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Afrika anders betrachtet

Viehmarkt in Nigeria

Dorf ist überall

Als ich von meiner langjährigen Bekannten Anneliese Gradl – Amaechi erfuhr, dass sie mit ihrer Familie nach vielen Jahren, endlich die Reise zu ihren angeheirateten Verwandten in der Nähe von Lagos in Nigeria, antreten könnte, erfasste mich die Neugier.

Anni Lemberger

Von Anni Lemberger

Ich wollte so viel wie möglich von einem, mir völlig fremden, Land erfahren – nicht von den Destinationen, wo die  Urlauber hinreisen, sondern von den Teilen Nigeria´s, wo normalerweise keine Europäer hinkommen – in das „wahre und auch arme Nigeria“. Deshalb vorweg ein großes Dankeschön an Anneliese, die mir ihre Fotos und Informationen über die Heimat ihres Ehemannes Kennedy zur Verfügung gestellt hat.

Geografisch liegt Nigeria in Westafrika ist es ist über 900.000 Quadratkilometer groß. Das heiß – feuchte Klima mit seiner Regenzeit und der nachfolgenden Trockenzeit wirkt sich natürlich auf die Vegetation in Nigeria aus. Es gibt insgesamt 5 Vegetationszonen, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte.

Durch die langjährige Erdölförderung wurden dem Land nachhaltige Umweltschäden beigefügt. Auch Menschenrechte, wie sie bei uns gelebt werden, sind, besonders bei Häftlingen, laut AI nicht zufriedenstellend. [1]

Die Religionszugehörigkeit ist vielfältig, vor allem aber Christen und Muslime und eine Vielzahl von traditionellen afrikanischen Religionen.

Es gibt kein Sozialsystem, wie wir es kennen, sondern Kranke, Arme und Alte sind auf die Fürsorge der Familie angewiesen. Die Bevölkerung ist teilweise unterernährt  und gesundheitlich schlecht versorgt. Natürlich gibt es auch wohlhabende Menschen – aber anders als bei uns gibt es eine große Zahl von Elendsunterkünften..

Gerade die sichtbare Armut und die Slums sind das, was für einen, in relativen Wohlstand lebenden, Europäer sichtlich erschütternd ist, wie mir meine Bekannte mitteilte.

Der Speiseplan richtet sich nach dem was dort wächst und die Natur gerade anbietet. Kauf und Verkauf spielt sich vielfach auf der Straße ab. Das bei uns so kritisierte Palmöl ernährt in die Menschen in Nigeria – sie öffnen die Palmfrüchte, entfernen die Kerne und rösten sie. Durch den hohen Ölgehalt haben die gerösteten Kerne einen hohen Energiegehalt.

Lebensmittel, wie Tomaten, Karotten, Weißkraut, Chili, Gurken sind an jeder Ecke zu finden und werden auch auf der Straße verkauft, ebenso wie das Obst auf der Straße verkauft wird – natürlich wesentlich frischer und süßer als bei uns. So werden an den Obstständen Ananas, Mangos Bananen, Papayas, Kokosnüsse, Plantaine (Kochbananen)  und andere Köstlichkeiten verkauft.

Sehr beliebt sind verschiedene essbare Wurzeln, wie die Yamswurzel. Diese wird wie eine Kartoffel gekocht – ist innen weiß und vor allem sehr stärkehaltig.

Hühner werden, genau wie Gemüse und Obst an der Straße verkauft. Fernab jeder Tierschutzidee werden die Tiere in Kisten auf engstem Raum zusammen gepfercht und so stückweise gekauft. Aber auch andere Tiere werden auf der Straße gehandelt – Viehmärkte finden genauso im öffentlichen Bereich statt. Oftmals ziehen die Bauern, die als Nomaden leben, mit ihren verbliebenen Tieren nach dem Viehmarkt wieder weiter. Sie halten sich in der Nähe eines Flusses auf, um dort Wasser und Nahrung für sich und die Tiere zu finden.

Bevorzugte Fleischarten in Nigeria sind: Ziegen, Rind, Geflügel und besonders auch der getrocknete Fisch. Geschlachtet wird ebenfalls auf der Straße, gleich neben den Viehmärkten. 

Die afrikanische Küche ist mit Chili sehr scharf gewürzt und sehr salzarm. Und vor allem darf „Bitter Leaf“ in der nigerianischen Küche nicht fehlen – wird meist als Suppe gegessen.. Es handelt sich um ein Bitterblatt, das im Osten Nigerias wächst und dem vor allem eine reinigende Wirkung der Leber nachgesagt wird.

