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Ab und zu sollte man sich selber eine Freunde machen. Das ist ganz einfach so. Speziell zur Weihnachtszeit. Und besonders schön ist es, nebenbei Gutes tun.

Ein Möglichkeit wäre, der Dorfzeitung dabei zu helfen, unabhängig zu bleiben. Im Folgenden finden Sie 2 Möglichkeiten dazu.

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Chris Ploier | Mundwerker, Märchenerzähler und Achtsamkeitstrainer

Ein unglaublich verwurschteltes Märchen von Chris Ploier

Ja, weil
der Ertl die Wacholder unlängst so gut bewirtet hat, da hat sie ihn voller
Freude zu sich eingeladen. In ihrer Hütte, mitten am Waldfels, hat der Ertl
seinen Mantel abgelegt und sich ans Feuer zu der Ellenmutter gesetzt, um die Kälte,
die draußen im Land herumfuhr, abzuschütteln. Sie aber hat ihre Brille
aufgesetzt und sein Gesicht gemustert und dann zweimal „Ah ha!“ und „Ah ja!“ gesagt
und anschließend hat sie sich ellenlaut in ihr großes Taschentuch geschnäuzt.
Dann hat sie dem Ertl eine Schale duftenden Kräutertee unter die Nase gehalten
und ihm mit ihrer krächzenden Stimme  ins
Ohr geflüstert:

„Du weißt
ja, dass ich eine Ellenhexe bin, den Weg der Sterne kenne, die Kräuter mische
und Tier und Mensch gesund wenden kann. Und wenn dann so einer wie du kommt,
dann bekommt er obendrein eine Geschichte zu hören,
die ihm die Ohren warm bringt. Aber zuerst frage ich dich, was du da in deinem
Rucksack hast für mich?“

Und so
wahr der alte Ertl der alte Ertl ist und gerne den Kindern was vorerzählt, so
wirklich hat er im Rucksack einen großen Lebkuchen mitgenommen, der einen
wohlfeinen Geruch verbreitet.

„Dieser
Lebkuchen ist jetzt für uns beide zum Tee, weil ich werde immer hungrig von
deiner Schwätzerei“, sagt der Ertl zur Wacholder, und blickt sie so seidig an.“

Und
sogleich beißt die Wacholder vom Lebkuchen ab und spült ihn mit einem Schluck
Tee nach.

Wo das so
ist? Dort, wo das  Feuer im Kamin lustig
prasselt und springt, und der Ertl trotz seines Alters am Buckel sich auf eine
Geschichte freut, wie ein kleines Kind.

„Sag`
mir,  wer kennt Weihnachten nicht?“,
raunt die Wacholder leise ins Feuer.

„Die
Menschen kennen Weihnachten, die Feen kennen es, die Trolle, die Riesen und
auch die Hexen kennen das schöne
Weihnachtsfest. Sogar im Tierreich ist der Heilige Abend nichts Unbekanntes.
Aber lieben, lieben tun Weihnachten am allermeisten die Kinder und die
Schnecken.  Und zu Weihnachten darf
keiner den Kindern einen Strich durch die Freude machen und sie um das schöne Fest bringen. Nicht einmal ein ganzes,
zwielichtiges, hinterfotziges Trollenpack.“

Und dann
beginnt die Wacholder ihre Geschichte zu reimen und zu raunen.

„Wie der
Krisplerbauer einst in den Wald gefahren ist und der Schlitten seine Spur im
Schnee gezogen hat, da war er gut gelaunt und guter Dinge. Stand doch
Weihnachten vor der Tür und das Schwein für den Weihnachtsbraten war schon in
Gewürzen eingelegt. Wie er dann ein schönes Tannenbäumchen für die Stube
gefunden hat und auf den Schlitten packte, hörte
er hinter dem Haselstrauch seinen Namen rufen. Und als er sich nach dem Rufer
hinwendete, stand vor ihm ein Troll, der nicht größer als eine Elle lang war.

„Jetzt“,
pfiff der Troll vergnügt, „jetzt sag´
mir doch Krispler warum du gar so selig vor dich hin schaust?“  Vom Anblick des kleinen Männchens war der
Bauer mehr erschrocken als erfreut, doch er hielt dem wilden Trollbart stand
und antwortete: „Weil mich der morgige Weihnachtsabend jetzt schon in der
Vorfreude freut.“

„Was freut
dich da so daran?“, wollte der Troll wissen, der mit seiner trollhässlichen
Nase, seinen trollkrummen Beinen und seinen riesigen Ohren gleichzeitig
schlackerte.

