und das Besondere für Urlauber mit Hund: In „der Sonne“ darf der Hund nicht nur mitkommen, sondern Hunde sind willkommen und werden vom Seniorchef des Hauses persönlich begrüßt.

Mit der Kraft der Vulkane (1)
Mit der Kraft der Vulkane (2)

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gansl

Gansl to go

Im November zu Martini kommen normalerweise die Gansln auf die Speisekarten der heimischen Gasthäuser. Heuer ist alles ganz anders, die Wirt´n mussten coronabedingt ihre Pforten schließen.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Manche Köche lassen sich aber nicht davon abhalten, einen Gänsebraten zuzubereiten und als “Gansl to go” zum Verkauf anzubieten. Das war Grund genug, eine Variante zu verkosten.

Wir entschieden uns für ofenfrische Weidegansln aus dem Mostviertel, angeboten vom Imlauer-Bräu in Salzburg. Dazu gibt es Apfelrotkraut, Serviettenknödel und einen Marzipan-Apfel.

Zuhause angekommen, begannen wir sofort mit den Vorbereitungen. Schritt für Schritt erklärt Balic Adis, der Küchenchef vom Imlauer Bräu, in der mitgelieferten “Gebrauchsanwendung” die Zubereitung.

Nach einer knappen halben Stunde konnte angerichtet werden. Das Gansl schmeckte höchsterfreulich, auch die Portionen waren perfekt. Ich glaube fast, wir sollten das auch noch von einem anderen Wirt´n probieren. Mir war gar nicht klar, wie gut ich kochen kann! 🙂

Die Gans in der Dorfzeitung >

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Biohof Fuchs

Der Einkauf beim Naturbauernhof Fuchs in Moosdorf

Wenn der Einkauf zu einem Naturerlebnis wird…..

Einkaufen wie damals: Am Mittwoch wird der Rucksack hervorgeholt und unser Fußmarsch führt uns nach Einsperg 1 in Moosdorf zum Biobauern unseres Vertrauens – zum Naturbauernhof Fuchs.

Anni Lemberger

Von Anni Lemberger

Wer nicht so, wie wir, den Weg zum Bauern in Einsperg mit der Hunde-Gassirunde   verbinden kann, hat dennoch die Möglichkeit vor dem Einkauf eine Wanderung im benachbarten Ibmer Moor zu machen – und somit Einkauf und Naturerlebnis miteinander zu verbinden.

In dem kleinen Hofladen gibt es jeden Mittwoch von 11.00 bis 18.00 oder auch nach telefonischer Vereinbarung Biofleisch der am Hof Art gerecht gehaltenen Schweine. Die Tiere werden am Hof geboren und werden auch am Hof geschlachtet – die für die Tiere qualvollen ud stressbehafteten Transporte entfallen völlig.

Besonders interessant sind die alten Haustierrassen, die von der Familie Fuchs gezüchtet und Art gerecht gehalten werden:

  • Mangalitza Schweine
  • Schwäbisch – Hällisches Landschwein
  • Duroc,
  • Pietrain Eber
  • Landrasse
  • Edelschwein

aber auch Legehennen und Rinder (Kalbinnen und Ochsen)

Folgende Produkte werden angeboten:

  • Bioschweinefleisch
  • Bio  – Geräuchertes
  • verschiedene Weich- und Hartwürste
  • Frankfurter, Debreziner, Schweinsbratwürstel, Kochschinken
  • Leberkäse warm und kalt
  • verschiedene Knödelspezialitäten, Gemüselaibchen, Aufstriche,…
  • Rindfleisch gibt es auf Vorbestellung
  • saisonales Gemüse

Neben dem Hofladen betreibt die Familie Fuchs jeden Donnerstag einen Marktstand in Burghausen im benachbarten Bayern und einen Marktstand jeden ersten Freitag im Monat am Bauermarkt im Pfarrstadl in Eggelsberg.

Der Naturbauernhof Fuchs befindet sich wenige Hundert Meter vom Ortzentrums von Moosdorf entfernt –  in der Ortschaft Einsperg, oberhalb vom Ibmer Moor.

