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Salty-Dixie-Ramblers

Salty-Dixie-Ramblers

Lust auf Kultur+Leben – Vorfreude schüren (1)

In den nächsten Wochen bringen wir so nach und nach fotografische Rückschauen auf Kulturereignisse, die Lebensfreude vermitteln konnten.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Ohne Kultur war es still im Land! Nach dem kulturell eher extrem bescheiden Coronajahr 2020 hoffe ich, möglichst viele der Kulturschaffenden 2021 wiederzusehen!

Am 29. Juli 2018 spielten die Salty-Dixie-Ramblers im Porsche Traumwerk in Anger im angrenzenden Bayern. Das Wetter war wunderschön, das Essen hoch erfreulich und die Stimmung einfach gut.

Besetzung: Wolfgang Greiner aus Salzburg-City am Banjo, Klemens Wimmer aus Bad Ischl an der Trompete, Lupo Lindtner aus Gröbming in der Steiermark am Kontrabass und am Sousaphon, Daniel Reichl aus dem Flachgau an der Klarinette und Sigi Siller aus Anif im Tennengau am Schlagzeug.

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Zeitgeist Ausgabe 3/ 1986

Zeitgeist Ausgabe 3/ 1986

Günther Esterer – Ein Versuch, einen Künstler zu erfassen

Der biographischen Details sind unspektakulär. Er ist 1942 in Mistelbach geboren, hat die Pflichtschule besucht, in der Firma, in welcher er nunmehr – Abteilungsleiter für Druckformherstellung ist, die 4-jährige Schriftsetzerlehre mit der Gesellenprüfung abgeschlossen, …..

Von Mag. Hans Michael Hajek

Esterer findet für seine künstlerische Betätigung keine großen Worte. Er meint, sein Schaffen müsse “eine andere Sicht der Dinge” vermitteln. Er gesteht freimütig ein, daß es sein ICH sei, das sich in seinen Bildern manifest mache; ein organisches Wachsen und Durch laufen einer
Entwicklung seien auch für jedes Bild grundlegend wichtig. Indes
sei es aber nicht möglich, gute Bilder “zu machen”, da müsse noch etwas hinzutreten, das nicht benennbar, nicht faßbar sei.

Günther Esterer ist Autodidakt. Die Landschaft steht in seinen Arbeiten im Vordergrund; er ist in nahezu allen Techniken zuhause, jedoch nicht bereit, einer bestimmten Technik in seinem Schaffen Prävalenz einzuräumen. Günther Esterer verfügt auch nicht über ein Atelier; er macht alles zu Hause, experimentiert viel und trennt sich auch von Werkproben, wenn sich das Gestaltete abgeklärt hat und seine Versuche zur Reife gelangt sind.

Er ist auch zurückhaltend im Verkauf seiner Arbeiten, von denen er sich nicht gerne trennt. Keinesfalls ist er ein Fabrikant von Kellergassen oder spanischen Tänzerinnen; eher schon ein Wegbereiter für viele Nachahmer.

(Auszug aus der Titelgeschichte)

Aus dem Inhalt:

Zistersdorf eine Grenzstadt | Dr. Walter Wöhl – Portrait eine Foto-Bildners | Es steht ein Schloß – Jagdschloß in Unterstinkenbrunn | Portrait der Künstlerin Christine Rauch | Künstlergemeinschasft westliches Weinviertel | Rock´n Roll und Blasmusik -…Aufgepasst! Open Ohr Michelstettenfest 86 | Gedichte von Edwin Baumgartner | Buchpräsentation Heinrich Rasl – Entscheidender Augenblicke | Dichterlesung, Kunstpräsentation und Konzert in Schönkirchen-Reyersdorf | Der “Erste Österreichische Jugendpreis 86” | Prinz-Eugen-Schloß Obersiebenbrunn

Der PDF-Download dieser ZEITGEIST-Ausgabe befindet sich am Artikelende nach den Bildern.