„Naja hör
mal“, sagte der Bauer, „mich freuen der Braten, die Bratäpfel, die Süßigkeiten,
das selbstgebraute Bier und der kleine Weihnachtsbaum in der Stube.  Auch der Tisch wird aufs Feinste gedeckt. Und
die Kinder haben eine riesengroße Freude. Und gesungen wird auch. Es ist halt
richtig festlich. Und obendrein wird das Licht der Welt geboren.“

„Snak
knack“, rief der Troll mehrmals erfreut, „das freut auch uns Trolle, snak
knack, bei so einem Weihnachtsabend, da darf eine Gesellschaft, wie wir eine
sind, nicht fehlen, Bauer! Setzt uns auf die Gästeliste und richte alles aufs
Feinste. Hörst du
Bauer aufs Feinste! Und dann schert ihr Menschen euch in den Keller, weil
keiner meiner Brüder und Schwestern Menschengesindel gern leiden kann.  Und lässt du die Haustür nicht offen stehen
und ist der Tisch nicht fein gedeckt, dann machen wir dir dein liebes Vieh im
Stall krank.“

Mit diesen
Worten war der Troll verschwunden und der Krisplerbauer machte sich tief
seufzend auf den Nachhauseweg. Er machte so eine besorgte Miene, dass sein
gutes Weib, als sie ihn so kommen sah, die Hände zusammenschlug und rief: „Mein
guter Mann, wie siehst du denn aus! Ist dir im Wald der Teufel begegnet?“

„Schlimmer
noch“, sagte der Bauer, „mir ist ein leibhaftiger Troll begegnet und nicht nur
das. Er und seine ganze Trollenbande wollen morgen, am Heiligen Abend, bei uns
Weihnachten feiern!“

Und dann
erzählte der Bauer alles, was er erlebt hatte seiner Frau und seinen sieben
Kindern.

„Wir
sollen das Weihnachtsfest im Keller feiern?“, riefen die Kinder erschrocken.

„Und ich
soll für das Trollengesindel den Tisch aufs Feinste decken und das Weihnachtsbäumchen
schmücken“, rief die Bäuerin entsetzt.

„Ja“,
seufzte der Bauer und schüttelte traurig den Kopf, „und die Haustür müssen wir
auch offen stehen lassen, denn sonst verhexen die Trollenmandln unser Vieh und
davor beschütze uns die Hulda.“

Am
Weihnachtstag, da wollte den ganzen Tag keine Freude aufkommen, obwohl es auf
das Schönste
schneite und der Wind auf das Lustigste mit den Schneeflocken spielte. Die
Kinder wischten sich mit den Ärmeln die
Tränen von den Wangen, die Mutter richtete das Festmahl, der Vater schlichtete
Holz zum Ofen und als die Dämmerung einsetzte, war von der herrlich süßen
Weihnachtsfreude bei keinem etwas zu spüren.

Der
Krisplerbauer, seine Frau, seine sieben Kinder, die zwei Knechte und die Mägde
setzten sich mit viel Schimpfen und Murren 
in den Keller, und weil die Mäuse von der Sache Wind bekommen hatten,
zogen auch sie mit, in den staubig alten Keller, und die Mutter musste die
Kinder trösten und
der Vater die Mutter.

Doch kaum
war die Dämmerung übers Land gezogen, die Sterne funkelten und glitzerten im
Schnee, zog aus dem Wald eine ganze Hundertschaft von Trollen. Große, kleine,
dicke und dünne mit ihren krummen Nasen und ihrem lausigen Fell. Mit den
seltsamsten Hüten und Kleidern. Sie purzelten und drängten sich, um ja als
Erstes in die gute Stube hinein zu hüpfen. 
Ein Troll mit langer Nase und roten Haaren stieß hurtig die Tür auf und
sofort entstand ein Lärm und Gejohle, das bis in den Keller hinunter klang, so
dass sich alle ängstlich aneinander schmiegten.

„Och, seht
doch“, grunzte hocherfreut ein dicker Troll mit abstehenden Ohren und zwei
Hauerzähnen, „da sind ja Krapfen und Knödel.“ Sofort
stopfte er sich mit seinen Maulwurfhänden einen Krapfen, einen Knödel, ein Stück Braten und einen Apfel in sein hässliches
Maul. Einige Trollenmädchen hüpften auf den Tisch und warfen mit den feinen
Speisen lustig um sich. Andere Gesellen wiederum stopften sich das Essen mit Händen
und Füßen in den Mund
und konnten nicht genug kriegen davon. Der alte Trollenbert fischte nach der
Ziehharmonika und bald tanzte und tollte die 
ganze Trollengesellschaft so laut und wild, dass das ganze Haus davon
erzitterte und zum Schluss sangen sie ein
Trollenwinterlied
in solch abscheulichen Tönen, dass
sich die geplagte Bauernfamilie die Ohren zuhalten musste.

Erst weit
nach Mitternacht hüpfte das ganze Pack beim Fenster hinaus oder torkelte durch
die Tür in den dichten, finsteren Wald zurück.

Der
Trollenbert öffnete
noch die Kellertür und rief: „Eine schöne
Weihnacht, ihr hässliches Menschengesindel. Es hat uns aufs Beste bei euch
gefallen.“ Dann war auch er von der tiefen, kalten Winternacht verschluckt.

