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20 Jahre BINOGGL – 10 Jahre Lofer Skulptur

Der Loferer Kulturverein Binoggl veranstaltet heuer im Rahmen seines 20jährigen Bestehens im Garten des Loferer Heimathauses vom 5. Juni bis 31. Oktober die Ausstellung “Lofer Skulptur”.  Diese Bildhauerschau  wurde vor 10 Jahren vom Frankfurter Galeristen Timm Gierig gemeinsam mit dem Kulturverein Binoggl ins Leben gerufen. Internationale Bildhauer stellten hier im Pinzgau aus. Nach mehreren Jahren Pause werden heuer Werke des einheimischen Künstlers  Bernhard Wieser aus Weißbach bei Lofer gezeigt.

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Wieser, nach Jahre langen Weltreisen und Arbeit im Ausland, ist vor einiger Zeit wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Geprägt haben Wieser  die Begegnungen mit Nomaden und anderen Wandervölkern und deren Naturverständnis.  Die Formensprache Wiesers, des gelernten Hochbautechnikers, ist vielschichtig. Erhaben und kühl, wundervoll glatt präsentieren sich Steine in ihrer Schönheit. Dringt man weiter vor, lassen sich Höhen und Tiefen erfühlen, ähnlich dem Wellental des Lebens.

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Die Ausstellung wird am Freitag, den 5. Juni, um 19 Uhr eröffnet. Zur Eröffnung spielen “Sticky Fingers” aus Tirol Hits der Rockgeschichte bis zu aktuellen Songs.

Walter Schweinöster


Geheimnissvoller Pilzfund in Seekirchen.

In Seekirchen wachsen plötzlich Schwammerl …

Vor einigen Wochen wurde in Seekirchen ein neues Gemeindeoberhaupt, oder besser, eine Häuptin, installiert.

Die Stichwahl gewann sie souverän, die Ära Johann Spatzenegger ist zu Ende gegangen, die selbe Partei ist geblieben. So nach und nach bekommt Seekirchen einen weiblichen Touch, irgendwie. Und dann das:

Heute  Mittag fand Honzi diesen wunderschönen (Herren?) Pilz mitten in Seekirchen unter der großen Linde gegenüber der Hypo Seekirchen. Eine Laune der Natur oder die Klimaveränderung ?


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Buchpräsentation – “Das Lachen des Geckos” von José Eduardo Agualusa

Auf Einladung der Romanistischen Fakultät der Universität Salzburg war am 20.Mai 2009 der portugiesischsprachige Autor und Journalist José Eduardo Agualusa erstmals zu Gast in Salzburg. In der voll besetzten Kleinen Aula der Universitätsbibliothek stellte er seinen neuesten Roman „Das Lachen des Geckos“ vor. Sein Übersetzer, Michael Kegler, übernahm den deutschen Part.

Elisabeth PichlerElisabeth Pichler

José Eduardo Agualusa wurde 1960 in Angola geboren. Er lebte lange in Lissabon, dann in Rio de Janeiro. Bis heute hat er vier Romane, eine Sammlung mit Kurzgeschichten und einen Lyrikband veröffentlicht. Zudem ist er als freier Journalist für Radio und Zeitung tätig. Das Portugiesisch, in dem er schreibt, ist für ihn nicht mehr die Sprache der einstigen Kolonialherren, sondern „eine afrikanische Sprache, die Begriffe, Ausdrücke, die Rhythmen und die Gefühle des angolanischen Volkes aufgenommen hat“.

Seine Bücher sind in 16 Sprachen übersetzt worden. Auf Deutsch sind bisher zwei Romane erschienen: „Ein Stein unter Wasser“ (1999 im DTV Verlag) und „Das Lachen des Geckos (2008 im A 1 Verlag). 2006 gründete er den brasilianischen Verlag „Lingua Geral“, der nur Werke herausgibt, die ursprünglich auf Portugiesisch geschrieben wurden, und sich besonders um die Entdeckung junger Schriftsteller bemüht.

