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Eins meiner unzufriedenen Augen verfolgt die Wahlresultate „aus Steiermark“, das andere, die politische Entwicklung in meiner Wahlheimat Brasilien und in ganz Lateinamerika.

Von Reinhard Lackinger, Originalsteirer und Wirt in Salvador, Bahia, Brasilien

Was verstehe ich von
Politik? Wie stehe ich zu ihr?

Welche Bilder
defilieren vor den Augen meiner Erinnerungen? Gesammelte Erfahrungen aus 22
Jahren Österreich und 50 Jahren Brasilien.

Als einer, der in der
sozialistischen Hochburg Kapfenberg aufgewachsen ist und bei Böhler gearbeitet
hat, ist es mir ein Leichtes, den Individualismus der brasilianischen
Mittelklasse zu orten, zu verschmähen!

Brasilianer der Mittelklasse
fühlen sich wie Nordamerikaner, die rein zufällig in Südamerika geboren wurden.
Die meisten von ihnen drängen nach Miami, Orlando und Disney. Andere begnügen
sich mit der Green Card und einem Handlangerjob in New Hintertupfing/Iowa.

Solidarität mit
anderen Brasilianern darf man von diesen Möchtegernreichen nicht erwarten.

Sie alle wählen
natürlich ausschließlich konservative und sogar rechtsradikale Politiker.

Sie alle hassen den
Ex-Präsidenten Lula und die von 2003 bis 2014 regierende Arbeiterpartei.

War es doch die
Arbeiterpartei, die den Bürgern das Hilfspersonal nahm, Mittellose aus dem
Sklavendienst im Hause der Mittelklasse befreite! Arme, mit denen die feinen
Herrschaften Brasiliens plötzlich die Warteschlange vor der Kasse der
Supermärkte und beim Check-in am Flughafen, aber auch Lehrsäle in Universitäten
teilen mussten.

Diese kollektiven
Bemühungen und das Regieren für alle, auch für die ärmsten Brasilianer, war der
Elite, den Chicago Boys und Washington ein Dorn im Auge! Die Regierung der
Arbeiterpartei musste gestürzt werden! Obwohl alle, auch die Bankiers und die
Besitzer brachliegender Liegenschaften unter Lula gutes Geld verdient hatten!

Nach dem Putsch, der
Übergangsregierung und der ungerechten Inhaftierung Lulas, des Wahlfavoriten 2018,
wählten 57 Millionen brasilianische Möchtegernreiche den rechtsradikalen und
nazifaschistischen Unhold Bolsonaro..

Neofaschismus! Ein,
durch die USA verbreitetes Krebsgeschwür, das heute ganz Lateinamerika todkrank
macht. Der unersättliche Verbrecherstaat nützt alle möglichen Untaten wie
Spionage, Fake News, kybernetische Kommunikationsverbrechen, Bestechungen,
Bedrohungen, Sabotageakte, Wirtschaftsembargos und Heerscharen von
Evangelikalen, um überall an die Macht zu kommen und diese zu festigen.

Tragödien, die
Steirer nur vom Hörensagen kennen!

Die Katastrophen, die
Unbill, das Übel, das der Neoliberalismus hervorzurufen imstande ist, berührt
die Steirer nicht. Chile und Südamerika liegen ja weit weg! Das Rauchverbot ist
näher!  

Was sehe ich nun,
wenn ich an meinen Geburtsort der 50 er Jahre denke? Damals gab es in
Kapfenberg kaum eine Familie mit mindestens einem „Böhlerianer“ pro Haushalt.
Von den etwa 25.000 Einwohnern waren gute 6.000 im staatlichen Betrieb, im
Edelstahlwerk beschäftigt.

Rund um die Uhr und
von Montag bis Montag wurde in drei Schichten gearbeitet. In jenem rührigen,
betriebsamen und nimmermüden Industriekomplex.

Die Arbeiter und
Angestellten zeigten sich auch in der Freizeit unermüdlich. Beim Roten Kreuz,
bei der Freiwilligen Feuerwehr, als Funktionär bei der Sozialistischen Partei
oder einer der unzähligen Sportarten, beim „Stahlklang“, bei den Kinder – und
Naturfreunden, beim Alpenverein oder wenigstens beim Kameradschaftsbund.

In den Wirtshäusern
ging es lustig zu und im Altstadtkern wurden exklusive Waren angeboten und
gekauft. Musikinstrumente beim Eberhard, Portwein beim Meinl, Bücher beim
Leykam, Dirndlkleider und Steireranzüge beim Heimatwerk, Uhren beim Ebner, Brot
beim Terk, Schuhe beim Wukitschewitsch und Delikatessen beim Wettl.  

Zwischendurch
stellten die Konsumentinnen ihre Einkaufstaschen in einem Kaffeehaus ab,
tranken einen Verlängerten oder ein Glas Wein und rauchten eine Zigarette.

Sowohl im Werk, in
der sogenannten Blechbude, als auch in der Freizeit war kollektives Treiben
nicht zu übersehen!

Jeder kannte jeden,
wusste von ihm, von ihr und ob er oder sie tüchtig war oder nicht. Ob einer
murkste und rostfreie Objekte im Haus hatte, oder nur ab und zu eine
Schweißnaht auf den Auspufftopf seines Kleinwagens legte.

Das war einst, als
Steirer nur an der Adria Urlaub machten. In Lignano, in Gardo, in Caorle. Das
Risiko, nach Cattolica zu fahren, dürften Menschen aus einer antiklerikalen
Gemeinde nicht eingegangen sein. Sie könnten Gefahr laufen, für den Rest ihres
Lebens als Schwarze gebrandmarkt zu werden.

In Kapfenberg wird
nach wie vor musiziert, Sport betrieben, Literatur geübt und und alle anderen
kulturellen Möglichkeiten, sowie die wunderschöne Umwelt genutzt. Fahrräder
sieht man nur noch auf durchgehenden Radwegen. Von Murau bis Bad Radkersburg.
Zur Arbeit fährt aber keiner mehr damit!