Ei, welch
ein unglaubliches Durcheinander hatten die Trolle in der Stube hinterlassen.
Den ganzen ersten Weihnachtsfeiertag mussten alle zusammen helfen, um das
Trollendurcheinander wieder aufzuräumen. Und hätte die Mutter nicht ein Stück
Braten, Krapfen und Süßigkeiten in der Speisekammer versteckt gehabt, hätten
die Kinder nicht nur Tränen in den Augen gehabt, sondern auch ein großes
Hungerloch im Bauch.

„Solch ein
Weihnachtsfest möchte ich
nie, nie, nie wieder erleben“, sagte der Bauer und alle gaben ihm Recht.

Doch als
das Jahr seinen Lauf nahm, der Frühling sich aus dem Winter schälte, der Sommer
in den Herbst überlief und den Winter kündete, da musste der Krisplerbauer
wieder in den Wald um Holz zu holen, und wieder begegnete er dem Troll vom
letzten Jahr.

„Kennst
mich eh noch Krisplerbauer“, schnarrte der rotäugige Troll, zupfte den Bauern
an der Hose und schwärmte, „so ein schönes
Weihnachten war das bei euch im letzten Jahr. 
Jeden Tag reden wir davon, so gut hat es uns gefallen. Und deswegen
kommen wir heuer auf die Stund genau wieder, um Weihnachten bei euch zu feiern.
Also richt´  alles aufs Beste, lass die
Haustür einen Spalt offen stehen und dann hockt ihr Menschengesindel euch
wieder in den Keller. Und vergiss die guten Bratäpfel und den Honigwein nicht,
davon darf es heuer ruhig mehr sein. Und wenn du nicht tust was ich dir sage,
verhexen wir dir dein Vieh. Hast mich verstanden Krisplerbauer?“

Und mit
einem kleinen Knall verschwand der kleine, hässliche Waldtroll. Dem
Krisplerbauer war aber der Schreck so in die Glieder gefahren, dass er wie ein
Ziegenbock herum hüpfte, bevor er nach Hause eilte, um die schreckliche Nachricht
seiner Frau zu erzählen. Den ganzen Advent über ging ein Wehklagen und Jammern
durchs Haus, und niemandem war  heimelig
warm ums Herz, wie es die Vorfreude auf Weihnachten mit sich bringen sollte.

Am
Heiligen Abend aber, als der Wind wieder die Schneeflocken wirbelnd vor sich
hertrieb, da bereiteten die Bäuerin, der Bauer und die Kinder unter Tränen
alles aufs Feinste für das Fest vor, schmückten das Bäumchen, sprachen noch ein
Gebet und setzten sich schließlich in der ersten Dämmerung in den Keller. Und
diesmal mussten sogar die Mäuse weinen, als sie die traurigen Gesichter der
Kinder in der Dunkelheit spürten.

Doch plötzlich vernahmen alle ein lautes und polterndes
Klopfen an der Tür und eine mächtig laute Stimme rief: „Ja ist denn da niemand?
Wo steckt ihr denn, ihr meine einzigen, lieben Anverwandten? Habt ihr
Weihnachten vergessen?“

„Die
Annatant!“, rief eines der Kinder erschrocken und der Krisplerbauer öffnete vorsichtig die Kellertür.

Und
wirklich in der Stube stand kein Troll sondern leibhaftig die Annatant und als
sie ihren Bruder sah rief sie: „Ja was machst denn du im Keller, und wo sind
denn die anderen? Hier ist eine Stimmung wie bei einem Begräbnis.“

Der
Krisplerbauer holte tief Luft, während sich die anderen aus dem Keller drängten
und die Annatant ungläubig anstarrten. Selbst den Mäusen war nicht wohl in
ihrer Mäusehaut.

„Ich hab
gestern beschlossen heute bei euch Weihnachten zu verbringen“, sagte sie mit
ihrer dröhnenden,
dunklen Stimme und dabei ruderte sie mit ihren langen Armen quer durch die
Stube. „Also jetzt schaut nicht so als hätte der Blitz in die Scheune
eingeschlagen, ist ja schon alles aufs Feinste hergerichtet bei euch.  Aber was macht ihr eigentlich alle im Keller?“

„Ja weißt, Annatant“, begann eines der Kinder, und
dann erzählten alle auf einmal die ungeheuerlich traurige Geschichte von den
Trollen.

„Und
deswegen“, sagte die Krisplerbäuerin, „kommst du heute etwas ungelegen. Es wäre
besser gewesen du wärst zuhause geblieben.“

„Ja
Himmelkreuzseiten, sapperlot nocheinmal“, schrie die Annatant. „Ich geh  doch nicht wegen ein paar dahergelaufenen
Trollenmanderln zur Weihnacht in den Keller. Geht’s ihr runter, wenn ihr wollt’s.
Ich werd´ den Trollenmanderln meine Aufwartung machen, dass es nur so kracht
und rauscht.“ Und wirklich, die Annatant setzte sich mit dem Schirm in der Hand
zum Ofen und in der Dunkelheit des Weihnachtsabends wartete sie auf die
ungebetenen Gäste, die sich bald durch lautes 
Gepolter und Geschrei ankündigten.