Agualusa und sein Übersetzer lasen abwechselnd auf Portugiesisch und Deutsch ausgewählte Abschnitte aus dem „Lachen des Geckos“, wobei die Frage, warum gerade ein Gecko diese Geschichte erzählt, bereits im Vorhinein geklärt werden konnte. Dieser Gecko beobachtet mit subtilem Humor den Protagonisten Félix Ventura, der einer ungewöhnlichen Tätigkeit nachgeht. Er handelt mit erfundenen Vergangenheiten. Seine Kunden sind Minister, Landbesitzer und Generäle, Menschen der neuen angolanischen Oberschicht. Sie alle blicken in eine gesicherte Zukunft, was ihnen jedoch fehlt, ist eine glanzvolle Vergangenheit. Ventura erstellt neue Stammbäume für sie, beliefert sie mit Fotografien von illustren Vorfahren und versorgt sie mit glücklichen Erinnerungen. Doch eines Nachts kommt ein Fremder in sein Haus, dem er eine neue angolanische Identität verschaffen soll. Venturas Schöpfung auf den Namen José Buchmann beginnt den Fremden so sehr zu fesseln, dass er sich zunehmend mit der erfundenen Person identifiziert und sich auf die Suche nach den Figuren seiner gekauften Vergangenheit begibt.

Der Gecko beobachtet lächelnd, träumt und hört sich Geschichten an, er nimmt uns mit auf eine spannende und poetische Reise. Der Roman bewegt sich zwischen einer Satire auf die politischen Verhältnisse und einem magischen Realismus, einer fast lyrischen Prosa. Die britische Zeitung „The Independent“ hat den Autor für diesen Roman mit dem Independent Foreign Fiction Prize 2007 ausgezeichnet.

In der anschließenden Podiumsdiskussion gab der Autor sichtlich erfreut über das rege Interesse des Publikums bereitwillig Auskunft über seine Arbeit. Er ist sich auch der Tatsache bewusst, dass der Erfolg eines Buches nicht vorhersehbar ist. So war einer seiner Romane in Holland binnen kurzem vergriffen, in anderen Ländern wieder blieb er liegen. Eine amüsante Episode erzählte er von einem großen Literaturfest in Lissabon. Dort saß er zufällig neben einem bekannten Rockstar, mit dem er sich intensiv unterhielt, am nächsten Tag war sein Name schlagartig bekannt.


Herr der Fliegen – ARGEkultur -Schauspielhaus

Das Schauspielhaus bringt derzeit ein eindrucksvolles Jugendstück  nach dem Roman “Herr der Fliegen” des Nobelpreisträgers William Golding  in der ARGEkultur auf die Bühne.

Elisabeth PichlerVon Elisabeth Pichler

Rechtzeitig noch vor dem nahenden Schulschluss bringt das Schauspielhaus in Kooperation mit der ARGEkultur ein Jugendstück auf die Bühne. Der größte Erfolg von William Golding – er erhielt 1983 den Nobelpreis für Literatur – ist seine 1954 erschienene Erzählung „Herr der Fliegen“ über die Erlebnisse einer Gruppe von gestrandeten Schülern, eine Parabel auf die Brüchigkeit der Zivilisation.

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Kaum sind die Geräusche eines Flugzeugabsturzes verklungen, erscheint im dichten Nebel Ralph und stellt lapidar fest: „Ich glaube, wir sind auf einer Insel.“ Dies könnte unsere Fantasie beflügeln und aus den metallenen Podesten, die die Bühne einnehmen, grüne Urwaldhügel entstehen lassen. Mit Hilfe eines Muschelhorns (in diesem Fall ein rostiges Sprachrohr) werden die Überlebenden zusammengerufen, eine Gruppe moderner Jugendlicher.

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Von Beginn an stehen sich zwei Gruppen gegenüber, die Konflikte sind vorprogrammiert. Der verantwortungsbewusste Ralph (Maximilian Pfnür) und die intelligente Brillenträgerin Sophia (Anna Maria Paumgartner) sind als Verfechter der Demokratie und Zivilisation für klare Regeln. Doch auch die aggressive Jackie (Nevena Lukic), die Jagen viel spannender findet als die langwierigen, mühseligen Aufgaben des Hüttenbaus und Signalfeuer stellen, hat ihre Anhänger.

Herr der Fliegen

Betroffen beobachtet man nun den Prozess der zunehmenden Verrohung. Aus den anfangs noch etwas ängstlichen Jugendlichen werden schon bald gewalttätige Wilde und in Konfliktmomenten entsteht eine gefährliche Gruppendynamik, die logischen Argumenten unzugänglich wird.