Die Wirtshäuser
stehen leer und werden immer weniger. Eine Tatsache, die ich bereits Jahre vor
dem Rauchverbot in den Lokalen beobachtete.

Sowohl die urbanen
Konsumenten als auch die Kunden vom Land fahren im Nu mit ihren
Mittelklasseautos und Suvs zu den Supermärkten und Einkaufszentren an der
Peripherie der Städte.

Es gibt kaum noch
abgeschiedene Dörfer. Die Autobahnen haben die entlegensten Weiler erschlossen.

Die Costa Brava sieht
auch keine alpenländischen Urlauber mehr. Höchstens Frührentner, die es im
Winter nach Spanien, nach Mallorca, Marbella oder nach Algarve, Portugal zieht.
Die Zeit, als beschäftigungslose Staplerfahrer hier in Bahia ihre
Arbeitslosenunterstützung verputzten, scheint auch vorbei zu sein. Jetzt
dürften sie irgendwo auf den Seychellen unterwegs sein, oder in der Südsee.

Einst vom Vater Staat
verwaltete Großkonzerne, die strategischen Aktivitäten nachgehen, wie Energie,
Telekommunikation, Bergbau und Stahlindustrie wurden mittlerweile privatisiert.
Sie wurden Gott sei Dank privatisiert, sagen die Verteidiger der
Privatisierungen.

Die Öffentlichkeit
ist für die Marktwirtschaft zu offen, zu sozial, zu naiv und zu ineffizient,
heißt es! Die staatlichen Betriebe tolerieren schwache Produktivität, sagen die
Befürworter der freien Marktwirtschaft. Der Vater Staat ist längst zu einer
Mutter Staat mutiert!

Zu viel Soziales, zu
kurze Arbeitszeit und zu lange Krankenstände machen nicht nur die Wirtschaft
kaputt, sondern auch den arbeitenden Menschen.

Irgendwann spielt
einer den Jolly Joker der Murxerei mit den schwarz angefertigten Objekten aus
rostfreiem Stahl aus. „Würde man den Böhlerstern aus den ehernen Teilen des
Eigenheimes eines ehemaligen Arbeiters herausfeilen, fiele das Häusl auf der
Stelle zusammen“, heißt es dann.

Dass es sich hier um
fadenscheinige, billige und fragwürdige Argumente handelt, daran denkt wohl
keiner. Die Privatiers denken nur ans Lukrieren!

Es fragt auch keiner
mehr nach der Kameradschaftlichkeit und nach der Solidarität, die in jenen
Fabrikhallen jederzeit zugegen war!

Die brüderliche Kollektivität
hat es in den staatlichen Unternehmen tatsächlich gegeben. Auch wenn mitunter
garstige Farben des Neides und der Missgunst darüber rannen.

Auch wenn sich manche
unschöne Szene zwischen gemeinschaftliche Bemühungen zwängte, so sind die
Bilder der staatlichen Unternehmen bei Weitem schöner als die der
privatisierten Firmen, die für die Individualität werben und dem heutigen
Menschen nahelegen.

Das Individuum passt
sich an die neuen Spielregeln an. Charles Darwin schrieb in seinem „The Origin
of Species“ zwar nicht über steirische Wähler oder wahlberechtigte Menschen
überhaupt, hat aber den Nagel auf den Kopf getroffen und in meinem Schädel ein
Licht angezündet, während es dunkel wird rings herum. Das politische, garstig
egoistische und individualistische Lied klingt aus.

Der verlorene Sohn
wird, so Gott will, in Zukunft wieder die SPÖ wählen. „In Steiermark!“

In Brasilien die PT,
die Arbeiterpartei.


Keramikengel

Wenn
man aufsteht ist es noch dunkel, ebenso bei Arbeitsschluss und es beginnt der
Weg nach Hause. Es erscheint, dass einfach „alles immer“ dunkler wird. Wird es
das wirklich?

Maria Schweiger

Von Maria M. Schweiger

Wir haben das Licht außen, das uns die Helligkeit gibt, beim Aufstehen und auch abends, um ihn genießen zu können, die Straßenbeleuchtungen, um uns richtig zu leiten etc. Für die Außenwelt sind genügend Hilfsmittel da, um uns den Weg korrekt zu finden und auch real nicht im Dunkel sein zu müssen.

Doch wie schaut es innen aus?
Durch die Jahreszeit bedingt, braucht es den Wind, um die Blätter von den Bäumen, Sträuchern zu holen, damit sie sich auf den Winter vorbereiten können. Die Kälte ist der Vorbote des Winters, der (so es kalt genug ist) die Schädlinge beseitigt. Die Natur folgt den natürlichen Regeln, alles hat seinen Sinn. Frühling als Zeit des Erwachens, Sommer, um zu produzieren, Herbst, um zu ernten und Winter, um sich zu erholen.

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Warum
schauen wir und nicht auch etwas von der Natur ab? Warum übernehmen wir nicht
auch das Muster? Und es geht sogar täglich! Aufwachen, produktiv sein, gegen
Abend die Arbeit abschließen und abends abschalten, um nachts gut zu schlafen.
Ein natürlicher Vorgang.

Gerade diese „dunkle“ Zeit zeigt uns einerseits, wie gut wir es haben, da wir das Licht überhaupt haben, dazu z.B. morgens das Radio dazu – als Ausgleich, um sich beim Aufwachen leichter zu tun.

Aber auch nachzudenken, was man real am gewohnten Tagesablauf ändern könnte, um ihn angenehmer
zu gestalten. Viele Menschen haben Schwierigkeiten bei der Zeitumstellung, aber
es zeigt auch, dass der Mensch sich an Dinge einfach gewöhnt; werden
Gewohnheiten plötzlich verändert, erfolgen plötzliche Umstellungen nicht
einfach. Es beweist aber auch, dass der natürlichen Biologie des Menschen in
Bezug auf Zeit, Nahrung (Hungergefühl) nachgegangen werden sollte, damit der
aus Urzeiten erhaltene Rhythmus erhalten bleibt, so gut es eben geht. Und man
spürt selbst, wie man es am liebsten hat, weil es der gesunde Körper einem
vorgibt.