Download ZEITGEIST Ausgabe 3/ 1986 (6 MB) >


Christian Weingartner

Dorfradio Vol 33 | Jänner 2021 | Christian Weingartner

Portrait des Salzburger Literaten und Fotografen Christian Weingartner. Der Autor wird von Rebecca Schönleitner vorgestellt.

Diese Sendung wird am 4. Jänner 2021 um 17 Uhr von der Radiofabrik in Salzburg ausgestrahlt.
Das Dorfradio Vol 33 streamen >

Christian Weingartner liest aus folgenden Büchern:

Durchs wilde Absurdistan. Wortblitze, Gedankenpirouetten, Ironiesaltos. Erschienen 2020 im Verlag Aumayer
Südlicht. Lyrik. Erschienen 2019 im Verlag am Rande
Morbus Handy. Texte zur Zeit. Erschienen 2018 bei INNSALZ
Stadtballaden. Prosaminiaturen. Erschienen 2011 bei arovell
Der Traum der Regenbogenschlange. Australische Texte. Erschienen 2002 in der Edition Bumerang
Atemlos. Gedichte. Erschienen 1996 in der Edition proFlachgau

Die Musikauswahl hat Karl Traintinger zusammengestellt.
Mit dabei die ersten im Studio aufgenommen Titel von Brassbeat, einer jungen Formation aus Wien in der Tradition einer New Orleans Brass Band.

Die Musikauswahl:

Alone © by Brassbeat – Baby Blue © by Brassbeat – Afterglow © by Brassbeat – Velours © by Brassbeat – Black Eagle Skuffle © by New Black Eagle Jazzband- Jersey Bounce © by Benny Goodman – Keep Cool © by Herbert Berger – A Colloquial Dream © by Charles Mingus – As Catch Can © by Gerry Mulligan & Art Farmer


Stille Nacht

Stille Nacht, heilige Nacht, heuer hat Corona alles durcheinender gebracht

Weihnachten ist die ruhigste Zeit im Jahr, heißt es ja so schön. So richtig erst nehmen es die meisten Menschen normalerweise mit der “ruhigen” Zeit eher nicht, geht es doch ums Geschäft.

Heuer schaut es auf Grund der Corona-Pandemie ganz anders aus. Die Stadt Salzburg ist leer, die weihnachtliche Stimmung scheint noch ganz weit weg zu sein, fast unwirklich weit. Alle Christkindlmärkte sind abgesagt.

Am 4. Adventsonntag besuchte ich den Stille Nacht Bezirk in Oberndorf. Keine Bustouristen füllten die Stille Nacht Kapelle, einige Momente hatte ich sie sogar ganz für mich allein.

Der ganze Platz war ungewöhnlich leer, man sah nur eine überdimensioniere Laterne, einen Schlitten gefüllt mit bunten Paketen und vereinzelt Menschen, das war es auch schon.

Der Neugier halber schaute ich dann noch in Arnsdorf vorbei. Die neu renovierte Wallfahrstkirche Maria im Mösl wollte ich schon länger einmal besuchen. Im Stille Nacht Museum brannte Licht, das war es aber auch schon. Auch hier fanden sich keine Besucher weit und breit.

Irgendwie fühlt sich die momentane Situation schon eigenartig an. Vom emsigen Treiben und der freudig aufgewühlten Stimmung ist am diesjährigen Weihnachtsfest wenig zu spüren.

Weitere Infos:
Stille Nacht BLOG vom Kustos in Arnsdorf Max Gurtner >
Stille Nacht in der Dorfzeitung >
Stille Nacht, heilige Nacht – ein Autobusevent >
Dorfradio Vol 32 | Dez 2020 | X-MAS | OPEN SPACE >


Residenzplatz Salzburg | Fotos: Michaela Essler

Der Residenzplatz ohne Christkindlmarkt

Hätte vor einem Jahr jemand von einem Residenzplatz ohne Christkindlmarkt gesprochen, wäre die Antwort „undenkbar und unmöglich“ gewesen.