Herr der FliegenClaus Tröger bringt die Geschichte sehr flott und rasant auf die Bühne. Die jungen Schauspieler können sowohl in den wilden Tanz- bzw. Kampfszenen (Choreographie: Ekkehard Hager) als auch in ihren Monologen überzeugen.

Herr der FliegenBesonders für den Schulunterricht ist die Hauptthematik der Geschichte – die angeborene Gewaltbereitschaft des Menschen – ein brisantes und höchst aktuelles Thema. William Goldings „Herr der Fliegen“ bietet sich daher immer wieder, ob als Buch oder als Theaterstück, als Grundlage für Diskussionen an.

ARGEKULTUR / SCHAUSPIELHAUS SALZBURG – PREMIERE: 20. MAI 2009 / JUGENDSTÜCK AB 13 JAHREN / FÜR DIE BÜHNE EINGERICHTET: NIGEL WILLIAMS/ DEUTSCH VON ASTRID WINDORF. MIT: MAXIMILIAN PFNÜR, NEVENA LUKIC, ANNA MARIA PAUMGARTNER, PAUL PLOBERGER, BENJAMIN LANG, ALISCA BAUMANN, MARCO SCHAAF, MICHAELA SCHMIDT, MELANIE ARNEZEDER. / REGIE: CLAUS TRÖGER / AUSSTATTUNG UND LICHTDESIGN: HUBERT SCHWAIGER / CHOREOGRAFIE: EKKEHARD HAGER / Fotos: Eva-Maria Griese


Ilse Aichinger fotografiert von Stefan Moses

Innige Aufmerksamkeit. Ilse Aichinger fotografiert von Stefan Moses. Ausstellung in der Universitätsbibliothek

Seit gestern, 18. Mai, sind ausgewählte Fotografien von Ilse Aichinger in der „UB“ (Hofstallgasse 2-4) zu sehen. Der Münchner Fotograf Stefan Moses hat die Dichterin über drei Jahrzehnte hinweg mit der Kamera begleitet.
„Ihr Lächeln gilt dem Fotografen, nicht der Kamera“ hat die Süddeutsche Zeitung anlässlich des Erscheinen des Buches „Ilse Aichinger – Ein Bilderbuch von Stefan Moses“ vor drei Jahren konstatiert. Seit den 1970ern begleitet der renommierte Fotograf, der durch seine Reportagen für den „Stern“ und „magnum“ und insbesondere für seine Porträtfotografie bekannt wurde, die Dichterin und den Menschen Ilse Aichinger.

Entstanden sind in dieser Zeit außergewöhnliche Bilder über die Dichterin beim Schreiben in diversen Wiener Kaffeehäusern, den Familienmenschen Ilse Aichinger mit Mutter, Zwillingsschwester, Kindern und Enkelkindern, am Küchentisch, grübelnd, lachend, lesend und immer wieder rauchend. Eine Biografie in Bildern.

Ausstellung Ilse Aichinger – Fotografien von Stefan Moses.
Universitätsbibliothek, Hofstallgasse 2-4
18. Mai bis 11. Juni 2009

Kurz-Biografien:
Stefan Moses
Geboren 1928, bekannt wurde Stefan Moses durch seine Reportagen für Zeitschriften, wie “Das Schönste”, “magnum” und den “Stern” und nach 1965 durch seine freien Projekte, die in zahlreichen Fotobänden und Ausstellungen dokumentiert wurden. Insbesondere für seine Porträtfotografie wurde er vielfach ausgezeichnet. Stefan Moses lebt in München.

Ilse Aichinger
Geboren 1921 mit ihrer Zwillingsschwester Helga in Wien. 1945 begann Ilse Aichinger ein Medizinstudium, das sie 1947 abbrach, um ihren Roman Die größere Hoffnung zu schreiben, der 1948 im S. Fischer Verlag in Amsterdam erschien, 1953 heiratete sie den Lyriker und Hörspielautor Günter Eich, mit den beiden Kindern lebte die Familie seit 1963 in Großgmain bei Salzburg. 1972 starb Günter Eich, von 1984 bis 1988 wohnte Ilse Aichinger in Frankfurt, seit 1988 wieder in Wien. Für ihre Werke (Roman, Erzählungen, Gedichte, Hörspiele, Prosa) erhielt sie zahlreiche wichtige Preise, u.a. Georg-Trakl-Preis (1979), Großer Österreichischer Staatspreis (1995), Joseph-Breitbach-Preis (2000).