Sogar gekocht und gegessen wird oft auf offener Straße, zum Beispiel rösten Kinder Cashewnüsse in Pfannen auf offenem Feuer dort.

Neben dem Rösten der Nusskerne erledigen Kinder den Abwasch in der Familie, was Teil ihres Spiels ist. Sie singen, während sie das Geschirr abwaschen. Spielzeug für Kinder gibt es kaum, höchstens einmal einen Holzstab mit meinem Rad vorne, hinter dem die Kinder herlaufen. Was es an Kinderspielzeug gibt ist mit einfachen Dingen selber gemacht.

In Nigeria herrscht, genau wie bei uns, eine 9 jährige Schulpflicht, der aber viele Kinder nicht nachkommen (können). Höhere Schulen und Universitäten kann nur besuchen, wer das Geld dazu hat.

Selber mit dem Auto zu fahren ist einem Fremden nicht zu raten, denn nach Auskunft von Anneliese herrscht dort eher Chaos auf den Straßen bis zum totalen Verkehrsstillstand, weil es kaum Straßenschilder gibt und weil auch das Einhalten jedweger Verkehrsregeln eher unüblich ist. Da empfehlt es sich auf ein Taxi zu nehmen, ein sogenanntes Keke, die wie Oldtimer aussehen.

Die Vermüllung von manchen Städten ist wiederum für uns Europäer nicht so unbekannt, obwohl sie in unseren Städten nicht ganz so massiv ist, wie in Aba. Es gibt aber auch in Nigeria reichere Städte mit besserer Müllentsorgung, schöneren Häusern, ja sogar Villen. Gebaut werden diese Häuser meist als Zweitwohnsitze für Ausländer, aber auch von Nigerianern, die im Ausland leben und arbeiten.

Und natürlich dürfen in einem teil katholischen Land prachtvolle Kirchen nicht fehlen. Und mit Zweitwohnsitzen und Kirchen finden wir wieder 2 sehr bekannte „Errungenschaften“ vor, die uns zurück nach Europa bringen.


[1]    Quelle: online – Wikipedia

Dorfgockel

Vernissagen tun der Seele gut

Weiberleit

Lust auf Kultur+Leben – Vorfreude schüren (5)

In Pandemiezeiten ist es fallweise erlaubt, unterschiedliche Ausstellungen zu besichtigen. Freilich ist das besser als nichts. Mir fehlen aber auch die dazugehörigen Vernissagen und das Gespräch mit den Künstlern und Besuchern, am besten mit einem Gläschen Wein. Die musikalische Umrahmung ist dann noch das Tüpfelchen auf den i.

Die anschließende Fotostaffel zeigt einen kleinen Ausschnitt von Vernissagen der letzten Jahre, an die ich immer noch mit Freude zurückdenke.

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Die Autoren und ihre Bücher

Klaus Ranzenberger Lesung

Lust auf Kultur+Leben – Vorfreude schüren (5)

Alle Künstler leben vom direkten Kontakt mit ihrem Publikum, das ist auch bei den Literaten so. Was gibt es Schöners als eine stimmungsvolle Lesung vor interessierten Zuhörern.

Gar nicht verstehen kann ich die Aussage unserer Kultur-Staatssekretärin Andrea Mayer, die in einer Servus-TV Reportage unlängst sinngemäß gemeint hat: “… immerhin können die Künstler proben, malen und schreiben …”. Was will sie damit sagen? Fakt ist, dass viele der Künstler auf ihre Auftrittsgagen angewiesen sind. Ohne Auftritt gibt´s ganz einfach nicht´s und davon läßt sich nicht leben. Ein monatliches Salär ohne Leistung ist nicht vorgesehen.

Literatur in der Dorfzeitung >

In jeder Sendung des Dorfradios (kostenlos streambar) wird ein Buch oder Autor vorgestellt. Dorfradio >


Auch die Kunsthandwerksmärkte fehlen

Traumfänger

Lust auf Kultur+Leben – Vorfreude schüren (4)

Das bunte Treiben auf diesen Märkten verbreitet eine gute Stimmung. Man kann individuell hergestellte Kleidung probieren, Kunsthandwerkern bei der Arbeit zuschauen, das eine oder andere Stück kaufen.

Beste Laune ist garantiert, kann man sich doch stundenlang an schönen Dingen erfreuen. Dazu gehört auch das Beobachten der zahlreichen Menschen, die von Stand zu Stand bummeln.