„Ich fress
heut alle Krapfen“, schrie das rothaarige Trollenmandl, das als erstes zur
offenen Tür hereinsprang. Als es die Annatant erspähte, hielt es mitten im
Sprung inne und geiferte los: „Menschengesindel, Menschengesindel, hab ich
nicht gesagt ihr sollt im Keller verschwinden!“ 
Doch bevor es sich überhaupt vor Wut noch fassen konnte, hatte es die
Annatant resolut am Fell gepackt und in die Höhe
gehoben.

„Was sagst
du da, du kleines, stinkendes Trollenmanderl. Wer ist denn da das Gesindel, du
filzbärtiger Ziegenhintern. Was für ein Gesindel ihr seid, werde ich euch jetzt
in aller Deutlichkeit erzählen. Und dabei wird mir mein Schirm gute Dienste
leisten. Damit mach ich euch den Heilig Abend so richtig lebhaft.“

Und kaum
hatte sie das gesagt, walkte sie den erschrockenen Troll mit dem Schirm tüchtig
durch. Dann warf sie ihn einfach zur Tür hinaus und schnappte sich das nächste
Trollenmandl um es ebenso kräftig durchzuwalken. Eines nach dem anderen.

„Braucht
keiner eine Angst haben, dass er nicht drankommt“, rief sie und war dabei schon
tüchtig von der Walkerei ins Schwitzen geraten.

Die höchst erschrockenen Trolle stolperten wie wild
durcheinander und dann sprangen sie so schnell sie konnten aus der Tür und aus
dem Fenster und einige brüllten aus Leibeskräften: „Ein Drache, ein Drache ist
in der Stube…“

Und so
mancher flog an diesem Heiligen Abend schneller aus der Tür als er
hereingekommen war. Hinkend und brüllend verschwand das ganze Trollengesindel
im Wald.

Dann
kehrte Ruhe ein. Die Sterne funkelten jetzt still am Himmel und die ganze Natur
schwieg in weihnachtlicher Freude und in der Stube der Krisplers flackerte
lustig das Feuer und die Annatant entzündete flink die Kerzlein am Christbäumchen.

„So“,
sagte die Annatant und öffnete die
Kellertüre. „ Ihr
meine lieben Anverwandten, jetzt kommt ihr aus dem Keller herauf und jetzt wird
Weihnachten so gefeiert, wie es der Brauch ist und die Kinder sollen sich
gleich da beim Ofen herstellen und mir ein schönes
Weihnachtslied singen und dann schauen wir ob der Braten gut durch ist und ob
du mein lieber  Bruder auch auf den
Weihnachtswein nicht vergessen hast, den ich so gern trinken tu. Jetzt schaut’s
halt nicht so verdeppt. Die Trollenmanderl haben eilig in den Wald müssen, aber
dafür bin ich jetzt da!“

Und
wirklich so ein schönes
Weihnachten ist es geworden. Eines, das man nicht so schnell vergessen tut im
Leben. Die Augen der Kinder haben geglänzt, wie blanke Golddukaten, der
Krisplerbauer hat der Annatant den Weihnachtswein eingeschenkt und die Annatant
musste immer und immer wieder erzählen wie sie die Trollenmanderl aus dem Haus
geschubst hat. So schön war das
Zusammensitzen, dass keiner in dieser Nacht ins Bett gehen wollte.

Doch als
der Krisplerbauer kurz nach Neujahr wieder Holzholen in den Wald fuhr, da ist
das Trollenmanderl wieder vor ihm aufgekreuzt. „Snak, knack, du Krisplerbauer“,
hat es ganz vorsichtig gefragt, „sag einmal ist der alte Drachen, der uns
Weihnachten so zugesetzt hat noch immer bei euch auf Besuch, oder ist er schon
weiter gezogen?“

„Ja du
meinst meine Schwester. Gut, dass du mich erinnerst.  Die wohnt jetzt bei uns und ich soll dir von
ihr ausrichten, dass ihr nächstes Jahr zu Weihnachten wieder eingeladen
seid.  Sie will euch wieder gut
durchwalken, so wie ihr es gerne habt und diesmal will sie auch noch ein
Manderl von euch fangen, weil sie so gerne kleine Trolle frisst, der alte
Drachen. Sie freut sich schon auf euch.“

Da war der
Troll mit einem kleinen Knall spurlos verschwunden und von dem Tag an hat zur
Weihnachtszeit nie keiner ein Trollenmandl mehr gesehen.

„Weißt du
Ertl, die Trolle bereuen es bis auf den heutigen Tag, dass sie sich Heiligabend
so schlecht benommen haben. Aber aus einer Sau wird kein Schwan,“ sagt die
Wacholder. „Jetzt hab ich dir die Geschichte erzählt und jetzt sage ich dir
etwas anderes. Ertl, ich hab´ dich immer schon gern gemocht. Gleich vom ersten
Mal an, als ich dich gesehen hab´.  Ich
hab´ ein Auge auf dich geworfen. Bist ein fescher Bub. Und weil du der Richtige
für mich bist, da könnten wir doch gleich übers Heiraten reden. Du tust mir
schon sehr zusagen. Und wir wären schon
ein schönes Paar.“

Ja, das
sagt die Wacholder, die alten Ellenhexe, dem Ertl frei heraus, aber viel von
den Worten hört der gar
nicht mehr, so schnell springt er auf und im Weglaufen ruft er: „Ich komm ein
andermal. Ich hab ganz vergessen, dass ich noch mit dem Zeiserlfranz ein paar
Lieder singen will.“

Und schon
ist er draußen im Wald und läuft was er kann.