Pressemitteilung Ursula Schupfer, Journalismus KEG


Honorarprofessur für Hans Hermann Henrix

unisbgDie Universität Salzburg würdigt dessen besondere Bemühungen um das Gespräch zwischen Juden und Christen. Universitätsprofessor Albert Gerhards bezeichnete Dr.phil. h.c. Hans Hermann Henrix in seiner Festrede als den bedeutendsten katholischen Vertreter des jüdisch-christlichen Gespräches im deutschen Sprachgebiet. Der Schwerpunkt seiner theologischen Arbeit liegt im Bereich der Ökumene und hier besonders auf dem Verhältnis von Christentum und Kirche zum Judentum.

Seit 1979 ist Henrix Berater der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des Judentums, seit 1990 Mitglied der vatikanischen Delegation bei den offiziellen Treffen des Internationalen Verbindungskomitees zwischen der Römisch-Katholischen Kirche und dem jüdischen Volk. Von 1985 bis 1987 war er katholischer Präsident des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Am 16. Januar 2003 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Konsultor der Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum beim Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen. Papst Benedikt XVI. berief Henrix mit 18. März 2008 für weitere fünf Jahre in dieses Amt.

Dr. phil. h.c., Dipl.-Theol. Hans Hermann Henrix wurde am 21. November 1941 in (Schwalmtal-)Waldniel / Niederrhein geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Köln sowie Philosophie und katholische Theologie in Frankfurt, Innsbruck und Münster. 1969 wurde er Direktionsassistent, 1970 Dozent für Theologie und Ökumene an der Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen. 1988 berief ihn der damalige Aachener Bischof Klaus Hemmerle zum Direktor der Akademie. In dieser Funktion wirkte Henrix bis zu seiner Pensionierung am 30. November 2005.

Die Universität Osnabrück verlieh ihm am 25. Mai 2000 die Würde eines Dr. phil. h.c., gemeinsam mit seinem wichtigen jüdischen Gesprächspartner, dem kanadischen Rabbiner Erwin Schild.

Henrix ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher, verfasste mehr als 170 Artikel für Sammelbände und internationale Zeitschriften, arbeitet außerdem im Herausgeber/innen- bzw. Konsultor/inn/en-Gremium der Zeitschriften “Kirche und Israel” und “Freiburger Rundbrief” mit. Er gehört dem Vorstand der Adalbert-Stiftung Krefeld an, die sich um das geistig-kulturelle Zusammenwachsen Europas bemüht, sowie dem Beirat der Internationalen Martin-Buber-Stiftung.

Presseaussendung
Mag. Gabriele Pfeifer
Universität Salzburg
Büro für Public Relations


Honzi: Muttertag

Der Muttertag stresst alljährlich die Familie, alle wollen nur helfen, aber niemand kennt sich aus. Uns beim Abwasch ist die Mutter meist wieder allein, zum Vorteil, für alle Beteiligten.  (kat)


Tauriska schafft wieder das Besondere…

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Genuss und Kultur liegen beim heurigen TAURISKA-Festival wieder eng beisammen – und zwar nicht als zwei abzuarbeitende Themenkomplexe, sondern als ein Paar, bei dem sich das Eine aus dem jeweiligen Anderen ergibt. Dies liegt am besonderen Klima, jenem Klima das TAURISKA in der Stadt und insbesondere am Land jedes Jahr aufs Neue schafft und das schließlich zum Programm wird. Überraschend und vielfältig, mit einer … angemessenen Tiefe, aber nicht in eine bestimmte Richtung festzulegen, so könnte man wohl die vergangenen als auch das aktuelle Programm beschreiben. Arrivierte Künstler mit Newcomern, Musik mit Ausstellungen und Literarisches mit Kulinarischem.



Heuer steht mit Leopold Kohr (1909 – 1994) ein vor 100 Jahren in Oberndorf geborener Salzburger Philosoph von Weltgeltung im Mittelpunkt. Er erkannte schon früh die Vorteile kleinräumiger Wirtschaftskreisläufe, dachte die jetzt Wirklichkeit gewordenen Probleme der Globalisierung voraus, publizierte in mehreren Sprachen und lehrte an internationalen Universitäten. Leopold Kohr kann mit seinen Überlegungen sicher als einer der geistigen Vordenker der Öko- und Umweltschutzbewegung gesehen werden, als hohe Anerkennung wurde ihm für seine Arbeiten 1983 der ‚Alternative Nobelpreis’ zuerkannt. Ein eigenständiges Veranstaltungsprogramm würdigt das breite Schaffen Kohrs.