Michaela Essler

Von Michaela Essler

Zwölf Monate später ist das Undenkbare denkbar und das Unmögliche möglich geworden. In diesem Jahr fehlen die Menschen, die dichtgedrängt zwischen den Hütten durchschlendern. Es fehlen die Gerüche von Weihrauch, Glühwein, Punsch, Zuckerwatte und Kaiserschmarrn.

In diesem Jahr ist es die Stille, die die Weite des Platzes fühlbar macht. Es ist keine traurige Stille, die den Platz erfüllt. Es ist eine Stille ohne das Treiben der Welt, die ihre eigene Schönheit hat. Es ist eine Stille, die zum Verweilen einlädt.

Schmarrn & süße Knödel am Salzburger Christkindlmarkt >


Ausschnitt aus dem Bild Mohnsonne von Christine Smaczny

Dorfradio Vol 32 | Dez 2020 | X-MAS | OPEN SPACE

Was ist übrig geblieben von der Salzburger Landesausstellung 2018 zum Thema Stille Nacht? Ein Friedensweg, ein Museum, und?

Hören Sie in der Weihnachtssendung des Dorfradios eine Zusammenfassung des Dorfzeitungsprojektes: OPEN SPACE – eine jazzig-literarische Annäherung an die Stille Nacht”

Es ging bei dieser multimedialen Veranstaltung um die Idee, Stille Nacht nicht nur als weltberühmtes Weihnachtslied, sondern vielmehr als einen Zustand von Frieden zu sehen, abseits jeder Religion, Hautfarbe und Rassenzugehörigkeit. Frieden kann es nur dann geben, wenn die Probleme unserer Zeit gelöst werden, das Singen eines Liedes allein wird zu wenig sein.

Es kamen folgende Themen zur Sprache: Gast, Gastfreundschaft, Heimat. Beton, Bodenverdichtung, Flächenfraß, Stille, Lichtverschmutzung. Plastik. Lebensmittel, Tierschutz.

Die Texte haben Rebecca Schönleitner und Karl Traintinger geschrieben beziehungsweise ausgesucht. Die Laufener Musikerin und Künstlerin Christine Smaczny war für die Musik zuständig. Ihr Bild „Mohnsonne“ diente als Plakatvorlage.

Mohnsonne

Zu hören waren Dietmar Kastowsky am Bass, Daniel Schröckenfuchs an den Keys, Robert Friedl am Saxophon, Andy Grabner an den Drums und Gesang Chrsitine Smaczny. Gelesen haben Rebecca Schönleitner und Hermine Touschek. Die Fotoschau hat Karl Traintinger zusammengestellt.

Die Veranstaltung fand am 28. Oktober 2018 in der Salzachhalle in Laufen/ Oberbayern statt. Knapp 150 begeisterte Zuhörer waren in die Salzachhalle gekommen und lauschten gespannt den Darbietungen dieser etwas speziellen “Stille Nacht” Veranstaltung.

Von den für die Landesausstellung „200-Jahre Stille Nacht“ Verantwortlichen in Salzburg (auf lokaler Ebene sowie auf Landesebene) wurde dieses multimediale Projekt abseits von Geigen und Harfen vornehm ignoriert. Die einzige Unterstützung kam von der  Stadt Laufen (Obb.), die die Salzachhalle samt Technik kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

Anstelle der OPEN SPACE Originalmusik hören Sie heute jazzige Interpretationen von Weihnachtsliedern, die Karl Traintinger für Sie ausgesucht hat.

Das Dorfradio Vol 32 | Dez 2020 | XMAS | OPEN SPACE streamen >

Die Musikauswahl der Sendung:

Stille Nacht © Engelrausch
Wer klopfet an? © Saxofour
O Tannenbaum © Cyrus Chestnut
Holy Night © MoZuluArt
Leise rieselt der Schnee (feat. Kirsten Blötz & Klaus Anders © Norbert Susemihl & Ferdinand Blötz
Still, still, still © Engelrausch
Es wird scho glei dumpa © Saxofour
Andachtsjodler © Saxofour
Little Drummer Boy © Jean-Pierre Zanella & Trio Lorraine Desmarais
Silent Night © New Black Eagle Jazzband

Alle Sendungen der Sendereihe “Dorfradio” nachhören >

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Alle Fotos: Heinrich Frei (20. 11. 20220)

Emil Georg Bührle: Kriegsgewinnler und Kunstfreund

Das neue Gebäude des Kunsthauses in Zürich, entworfen durch den Londoner Architekten David Chipperfield, wird von viel Licht durchflutet werden, heißt es. Es wird 206 Millionen Franken (191 Mio. Euro) kosten.