Die Schwierigkeiten bei so viel Dunkelheit sind chronobiologisch bedingt, weil automatisch „dunkel“
zu einer Hormonausschüttung führt, die Müdigkeit und Schlaf bewirkt, also den
Schlaf einleitet.

Daher eben morgens und abends auch mit sich selbst nachsichtig sein, aber konsequent. Immer zur gleichen Zeit schlafen gehen und morgens aufstehen. Sehen Sie es als Herausforderung an, die Sie annehmen. Dann geht es leichter.

Nehmen
Sie sich für den Weg zu und von der Arbeit Ihre ganz spezielle Lieblingsmusik
mit. Gerade Musik spielt im Gehirn eine große Rolle! Nehmen Sie sich daher Zeit
bei der Auswahl, denn Sie reagieren morgens VOR der Arbeit anders, als NACH der
Arbeit. Machen Sie lieber vorsorglich je zwei unterschiedliche Varianten. Das
hilft auch in der Zukunft!

Gerade
Musik ist für die Psyche einer der Dreh und Angelpunkte. Je nach Stimmung haben
Sie die unterschiedlichsten Arten an Musik und können auch noch neue
Stilrichtungen ausprobieren.


Allerheiligen - Friedhof

Zu Allerheiligen gedenken wir unserer Verstorbenen. Wir aktivieren die Bilder in unserem Kopf, an die Personen, die sie zu Lebzeiten waren.

Anni Lemberger

Von Anna Lemberger

Aber denken wir auch an
unseren eigenen Tod? Allzu gerne verdrängen wir das Wissen um unsere
Sterblichkeit.

Für gläubige Menschen mag
der Gedanke an den Tod, mit einer Auferstehung, einem Weiterleben oder einer
Wiedergeburt danach, einen anderen Stellenwert haben, als für Menschen, die im
Atheismus ihr Auslangen finden.

Seit ich weiß, dass mein
Dasein einen Sinn hat, weil ich durch mein Wirken Positives im Leben anderer
Menschen bewirken konnte, ist die Frage nach einem Weiterleben nach meinem Tod
unwichtig geworden. Denn ich hinterlasse Spuren im Diesseits.

Als Pflegeleitung in einem
Seniorenheim wurde ich oftmals Zeugin von nicht ganz freiwilliger Übersiedlung
einiger BewohnerInnen in das neue Zuhause. Aber ein Leben alleine in der
Wohnung war einfach nicht mehr möglich und somit blieb nur mehr die
Übersiedlung in ein betreutes Wohnheim.

So auch Herr P. , dem auch
aufgrund einer Demenzerkrankung die Einsicht in die Notwendigkeit dieser
Maßnahme fehlte.

Unter großen Gefahren
machte er sich immer wieder auf den Weg „nach Hause“ und landete entweder im
Krankenhaus, wurde von Polizei, Rettung, Taxi zurückgebracht oder musste von
mir dem Auto vor der verschlossenen Wohnungstüre abgeholt werden.

Als er bei seinem nächsten
Ausflug das, von mir geschenkte, Katzenbuch fein säuberlich in Zeitung
eingepackt mit auf seinen Weg nahm, wusste ich was zu tun ist.

Ich suchte eine Katze und
wurde fündig: Ein Tierärztin suchte für ein schwer verletztes und nach einer OP
gehandicaptes Kätzchen einen Pflegeplatz mit ganz vielen Streicheleinheiten.

Wenige Tag später zog die
Mieze bei Hr. P. ein und der „verzweifelte Wanderer kam in seinem neuen Zuhause
an“. Er hatte eine neue Aufgabe gefunden – die Versorgung und die Liebe zu
seiner Mieze (so nannte er sie auch) machten aus dem unliebsamen
Altenheimzimmer ein geliebtes Zuhause. Nie wieder machte er sich auf dem Weg
nach Hause, denn er war bei seiner Mieze daheim.

Sogar seine Orientierung
und Beweglichkeit wurden wieder wesentlich besser. Und  als er nach einigen Tagen
Krankenhausaufenthalt wieder in sein Zimmer zurückkam, sah er Mieze und sagte:
„endlich wieder daheim“.

Hr. P. ist schon vor
einigen Jahren gestorben und Mieze hat ein neues liebevolles Zuhause bei
Katzenfreunden gefunden.

Das ist eine von vielen
Geschichten, die meinem Leben Sinn und Liebe geben. Und immer wenn ich an eine
dieser wunderschönen Geschichten in meinem Leben denke, weiß ich, dass ich
Spuren gesetzt habe.


Die Salzach bei Oberndorf/ Laufen.

Wenn Sie sich etwas Großes, Außergewöhnliches vorgenommen haben, werden Ihnen 90% der anderen Menschen unzählige Gründe nennen, warum das „unschaffbar“ wäre.

Maria Schweiger

Von Maria Schweiger

Warum? Weil diese Menschen meist nie Großes erreicht haben, es gar nicht versucht haben und nur im Strom „der Mittelmäßigkeit“ schwimmen und sich selbst gegenüber nicht ehrlich sind, es einfach verleugnen.

Doch auf mutige Zeitgenossen sind sie dann neidisch, weil sie eben außergewöhnliche Gaben haben, die sie selbst nicht haben, das aber auch wissen. Um den Selbstwert zu erhalten, dürfen Menschen, die Großes wagen, auf gar keinen Fall das Ziel erreichen. Warum? Schaffen diese Menschen
ihre hoch gesteckten Ziele, spüren diese 90% intuitiv ihre eigene Schwäche und
der Neid wird noch größer und sie fühlen sich darin bestätigt, dass sie eben „Verlierer“
sind und bleiben.

Doch
wer Außergewöhnliches erreicht hat und es wieder möchte, sollte diesen Neid
erst Recht als Lob und Ansporn nehmen (warum sonst würde man be-neid-et
werden?).

Und
wie erreicht man Großes?

Erarbeiten Sie die Grundzüge, die Details erledigen sich dann von selbst, weil sie erst später auftauchen. Informieren Sie sich gut, aber zerklauben Sie nicht jedes Detail, sonst bleiben Sie stecken.
Suchen Sie sich einen Leitspruch für  sich selbst (vielleicht hatten Sie ja bereits
früher einen!), der Sie immer wieder anfeuert.