Coshiva [musikalisches Lächeln], eine sensible Singer/Songwriterin aus Salzburg stellt im Kammerlanderstall Stücke aus ihrem aktuellen Album ‚Butterfly’ vor. Arrangements zwischen Pop, Folk und Jazz, vorgetragen mit einer starken, wandlungsfähigen Stimme und begleitet von einer satt groovenden Live-Band garantieren höchsten Musikgenuss.

Der Erlös der Versteigerung einer handgefertigten Bank, gestiftet von einem Bramberger Tischler, ist Grundlage für einen Ausflug der Uttendorfer Musikids ins Habachtal. Unterstützt werden die Kids am Samstag von der ‚GÜ-Brass’ und am Sonntag von der Uttendorfer Blasmusik.

Musiziert wird auch im Rahmen des TAURISKA-Festivals beim Reitlbauern in Wenns anlässlich der Eröffnung des neu gestalteten Obstlehrweges (Pomarium) mit der Bramberger Tanzlmusi. Beim Samplhaus, einem der ältesten Gebäude in Bramberg, lädt der Harfenbauer Franz Reschenhofer zu einem Harfenworkshop ein und als Höhepunkt findet ein Konzert mit dem walisischer Künstler Robin Huw Bowen statt.

Der „Wunschbaum“, eine Idee der Saalbacher Künstlerin Evi Fersterer, wird fortgeführt und als Ergänzung erhält der Apfelbaum in Kreisform „Klötze“, die Vater, Mutter und Kind symbolisieren. Die Kunst-Aktion ist ein Impuls, mit dem die Apfelkultur der Region stärker ins Bewusstsein gerückt werden soll.

Lustig, skurril und abgründig – wie es eben Karl Valentins Humor auszeichnet –wird ein Kabarettabend mit Edi Jäger und Anita Köchl im Kammerlanderstall. Karl Valentin trifft Leopold Kohr. Die Sprache war das Metier beider – voller Fallstricke und abgründiger Logik beim Einen, ausgefeilt, um möglichst exakt eine Botschaft zu transportieren, beim Anderen. Hervorragende Unterhaltung ist garantiert.

Stiller und besinnlicher gestaltet sich die schon zur lieben Tradition gewordene Adventlesung der Literaturgruppe Neukirchen im Kammerlanderstall, die wiederum musikalisch umrahmt wird.

Wie wir schon eingangs feststellten: Vielfältig, abwechslungsreich und ein Genuss

für alle Sinne – so wird auch das TAURISKA-Festival 2009.

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Susanna Vötter-Dankl und Christian Vötter

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Romeo und Julia – Schauspielhaus

Elisabeth Pichler. Die vornehmen Veroneser Familienväter der verfeindeten Montagues und Capulets sitzen bereits zu Beginn etwas ramponiert in einem heruntergekommenen Ballsaal herum und bejammern ihr Schicksal. Eine kleine Varietébühne mit rotem Samtvorhang im Hintergrund erweckt Neugierde: Was mag sich dahinter wohl verstecken? Der Balkon? Das Schlafgemach der Julia? Oder gar die Familiengruft? Das Bühnenbild von Susanne Ellinghaus, so einfach es auch scheint, birgt viele Überraschungen. Erstaunlich, wozu einfache Stühle oder selbst der Bartresen verwendet, teilweise sogar eher missbraucht, werden können.

Zunächst stürmen voller Aggressivität Jugend-Gangs auf die Bühne, Rivalität liegt in der Luft. Doch Romeo hat andere Probleme: Seine angebetete Rosalinde will ihn nicht erhören. Da kommt als Ablenkung die Einladung zu einem Maskenball gerade recht. Während der äußerst amüsanten Vorbereitungen für dieses Fest lernen wir auch Julia samt Familie kennen.

Manuel Löwensberg und Maria Spanring als Romeo und Julia sind in dieser Inszenierung sehr moderne junge Menschen, sie verlieben sich schnell und heftig und warten dann doch voll Zweifel auf den erlösenden Telefonanruf. Oliver Hildebrand als hilfreicher Pater Lorenzo ist gleichzeitig auch Benvolio und besticht durch modische Kleidung.

Ulrike Arp übernimmt als Julias Mutter und frustrierte Ehefrau auch noch die Rolle der Amme.