Die Fotos stammen von Kunsthandwerksmärkten im Seehamer Strandbad am Obertrumersee in den letzten Jahren vor Corona.


Dorfradio Vol 35 | März 2021

Heli Punzenberger und Herb Berger

Die Sendung ist terrestrisch auf der Radiofabrik am 1. März 2021 um 17 Uhr (Wiederholung 2. März 2021 um 8:00 Uhr) zu hören und ab sofort weltweit zu streamen.

Die aktuelle Sendung hören/ streamen >

Vergangene Sendungen nachhören >

Literatur

Rebecca Schönleitner stellt den Debutroman „Rote Kreuze“ des russischen Autors Sasha Filipenko vor. Swetlana Alexijewitsch: „Wenn Sie wissen wollen, wie das moderne, junge Russland denkt, lesen Sie Filipenko!“

Cartoon

In der Dorfzeitung gibt es jede Woche einen Cartoon des Salzburger Künstlers Thomas Selinger. Wir Päsentieren diesmal die Zeichnung: „Bunte Coronavielfalt“ mit dem dazugehörigen Text von Karl Traintinger.

Fotomanium

Im Fotomanium der Dorfzeitung zeigen wir interessante Fotoarbeiten aus dem virtuellen Dorf. Diesmal sind es die FlussArt Bilder von Renate Fuchs-Haberl

Lust auf Kultur+Leben – Vorfreude schüren

Lust auf Kultur+Leben – Vorfreude schüren“ ist eine neue Serie der Dorfzeitung, die in der Corona-Zeit gestartet wurde. In dieser Sendung geht es um das OFF-Theater in Salzburg.

Musikauswahl von Karl Traintinger

Russian Lullaby (12-23-37) © Bunny Berigan (Complete Jazz Series 1937-1938) – Les cabans noir © Vladimir Vissotski (Le Chant du Mode) – L´horizon © Vladimir Vissotski (Le Chant du Mode) – Tango El Choclo for Gypsy Guitar and Violin © Andrei Krylow – Black Eagle Skuffle © New Black Eagle Jazzband – Blueport © Gerry Mullgan – What a Difference a Day Makes © Joe Zawinul – Forever Lovers © George Adams, Don Pullen, Cameron Brown, John Scofield


Die Jobsuche

Honzis Finanzminister

“I bewirb mi jetzt oiss Finanzminista” meint der Sepp. “Ja bist da übahaupt qualifiziert” frågt da Heini. “Kloa, i hab letzte Wochn a Hausdurchsuchung ghåbt” sågt da Sepp.

Ja, Missstände müssen lückenlos aufgeklärt werden, selbstverständlich, aber auch für Minister sollte zuallererst die Unschuldsvermutung gelten. Dazu leben wir schließlich in einem Rechtsstaat.

Gar nicht brauchen kann man in Pandemiezeiten wie diesen das aktuell vorgezeigte gegenseitige Heruntermachen der einzelnen Parteien und Politiker.

Es ist hoch an der Zeit, dass alle Damen und Herren in der Abgeordnetenriege endlich verstehen, dass große Probleme nur gemeinsam gelöst werden können,

meint ein von Corona genervter Spaziergänger!


Dorfradio Vol 34 | Feber 2021

Thomas Selinger

Diese Sendung wird am 1. Feber 2021 um 17 Uhr von der Radiofabrik in Salzburg ausgestrahlt.

Das Dorfradio Vol 34 | Feber 2021 streamen >

Literatur

Rebecca Schönleitner stellt den Debutroman „Norden“ der holländischen Autorin Sien Volders vor.  Die Autorin lebt und arbeitet in Gent.

Der Anifer Autor Christoph Janacs hat im Spätherbst 2021 das Hörbuch „Spätlese“ in der Edition Tandem publiziert. Christoph Janacs liest seine eigenen Gedichte, die Musik kommt von der Thalghauer Formation GrenzWertig.

Bildende Kunst

Thomas Selinger ist aus dem Salzburger Andräviertrel mit seinem Atelier nach Liefering umgezogen. Coronabedingt hat „der Seli“ seinen Beitrag selbst aufgenommen, unsere Fragen wurden ihm via Email übermittelt.