Schauen Sie es sich von der Werbung ab: machen Sie sich für sich selbst einen schriftlichen Werbespot, den Sie täglich lesen – damit verlieren Sie das Wesentliche nicht aus den Augen. Nämlich
Ihr Ziel und sind motiviert.

Behalten
Sie das Heft in der Hand – Sie wollen etwas erreichen!

Zeigen Sie Initiative – nebenbei kommt damit keine Angst auf, wenn es unvorhergesehene Umleitungen
gibt, da Sie die Initiative ja schon gewohnt sind („ich kann und ich tue XY“).

„Ich kann nicht (weil..)“ ist Stagnation, abwendbar auch dur den persönlichen Werbespot. Sie haben nichts zu verlieren, weil Sie es überhaupt probierenund dranbleiben – und alles zugewinnen,
nämlich Ihr Ziel, Ihre Vision!

Übrigens
ist „ich kann“ die Verbalisierung Ihres Glaubens an sich selbst und wenn Sie es
sagen, dann wird es Realität (das nenn man „Self-fullfilling-prophecy“). Probieren
Sie das Großartige, halten Sie sich an „groß“-denkende Menschen und Sie werden staunen,
was nicht alles möglich ist!


Donauschiff in der Wachau

Die Wogen gehen hoch hier in unseren Freundeskreisen. Die Klimaerwärmung heizt nicht nur unseren Planeten auf, sondern auch unsere Köpfe.

Ecker_Wolfgang

Von Wolfgang Ecker

Lasst mich ein paar Gedanken dazu schreiben.

Fangen wir bei Greta an. Ein hübsches junges Mädchen, das zur Galionsfigur des Umweltschutzes geworden ist. „Ja,“ sagen die einen, „das ist alles gut und schön, aber es ist doch nur ein aufgebauschter Hype um sie, man sollte das anders machen.“

Das mag stimmen, ändert aber nichts daran, dass es zu heiß wird auf der Welt. Diese Argumentation erinnert mich an die Tage vor einem wichtigen Länderspiel, da haben wir in Österreich sofort 8 Millionen Bundestrainer. In Deutschland wird es nicht viel anders sein, nur die haben gleich 80 Millionen. Und in Dänemark nicht anders, in Italien nicht anders, in Frankreich nicht anders und nirgends nicht anders.

Tatsache ist, ihr Gesicht ist untrennbar mit der Bewegung verbunden. Ob einem das jetzt passt oder nicht.

Dann zum zweiten Thema: Der Erwärmung an sich. Ich denke, ich brauche da nicht viel sagen dazu, die Fakten sind so evident, dass mich jene, die das noch leugnen, an die Flacherdler auf youtube erinnern, die steif und fest und mit geradezu verbissener Hartnäckigkeit behaupten, die Erde wäre flach. Die gehören für mich in die Kategorie „Dorfdeppen“. Dorfdeppen hat es selbstverständlich auch früher gegeben, aber die sind weiters nicht aufgefallen. Man hat sie gekannt, „ach was, ein harmloser Narr“, hat über sie gelächelt, aber damit war die Sache auch schon wieder erledigt. Das Verharmlosen hat sich mit dem Internet fundamental geändert, heute vernetzen sie sich und plärren „wir sind das Volk!“ (Da müssen wir uns etwas einfallen lassen, so kann das nicht weitergehen, sonst regieren Deppen die Welt)

Dann gibt es die, die sagen: Österreich ist zu klein, Deutschland ist zu klein, Europa ist zu klein, wir sind nur ein Fliegenschiss auf der Landkarte und können global nichts verändern. Das ist eine Einstellung, die ich nicht teile. Wir, wir in den reichen Ländern, wir, die wir nicht mit den Produktionskosten in Vietnam, in Thailand oder sonst wo konkurrieren können, wir müssen Bugwelle sein und nicht der Sog im Heck. Unser Erfolg liegt im Hirnschmalz, das wir investieren, nicht im Nachäffen. Gehirn, Innovationen, Erfindungen, damit können wir uns absetzen und können erfolgreich sein (und wir sind es ja auch) aber nicht mit Nachäffen oder gar der Reduktion von Standards.

Ich bin schon ein paar Jahre auf der Welt, wie ihr wisst. Eine Welt, die während meiner Lebenszeit bereits mehrmals untergegangen ist. Sehr gut erinnere ich mich noch an die frühen siebziger Jahre. Aufgewachsen in Linz, einer Industriestadt, Stahl, Chemie, Schwerindustrie. Die Luftverschmutzung war so arg, dass es im Herbst aus dem Nebel geschneit hat. Feiner Schnee, Industrieschnee. Es war so viel Staub in der Luft, dass der als Kondensationskeim gedient hat, um diese „Keime“ hat sich der pulvrige Schnee gebildet und hat alles weiß überzogen.

Der Nebel war so dick, dass der Verkehr zusammengebrochen ist. Die wenigen Autos, die gefahren sind, sind in einer Kolonne hinter Fußgängern hergefahren. Ein Beifahrer hat sich erbarmt, ist ausgestiegen und in der Mitte der Fahrbahn gegangen. Die Autos hinterdrein. Nach einer Weile war Schichtwechsel, der nächste Beifahrer ist vorne gegangen.

Man hätte Filter gebraucht für die Abgase. Das ist aber nicht gegangen, weil sonst die Welt untergegangen wäre, weil sich unsere Preise erhöht hätten und wir nicht mehr konkurrenzfähig gewesen wären, weil den Chinesen war die Umwelt egal. Damals waren es übrigens keine Chinesen, auch keine Koreaner, damals waren es Japaner.

Wie ihr seht lebe ich noch. Und gar nicht schlecht. Die Welt ist nicht untergegangen.

Dann gibt es noch – das ist jetzt das letzte Thema, das ich anspreche, obwohl noch mehr zu sagen wäre – all jene, die Angst vor Veränderungen haben. Denen kann man nur die alte Weisheit vor Augen halten, die für jedes Unternehmen gilt: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.

