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Pannonische Impressionen

Pannonische Impressionen

Der für seine Frauenbilder bekannte Salzburger Fotograf Rochus Gratzfeld widmet sich mit diesen Fotoarbeiten der Landschaft, in der er wenigstens sechs Monate im Jahr lebt.

Die Fotografien zeigen, das das auch der Platz ist, in dem Raum für Ruhe und Stille ist. Die Fotos vermitteln ein zufriedenes Ankommen in der weiten, ungarischen Tiefebene. Die Hektik des Alltags hat hier keinen Platz. Die warme Farbtonung und die geringen Kontraste unterstreichen das.

„Portraits von Frauen – meist Akte oder Halbakte – stehen im Mittelpunkt meines fotografischen Schaffens. Bilden das Zentrum. So auch bei meinem aktuellen Projekt FRAUSEIN. Aber gerade die oft unheimliche Stille während der sich wie eine Flut türmenden Coronawellen, hat mich wieder einmal Motiven meiner westungarischen Wahlheimat zuwenden lassen. Stillen Motiven. Tiere. Gebäude – oft „lost places“ – Landschaften.“

Rochus Gratzfeld

Rochus Gratzfeld

Von Rochus Gratzfeld
Sarród & S
alzburg

Rochus Gratzfeld in der Dorfzeitung >
Gedanken aus Bleistift >


Hermann Hermeter: Oberndorf

Oberndorf

Die Stadt Oberndorf bei Salzburg liegt knapp 20 km nördlich der Stadt Salzburg im Flachgau. Die Salzachstadt hat etwa 6000 Einwohner und war bis 1816 Vorstadt der bayrischen Grenzstadt Laufen.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Bis zum Bau der Eisenbahn war die Salzach ein wichtiger Schifffahrtsweg vor allem für das in Hallein abgebaute Salz. Im Jahre 1871 fand der letzte Salztransport statt, die Existenzgrundlage der Schiffer ging damit verloren und sie verarmten. Die Nikolauskirche wurde nach dem grossen Hochwasser 1899 ebenso wie die zerstörte Salzachbrücke weiter flussaufwärts neu errichtet.

1818 wurde in der ehemaligen Nikolauskirche erstmals das weltberühmte Weihnachtslied Stille Nacht, heilige Nacht aufgeführt.

Der Oberndorfer Fotograf Hermann Hermeter zeigt in den präsentierten Fotoarbeiten einfühlsame Bilder seiner Heimatstadt. Zu sehen sind unter anderem die Länderbrücke, die Pfarrkirche Oberndorf, die Stiftskirche Laufen in der Salzachschleife sowie die Wallfahrskirche Maria Bühel.

Die Fotografien begeistern neben den überaus stimmigen Kompositionen auch durch deren perfekte technische Umsetzung. Hermann Hermeter ist der Obmann des Oberndorfer Fotoklubs.

Zum genauen Betrachten der Bilder bitte auf das erste Bild klicken!

Dorfzeitung - Merkantiles

FlussArt, basierend auf der „Hochwasser-Methode“

hochwasser-flussart-

Wäre das alles hier so von einem bekannten Künstler, möglichst männlich, arrangiert worden, wäre es Kunst. Hochdotierte Kunst, wenn er sich in den richtigen Kreisen einen Namen gemacht hat.

Von Renate Fuchs-Haberl

Presseleute würden mit ihren großen Objektiven über die Salzachböschung klettern, um das beste Bild zu erhaschen. Champagner und exklusive Brötchen würden bei der Vernissage dargereicht. In ausschweifenden Worten würde der Künstler darüber berichten, was ihn dazu veranlasst hat, seine Installation genau auf diese Weise zu arrangieren.

Es ist Müll, ja. Arrangiert von den Hochwässern der Salzach. „Wenn ich schon all das abbekomme, was eure Konsumgesellschaft abwirft, dann nehme ich mir zumindest die Freiheit, es so zu arrangieren, wie es mir gefällt.