Wohin?

Das wissen nur die Eulen, aber die schlafen heute schon.

Das Märchen stammt aus dem folgendem Buch:


Dorfzeitung.com


Salzburgs Bürgermeister Harald Preuner meint in einem Interview:  „Ich bin wirklich froh darüber, dass wir mit dem Abschluss der Bauarbeiten eine rund zwanzigjährige Diskussion zu einem guten Ende bringen konnten und die Salzburger nach langer Wartezeit ein neues Hallenbad haben, das wirklich ‚alle Stückln‘ spielt“. (Salzburg24 vom 10.Oktober 2019)

Rebecca Schönleitner

Von Rebecca Schönleitner

Tja, Herr Preuner, haben Sie schon die Gelegenheit genutzt und versucht einfach einmal für eine Stunde ins Hallenbad zu spazieren und Längen zu schwimmen? Ich glaube nicht, denn das hochgepriesene Hallenbad hat Platz für exakt 9 Schwimmer. Das kleine Schwimmbecken ist in 4 Bahnen geteilt, in jeder Bahn können 2 Personen gegengleich gut schwimmen und in der 4. Bahn 3 Personen.

Die wunderbare Architektur ist zweifelsohne schön, aber es
handelt sich hier in keinster Weise um ein Schwimmbad, denn eher um eine
Erholungsoase.

Viele Salzburger wollen einfach nur schwimmen. Rein ins Bad,
eine Stunde Längen kraulen, Brust- oder Rückenschwimmen und wieder raus. Platz
genug wäre ja da, aber die wunderbare Architektur hat hier gefliest und
geschwungen und sonst noch allerlei unnützes Zeugs für das Wohlgefallen der
politischen Augen hingestellt.

Aber sein wir uns doch ehrlich! Welchen Politiker interessiert es schon, was einfache Salzburger wollen? Können wir Salzburger nur hoffen, dass viele Touristen das, mit Steuergeldern finanzierte Oasenbad nutzen, denn die Salzburger, die schwimmen wollen werden weiterhin nach Freilassing, oder Berchtesgaden ausweichen müssen.

Eine Bilderstaffel vom neuen Hallenbad von Karl Traintinger

Das “alte Hallenbad”:
Paracelsus Hallenbad. Nun ist es endgültig vorbei …


Dorfzeitung.com


Dr. Petra Weiermayer

(Wien, 18. 11. 2019) Der alljährlich in Wien im Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) stattfindende Europäische Antibiotikatag ist eine Initiative zur Förderung der öffentlichen Gesundheit.

Geladen sind Ärzte, Tierärzte, Fachexperten und Vertreter von Behörden und medizinischen Einrichtungen. Es geht bei diesem Symposion um die aktuelle Situation im Umgang mit Antibiotika und deren Resistenzen im ärztlichen und tierärztlichen Bereich.

Das heurige Programm:

  • Präsentation der Daten des jährlichen österreichischen Antibiotikaresistenzberichtes AURES – aus der intersektoralen Zusammenarbeit im Human-, Veterinär- und
    Lebensmittelbereich sowie der AGES über den Verbrauch antimikrobieller Substanzen im Human-, Veterinär- und Lebensmittelbereich in Österreich
  • Diskussion von aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen zur Eindämmung der antimikrobiellen Resistenzen in Österreich
  • Vergleiche mit internationalen Daten
  • Empfehlungen für den umsichtigen Einsatz von Antibiotika zur Eindämmung resistenter Bakterien
  • Krankenhausinfektionen und Krankheitsprävention

Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang der Vortrag von Dr. Petra Weiermayer mit dem Thema: “Integrativmedizinischer Ansatz in der Antibiotikaresistenzproblematik >”, der sich unter anderem der Homöopathie als Erweiterung der therapeutischen Möglichkeiten widmete.


Dorfzeitung.com


Vernissage in der Academy Bar, Salzburg, 12. 11. 2019

Ich begann sehr früh, mich mit verlassenen Orten zu beschäftigen. Damals. Als ich noch ganz jung war. Im Ruhrgebiet. Kioske. Zechen. Halden. Hochöfen. Fabrikhallen. Kneipen. Arbeit. Schwerstarbeit. Suff und Rauch.

Rochus Gratzfeld

Von Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród

Diese Leidenschaft hat mich bis heute nicht losgelassen. Also fotografiere ich immer noch verlassene Orte. Deren Atmosphäre fasziniert mich. Die entstandenen Bilder bearbeite ich digital, überzeichne die Farben ins Unwirkliche. Betone so die Mystik. Meine aktuellen Fotowerke sind in Österreich, Ungarn und in der Slowakei entstanden.