Außerhalb der Öffnungszeiten sind telefonische Voranmeldungen unter der Telefonnummer 07748-6824 bei Elfriede und Stefan Fuchs möglich.

Die besondere Qualität der angebotenen Produkte, verbunden mit einem Ausflug in das Naturschutzgebiet Ibmer Moor macht den “Einkaufsmittwoch beim Fuchs” zu etwas Besonderem. Aber auch ohne eine Moorwanderung zahlt sich der Weg nach Einsperg aus.

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Lungauer Eachtling

Der „Lunga Ächtleng“ – eine ganz besondere Knolle

Im 16. Jahrhundert brachten spanische Seefahrer die Andenkartoffel nach Europa. Am Anfang wurden sie in Europa nur als Zierpflanzen geschätzt. Erst durch eine Hungersnot im 18. Jahrhundert erließ Friedrich der Große eine Verordnung zum verstärkten Anbau der Kartoffel als Nutzpflanze und Nahrungsmittel für Mensch und Tier. Seitdem ist die „Teufelsknolle“ von unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken.

Anni Lemberger

Von Anni Lemberger

Weltweit gibt es geschätzte 5000 Sorten von verschiedenen Kartoffeln. Und über 40 davon werden jedes Jahr von Andrea Bacher und Hans Moser / Anthoferbauer in Oberweißburg / St. Michael im Lungau, angebaut.

Was als Hobby von Hans begann, entwickelte sich zu einer gut gehenden Geschäftsidee und kulinarischen Vielfalt.

Er suchte online nach alten Kartoffelsorten und baute sie an. Da sie aber auch noch selber Saatkartoffeln vom Vorjahr hatten, wurde ihnen ein Überschuss an Kartoffeln beschert. Freunde empfahlen ihnen deshalb, diese am Bauernmarkt in St. Michael zu verkaufen. Die Kartoffeln waren in kürzester Zeit verkauft. Eine wunderbare Idee war geboren….

Als gebürtige Lungauerin mit vielen Kontakten in die alte Heimat wurde ich auf die Sortenvielfalt des „Kulturgutes Lungaua Ächtleng“ von Hans und Andrea aufmerksam. Wusste ich doch, dass das Nachtschattengewächs aus den Anden im Salzburger Lungau den richtigen Boden und das dazu passende Klima findet, um zu etwas Besonderem zu reifen. Die Kartoffeln schmecken nicht nur außergewöhnlich, sondern sie sind in ihrer Farbenvielfalt auch ein optischer Blickfang am Teller. Rosarote Bratkartoffeln und ein violettes Kartoffelpüree lassen schon vor dem ersten Bissen das Wasser im Mund zusammen laufen. Und bei den vielen Sorten fällt die Auswahl schwer. Aber die Anthoferbäuerin Andrea, hilft mit ihrem Fachwissen und ihrer Beratung über die Entscheidungsschwierigkeiten hinweg. Denn einige der bunten Arten haben wohlklingende Namen, wie „Blaue Annliese, Rote Emmalie, Heiderot, Red King Edward, Blaue St. Galler, Lungauer Blaue, Andengold, Rosa Tannenzapfen, die die Auswahl schwer machen.

Mittlerweile haben die beiden ihre Produktpalette erweitert und bieten auch noch nach u.a.  selbstgemachtes Joghurt und Käse von ihren Jerseykühen an, sowie Frischkäse, Buttermilch, Butter, Topfen und andere Produkte von ihrem Hof. Die Produkte werden immer frisch hergestellt und somit ist nicht immer alles gleichzeitig verfügbar.

Etwas besonderes ist der Schnaps aus dem „Blauen Eachtling“ (Ächtleng), gebrannt vom Zederhauser Schnapsbrenner Mathias Moser und zu kaufen gibt es diese Kostbarkeit sowohl beim Mühnabauan (Moser) in Zederhaus, als auch beim Anthoferbauern in Oberweißburg.

Aufgrund des großes Andranges bei den Ächtleng sind diese meist schon vor Weihnachten ausverkauft. Die übrigens Produkte werden im Hofladen das ganze Jahr über angeboten.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann dort nach Rücksprache fast täglich einkaufen – bei vorheriger Anmeldung – unter der Telefonnummer: 0664-2010640.