Meine FlussArt, entstanden aus eurer Unart mir gegenüber. Nur ich kann den alten Radschlauch wie eine Schlange um die Äste winden. Nur ich kann Eulen entstehen lassen aus roten Stofffetzen und sie gleichzeitig wie eine Hexe im Landeanflug erscheinen lassen. Ich mache das Beste aus eurem Unrat – FlussArt.“

Dieser Beitrag wurde erstmals am Blog: ErdenBilderReich von Renate Fuchs-Haberl publiziert. >


Im Trumer Seengebiet

Blick über die 3 Trumer Seen

Ich bin durchaus für Fortschritt und habe mir selbst viele Träume erfüllt, doch der Preis ist manchmal zu hoch. Alles kann nur im Einklang mit der Natur und Harmonie unter den Menschen funktionieren.

Göttlich belohnt

Wenn man im Dreiseengebiet wohnt,
Wird man schon wirklich göttlich belohnt.
Auch jetzt in schwierigen Zeiten,
Kann mir meine Heimat große Freude bereiten.

Nicht jeder wohnt an solch himmlischen Plätzen,
Darum weiß ich dies umso mehr zu schätzen.
Gerne will ich meine Freude mit euch teilen,
Es ist ein großes Privileg hier zu verweilen.

Im Jahr 2019 war ich 57 Tage in vielen Ländern auf Reisen,
Sehr demütig will ich Gott für diese Erfahrung preisen.
Derzeit sind wir aufgerufen in uns zu gehen,
Dabei dürfen wir die Schönheit unserer Umgebung sehen.

Vielleicht so manche Kleinigkeiten entdecken,
Ohne unsere wahren Gefühle zu verstecken.
Alle Emotionen in uns dürfen sich zeigen,
Wenn wir uns vor dem Zauber der Schöpfung verneigen.

Sonnenuntergang am Grabensee – Blick vom Wartstein über den Obertrumer See – Sonnenaufgang über dem Obertrumer See und Mattsee.

Spaziergang am Grabensee

Heute lade ich euch zu einem Spaziergang ein,
Denn rundum den Grabensee geh ich meistens allein.
In dieses Paradies in meiner Nähe habe ich mich verliebt,
Weil es hier Ruhe, Stille und Erholung gibt.

Attraktionen werden keine angeboten,
Denn in diesem Naturschutzgebiet ist sehr viel verboten.
Darum sind auch nur vereinzelt Menschen hier zu finden,
Die sich mit Gott und seiner Schöpfung verbinden.

Schon beim ersten Lockdown als Corona hielt uns gefangen,
Bin ich jeden Tag am Grabensee spazieren gegangen.
So ließ sich diese Zeit sehr gut überstehen,
Man kann ja kaum glauben, was heuer ist geschehen.

Vielleicht sollten wir unsere Umwelt wieder mehr achten,
Wenn wir diese Pandemie aus göttlicher Sicht betrachten.
Wir wollten immer mehr, höher, schneller, weiter,
Doch ein wenig Verzicht wäre oftmals gescheiter.


Helmut Mühlbacher: Corona

Helmut Mühlbacher

Jeder Mensch hat einen anderen Zugang zur Corona-Pandemie und den von der Regierung verhängten Maßnahmen. Helmut Mühlbacher schreibt und fotografiert und lässt uns so an seinen Gedanken teilhaben.

Was wird die Zukunft bringen?

Lieber Gott was wird die Zukunft bringen,
wann unsere Herzen vor Freud erklingen,
was werden wir danach für ein Leben führen,
dürfen wir uns alle bald wieder berühren???

Viele Fragen auf die es keine Antwort gibt,
am besten wenn jeder sich selber liebt,
auch wenn der Mensch derzeit vieles sehr vermisst,
ist es wichtig, dass man auf andere nicht vergisst.