Das ich für meine Ausstellung LOST PLACES eine Bar ausgesucht habe, hat etwas mit Edward Hopper zu tun.

Edward Hopper (* 22.
Juli
1882 in Nyack, New York;
15. Mai 1967 in New
York City
,
New York) war ein amerikanischer Maler des Amerikanischen Realismus. Hoppers in kühler Farbgebung gehaltene realistische
Bilder weisen auf die Einsamkeit des modernen Menschen hin. Er gilt als Chronist der amerikanischen Zivilisation. Bars
sind besuchte Orte der Verlassenheit. Individueller Verlassenheit. Auch, wenn
Hoppers bekanntestes Werk – „Nighthawks“ (Nachtschwärmer), entstanden 1942, 14
Jahre vor meiner Geburt – keine Bar zeigt. Einen Imbiss. Dennoch. Es könnte
auch eine Bar sein. Bars sind Orte individueller Einsamkeit, welche sie
temporär aufheben können.
LOST PLACES. Zu dieser Einschätzung möchte ich Hopper zitieren: „Kunst ist der äußere Ausdruck
eines inneren Lebens im Künstler, und dieses innere Leben prägt seine
persönliche Sicht.“

In meinem Buch Erotische Lyrik >, erschienen im Verlag rot&licht, Berlin, schreibe ich:

Genf

Taxi kommt nicht im Regen.
Wein für 3 Franken.
Gehe rein.
Wein für 3 Franken.
Setzt sich vor mich auf den Hocker.
Taxi kommt nicht im Regen.
Wein für 3 Franken.
Schwarzes Knie drückt weissen Schwanz.
Gehe raus und zu Fuss.

Ganz frugal, aber unheimlich fooderotisch, endete der Abend dieser Vernissage für meine Frau und mich am Würstelstand. Ging einfach nicht anders.

Meine Schwerpunkte im Schaffen mit der Kamera: Landschaften, Portraits, weibliche Akte, Sozialstudien in Bild & Wort. Meine letzte Ausstellung hierzu endete am 8. November im Schloss Mirabell (Starke Frauen in Salzburg >), für 2020 ist eine Open Air Ausstellung in Vorbereitung.

Die Ausstellung LOST PLACES kann noch bis einschließlich 5. Dezember zu den Öffnungszeiten der academyBar besucht werden.

Lost Places in der Dorfzeitung >
Rochus Gratzfeld in der Dorfzeitung >


Berlin, Checkpoint Charlie

Meine Gedanken kehren zurück in das Jahr 1989. Ich war Marketing-Manager in einem amerikanischen Unternehmen in Eschwege.

Rochus Gratzfeld

Von Rochus Gratzfeld, Salzburg und Sarród

Direkt an der Grenze zu Ostdeutschland. Noch war diese Grenze nicht gefallen. Dennoch konnte ich als Wessi den Osten besuchen. In gehobenen Restaurants waren Westkonserven der Hit.

Meine Gedanken kehren zurück in die siebziger Jahre.

Unsere Maturareise führte nach Prag. Mit dem Bus.

An der Grenze grelles Licht. Wachpersonal mit Maschinengewehren.

Es war eine Zeit des Vollrausches. Becharovka zum Frühstück.

Becharovka zum Lunch.

Krimsekt zum Dinner.

DM erlaubte uns alles. Und ich meine, was ich sage. Alles.

In einer Kirche tauschten wir unsere Jeans gegen Währung. Der Erlös zahlte
die gesamte Woche unseres Aufenthaltes. Ins Hotel gingen wir in Unterhosen
zurück.

Im U Fleku wurden wir bevorzugt, Gäste aus Ostdeutschland gar nicht
bedient. Sie zahlten die Zeche für den Prager Frühling.

Rückfahrt mit dem Bus. Vollgeladen mit Krimsekt und Kästen voller Plzeňský Prazdroj – Pilsener Urquell. Einen Kasten gaben wir beim ersten Grenzposten ab. Passieren!

Meine Gedanken kehren zurück in die siebziger Jahre.

Als Studenten reisten wir oft nach Berlin. Stadt ohne Sperrstunde. Mit dem
Auto. Durch die DDR. Wachposten mit Maschinengewehren. Grelles Licht. Angst.
Später erfuhr ich, dass die Autos durch Röntgentunnel geleitet wurden. Absurd.
Am Bahnhof Friedrichstraße wurde ich kurzzeitig verhaftet – ich hatte Fotos
gemacht. Ausziehen. Leibesvisitation. Beschlagnahmung des Films. Bravo!

Ostberlin war anders. Schwarz-weiß-anziehend im Ruß der Braunkohleöfen.
Ohne Werbung aber dafür mit viel menschlicher Wärme.

Westberlin. Alles so schön bunt hier.

Meine Gedanken kehren zurück in das Jahr 1989.