Oberweißburg ist über die Tauernautobahn (Abfahrt St. Michael oder Zederhaus) erreichbar und es liegt genau zwischen den beiden Orten St. Michael und Zederhaus.  Verbunden mit einem schönen Ausflug in die Lungauer Bergwelt oder durch Genuss des reichhaltigen Lungauer Kulturangebotes wird dieser Tag dann auch noch zu einem besonderen Erlebnis.


Knofi-Fest

´s Knofi-Fest im benachbarten Innviertel

So wie bereits in den vergangenen Jahren fand auch heuer wieder das Knoblauchfest beim Wirtsbauern in Ostermiething statt.

Von Anni Lemberger

Bei Kaiserwetter, einem guten Bier, Sommerspritzer, Grillfleisch, Knoblauchsuppe und anderen selber hergestellten Köstlichkeiten luden auch 2020 Beth und Wolfgang Mayr zum Abschluss der Ernte ihrer 40 verschiedenen Knoblauchsorten ein.

Natürlich war der Ablauf den Gegebenheiten von Corona angepasst, was aber die Besucher in keiner Weise abhielt abhielt, sich an den Köstlichkeiten zu laben bzw. sich einige der Erzeugnisse, ganz besonders natürlich verschiedene Sorten Knoblauch, mit  nach Hause zu nehmen. ___STEADY_PAYWALL___

Neben dem Bio-Knoblauch aus dem Innviertel, baut Wolfgang Mayr auch 46 verschiedene Tomatensorten an und hat 80 Schweine in seinem Stall, die er selber schlachtet und daraus verschiedene Fleisch- und Wurstspezialitäten herstellt. 

Eine Besonderheit des Wirtsbauern sind die Sulmtaler Hühner und Hähne. Die Hähne werden nicht als Kücken entsorgt, sondern werden  Art gerecht bis zur Schlachtreife im November im Freiland gehalten. 

Auch eine alte Weizenart, der Laufener Landweizen, wird am Hof angebaut und kann als ganzes Bio-Korn gekauft werden. 

Zusätzlich bot die Familie Führungen durch ihren Hof und durch ihre Treibhäuser an. 

Alles in allem: Wieder ein sehr gelungenes Fest. 


Roland Essl

Roland Essl: Geschmackssache

Autor: Roland Essl
Titel: Geschmackssache. Rezeptsammlung
Das neue Kompendium der alpenländischen Küche
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Verlag Anton Pustet Salzburg (9. März 2020)
ISBN-10: 3702509801
ISBN-13: 978-3702509804

Klappentext

Kochen ohne Kompromisse: Mittelmäßigkeit liegt Roland Essl nicht. Jedem einzelnen Detail seiner Gerichte widmet der Salzburger Haubenkoch ein besonderes Augenmerk. “An der Kunst zu kochen soll man ständig arbeiten”, sagt er, “denn Kochen ist Leidenschaft, es ist Liebe”.

Schon sein ganzes Leben ist er auf der Suche nach den besonderen Gerichten unserer alpinen Heimat. Am liebsten stöbert er in alten Kochbüchern oder spricht mit alten Menschen über ihr Leben und die Gerichte ihrer Kindheit und Jugend. Immer konnte er beobachten, dass gerade in Zeiten der Entbehrung die kreativsten Gerichte entstanden, das sind dann die “Gerichte mit Geschichten”.

Essl hat seine Kreationen immer niedergeschrieben, alle Einzelheiten der Zubereitung penibel aufgezeichnet und die Rezepte so lange überarbeitet, bis diese hundertprozentig funktionierten. Denn nur auf diese Weise war es den Köchen, Köchinnen und Lehrlingen unter seinen Fittichen möglich, die Gerichte in der gleichen Qualität zuzubereiten. Rund 300 dieser erprobten Rezepte finden Sie in diesem neuen Kompendium der alpenländischen Küche.

