Menschen

Migrant zu sein macht frei

In den ersten Tagen, Wochen und Jahren nach der Ankunft im neuen Land fühlt sich der aus Mitteleuropa stammende Immigrant, als wäre er mit dem Schachbrett unterm Arm in einen Freistil-Zwinger geraten.



Wolfgang Ecker: Beine. Endlos lange Beine

Dicht an der Donau, in dem kleinen Cafè, hab ich sie gesehen. Gelesen hat sie und einen Kaffee getrunken. Ich hab von der Zeitung aufgeblickt und sie ist dagesessen. Ich hab sie gar nicht reinkommen gesehen. Aber jetzt sitzt sie da und es fährt mir durch und durch: lange Beine, lange Haare, schlank, süßes Gesicht und der Busen, der ist auch nicht von schlechten Eltern.


Maria Schober – Briefe an Leonie

Liebe Leonie, dies ist mein erster Brief an Dich und ich weiß noch nicht, wohin unsere Reise gehen wird. Ich bin im Jahr 1965 zur Welt gekommen, also noch vor der sogenannten sexuellen Revolution. Dadurch habe ich den großen Wandel in unserer Gesellschaft nur indirekt mitbekommen, aber ich bin in der ersten Generation, die in den Genuss der Freiheiten gekommen ist, die tapfere Frauen für uns erkämpft haben.






Liebe stirbt nicht.

Ich lernte Bettina und Coco in Salzburg kennen. Irgendwie waren wir uns sehr schnell sympathisch. Daraus ist eine Freundschaft geworden. Coco lebt nicht mehr. Sie starb hochbetagt. Aber aus Bettinas Herzen ist sie nicht verschwunden.


FRAUmitHUND
BILDER & GESCHICHTEN

In 2014 habe ich damit begonnen, Frauen und ihren Hund, ihre Hunde, zu fotografieren. Irgendwie ist das eine besondere Beziehung, die ich versuchte, zu dokumentieren. Ich hatte eine Reihe wunderbarer Begegnungen. Oft berührende Geschichten durfte ich festhalten. 2016 habe ich das Projekt beendet.


Alle Jahre wieder

Völlig überraschend ist auch dieses Jahr Weihnachten über uns hereingebrochen. Es herrscht Chaos. Die Straßen sind verstopft, nicht einmal mehr Rettungskräfte kommen voran. Unser Dorfpolizist steht inmitten des Aufruhrs und rauft sich die Haare.


Sonja Schiff: Wie möchtest Du einmal sterben?

Wie möchtest Du einmal sterben? Diese Frage wurde mir erst kürzlich auf einer Tagung, im Rahmen einer Podiumsdiskussion, gestellt. Ich hatte nicht viel Zeit nachzudenken und meinte dann spontan: Alleine. Ich möchte alleine sterben. Die Reaktion war ein Raunen im Raum.


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