Und jenen, die fürchten ihre Welt geht zu Grunde, die massive Wohlstandseinbußen befürchten, die möchte ich an die Geschichte mit dem Industrieschnee erinnern und ihnen sagen, dass heute die Reifen des Rasentraktors drei Mal so dick sind wie damals meine Autoreifen.

So, das war das Wort zum Samstag. Jetzt schießt los und sagt mir, warum ich unrecht habe.


Flüchtlingstreck aus dem Banat

Wenn ich jemand im Ernst so schimpfen höre – meist klingt das weit weniger vornehm wie im Titel – dann nehme ich das auch immer persönlich.

Wolfgang Bauer

Von Wolfgang Bauer

Denn immerhin hatte mein Großvater väterlicherseits 15 Kinder von zwei Frauen und die Großeltern mütterlicherseits hatten 11 Kinder. Bei so vielen Nachkommen zerstreut sich die Nachkommenschaft dann leicht einmal über die halbe Welt.

Meine Vorfahren väterlicherseits stammen aus Böhmen. Mein Bruder und seine Nachkommen sind US-Amerikaner und leben auch dort bereits in vierter Generation. Ein Cousin, eine Cousine und deren Familien leben in Kanada. Eine Cousine lebt mit Familie in Schottland.

Ein weiterer Cousin ist mit einer Belgierin
verheiratet. Zahlreiche nähere Verwandte sind Deutsche oder leben in
Deutschland.

Unter meinen Bekannten gibt es welche, die
– oder deren Vorfahren – stammen aus der Türkei, aus Syrien, aus Sri Lanka
(Ceylon) aus Siebenbürgen, dem Banat, Syrmien, Batschka und in Bürmoos, meinem
Heimatort, viele aus Böhmen und Mähren.

Meine Urlaube verbrachte ich bisher in vier Kontinenten (außer Australien). Ob im Osten, in Thailand oder im Westen, in Kalifornien, ob im Süden, in Tunesien, oder in ganz Europa: Eigentlich fühlte ich mich überall wohl unter diesen Ausländern, in deren Land ich gerade der Ausländer war. Nur in Rom war ich nicht so glücklich, da waren aber nicht alle Italiener schuld, sondern der Taschendieb, der mir in der U-Bahn die Geldbörse geklaut hatte.

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Marktstand mit Kindern in Bangkok
Marktstand mit Kindern in Bangkok

Was wären wir auch zu Hause ohne Ausländer:
Da gibt es den Chinesen und den Italiener, zu denen wir Essen gehen. Meine
Schwester im Altenheim hat zu einem erheblichen Teil ausländische Pflegerinnen.
Die Sprachlehrerinnen in der Volkshochschule waren aus Frankreich und England.
Der Judotrainer bei einem Lehrgang war Japaner usw.

Judo mit Mahito Ohgo aus Japan

Auch ich selbst habe 36 Jahre im Ausland –
in Deutschland – als „Entwicklungshelfer“ gearbeitet, am Anfang gab es da noch
sehr viel mehr Bürokratie hüben und drüben als heute.

Mein Heimatort Bürmoos beherbergt ohne
größere Probleme derzeit Menschen aus rund fünfzig Nationen bei nicht ganz 5.000
Einwohnern. Aus jedem vierten Staat, der von der UNO anerkannt wird, lebt
jemand bei uns.

Nach einer interessanten Statistik des
Landes Salzburg hat sich die Bevölkerungszahl der Bürmooser seit der ersten
Zählung im Jahr 1869 ver-68-facht. Das ist einsamer Rekord. Damals lebten im
Gemeindegebiet gerade einmal 72 Leute. Fast hundert Jahre später, im Jahr 1967
wurde Bürmoos eine eigene Gemeinde und hatte etwa 2.600 Einwohner. Der Zuzug in
diesem Zeitraum waren hauptsächlich Leute aus dem Ausland, die bäuerliche
Bevölkerung der Umgebung war kaum vertreten.

Die Gemeinde hält auch noch einen anderen
Rekord: Mit 26 Meter Höhenunterschied zwischen dem höchsten Punkt auf dem
Laubschachen beim Wasserturm und der tiefsten Stelle, dort wo der Pladenbach
das Gemeindegebiet verläßt, sind wir auch die flachste Gemeinde des Landes.

Eine weitere Besonderheit ist, dass in Bürmoos vor der Gemeindegründung die Grenzen der Gemeinden Lamprechtshausen und St. Georgen teilweise mitten durch Gebäude und sogar Wohnungen verliefen. Ein Beispiel ist der Wohnblock „Bahnhofhaus“.

Bauer 5. Dan Prüfung 1982

Natürlich sind es nicht lauter Heilige, die in unser Land kommen. Es gibt unter ihnen genauso viele Gauner und Betrüger, Hackler und Faulpelze, Gescheite und Dumme wie in der angestammten Bevölkerung. Aber wenn jemand Angst hat, eine fremde Kultur oder Religion könnte uns aufgezwungen werden, dann zeugt diese Angst wohl vor allem von einem mangelnden Selbstbewußtsein des Betreffenden und nicht von der Realität. Nicht alle haben natürlich Platz bei uns, aber wenn ihr Leben bedroht ist, so muss ihnen Asyl gewährt werden. Um die Fluchtursachen wie Krieg oder Hungersnot in den Herkunftsländern zu bekämpfen, fehlt bei unseren zuständigen Politikern wie dem langjährigen Außenminister Kurz jegliche Ambition und jeglicher Plan. Grenzen schließen ist eindeutig zu wenig.

Straßenszene nahe einer Tunesischen Oase

Gibt es also Probleme mit einem Ausländer,
dann nicht gleich auf Alle schimpfen sondern die schwarzen Schafe beim Namen
nennen und daran denken: wenn ich in Oberndorf über die Brücke nach Laufen fahre
oder gehe um mir ein Eis zu kaufen oder beim Bäcker die beliebten Süßspeisen zu
holen, dann bin ich dort selbst bereits (seit 1816) Ausländer.