Roland Essl

Roland Essl ist Koch aus Leidenschaft und Gastrosoph. 1967 in Salzburg geboren und im elterlichen Betrieb Gasthof Krimpelstätter in der Stadt Salzburg aufgewachsen. Er hat das Handwerk des Koches im Restaurant K&K am Waagplatz unter Johann Kögl von der Pike auf gelernt. Im Restaurant Korso in Wien holte er sich unter Reinhard Gerer den Feinschliff im Umgang mit Lebensmitteln und Gewürzen. Die Summe seiner Erfahrungen zelebrierte er im eigenen Gasthof Weiserhof für seine Gäste. Kocht und schreibt für die Kolumne “Gerichte mit Geschichte” in den Salzburger Nachrichten. (Pustet)

Rezension von Karl Traintinger

Es passiert eher selten, dass ein Koch, dessen Arbeit man gut kennt, ein Kochbuch schreibt. Ganz anders hier; wann immer es sich einrichten ließ und ich in Salzburg war, versuchte ich im Weiserhof einzukehren. Die Küche war geradlinig und gut. Alte Gerichte wie die “Stinkerknödel” oder die “Herrgottbscheißerl” gab es ohnedies sonst nirgends in der Stadt zu verkosten. Es machte Freude, wenn Roland Essl durch die Gaststube ging und seine Gäste fragte, ob “eh alles passt”.

Das vorliegende Buch “Geschmacksache”ist ähnlich aufgebaut wie die Rezeptsammlung meiner Mutter. Es werden zuerst die Zutaten für die einzelnen Gerichte aufgelistet und dann deren Zubereitung geschildert. Dazu kommen noch Rezeptvariationen, die funktionieren und gut schmecken und da und dort findet sich eine Notiz, die für das Gelingen wichtig ist . Die Zeitangaben helfen ebenso die Speisen termingerecht auf den Tisch zu bringen wie die Angabe des Schwierigkeitsgrades.

Die Brotrinde (Schwarzbrotscherzerl) macht den besten Geschmack.

Pongauer Schottsuppe

Die Rezeptsammlung von Roland Essl gliedert sich in Grundlegendes in der Küche, schnell zubereitete Speisen, bodenständige Küche und feine Küche. Ich finde es sehr gut, dass nicht jedes Gericht abgebildet ist. Die Präsentation der Speisen wie auf den Fotos ist ohnedies für Hobbyköche zumeist unerreichbar.

Dieses Buch ist eines jener Kochbücher, das nicht irgendwo im Bücherregal sondern in der Küche seinen Platz finden sollte! Die “Geschmacksache – Rezeptsammlung” von Roland Essl ist eine wahre Fundgrube für Menschen, die Freude am Kochen haben und gutes, vielfältiges Essen lieben!


Franz Keller | Foto: Westend

Franz Keller: Ab in die Küche!

Franz Keller: Ab in die Küche!

Autor: Franz Keller
Titel: Ab in die Küche!
Verlag: Westend Verlag GmbH, Frankfurt/ Main 2020
Erschienen: 2. 3. 2020
ISBN: 978-3-86489-266-0

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Klappentext

„Küchengott auf Kriegspfad“, titelte Der Spiegel zum Erscheinen seines Bestsellers “Vom Einfachen das Beste”, in dem Franz Keller die Geschichte seines Lebens mit einer scharfen Kritik an der Landwirtschafts- und Nahrungsmittelindustrie verknüpfte.

Jetzt legt er nach. Denn bei vielen Gesprächen mit seinen Lesern, mit Erzeugern und Medizinern hat er festgestellt: Die Bevölkerung ist bereit für eine Agrar- und Lebensmittelwende, doch die Politik wird in Deutschland und der EU von den starken Lobbyinteressen ausgebremst.

In seinem neuen Buch erklärt er, wie man mit guten Rohstoffen und einfachen Mitteln gesund und lecker kocht. Viele Geschichten und Anekdoten aus seiner bewegten Zeit als Sternekoch würzen dieses Buch, auf das alle Fans schon warten.

Rezension von Karl Traintinger

Das Buch des Haubenkochs ist ein Plädoyer für das Selber-Kochen und es macht Lust auf das Erleben von unverfälschtem Geschmack bodenständiger Lebensmittel.