Heinrich Frei

Von Heinrich Frei

In diesem neuen Trakt des Kunsthauses sollen im Herbst 2021 die Werke der Sammlung Emil Bührle zu sehen sein, Bilder von Vincent van Gogh, Paul Cézanne, Edgar Degas, Paul Gauguin, Edouard Manet usw. (1)

206 Millionen Franken für einen Kunsttempel derweil Flüchtlinge in Urdorf in einem Vorort von Zürich in einem Zivilschutzbunker wohnen und Obdachlose in Zürich tagsüber die Notschlafstelle verlassen müssen, in einer der reichsten Stadt der Welt…

Emil Bührle verkaufte Waffen und kaufte Kunstwerke

Bei der Aufarbeitung der Geschichte der Bührle-Kunstsammlung wurde dokumentiert wie diese Sammlung zustande kam, durch Emil Bührle, der vor und während dem Zweiten Weltkrieg und auch nachher mit seinen Waffengeschäften zum reichsten Mann der Schweiz wurde. Ein Kriegsgewinnler der auch von Zwangsarbeit im Dritten Reich profitierte.

Das neue Kunsthaus aus dem Tram

Das neue Kunsthaus aus dem Tram

In der Debatte im Zürcher Stadtparlament über die Herkunft der Bilder die im Kunsthaus-Neubau ausgestellt werden sollen, meinte Frau Christina Hug, (Grüne Partei) vor fünf Jahren es gebe «nichts schön zu reden», der Waffenfabrikant habe sich auf widerwärtige Weise am Elend anderer bereichert. (2) Illusorisch war es schon damals, dass im Stadt- und Kantonsparlament von Zürich, wie damals in der deutschen Stadt Kassel, eine «Rüstungsfreie Zone Zürich» diskutiert wird. In Deutschland gilt Kassel als einer der größten Standorte der Rüstungsindustrie. Neben Krauss-Waffe-Wegmann und Rheinmetall sind hier auch viele weitere Unternehmen ansässig, die Kriegswaffen produzieren. (3)

Krieg ist wie in Kassel und für die Rüstungsindustrie rund um den Bodensee ein gutes Geschäft, auf das auch wir Zürcher wie die Deutschen nicht verzichten wollen. Und überhaupt «ist klar»: Kriegsmaterialexporte und die Finanzierung von Rüstungskonzernen und Waffendeals sind das Bier der Regierung in Bern.

Das neue Kunsthaus in dem die Bilder von Emil Bührle ausgestellt werden sollen

Das neue Kunsthaus in dem die Bilder von Emil Bührle ausgestellt werden sollen

2017 wurde Historikern der Auftrag erteilt die Geschichte der Bührle-Sammlung ohne Tabus aufzuarbeiten. Dabei hat man den Fehler gemacht Vertretern der Stadt und der Bührle-Stiftung zu erlauben bei der Arbeit der Fachleute einzugreifen und Korrekturen anzubringen. Die Mitgliedschaft Emil Bührles nach dem Ersten Weltkrieg im deutschen Freikorps, damals war er noch deutscher Staatsbürger, wurde im Bericht weggelassen, auch antisemitische Äußerungen dieses Mannes. Zwei Gutachten bestätigen nachträglich, dass es bei der Forschung zu nicht tolerierbaren Einmischungen kam, die korrigiert werden mussten. (3) (4)

Sammlung Emil Bührle für die Flüchtlinge verkaufen?

Die Bilder, die Emil Bührle zusammengerafft hat, mit dem Geld das er als Kriegsgewinnler machte, könnten verkauft werden, statt sie im neuen Kunsthaus am Pfauen auszustellen, den Erlös der Kunstwerke den Opfern der aktuellen Kriege zur Verfügung stellen, den 100 Millionen Flüchtlingen.