Urlaub am Meer

Jeder freut sich auf den Urlaub. Individuell wird er anders verbracht – Fernreisen, in Österreich oder auf Balkonien.

Maria Schweiger

Von Maria M. Schweiger
Klinische Psychologin, Gesundheitspychologin

Erwiesenermassen gelingt es in der ersten Phase schlecht, den Alltag hinter sich zu lassen, die tatsächliche Erholung setzt erst nach ungefähr zwei bis drei Tagen ein – die Gedanken sind nun wirklich ganz bei der Entspannung angelangt. Man kann den Alltagstrott, die erwartete Leistung bei der Arbeit, hinter sich lassen.

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Die Freizeit ist da

Doch diese schöne Zeit ist nur begrenzt, denn das Arbeitsleben geht danach wieder weiter – bis zum nächsten Urlaub. Zeit kann man nicht auf – halten, aber auf – heben. So auch den Urlaub. Wie das geht? Sie können im Urlaub wegen des Loslassens des Alltagstrotts gut an sich selbst spüren, was Sie erfreut, z.B.:

  • Ihnen wichtige Fotos: in dieser Zeit, denn es wird von Ihnen emotional positiv besetzt, es entsteht „ein gutes, angenehmes Gefühl“ in Ihnen
  • Gegenstände: „Alltagsgegenstände“ wie Tassen, Blumen, Musikstücke, einfach „ansprechende“ Sachen (es muss SIE ansprechen, als egal, ob es ein reines Souvenir ist oder etwas Künstlerisches wie aus einer bestimmten Region)
  • etc.

So verbinden Sie in der entspannten Zeit des Urlaubs dieses Gefühl ganz automatisch und unbewusst mit diesen Obigen Dingen, das Sie wieder nutzen können – unbegrenzt! Denn nach dem Urlaub spüren Sie beim Anblick oder in die Hand nehmen der Urlaubssachen wieder dieses
angenehme Gefühl und die Erinnerung „an damals“ kommt wieder.

Wenn Sie also z.B. in der Arbeit der Chef oder ein Kollege unbegründet an Ihnen auslässt (negatives Gefühl damit erzeugt) oder Sie so viel zu tun haben, dass Sie nicht wissen, wo Ihnen der Kopf steht – machen Sie nochmals für ein paar Minuten Urlaub! Sehen Sie sich die Fotos an, trinken Sie aus der besonderen Tasse, erfreuen Sie sich an dem Blumenstock oder Mitbringsel aus diesem einen Geschäft und lassen Sie Ihren Urlaub nochmals Revue passieren.

Damit setzen Sie einen von Ihnen positiv erlebten Gegenpol zu Ihrer Arbeit und hilft zu entspannen, sich (wieder) zu erfreuen und das Momentane differenzierter zu sehen.

Tipp!

Nehmen Sie sich für den Urlaub ein kleines Heft mit, damit Sie schon während dieser Zeit all die schönen, lustigen, spannenden Begebenheiten aufschreiben können. Damit erinnern Sie sich später auch leichter an all die Dinge, die Ihnen während dem Urlaub wichtig waren. So können Sie auch zwischen den verschiedenen Erlebnissen, die Sie im Laufe der Zeit erleben, auswählen, was am besten zu der im Beruf erlebten Situation als Erholung dient.

Sie werden staunen, wie Ihr Schatz wächst und der Job leichter fällt, weil der Druck, Ärger, Zorn von Ihnen leichter genommen wird – weil Sie sich einen positiven Gegenpol geschaffen haben


coffee to go

Normalerweise beginnt mein Tagesablauf damit, dass ich nach dem Aufstehen meine geliebte Siebträger-Kaffeemaschine einschalte und die Salzburger Nachrichten aus der Zeitungsrolle beim Gartentor hole.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Anschließend nehme ich ein Joghurt aus dem Kühlschrank und gebe je einen Löffel davon den beiden Katzen Albert und Frieda, die schon sehnsüchtig darauf warten. Danach scheide ich etwas Obst, meistens einen Apfel, mische es mit dem Joghurt, gehe zum Früstückstisch und genieße mein hausgemachtes Fruchjoghurt.

Zwischenzeitlich sind etwa 15 Minuten vergangen, die Kaffeemaschine ist aufgewärmt. Jetzt kommen die Bohnen in die Kaffeemühle, am besten schmeckt mir eine klassisch, italienische Espressomischung. Das herrlich duftende, frisch gemahlene Kaffeepulver fülle ich in den Siebträger, verteile es gleichgmäßig und komprimiere es mit dem Tamper. Ich liebe einen kurzen, starken Espresso und genau so einen bereite ich mir als Frühstückskaffee zu. Hin und wieder werden es sogar zwei Tassen.

Einmal in der Woche muss ich bereits um 5:15 in der Früh an meinem Arbeitsplatz sein. Das Fruchtjoghurt wird trotzdem zubereitet, die Katzen bekommen nichts, sie sind von ihrem nächtlichen Streifzug meistens noch nicht zurück. Kurz schaue ich in die Wochenzeitung Die Zeit, starte dann das Auto und fahre in die Arbeit.

Ab und zu lege ich einen Zwischenstopp am Bahnhof ein, ein Bäcker aus der Gegend hat dort einen Verkaufswagen, und nehme mir einen Cappucciono sowie ein Tomaten-Mozarella-Sandwich mit. Geschmacklich ist der coffee to go eher sehr bescheiden und nur eine Notlösung.

Ich für meinen Teil bin nach dem freitägigen coffee to go meistens für einige Zeit vom Pappkartonkaffee geheilt. Guter Kaffee schmeckt anders.

Es gibt im Leben ganz einfach Dinge, für die man sich Zeit nehmen sollte. Ein guter Espresso gehört für mich dazu. Wirklichen Kaffeegenuss gibt es zwischen Tür und Angel nicht. Mir persönlich ist der Trend zu allen TO GO Genüssen mehr wie suspekt!