Es gibt in jüngster Zeit eine Reihe neuer Shakespeareübersetzungen und Nachdichtungen von namhaften Schriftstellern. Catharina Fillers hat sich jedoch eine eigene Fassung erarbeitet und nur für den Prolog und die Liebesszenen die bekannte Schlegel-Übersetzung verwendet, so ergeben sich zwei Sprachebenen. Auch der Humor kommt in dieser Aufführung nicht zu kurz: „Ich suche in meiner Inszenierung auch nach einem Humor, der diese Geschichte verankert – im Herzen der Zuschauer.“

Catharina Fillers, die auf sehr erfolgreiche Inszenierungen von Kinderstücken, vor allem aber Jugendtheater verweisen kann, bringt das wohl bekannteste Shakespeare-Stück respektlos, locker und sogar etwas trashig auf die Bühne. Dabei bleibt die Romantik zwar etwas auf der Strecke, doch macht dies die Geschichte – besonders für junges Publikum – gut nachvollziehbar. Das Drama wird ohne Pause in 1 Stunde 40 Minuten durchgespielt und hinterlässt auf alle Fälle – auch in dieser modernen Deutung – einen tiefen Eindruck.

SCHAUSPIELHAUS SALZBURG – PREMIERE: 7. MAI 2009 / Mit: Ulrike Arp, Ogün Derendeli, Florian Eisner, Oliver Hildebrandt, Sven Kaschte, Manuel Löwensberg, Marcus Marotte, Thomas Pfertner, Georg Reiter, Maria Spanring, Bededikt Vyplel / Regie: Catharina Fillers / Ausstattung: Susanne Ellinghaus


Christoph Wagner – Esterhazy Kochbuch

Dieser Tage wurde in der Salzburger Rupertusbuchhandlung das Esterhazy Kochbuch von Christoph Wagner vorgestellt.  Manfred Siebinger war bei dieser “hocherfreulichen” Buchpräsentation.

Foto: Manfred Siebinger
Foto: Manfred Siebinger

Christoph Wagner
Esterházy Kochbuch

erschienen im Löwenzahn Verlag Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7066-2442-8, 184 Seiten.

Pannonische Köstlichkeiten und fürstliche Weine ausgewählt von Christoph Wagner

Schon seit Jahrhunderten prägt das Fürstenhaus Esterházy die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung im pannonischen Raum. Neben der Liebe zur Kunst waren die Fürsten auch dem Genuss sehr zugetan und legten ganz besonderen Wert auf eine opulente Hofhaltung, kreative Küche und auserlesene Weine. Viele der Rezepte, vom Esterházy-Rostbraten bis zur Esterházy-Torte, sind heute Klassiker der österreichischen Küche. Und auch so manches Werk des Hofkapellmeisters Joseph Haydn wurde von den dargebotenen Köstlichkeiten inspiriert.

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Auf 184 Seiten finden sich im “Esterhazy Kochbuch” nicht nur die Lieblingsrezepte der Esterhazy Familie, sondern auch traditionelle Gerichte der Bauern. Vor allem aber Rezepte aus esterhazyschen Kochbüchern, die besonders zum Wein aus der Region passen. Ausgewählt wurden die Speisen von Autor Christoph Wagner.

Präsentiert wurde das Kochbuch am Mittwoch den 6.5. in der Salzburger Rupertusbuchhandlung – verbunden mit einigen Köstlichkeiten wie die Pannonische Fischsuppe, Gänseleberpastete, Krautstrudel und natürlich der echten, originalen Esterhazyschnitte.  Zubereitet vom Küchenchef Michal Rabina vom Esterházy-Restaurant Henrici, der mit Mitarbeiterin Michaela persönlich angereist war.

Da die Fürsten seit mehr als einem Vierteljahrtausend professionellen Weinbau betreiben, spielt auch der Wein eine große Rolle. Deshalb durften auch Chardonnay, Sauvignon Blanc, Pinot Noir und Cuvee verkostet werden. Unter den Vorspeisen finden sich etwa Gerichte wie Grammelpogatscherl, die Eisenstädter Eierspeis, oder die Ungarische Gänseleber. Die Suppen reichen von der pannonischen Knoblauchsuppe bis hin zur Quinquin-Suppe mit Flusskrebsen. Auch Zwischengerichte wie der Bohnensterz, das Krautstrudel oder Gefüllte Paprika sind im Kochbuch vertreten. Weiters finden sich zahlreiche Fisch- und Fleischgerichte auf den 184 Seiten. Unter den Desserts sind etwa die Esterhazy-Torte und Somlauernockerl.