Das neue Kunsthaus in dem die Bilder von Emil Bührle ausgestellt werden sollen

Das neue Kunsthaus in dem die Bilder von Emil Bührle ausgestellt werden sollen 20.11.20

Die Bilder Emil Bührles sollen einen Wert von drei Milliarden Franken haben. (2‘778 Mio. Euro) Technisch wäre das machbar: Orell Füssli, die Druckerei, die unsere weltweit so beliebten Schweizer Banknoten druckt, wäre sicher in der Lage Kunstdrucke der Emil Bührle Sammlung zu fabrizieren. Schön eingerahmt mit neu fabrizierten alten Rahmen präsentiert im David Chipperfield Tempel am Heimplatz würden nur Fachleute überhaupt sehen, dass es sich nur um Kunstdrucke und nicht um die Originalbilder von Vincent van Gogh, Paul Cézanne, Edgar Degas, Paul Gauguin, Edouard Manet usw. handelt. Auch die Skulpturen der Sammlung könnte man mit der heutigen Technik leicht kopieren.

Klar ist auch: Fast niemand in Zürich würde eine solche Verkaufsaktion der Emil Bührle Sammlung zugunsten der Kriegsopfer befürworten.

1953: Waffenfabrikant Emil Georg Bührle finanziert Kunsthaus Erweiterungsbau

Der erste Erweiterungsbau des Kunsthauses am Heimplatz in Zürich wurde von Emil Bührle finanziert. 1953 als es zur Abstimmung kam über den damaligen Kunsthauserweiterungsbau blieb die Finanzierung zwar im Dunkeln. Sämtliche Parteien Zürichs warben aber für ein Ja. Um die Vorlage nicht zu gefährden, erwähnte man den Mann nicht der den Bau bezahlte, der Waffenfabrikant Emil Georg Bührle. In der Abstimmungsweisung des Stadtrats war zu lesen: «[Es] schenkte ein Mitglied der Kunstgesellschaft total 4 Millionen Franken für einen Baufonds.» Mit Ausnahme der «Tat» und des «Volksrechts», die den Namen Bührle erwähnten, ohne allerdings näher auf die Herkunft seines Vermögens einzugehen, hielten sich alle Zeitungen an die Abmachung den Spender, den Rüstungsfabrikanten nicht zu nennen.

Historische Forschungen und das Geschäft mit dem Krieg heute

Doch vergessen wir bei all den interessanten historischen Forschungen, die heute en vogue sind, über Emil Bührle, Alfred Escher und andere Personen und Ereignisse, die Gegenwart nicht. Hier ist oft auch sehr Übles zu vermerken.

Auch heute exportiert die Schweiz an kriegführende Staaten ständig Rüstungsgüter, wie Emil Bührle vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg und wie sein Sohn Dieter Bührle später. Seit 1999 ist die Sparte Rüstung Oerlikon-Bührle-Contraves im Besitze der deutschen Rheinmetall, eine Firma die unter anderem skrupellos auch Kriegsmaterial nach Saudiarabien verkauft für den Krieg im Jemen und natürlich auch viele Nato Staaten zu ihren Kunden zählt, die ständig irgendwo Krieg gegen den Terror führen, angeblich um den Frieden und unsere Freiheit zu sichern. (5) (6)

Links das alte Kunsthaus, rechts das Kunsthaus das von Emil Bührle finanziert wurde

Links das alte Kunsthaus, rechts das Kunsthaus das von Emil Bührle finanziert wurde