Baumwipfelpfad

Leserbrief zu SN-Lokal, 7.8.2019, S.4

„Das bauen wir nicht für Pensionisten“

Da ist der Wertekompass von Wohnbaulandesrat Josef Schwaiger (VP), Neos-Landesrätin Andrea Klambauer und den Wohnbaugenossenschaften gehörig verrutscht, wenn Kinderspielplätze und barrierefreies Bauen als „Schnick-Schnack“ (SN, 2.8.2019) bezeichnet werden, auf den man verzichten muss, um geförderte Wohnungen leistbar zu machen. Neueste bundesdeutsche Studien belegen, dass barrierefreies Bauen die Baukosten um lediglich 0,35 bis 1 Prozent verteuert.

Wer braucht es? Alle, weil eine junge Familie mit Kinderwagen oder jemand im Rollstuhl auch seine Freunde besuchen möchte, die im 3. oder 4. Stock wohnen. Ist dies nicht barrierefrei möglich, ist ein Besuch unmöglich.

Abgesehen davon sollte ein Bewohner einer solchen zukünftigen Starterwohnung Freizeitaktivitäten wie Mountainbike fahren hintanstellen. Denn bricht er sich ein Bein, tut er sich in seiner Wohnung schwer … und mit Gipsbein ohne Lift in den 4. Stock ist auch nicht lustig.

Mag. Manfred Fischer
Ostermiething, Rollstuhlfahrer


Dieser Artikel ist der Dorfzeitung wichtig und er kommt daher nicht hinter die Paywall!

Dieser Artikel wird von einen Stillen Gönner gesponsert und kommt daher nicht hinter die Paywall! >


Foto: Karl Traintinger| Dorfbild.com

Erinnern Sie sich noch an Bruno > den Braunbären, der vor gut 10 Jahren zum Problembären wurde? Sein Abschuss hatte damals heftige Diskussionen zur Folge.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Zuerst wurde heftig gestritten, ob man so etwas überhaupt dürfe, letztendlich ging es dann sehr schnell. Bruno hatte zahlreiche Schafe und Ziegen gerissen und das war sein Todesurteil. Bemerkenswert war damals die unterschiedliche Gewichtung von toten Tieren. Wie viele tote Schafe wiegen einem toten Bären auf? Was zählt mehr?

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Heute geht es um einen Problemwolf, nennen wir ihn Leopold, der angeblich nur auf der Durchreise ist und zu seinem Gaudium Schafe reißt. Welches Tier tötet zum Spaß? Der Wolf hat seit altersher sehr schlechte Karten, wurde er doch schon im Zeitalter der 7 Geißlein als hinterlistiger Mörder stigmatisiert.

Tatsache ist, dass wir den Umgang mit Wölfen und Bären schon lange verlernt haben und sie in unserer Gesellschaft seit vielen Jahrzehnten keinen Platz mehr haben.

Fakt ist aber, dass die Wölfe mehr werden, ob wir das wollen oder nicht. Es wird ihnen bei uns eine übervolle Futterkammer geboten. Das Einzäunen der Almwiesen (Wölfe steigen über keine Zäune) gestaltet sich als sehr schwierig und ist innergebirg praktisch fast undurchführbar. Die häufig zitierten Herdenschutzhunde sind im Regelfall nicht einfach und schon gar nicht ohne Erfahrung zu führen und können daher nicht überall eingesetzt werden.

Zudem wird jeder Quadratmeter Almlandschaft touristisch intensivst genutzt, oft mit sehr bescheidener Rücksicht auf die Natur. Das macht schon bei so mancher Mutterkuhherde große Probleme, wie an den immer wieder vorkommenden “Kuhunfällen” zu beobachten ist.

Auch heute stellt sich wieder die Frage, wie viele tote Schafe sind für einen Wolf tolerierbar? Wer steht in der Tierschutzhierarchie weiter oben, der Wolf oder die Schafe? Wer hat den Wolf schon gesehen? Wie viele Wölfe sind es wirklich? Ist der Wolf auch eine Gefahr für die Menschen?

Ich für meinen Teil kann die Diskussionen rund um den Wolf nicht mehr hören. Wenn Leopold wirklich zum Problem wird oder wurde, muss man ihn erlegen.

Das “Herumgerede” der verantwortlichen Politiker um diese Entscheidung ist leeres Geschwätz, wenn keine Taten folgen. Die Jäger werden das Problem lösen, wenn sie dürfen.

Das gegeneinander Aufwiegen der Tiere ist schwierig und hängt vom Standpunkt des Betrachters ab. Eines muss uns aber schon klar sein, wir werden nicht alle Probleme der Umwelt ganz einfach “wegschießen” können, auch wenn die Jäger nur von einer Entnahme des Wolfes sprechen.


Braunau am Inn,Hitlerhaus

Auch in der DDR haben sich die Kommunisten als “Friedensstaat” definiert. Darauf habe ich ohne Erfolg versucht, Georg Wojak anzusprechen. Aber wie in einer Einparteienherrschaft war bei ihm kein Meinungsaustausch erlaubt.

Dr. Andreas Maislinger

Von Andreas Maislinger

Es musste alles so geschehen, wie von ihm angeordnet. Der Friedensbezirk wurde nicht in einer Versammlung der 46 BürgermeisterInnen gemeinsam beschlossen, sondern durch die Aufstellung der Tafeln an den Grenzen des politischen Bezirks Braunau am Inn von ihm als Bezirkshauptmann dekretiert.

Immer wieder wurde seit 2008 über die von Georg Wojak initiierten Friedenssymbole berichtet und der Bezirkshauptmann hat auch immer wieder behauptet, dass dadurch das Hitler-Image beseitigt worden wäre. Leider ist jedoch geradezu das Gegenteil der Fall! Die Stigmatisierung der Stadt Braunau am Inn hat weltweit sogar noch zugenommen. Dafür kann ich auf Wunsch eine Reihe von Belegen liefern.

Der von Georg Wojak ausgerufene Friedensbezirk Braunau kann weltweit gegen das Hitler-Image auch keine Wirkung erzielen, weil es nicht einmal eine englische Übersetzung dafür gibt. Von Französisch, Russisch, Spanisch und anderen Weltsprachen gar nicht zu reden. Die Wirkung seines von oben dekretierten Projektes war immer auf seinen Bezirk und einige Nachbargemeinden beschränkt.  