Sich selbst lieben und auf die Mitmenschen schauen,
ja so lässt sich eine schöne Zukunft bauen.
Vielleicht etwas mehr auf die Schöpfung achten,
denn wir können sie schneller verlieren als wir dachten.

Lieber Gott, eine große Bitte an dich habe ich heute,
schenke uns Gesundheit und behüte alle Leute.
Sowie mehr inneren Frieden für unsere Herzen,
damit wir nicht so stark spüren, die seelischen Schmerzen.

Ärgern, Klagen oder Lachen

Am Wochenende haben wir noch Filzmoos besucht
und am Almsee den Frieden im Herzen gesucht.
Für manche Menschen ist es sicher nicht leicht,
kein Wunder dass es vielen Bürgern jetzt reicht.

Ich sitze gerade bei Weißwurst und einem Glas Bier,
doch seien wir mal ehrlich, welche Alternative haben wir.
Es spielt keine Rolle was wir wollen oder glauben,
weil die Regierungen weltweit unsere Freiheit rauben.

Auch wenn viele sich ärgern, klagen oder lachen,
würden wir es selbst wirklich besser machen???
Viele Experten auf ihre eigene Meinung schwören,
doch auf welche Experten soll man wirklich hören.

Um nichts auf der Welt möchte ich jetzt in der Regierung sein,
denn bei wichtigen Entscheidungen ist man sehr schnell allein.
Ich möchte nicht beurteilen, ob dies falsch oder richtig ist,
weil es gibt immer Menschen auf die man dabei vergisst.

Das Dorf und seine Freunde

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Fritz Daxenbichler: Tschernobyl

Der Bramberger Bäckermeister besuchte im Jahre 2019 die Ukraine. Im Reaktor Nr. 4 ereignete sich am 26. April 1986 die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, nahe der Stadt Prypjat, die heute eine Geisterstadt ist.

Mitgebracht hat Fritz Daxenbichler aus der Ukraine Schwarz-Weiß-Fotografien, die zeigen, wie die Gegend rund um den Reaktor heute aussieht.

Im November 2019 – 33 Jahre nach dieser unvorstellbar schweren Naturkatastrophe, macht sich Fritz Daxenbichler aus Bramberg auf den Weg nach Kiew und von dort aus weiter in die 10 km Sperrzone von Tschernobyl. Zwei Tage verbringt er dort und dokumentiert mit einer Filmkamera und zwei alten, analogen Fotoapparaten, wie es nach so langer Zeit dort aussieht. Verlassene Dörfer, die verlassene Geisterstadt Prypjat, wo knapp 50.000 Menschen wohnten, die geheime Radarstation DUGA -1, die verwachsenen Gegenden und Siedlungen, die in über drei Jahrzehnten von der Natur zurückerobert wurden.

Susanna und Christian Vötter, TAURISKA

Eine Reise mit Impressionen in schwarz-weiß Fotografie, die an Morbidität kaum zu überbieten sind. Bedrückend und zum Nachdenken anregend, aber zugleich auch sehr interessant und lehrreich.

Fritz Daxbichler

Fritz Daxenbichler

Veranstaltungshinweis:

Videoproduktion – 34 Jahre danach –  in Tschernobyl auf Tour

Sa 10.10. 2020 um 19:30 Uhr im Tauriska-Kammerlanderstall, Neukirchen Vortrag und Fotoausstellung von Fritz Daxenbichler

Aufgrund der besonderen Corona-Maßnahmen gibt es beschränkte Teilnehmer*innenzahl und daher ist eine Anmeldung erforderlich: 0664/5205203 oder office@tauriska.at


Menschen mit Maske

Menschen mit Maske

Mit Beginn der ersten CORONA-WELLE habe ich Frauen und Männer über Facebook aufgerufen, mir ihre Selfies mit Maske zukommen zu lassen. Oder Fotos von sich mit Maske, die Dritte aufgenommen haben.