Ich bin in Budapest. Unterhalb meiner Pension sammeln sich Menschen, es
werden stündlich mehr. Immer mehr. Menschen aus der DDR.

Die Grenze ist gefallen.

Ich bin zurück in Eschwege.

Willkommenstransparente stehen in krassem Gegensatz zu der über Nacht
erfolgten Preiserhöhung für Obst und Gemüse. Der Preis für Bananen ist um 300%
gestiegen. Ich denke: Arschlöcher.

Alte sterbenskranke Menschen werden auf Bahren aus Trabis in Banken
getragen. Willkommensgeld.

Ein Trabi steht zur Hälfte auf einem erhöhten Gehsteig. Ostdeutsche beladen
ihn mit Waren. Steigen übergewichtig zu. Achsenbruch.

Die Grenze ist gefallen.

2019

Meine Gedanken denken „scheiße“.

Es hat nicht wirklich geklappt. Mit der Wiedervereinigung.

West hat Ost damals Freiheit gegeben und Identität geraubt.

Außer Rotkäppchensekt ist von der ehemaligen DDR nicht viel übriggelassen
worden. Die faschistische AfD schlägt daraus jetzt Kapital. Und Europa
errichtet neue Mauern. Putin riecht Lunte und hofft auf Spaltungen.

Dennoch. Es war ein riesiger Schritt.


Dorfzeitung.com


Der Merkur wird am kommenden Montag, 11. November, als kleiner schwarzer Punkt vor der Sonne vorbeiwandern.

Manfred Fischer

Von Manfred Fischer

Wir beobachten bei Schönwetter dieses seltene astronomische Ereignis in Ostermiething mit Teleskop und Fernglas mit Sonnenfiltern sowie Sonnenfinsternisbrillen. Mit zertifizierten Sonnenfiltern ist eine gefahrlose Beobachtung möglich. Hobbyastronom Manfred Fischer wird beim Kulturzentrum KultOs (Westseite) von 13.30 bis 16.45 Uhr mit seinem Teleskop zur Verfügung stehen. Wer es diesmal versäumt, hat erst wieder 2032 die Möglichkeit Merkur vor der Sonne zu beobachten. Also: Kommen Sie vorbei.

Veranstalter
ist der Verein L(i)ebenswertes Ostermiething.

VORSICHT: Bei Selbstbeobachtung ohne Experten unbedingt Sonnenfinsternisbrillen mit zertifizierter Schutzfolie verwenden – keinesfalls Sonnen- oder Schweißbrillen mit anderen Folien gebrauchen. Diese schützen nicht ausreichend vor irreparablen Augenschäden.

Manfred Fischer in der Dorfzeitung >


Dorfladen

Jetzt schon an Weihnachten denken und ein individuelles Präsent aus dem Dorfladen schenken!

3 neue, schöne Designs laden zum Schauen und Aussuchen ein! Vielleicht ist etwas dabei, das Sie sich gerne selber oder jemand anderem schenken möchten?

Mit jedem Stück, das Sie erwerben, helfen Sie der Dorfzeitung ein klein wenig, vielen Dank dafür!

Zum Dorfladen >


Der Bergheimer Fotograf zeigt in der Halleiner Creativ-Werkstatt am Schifferplatz 3 seine aktuellen Arbeiten.

Gerhard Kupfner ist Mitglied im Oberndorfer Fotoclub und ein wahrer Meister in der Bildbearbeitung. Seine Landschaftsaufnahmen begeistern durch die inhaltliche Dichte. Die Vernissage war ein nettes Festl für alle Beteiligten!

Gerhard Kupfner in der Dorfzeitung >


Dorfzeitung.com


Vernissage Rochus Gratzfeld, Schloss Mirabell, Starke Frauen

Ein Bild-Wort-Projekt von Rochus Gratzfeld, Salzburg & Sarrod

„Rochus Gratzfeld liebt die Frauen“, bemerkte Stadträtin Mag.a Anja
Hagenauer schmunzelnd bei ihrer Eröffnungsrede anlässlich der Ausstellungseröffnung
STARKE FRAUEN IN SALZBURG anlässlich des Equal Pay Days in der Wolf Dietrich
Halle im Schloss Mirabell. Dem wollte auch die für das Projekt verantwortliche
Leiterin des Frauenbüros der Stadt Salzburg, Mag.a Alexandra Schmidt, nicht widersprechen.

Und irgendwie ist da ja auch was dran. Seien es die hotel.room.nudes., die Rochus Gratzfeld ebenso in Salzburg ausstellte, wie dieNACKTE FRAUmitHUND. Auch sein nächstes Projekt stellt wieder Frauen in den Mittelpunkt: FRAUEN SEHEN SARRÓD.

Dieses Mal kombinierte der Soziologe und Künstler Rochus Gratzfeld
Fotografien mit Statements. Das Ergebnis sind 15 großformatige Plakate mit 16
Frauen.

„Sie leben in der Stadt Salzburg oder haben einen starken Bezug zur Stadt.
Frauen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher sozialer Stellung,
unterschiedlicher Religionen, unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher
sexueller Orientierung. Und eine Frau, die sich dagegen entschieden hat, ein
Mann zu sein.