Die Waffenexporte der Schweiz und von Bührle im Zweiten Weltkrieg und die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland erfolgten unter einem sehr großen Druck. Die Schweiz war umkreist von Staaten, die auf der Seite von Hitler und Mussolini standen. Heute ist ein solcher Druck nicht mehr vorhanden. Deshalb könnte die Schweiz endlich darauf verzichten den ständig kriegführenden Staaten, den Nato-Staaten und den Regimes im Nahen Osten Kriegsmaterial zu liefern, wie es das Kriegsmaterialgesetz und die Kriegsmaterialverordnung seit bald fünfzig Jahren verlangen würde. Auch dürften nicht mehr Milliarden in ausländische Rüstungskonzerne investiert werden, durch die Nationalbank, Banken, Versicherungen und Pensionskassen. Diese Milliarden aus der Schweiz fließen heute sogar in Konzerne die Atombomben herstellen, wie ICAN, die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, der Friedensnobelpreisträger von 2017 dokumentierte. Wie Waffenexporte an kriegführende Staaten sind auch direkte und indirekt Investitionen in Unternehmen die an der Produktion von verbotenen Waffen, beteiligt sind nach dem Kriegsmaterialgesetz klar verboten. Zu den verbotenen Waffen gehören chemische Waffen, Streubomben, Antipersonenminen und Nuklearwaffen. (7) (8)

Fußnoten

(1) https://www.buehrle.ch/sammlung/)
(2) «Hitzige Debatte um Sammlung Bührle» von Martin Huber, Tages Anzeiger 3. September 2015
(3) Demo in Kassel: Teilnehmer aus ganz Deutschland gegen die Kriegsindustrie (twnews.it)
(4) https://www.media.uzh.ch/de/medienmitteilungen/2020/Bührle.html
(5) https://www.woz.ch/2047/geschichtsstreit/buehrle-wird-berichtigt
(6) https://de.wikipedia.org/wiki/Oerlikon-B%C3%BChrle
(7) Waffenexporte beenden!
Für das Leben investieren, nicht für den Krieg
Von Heinrich Frei, nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=27103
(8) Schweiz
Engagement für Frieden und Geschäfte des Grauens
Von Heinrich Frei


Bernhards Steiner

Dorfradio Vol 31 | November 2020

Die Sendung ist terrestrisch auf der Radiofabrik am 2. November 2020 um 17 Uhr (Wiederholung 3. Nov. 2020 um 8:00 Uhr) zu hören und ab sofort weltweit zu streamen.

Die aktuelle Sendung hören/ streamen >

Vergangene Sendungen nachhören >

Literatur

Die Flachgauerin Rebecca Schönleitner stellt die Neuübersetzung des 1953 erschienen Klassikers Fahrenheit 451 Von Ray Bradbury vor.

Bildende Kunst

In der Tierarztpraxis Lamprechtshausen stellt zur Zeit der Kärntner Künstler Bernhard Steiner seine aktuellen Aquarelle aus.  Hören Sie die Laudatio zur Ausstellungseröffnung von Dr. Karl Bauer, dem Obmann des VETART-Kunstforums.

Dialekt

Ein kleiner Streifzug durch den Flachgauer Dialekt beendet das heutige Programm

Musikauswahl

Die Musikauswahl hat Karl Traintinger zusammengestellt.

Feuer © Dr. Kurt Ostbahn & die Chefpartie | Feuer © Faun | Nein, meine Söhne geb ich nicht © Reinhard Mey | Vaterland © Pam Pam Ida | Eva © Paul von Kemenade, Aki Takase & Han Bennik | The Walz (Nergaard) © Albert Reifert Trio mit Eva Panner-Frisch | Scirocco © Herbert Pixner Projekt | Bussal © Bock auf Heidi | Guantanamero © Compay Segundo | Good Old Upper Austria © Punzi & The Blue Trip


Containerschiff

Dorfzeitung – Update 11.20 – der neue Server

Die Dorfzeitung.com hatte noch nie so viele Leser wie in diesem Jahr. Aus diesem Grund stoßen wir mit unseren technischen Ressourcen schön langsam an die Grenzen. Um Ihnen/ Euch auch auch künftig eine gute performance bieten zu können, haben wir uns entschlossen, wenn es irgendwie geht, noch heuer unsern mittlerweile in die Jahre gekommenen Server upzudaten.