Von Rochus Gratzfeld,
Sarród/ Ungarn und Salzburg/ Österreich

Zielsetzung war und ist es, ein historisches Dokument eines relevant veränderten Alltagslebens zu erstellen.

Die meisten Fotos erreichten mich aus Österreich, besonders aus Salzburg, Deutschland und Ungarn. Stationen meines eigenen Lebens. Die erhaltenen Fotos -118+1 habe ich ausgewählt, auf unscharfe Fotos und solche mit Kindern verzichtet – veröffentliche ich hier, zu einem Zeitpunkt, wo die “zweite Welle” die genannten Länder, Europa und die Welt erreicht (hat).

Menschen mit Maske >

Rochus Gratzfeld

Rochus Gratzfeld, geboren 1956 in Deutschland

Soziologe, Künstler, Autor

Zahlreiche Publikationen und Ausstellungen in Österreich, Deutschland und Ungarn
Rochus Gratzfeld in der Dorfzeitung >


Galerie.Menschen

Galerie.Menschen

Zum Kennenlernen von neuen Städten gehört für mich auch der Besuch der öffentlichen Galerien und Museen. Bildende Kunst ist oft ein schöner Spiegel der Gesellschaft.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Das gilt sowohl für “alte” Kunst, als auch für die Gegenwartskunst. Es ist ein unvergleichliches Gefühl, weltberühmte Kunstwerke hautnah zu erleben.

Neben den ausgestellten Werken interessieren mich auch die Besucher, die oft aus aller Herren Länder kommen, um die jeweiligen Kunstwerke zu sehen. Ich liebe es, die Meuseumsbesucher zu beobachten und für mich bemerkenswerte Momente quasi als Gesamtwerk fotografisch festzuhalten. Nicht zuletzt deshalb beschäftige ich mich seit Jahrzehnten auch mit diesem Bereich der Fotografie.

Die vorliegenden Bilder entstanden 2017 im Centre Pompidou und im Orsay Museum in Paris.

Das Dorf und seine Freunde

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Ernest Stierschneider: Streettänzerinnen

Der Seekirchner Fotograf hat in seinen Bildern die Dynamik in der Bewegung von 2 tanzenden Frauen eingefangen. Sie schweben elfengleich im Raum, innehaltend im Augenblick höchster Konzentration.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Es ist die Stärke der Fotografie im Allgemeinen und das Können von Ernest Stierschneider im Speziellen, diese Augenblicke im Bewegungsablauf der beiden Frauen in Farbe und/ oder Schwarzweiß festzuhalten.

Die Mischung aus gewollter Bewegungsunschärfe einerseits und extremer Detailschärfe andererseits geben den Bildern diese einzigartige und unverwechselbare Eleganz. Eine präzise Lichtführung im Fotostudio ist für die gezeigten Aufnahmen unumgänglich.

Sonja Pfennigbauer und Viviane Tanzmeister, zwei Studentinnen im Abschlussjahrgang des Orff Instituts Mozarteum Salzburg heben ab. Ihre tänzerisch-künstlerische Leidenschaft bringen sie durchs Unterrichten von diverse Gruppen und durch unterschiedliche aktivistisch-soziale Projekte in die Welt. Somit leiten sie sich an der Idee: Move,to move something!

Ernest Stierschneider in der Dorfzeitung >

Veranstaltungshinweis: Seekirchner Fotowochen
26. Juli – 15. August 2020. Diverse Fotoworkshops mit spannendem Rahmenprogramm. Programm >


FC Oberndorf in der Eisriesenwelt

Eisriesenwelt

Am Samstag, dem 27. Juni 2020 besuchten zahlreiche Mitglieder des Oberndorfer Fotoclubs die Eisriesenwelt im Tennengebirge im Pongauer Salzachtal in der Nähe von Werfen.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Die Werfener Eisriesenwelt ist mit ihren 42 km die längste Eishöhle weltweit. Sie wurde 1879 vom Salzburger Naturforscher Anton von Posselt-Czorich entdeckt. Seit 1920 gibt es Führungen in der Höhle. Heute ist die Eishöhle bequem mit der 2015 erneuerten Seilbahn zu erreichen, die in Nicht-Coronazeiten bis zu 2500 Personen täglich zum Höhleneingang befördert.