Seine Aussage “Der Hitler hat hier maximal seine Windeln gefüllt” vom September 2012 hat jedoch seither auch überregional Aufsehen erregt und zum Negativimage der Stadt Braunau am Inn beigetragen. Der Bezirkshauptmann wurde wegen seines unüberlegten Sagers immer wieder als “unsensibel” bezeichnet


Braunau´s “District of Peace” reminiscent of the GDR´s “State of Peace”

The GDR (German Democratic Republic) the communists, back in the day, used to define themselves also as a “State of Peace”. I tried to talk to Georg Wojak about this but without much success. But as in a single-party dictatorship, any exchanges of opinion were not permitted nor granted by him.

Dr. Andreas Maislinger

By Andreas Maislinger

Everything had to happen as he commanded. The project “Friedensbezirk” (District of Peace) was not decided in a meeting together with the 46 mayors.
It was instead, decreed by him as district commissioner, by installing panels
and road signs at the borders of the political district of Braunau am Inn.

Time and
again since 2008, there have been several reports about the “symbols of peace” initiated
by Georg Wojak. Moreover, the district commissioner has repeatedly claimed that
this would eliminate the “Hitler-image”. Unfortunately, this is not the case.
In fact, it is quite the opposite! The stigmatisation of the town of Braunau am
Inn has escalated worldwide. I can, upon request, provide a number of documents
supporting this.

The Braunau
“District of Peace”, as proclaimed by Georg Wojak can not have any
impact on overturning the “Hitler-image”, so prevalent the world over, because
there is not even an English translation for it, not to mention French,
Russian, Spanish or other world languages. The effect of his decreed project
has always been limited to the confines of his district and some neighbouring
local communities.

His
statement of September 2012 “Der Hitler hat hier maximal seine Windeln
gefüllt” (“The most Hitler did here, was fill his diapers”)
caused a stir nationwide and since then has contributed to the negative image
of the town of Braunau am Inn. The district commissioner has been referred to
several times as “insensitive” because of this imprudent remark.


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Miguel Horn

Wie schwer gutes Personal zu bekommen ist, hört man landauf – landab, besonders im Westen Österreichs. Vom Industriebetrieb bis zum kleinen Handwerker jammern alle, dass man keine geeigneten Leute findet.

Wolfgang Bauer

Von Wolfgang Bauer

Manche Berufe will überhaupt niemand mehr ausüben. So steht der letzte Rechenmacher weit und breit, Sepp Frauenschuh, mit weit über 80 Jahren noch täglich in seiner Werkstatt in Bürmoos, um die vielen Wünsche nach den unterschiedlichsten Rechen befriedigen zu können.

Der Rechenmacher bei der Arbeit
Der Rechenmacher bei der Arbeit

Das war in den 1930er Jahren ganz anders. Arbeit gab es kaum, einige kräftige Männer kamen beim Bau der Glocknerstraße unter, Andere beim Bau der Autobahn oder bei der Torfgewinnung in Bayern. Die Übrigen waren arbeitslos. Wenn damals in der Nacht Schüsse krachten, so ging das (nicht nur) gegen die politischen Gegner – siehe Putsch in Lamprechtshausen – sondern es ging oft auch einem Reh an den Kragen. Manche Gendarmen, die die hungrigen Augen der Kinder gesehen hatten, überhörten die Schüsse. Andere wollten ihre Macht demonstrieren und lauerten den Wildschützen auf – oft allerdings vergebens.

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Auch heute wollen oft manche ihre Macht
demonstrieren. So werden auf Anordnung von Innen- und Sozialministerium noch
immer Asylsuchende, die schon eine Lehre begonnen haben, hirn- und herzlos
abgeschoben, obwohl sie dringend gebraucht würden. Vurschrift is Vurschrift!

Dieser Mangel an guten Mitarbeitern macht sich selbst in den Ministerien schon bemerkbar. So hat kürzlich, soweit bisher bekannt, ein Mitarbeiter von Ex-Kanzler Kurz nach dessen Rücktritt bei der Räumung des Büros einen Druckerspeicher vernichten lassen. Dieser intellektuelle Minderleister gab bei der Entsorgungsfirma zwar einen falschen Namen an, jedoch seine richtige Handynummer. Weil er die Zerstörungskosten von € 76.– nicht zahlte, kam das Ganze ans Licht. Der hochqualifizierte Mann, der für den Spott für seine Aktion nicht zu sorgen braucht, arbeitet jetzt in der ÖVP-Zentrale.

Elektroschrott
Elektroschrott. Was verbirgt sich noch hinter den Abdeckungen?

Dabei schwimmt ja die ÖVP offensichtlich im
Geld und hätte die Rechnung leicht zahlen können. Wenn man den Altkanzler Kurz,
statt ihm eine mehrmonatige Urlaubsreise durch Österreich und die ganze  Welt zu bezahlen, stattdessen in den
Nationalrat gesetzt hätte, hätten alle etwas davon. Er könnte dort alles das,
was er jetzt für die Zukunft verspricht und was er in den letzten Jahren als
Minister und Kanzler nicht zustande gebracht hat, endlich umzusetzen beginnen.

Bei der Zerstörung des Druckerspeichers
stellt sich allerdings eine Frage: Ist es üblich, nach jedem Kanzler- und
Ministerwechsel alle Datenträger zu zerstören? Immerhin werden wir heuer (2019)
bis zum Jahresende in jedem Ressort viermal einen Wechsel gehabt haben. Wer
bezahlt diesen Vandalismus. Wäre vielleicht einer Überprüfung durch den Rechnungshof
wert.

Kanzleischrift (Kurrent)

PS: In der (nicht immer guten) alten Zeit
hatte man die Probleme mit dem vertuschen von kompromittierenden Daten nicht.
Geheime handgeschriebene Dossiers hinterließen höchstens auf dem Löschpapier
Spuren und der Schreiber, wenn er nicht absolut zuverlässig war, wurde in einen
der vielen Kriege geschickt, wo er fast sicher umkam.