Geplant ist ein Server mit der CPU-Generation “EPYC” von AMD. Diese zeichnet sich durch exzellente Multitasking-Performance aus. Die 24 Kerne mit Simultaneous Multithreading des AMD EPYC 7401P eignen sich bestens für parallelisierbare Anforderungen. Hinzu kommen noch 256 GB DDR4 ECC RAM sowie zwei super schnelle 1,92 TB NVMe-SSDs. Die garantierte Anbindung beträgt 1 GBit/s.

Stemmen können wir dieses Hardware-Update aber nur mit Hilfe unserer Mitglieder (Abonnenten, Freunde und Mäzene).

Herzlichen Dank für Ihr/ Euer Engagemant für die Dorfzeitung!

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Zeitgeist

Zeitgeist Ausgabe 1/ 1987

150 Jahre Eisenbahn – Zug um Zug

Historisches und kulturelles Marchfeldereignis

1837 dampfte die erste österreichische Eisenbahn von Floridsdorf nach Deutsch Wagram. Zug um Zug haben sieh damit Raum und Zeit verändert -und dadurch auch die Lebensumwelt und die Lebensver­hältnisse im Marchfeld. Hier hat die Bahn Geschichte gemacht. Hier hat nicht nur das Lokomotivzeitalter seinen Ausgang genommen, stand sozusagen die Wiege unserer Dampfeisenbahn.

Von Hannes Schopf

Das Marchfeld, dieser faszinierende Land­strich, ist überhaupt ein Land voller Eisenbahntradition: Es ist die weite Ebene, durch die der legendäre “Orient­Expreß” donnerte. Der Boden, auf dem das moderne· Schnellbahn-Zeitalter be­gann. Die Region, in der die erste österreichische Hochgeschwindigkeits­strecke liegt. Das ist auch – in Strasshof – die letzte Heimat der Veteranen der Schiene.

(Auszug aus der Titelgeschichte)

Aus dem Inhalt:

Künstlerportraits: Paul Jezek, Friedrich Schach, Karl Rusznak, Erhard Bail (Atelier Frauendorf), Franz Heis

Jüdische Gemeinden im Weinviertel, Biermuseum Laa an der Thaya, Schlossmühle und Galerie im Weinviertler Museumsdorf

Hermann Nitsch in Zistersdorf – frühe und neue Arbeiten

Der PDF-Download dieser ZEITGEIST-Ausgabe befindet sich am Artikelende nach den Bildern.

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Bernhard Steiner

Vernissage Bernhard Steiner

Am 9.Oktober 2020 fand in der PraxisGalerie der Tierarztpraxis Lamprechtshausen die Eröffnung der Ausstellung mit Bildern des Kärntner Künstlers und Tierarztes Bernhard Steiner statt.

Es wurde der Versuch gewagt, eine Vernissage auch unter den gegebenen Coronabedingungen zu veranstalten. Das Wetter spielte mit, so konnte ein Teil der Veranstaltung ins Freie verlegt werden. Beteiligt waren neben dem Künstler auch das VETART-Kunstforum und die Dorfzeitung.com.

Von links: Dr. Karl Bauer, Christina und Dr. Bernhard Steiner, Elisabeth und Dr. Karl Traintinger, Landesveterinärdirektor LtAbg. HR Dr. Josef Schöchl

Begrüßung Karl Traintinger

Laudatio Karl Bauer

Ausstellungseröffnung Josef Schöchl

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von Christine Smaczny am Saxofon und von Bernhard Ostermaier an der Gitarre.

Weitere Infos


Tilias Naturladen

Auf den Spuren wilder Kräuter

Unterwegs mit Berta und Michaela vom Tilia Naturladen in Bürmoos

Nach dem zweiten Anlauf war es soweit – die Kräuterwanderung fand am 26. September um 13h trotz Kälteeinbruch statt. Gut „eingepackt“ und gegen den Regen gewappnet marschierte die kleine Gruppe am Bahnhof vorbei, in Richtung Wald.

Anni Lemberger

Von Anni Lemberger

Es gab kaum ein Blümchen, einen Strauch oder einen dornenreichen Ast zu dem Berta und/oder Michaela Huber nicht eine Geschichte oder eine Verwendung wussten.