Hermann Hermeter präsentiert eine Fotostaffel vom Ausflug.

Die Bilder zeigen den Weg in die Eishöhle und Innenaufnahmen. Normalerweise ist das Fotografieren in der Höhle verboten, der Fotoklub bekam aber eine Ausnahmegenehmigung.


Rudolf Lenz: Corona Lockdown in Salzburg

Corona Lockdown Salzburg

Der Frühling 2020 war auch in Salzburg von den drastischen Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Virusausbreitung gekennzeichnet. Eines der obersten Prinzipien war das Zuhausebleiben.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Die Menschen hielten sich größtenteils an die Vorgaben der Regierung, auch Touristen konnten nicht in die Mozartstadt reisen. Die Grenzen waren rundum geschlossen. Salzburg war menschenleer wie schon lange nicht mehr.

Der Lamprechtshausener Fotograf Rudolf Lenz nutze die Gelegenheit zu einer beeindruckenden Fotostaffel, die es so wohl lange nicht mehr geben wird. Er zeigt die weltberühmte Touristenmetropole, die normalerweise mit “overtourism” kämpft, fast ohne Menschen.

Die gähnende Leere in den Gassen, Straßen und auf den Plätzen ist erdrückend. Salzburg präsentiert sich, wie es keiner kennt. Es verstellt niemand die Sicht auf die Sehenswürdigkeiten. Alle Museen, Geschäfte, Cafés und Gaststätten sind geschlossen. Die Stadt steht.

Rudolf Lenz

Begann mit 20 Jahren zu fotografieren

Themenschwerpunkte:

Heimat, Natur und Reisen (speziell der Norden – Island, Grönland und Spitzbergen)

Zahlreiche Vorträge und Ausstellungen

Mitglied des Fotoclub Eggelsberg.


Andau. Wie Kunst am Fluchtweg siecht.

Andau

Die rund fünf Kilometer lange Allee von Andau zur Brücke von Andau, über die 1956 über 70.000 UngarInnen nach Österreich flüchteten, ist auch heute noch imposant.

Rochus Gratzfeld

Von Rochus Gratzfeld, Salzburg & Sarród

Entlang der Allee errichtete eine Kunstinitiative Installationen und Skulpturen, die an das Ereignis erinnern. Ihr Verfall im Zeitablauf war Teil des Projektes, welches 1996 auf Grund von Geldmangel eingestellt wurde.

24 Jahre haben an den Kunstwerken ihre Spuren hinterlassen. Der Zerfall dominiert. Was noch übrig ist, beeindruckt.

https://www.derstandard.at/story/3349120/andau-wie-die-kunst-am-fluchtweg-siecht

Was
mich betroffen macht: Andau verzichtet auf jede Form der erläuternden
Beschreibung entlang der Allee. Ein Informationsstand zerfällt der Kunst
gleich. Die Chance, hier junger Kunst die Möglichkeit zeitgenössischer
Erinnerung zu geben, bleibt ungenutzt. Überhaupt liegt der Verwesungsgeruch des
hiesigen Desinteresses über der Allee. Warum ist das so? Geldmangel – wo sich
reiche Gemüsebauern und Winzer tummeln? Glaub ich nicht. Desinteresse an Kunst,
an Erinnerung, an dem Thema Migration? Glaub ich! Dazu passen Soldaten, die ich
ihren Assistenzdienst absolvierend durch den Ort streifen sehe. Was für eine
Skurrilität.

Schade. Denn Andau verpasst, sich ein verbindendes Profil zu geben. Verpasst die Errichtung einer neuen Brücke. Einer Kunstbrücke zwischen gestern und heute. Weit über Gemüse, Wein und Riesentrappen hinaus.


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