Musikauswahl

Good Man Gone Bad © B. B. King (Geffen) – Dirty Old Town © Sequel (AB Studio Munich) – Schrei es in die Winde © Faun (Valicon Entertainment) – Rock Prelude © David Garrett (Decca) – Talk Dont´t Bother Me © Alvin Lee + Ten Years After – Restless © Allan Tylor – I´ll Fly Away © John Scofield – Lucky Man © Emerson, Lake and Palmer – Ciantara I © GrenzWertig – Ciantara II © GrenzWertig – Mein Freund Schnuckenack © André Heller


Salty-Dixie-Ramblers

Salty-Dixie-Ramblers

Lust auf Kultur+Leben – Vorfreude schüren (1)

In den nächsten Wochen bringen wir so nach und nach fotografische Rückschauen auf Kulturereignisse, die Lebensfreude vermitteln konnten.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Ohne Kultur war es still im Land! Nach dem kulturell eher extrem bescheiden Coronajahr 2020 hoffe ich, möglichst viele der Kulturschaffenden 2021 wiederzusehen!

Am 29. Juli 2018 spielten die Salty-Dixie-Ramblers im Porsche Traumwerk in Anger im angrenzenden Bayern. Das Wetter war wunderschön, das Essen hoch erfreulich und die Stimmung einfach gut.

Besetzung: Wolfgang Greiner aus Salzburg-City am Banjo, Klemens Wimmer aus Bad Ischl an der Trompete, Lupo Lindtner aus Gröbming in der Steiermark am Kontrabass und am Sousaphon, Daniel Reichl aus dem Flachgau an der Klarinette und Sigi Siller aus Anif im Tennengau am Schlagzeug.

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Zeitgeist Ausgabe 3/ 1986

Zeitgeist Ausgabe 3/ 1986

Günther Esterer – Ein Versuch, einen Künstler zu erfassen

Der biographischen Details sind unspektakulär. Er ist 1942 in Mistelbach geboren, hat die Pflichtschule besucht, in der Firma, in welcher er nunmehr – Abteilungsleiter für Druckformherstellung ist, die 4-jährige Schriftsetzerlehre mit der Gesellenprüfung abgeschlossen, …..

Von Mag. Hans Michael Hajek

Esterer findet für seine künstlerische Betätigung keine großen Worte. Er meint, sein Schaffen müsse “eine andere Sicht der Dinge” vermitteln. Er gesteht freimütig ein, daß es sein ICH sei, das sich in seinen Bildern manifest mache; ein organisches Wachsen und Durch laufen einer
Entwicklung seien auch für jedes Bild grundlegend wichtig. Indes
sei es aber nicht möglich, gute Bilder “zu machen”, da müsse noch etwas hinzutreten, das nicht benennbar, nicht faßbar sei.

Günther Esterer ist Autodidakt. Die Landschaft steht in seinen Arbeiten im Vordergrund; er ist in nahezu allen Techniken zuhause, jedoch nicht bereit, einer bestimmten Technik in seinem Schaffen Prävalenz einzuräumen. Günther Esterer verfügt auch nicht über ein Atelier; er macht alles zu Hause, experimentiert viel und trennt sich auch von Werkproben, wenn sich das Gestaltete abgeklärt hat und seine Versuche zur Reife gelangt sind.

Er ist auch zurückhaltend im Verkauf seiner Arbeiten, von denen er sich nicht gerne trennt. Keinesfalls ist er ein Fabrikant von Kellergassen oder spanischen Tänzerinnen; eher schon ein Wegbereiter für viele Nachahmer.

(Auszug aus der Titelgeschichte)

Aus dem Inhalt:

Zistersdorf eine Grenzstadt | Dr. Walter Wöhl – Portrait eine Foto-Bildners | Es steht ein Schloß – Jagdschloß in Unterstinkenbrunn | Portrait der Künstlerin Christine Rauch | Künstlergemeinschasft westliches Weinviertel | Rock´n Roll und Blasmusik -…Aufgepasst! Open Ohr Michelstettenfest 86 | Gedichte von Edwin Baumgartner | Buchpräsentation Heinrich Rasl – Entscheidender Augenblicke | Dichterlesung, Kunstpräsentation und Konzert in Schönkirchen-Reyersdorf | Der “Erste Österreichische Jugendpreis 86” | Prinz-Eugen-Schloß Obersiebenbrunn

Der PDF-Download dieser ZEITGEIST-Ausgabe befindet sich am Artikelende nach den Bildern.

Download ZEITGEIST Ausgabe 3/ 1986 (6 MB) >


Dorfradio Vol 33 | Jänner 2021 | Christian Weingartner

Christian Weingartner

Portrait des Salzburger Literaten und Fotografen Christian Weingartner. Der Autor wird von Rebecca Schönleitner vorgestellt.