So habe ich zum Beispiel gelernt, dass der wilde Efeu oder die Rosskastanie als Waschmittelersatz verwendet werden kann – anstatt eines (sehr Umwelt belastenden) Weichspülers können einige Tropfen hochwertiges ätherisches Öl der Wäsche beigegeben werden.

Wir sammelten die Samen der Brennnessel, Sauerklee, Blätter der Schafgarbe, kosteten und sammelten die Samen des Springkrautes und vieles mehr.

Über die Samen des Breitwegerichs erfuhr ich, dass diese, abgeperlt und getrocknet, in Flüssigkeit oder Joghurt gemischt, gut als Flohsamenersatz verwendet werden können.

Aber auch in der „Natur-Apotheke der Wiesen und Wälder“ heißt es vorsichtig sein und nur die Pflanzen zu verwenden, die man(n)/frau kennt, denn auch hier lauert die eine oder andere giftige Pflanze. Deshalb ist es wichtig und sinnvoll sich dem Wissen und der Erfahrung der beiden liebenswürdigen „Kräuterhexen“ aus Tilias Laden anzuschließen und von ihrem Wissen zu profitieren.

Da es mit dem Sammeln aber noch nicht getan war, wurden im 2. Teil dieses Nachmittags die Kräuter „weiterverarbeitet“. Dazu begaben wir uns in den kleinen Laden der Beiden an den großen Tisch in der Mitte. Wie Berta Huber mehrmals betonte, ist dieser Tisch in der Mitte „ein Begegnungsort von Menschen“, Corona bedingt saßen wir uns in entsprechendem Abstand gegenüber, was der Herzlichkeit und Wohlfühlatmosphäre aber keinen Abbruch tat.

Oxymel

200g guter regionaler Honig, in unserem Fall, aus dem Weidmoos (Plattner)
100g Bio-Apfelessig (Gölles Manufaktor – steirisches Vulkanland)
Sauerklee, Schafgarbe, Spitzwegerich, Thymian, Salbei klein geschnitten der gut verrührten Flüssigkeit beigeben
4 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen
danach abseihen und in eine Flasche füllen
täglich 1-2 TL einnehmen – gilt als Allheilmittel, besonders zur Stärkung des Immunsystems

Gomasio

dazu werden Sesamkörner mit abgeperlten Brennnesselsamen (und/oder auch Springkrautsamen) geröstet (nicht braun werden lassen), am Schluss gutes, naturbelassenes Salz (aus Österreich) dazugeben.

Herstellung einer Pechsalbe

Die Pechsalbe war das„Wundermittel und die Allheilsalbe“ unserer Eltern und Großeltern, aus den Zutaten der Natur. Das Rezept dafür und die Zutaten gibt es bei Berta und Michaela in Tilias Naturladen.

Diese Zugsalbe eignet sich für Beschwerden aller Art, Prellungen, Gelenksschmerzen, aber auch als Hustenmittel äußerlich auf den Brustkorb aufgetragen und sogar als Lippenbalsam. Und wie mir ein Freund erfreut mitteilte haben sich durch die von mir geschenkte Salbe seine Knieschmerzen soweit gebessert, dass er seit langem wieder eine 7km Wanderung machen konnte. 

Einen besonderen Tipp bekam ich noch von Berta für eine erfrischende Waschung von schwer kranken, bettlägrigen Menschen:

Waschung:

Rosenhydrolat (bei Tilia erhältlich) und Apfelessig eins zu eins mischen. Davon 1-2 Esslöffel ins Waschwasser geben und den kranken Menschen damit waschen. Wirkt antiviral, ist gut für die Intimpflege und schützt die Haut vor dem Wundwerden.

Die verkauften Produkte in Tilias Naturladen kommen meistens aus der Region. Berta und Michaela bauen auf die Qualität Österreichischer Landwirte und heimischer Produzenten. Sie bieten auch ein ganz besonderes Bauernhofeis aus dem Innviertel an.

Wer gerne regionale und hochwertige Produkte kauft, findet sie ins Tilias Naturladen.