Drei Frauen kommen nicht ursprünglich aus Salzburg, sondern aus Algerien,
Ghana und Indien. Für sie wurde Salzburg zur Heimat  –  auf
sehr unterschiedlichen Wegen.

Die Fotoportraits entstanden dort, wo die Frauen das wollten. Herausgekommen ist eine Dokumentation der Vielfalt und Stärke von Frauen: ein starkes Charakteristikum dieser Stadt.“ (Quelle: Information des Frauenbüros der Stadt Salzburg.)


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Also eigentlich war unser Ziel heute der Wolfgangsee. Welch Blauäugigkeit. An einem strahlenden Herbstsonntag wollten dies gefühlte Tausende auch.

Rochus Gratzfeld

Von Rochus Gratzfeld

Also kehrt marsch. Ab durch die Landschaft, wo WanderInnen leider offensichtlich unerwünscht sind. Fehlende Parkplätze werden ergänzt durch Halteverbotsschilder. Privatgrund. Feindliches Bauernland für BesucherInnen. Nun denn. Wir haben uns dennoch durch Wiesen und Felder wohlgelaunt geschlagen. Nicht unerwünscht sind von den Anrainern und Gemeinden hingegen wie Pilze aus dem Boden schießende immer größere Logistikzentren. In Zeiten, in denen Maßnahmen gegen den lebensbedrohenden Klimawandel unabdingbar und vorhersehbar sind, Bauruinen der Zukunft.

Dann Richtung Wallersee. Welch ein Kleinod!

Zur Begrüßung erst einmal. Ja, genau. Verbotsschilder. Da wird klar,
warum ein Kickl bei Teilen der Bevölkerung auf Zustimmung stieß.

Jedenfalls spazieren wir unverdrossen fröhlich weiter durch offenbar
noch nicht vermintes Gelände. Die BesitzerInnen hier zahlen viel Geld für ihre
Grundstücke und Gebäude. Also: Badeverbot. Privat. Keine Hunde ins Wasser.
Privat.

Apropos Gebäude. Da gibt es unverständliche Bausünden. Aber nur wenige.
Dafür viele farbenfroh hergerichtete Häuser. Wunderbar. Und Ruhe. Keine Massen.

So hat uns unser Ausflug mit viel Cons und viel Pros konfrontiert.


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Der Kulturseptember Obertrum am See präsentiert in den ehemaligen Gärhallen der Trumer Privatbrauerei in Obertrum am See, ein interdisziplinäres, mehrspartiges Ausstellungs- und Präsentationsprojekt der Kulturinitiative drum5162. Das jährlich wechselnde Thema, lässt teilnehmende Kulturschaffende eine gemeinsame Ausgangsituation einnehmen, gibt zeitgenössischer Kunst und Kultur eine Plattform um ihre individuellen Diskurse, Ansätze und Interpretationen und bietet Besucher*innen Raum um eigene Zugänge zu dem jeweiligen Thema zu finden.

Junges Wort

Die ausgestellten Kunstprojekte wurden von den teilnehmenden Künstler*Innen, im Rahmen eines open calls zur Teilnahme am Kulturseptember 2019 eingereicht.

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Jede Künstlerpersönlichkeit hat sich mit ihren präsentierten Werken
mit dem Projektthema 2019: „Junges Wort“ beschäftigt und ihre
Präsentation darauf hin aufgebaut.

Das junge Wort hat es in sich. Junge Wörter sind manchmal ungestüm.
Das junge Wort tappst noch ganz tolpatschig in die Welt hinein. Junge
Wörter ergeben manchmal keinen Sinn. Das junge Wort sagt unverblümt die
Wahrheit. Junge Wörter sind aufbrausend und werfen uns um. Das junge
Wort wird auch einmal alt.

Welchen Umgang mit Sprache: Verbal / Nonverbal / Körperlich /
Musikalisch / Bildend / zeigt Kultur? Welche Facetten der Sprache sind
derzeit an der (kulturellen) Oberfläche? Welche neuen Rollen der
Kommunikation sind im digitalen Zeitalter präsent? Wie reflektiert
agiert das „JUNGE WORT“? Welchen Umgang mit Sprache haben wir? Wie
verhält sich der Weg und die Beziehung von Sender zu Empfänger? Wie
banal, verändert, reflektiert, aggressiv, tolerant ist das „JUNGE WORT“?

Neun KünstlerInnen aus verschiedenen künstlerischen Sparten bespielen mit ihren Projekten die ehemaligen Gärhallen der Trumer Privatbrauerei und laden Besucher*innen „Auf ein Wort“ ein.

Jari Genser
Stefan Kreiger
Verlag für Handbücher: Anna Romanenko, Oliver Kraft, Björn Kühn
Lavinia Lanner & Michael Wedenig
Jan Phillip Ley
Hans-Jürgen Poëtz

Text: drum5162
Kulturinitiative zur Auseinandersetzung und  Verortung von Gegenwartskultur in Obertrum am See