Es ist wichtig zu wissen, woher das Essen kommt und wie es produziert wurde. Informationen rund um die Tierhaltung und die Lebensmittelproduktion im Allgemeinen sind im Buch ebenso zu finden wie Rezepte zum Nachkochen, die auch beim Nichtprofi funktionieren. Einzig beim Erdäpfelsalat schmecken mir die festkochenden Kartoffeln besser als die mehligen. 🙂

Das Buch kann allen Menschen, die gerne gut und bewusst essen, empfohlen werden. Es macht Lust auf das unkomplizierte Selberkochen!


Anette Sabersky

Annette Sabersky: Besser essen ohne Zusatzstoffe

Autorin: Annette Sabersky
Titel: Besser leben ohne Zusatzstoffe
Verlag: Oekom-verlag
Einband: Taschenbuch
Erschienen: 05. 08. 2019
ISBN: 978-3-96238-125-7

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Klappentext

Viele Lebensmittel kommen scheinbar ohne Zusatzstoffe nicht mehr aus. Als Farbstoffe, Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel verstecken sie sich in unserem Essen, ohne dass wir genau wissen, ob sie unbedenklich oder gesundheitsschädlich sind. Grund genug, den ungeliebten Stoffen aus dem Weg zu gehen.

Die renommierte Food-Autorin Annette Sabersky klärt über die gängigen Zusatzstoffe auf und zeigt, mit welchen Tricksereien uns die Lebensmittelindustrie in die Irre führt. Durch zahlreiche Tipps erfahren Sie, wie das Einkaufen und Kochen ohne Zusatzstoffe gelingt und wie Sie Ihre Ernährung gesund und natürlich gestalten können.

– Schnell und einfach kochen – ganz ohne Zusätze
– Zahlreiche Basic-Rezepte für unterwegs und für die Vorratskammer
– Die perfekte Einkaufshilfe für gesundes und natürliches Essen

Karl Traintinger

Rezension von Karl Traintinger

Das Buch ist ein sehr guter Führer durch die Welt unserer Lebensmittel. Es zeigt auf, was konventionelle und Bio-Produkte in den Einkaufsregalen tatsächlich unterscheidet, was am Etikett auf jeden Fall stehen muss und worauf Produzenten meist gerne verzichten.

Beispielsweise dienen gar nicht so wenige Ingredienzien nur dem Schönen oder auch der langen Haltbarmachung von Lebensmitteln.

Es hat einem Grund, warum geschnittener Toast beim Öffnen des Plastikbeutels etwas chemisch riecht, tagelang frisch bleibt und nach dem Toasten wunderbar kross und leicht gebräunt ist, Stück für Stück.

Ganz frei von Zusatzstoffen sind die Bioprodukte auch nicht, speziell bei veganen Fertiggerichten heißt es aufzupassen. Häufig ist es so, dass aufwendiges Handwerk mit deutlich weniger Zusatzstoffen auskommt!

Das Buch überzeugt mit sehr viel interessant aufbereitetem Wissen, ist schön gemacht und verleitet zum regelmäßigen Blättern und Nachschauen. Einige einfache Rezepte laden zum Nachkochen ein.

Ich kann das Buch jedermann/frau mit Interesse an gutem, gesunden Essen wärmstens empfehlen!


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Ammerer, Waitzbauer: Bacchus in Salzburg

Ammerer, Waitzbauer:  Bacchus in Salzburg

Autoren: Gerhard Ammerer, Harald Waitzbauer
Titel: Bacchus in Salzburg: 1000 Jahre Weinkultur
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Verlag Anton Pustet Salzburg
Erschienen: 30. Oktober 2019
ISBN-10: 3702509593
ISBN-13: 978-3702509590

Klappentext

Bier in Salzburg? Ja, natürlich, was für eine Frage, hat sich die Stadt doch in den vergangenen Jahren als Ort der Biervielfalt positioniert. Aber Wein in Salzburg? Obwohl hier seit Jahrhunderten eine ausgeprägte Weinkultur gepflegt wird, ruft Salzburg wenig Assoziation zu diesem Genussmittel hervor. Dennoch haben Wein und Weinanbau in Salzburg eine lange Tradition.