Diese Sendung wird am 4. Jänner 2021 um 17 Uhr von der Radiofabrik in Salzburg ausgestrahlt.
Das Dorfradio Vol 33 streamen >

Christian Weingartner liest aus folgenden Büchern:

Durchs wilde Absurdistan. Wortblitze, Gedankenpirouetten, Ironiesaltos. Erschienen 2020 im Verlag Aumayer
Südlicht. Lyrik. Erschienen 2019 im Verlag am Rande
Morbus Handy. Texte zur Zeit. Erschienen 2018 bei INNSALZ
Stadtballaden. Prosaminiaturen. Erschienen 2011 bei arovell
Der Traum der Regenbogenschlange. Australische Texte. Erschienen 2002 in der Edition Bumerang
Atemlos. Gedichte. Erschienen 1996 in der Edition proFlachgau

Die Musikauswahl hat Karl Traintinger zusammengestellt.
Mit dabei die ersten im Studio aufgenommen Titel von Brassbeat, einer jungen Formation aus Wien in der Tradition einer New Orleans Brass Band.

Die Musikauswahl:

Alone © by Brassbeat – Baby Blue © by Brassbeat – Afterglow © by Brassbeat – Velours © by Brassbeat – Black Eagle Skuffle © by New Black Eagle Jazzband- Jersey Bounce © by Benny Goodman – Keep Cool © by Herbert Berger – A Colloquial Dream © by Charles Mingus – As Catch Can © by Gerry Mulligan & Art Farmer


Stille Nacht, heilige Nacht, heuer hat Corona alles durcheinender gebracht

Stille Nacht

Weihnachten ist die ruhigste Zeit im Jahr, heißt es ja so schön. So richtig erst nehmen es die meisten Menschen normalerweise mit der “ruhigen” Zeit eher nicht, geht es doch ums Geschäft.

Heuer schaut es auf Grund der Corona-Pandemie ganz anders aus. Die Stadt Salzburg ist leer, die weihnachtliche Stimmung scheint noch ganz weit weg zu sein, fast unwirklich weit. Alle Christkindlmärkte sind abgesagt.

Am 4. Adventsonntag besuchte ich den Stille Nacht Bezirk in Oberndorf. Keine Bustouristen füllten die Stille Nacht Kapelle, einige Momente hatte ich sie sogar ganz für mich allein.

Der ganze Platz war ungewöhnlich leer, man sah nur eine überdimensioniere Laterne, einen Schlitten gefüllt mit bunten Paketen und vereinzelt Menschen, das war es auch schon.

Der Neugier halber schaute ich dann noch in Arnsdorf vorbei. Die neu renovierte Wallfahrstkirche Maria im Mösl wollte ich schon länger einmal besuchen. Im Stille Nacht Museum brannte Licht, das war es aber auch schon. Auch hier fanden sich keine Besucher weit und breit.

Irgendwie fühlt sich die momentane Situation schon eigenartig an. Vom emsigen Treiben und der freudig aufgewühlten Stimmung ist am diesjährigen Weihnachtsfest wenig zu spüren.

Weitere Infos:
Stille Nacht BLOG vom Kustos in Arnsdorf Max Gurtner >
Stille Nacht in der Dorfzeitung >
Stille Nacht, heilige Nacht – ein Autobusevent >
Dorfradio Vol 32 | Dez 2020 | X-MAS | OPEN SPACE >


Der Residenzplatz ohne Christkindlmarkt

Residenzplatz Salzburg | Fotos: Michaela Essler

Hätte vor einem Jahr jemand von einem Residenzplatz ohne Christkindlmarkt gesprochen, wäre die Antwort „undenkbar und unmöglich“ gewesen.

Michaela Essler

Von Michaela Essler

Zwölf Monate später ist das Undenkbare denkbar und das Unmögliche möglich geworden. In diesem Jahr fehlen die Menschen, die dichtgedrängt zwischen den Hütten durchschlendern. Es fehlen die Gerüche von Weihrauch, Glühwein, Punsch, Zuckerwatte und Kaiserschmarrn.

In diesem Jahr ist es die Stille, die die Weite des Platzes fühlbar macht. Es ist keine traurige Stille, die den Platz erfüllt. Es ist eine Stille ohne das Treiben der Welt, die ihre eigene Schönheit hat. Es ist eine Stille, die zum Verweilen einlädt.

Schmarrn & süße Knödel am Salzburger Christkindlmarkt >