Im kirchlichen Bereich, beim Adel und innerhalb des Bürgertums spielte er für Ritus, Festtafel und Alltag eine gewichtige Rolle. In günstigen Lagen wurde auch vor Ort Wein angebaut und in den sogenannten “auswärtigen Herrschaften” in der Wachau, in Traismauer und bei Mautern in Niederösterreich waren der Erzbischof, das Domkapitel und die Salzburger Klöster Grundherren über reiche Weingüter – zum Teil bis in die Gegenwart.

Nicht zuletzt bestimmte der Wein maßgeblich die Entwicklung der Gastronomie mit, vom “Weingastgeb” des 16. Jahrhunderts bis zur heutigen Weinbar. Und in den letzten Jahren wagen sich auch wieder einige begeisterte Hobbywinzer an das Abenteuer Weinbau.

Begeben Sie sich mit den Autoren auf eine spannende Reise, die Sie quer durch die Salzburger Weingeschichte und -gegenwart führt.

Karl Traintinger

Rezension von Karl Traintinger

Auf den ersten Seiten des Buches schildern die beiden Autoren ihren eigenen Zugang zum vergorenen Rebensaft. Dann folgt ein Überblick über die Herkunft der nach Salzburg importierten Weine.

Am Beispiel des Benediktinerstiftes St. Peter wird aufgezeigt, dass die Klöster dabei eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben. Man kann nachlesen, wo in Salzburg überall Spuren von ehemaligen Weingärten, Weinkellern, aber auch Weinlokalen zu finden sind und welche Weingüter in berühmten Weingegenden Salzburger Besitzer hatten. Selbstverständlich hat der Wein auch bei den regierenden Fürst-Erzbischöfen seine Freunde gefunden, zumal sich damit gute Geschäfte machen ließen.

Die beiden Historiker Gerhard Ammerer und Harald Waitzbauer geben einen schönen Überblick über die Geschichte der Weinwirtschaft in Salzburg und skizzieren so einen Teil der Geschichte, der normalerweise nicht so bekannt ist. Es ist ein sehr schönes Buch für jene Menschen, die schon sehr viel über Salzburg wissen und auch diese geschichliche Facette kennnenlernen möchten.


Brokkoli-Tomaten-Sugo

Spaghetti mit Brokkoli-Tomaten-Sugo

Die Ausgangsbeschränkungen der Bundesregierung in der aktuellen “Coronazeit” verhindern unter anderem auch Gasthausbesuche. Vielerorts wird daher wieder mehr zuhause gekocht.

Elisabeth Traintinger

Von Elisabeth Traintinger

Ich möchte Ihnen im folgenden ein einfaches, schnelles Rezept für ein schmackhaftes Nudelgericht vorstellen. Die Zutaten sind mit großer Wahrscheinlichkeit in vielen Haushalten vorrätig.

Zutaten:

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Brokkoli (abh. von der Größe)
1-2 Karotten
1 Lauch
1 Dose stückige Tomaten
Parmesan
Olivenöl, Salz, Thymian, Pepperoncini
Spaghetti (oder andere Nudeln)

Zubereitung:

Die Zwiebel klein schneiden und in etwas Öl anschwitzen. Die klein geschnittene Karotte und den enbenfalls klein geschnittenen Lauch zufügen und alles zusammen etwa 5 – 10 Minuten gemeinsam dünsten.

Anschließend die stückigen Tomaten dazugeben, mit Salz, Thymian und Pepperoncini würzen. Weitere 5 – 10 Minuten köcheln lassen. Danach den klein geschnittenene Brokkoli sowie den gepressten Knoblauch dazugeben. Weitere 5 Minuten bei kleiner Hitze kochen lassen. Zwischenzeitlich Nudelwasser aufstellen und die Teigwaren nach Zeitangabe al dente kochen.

Das fertige Sugo mit Salz abschmecken und zusammen mit den fertigen Teigwaren servieren. Wer mag, kann noch etwas Parmesan darüber reiben. Mir schmeckt ein leichter Rotwein aus dem Weinviertel sehr gut dazu.