Da die Esterhazy ein sehr wohlhabendes Geschlecht gewesen seien und Fürst Nikolaus der Zweite den Prunk in jeder Weise geliebt habe, seien die besten Köche seiner Zeit gerade gut genug gewesen, um bei ihm aufkochen zu dürfen, weiß Wagner. Er habe sie durchwegs aus Frankreich engagiert, in der Esterhazy-Bibliothek gebe es außerdem zahlreiche französische Kochbücher. Nicht nur die Esterhazy waren reich, sondern auch das Gebiet in dem sie lebten: Es gab riesige Forste, den Neusiedler See zum Fischfang und die traditionelle Schweinezucht. Fürst Nikolaus der Zweite sei ein großer Rindfleischfreund gewesen und habe dies in vielerlei Zubereitungsarten geliebt, erklärte Wagner. Aus verschiedenen Grundlagen wie etwa Feldfrüchten, Wurzelwerk und Speck hat sich eine Art Garnitur entwickelt, die heute noch als Esterhazy-Garnitur bekannt ist.

Manfred Siebinger
Manfred Siebinger

Manfred Siebinger,
Dorfzeitung


Lionel Richie begeisterte in der Salzburgarena

Eine Zeitreise mit Lionel Richie – und viele, überwiegend weibliche Fans pilgerten in die Arena, schließlich war der US-Superstar erstmals in Salzburg zu sehen und zu hören. Lionel war in bester Stimmung, bot eine Supershow in Perfektion und der Funke sprang gleich zu Beginn aufs Publikum über, endlich wieder mal ein rundum perfektes Konzerterlebnis; auch die Bandmitglieder durften mit Solis glänzen, Supersound in der akustisch manchmal schwierigen Arena – und ein begeistertes Publikum.

Bei diesem Mix ist der Erfolg vorprogrammiert. Eine Zeitreise von den Commodores in den späten 70ern über die 80er bis zu 2009 hat der knapp 60 jährige Opa (am 20.6. feiert er seinen Runden) versprochen und alle stiegen in das (T)Traumschiff ein, ließen sich durch die Jahrzehnte wirbeln und nach den ersten Nummern dankten sie bereits mit “standing ovations.” Alle Altergruppen bekamen ihre Tophits zu hören – von Brick House aus den Anfängen bis zu den Songs von der neuen CD ‘just go’, die erst im März 2009 erschienen ist.

“Dancing on a ceiling, cant slow down, lady, still, say you say me, outta my head, easy, three times a lady …” in 2 Stunden gabs zeitlose Hits ohne Ende und der Entertainer gab sein Bestes. Die Zugabe von “endless love” war speziell den Damen gewidmet: ‘die 2500 Ladies hier im Saal übernehmen den Part von Diana Ross’ – und alle sangen mit – nicht nur die ladies. (siebi)


Robert Pienz – SCHAU Spielplan 2009/ 2010

Letzte Woche stellte das Schauspielhaus Salzburg der Presse den Spielplan für das Theaterjahr 2009/2010 vor. Sehr zufrieden zeigte sich der Künstlerische Direktor, Robert Pienz, mit der Auslastung von durchschnittlich 85 Prozent (ca. 60.000 Besucher) im vergangenen Jahr. Derzeit stehen noch drei äußerst publikumswirksame Stücke („Rose und Walsh“ mit Julia Gschnitzer, der Shakespeare-Klassiker „Romeo und Julia“ sowie das Jugendstück „Herr der Fliegen“ in der Arge Nonntal) auf dem Programm.

 Im kommenden Jahr sind je fünf Premieren im Saal und im Studio geplant sowie drei Kinder- bzw. Jugendstücke.

 Im Saal beginnt die Saison am 15. September 2009 mit „Liliom“ von Franz Molnar und endet am 6. Mai 2010 mit der Premiere von „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni. Weiters wird hier „Rausch der Macht“ nach Claude Chabrols Politthriller „Geheime Staatsaffären“ zur Uraufführung gebracht sowie eine Dramatisierung von Franz Kafkas „Der Prozess“ und die Komödie „Rollenspiel“ von Alan Ayckbourn gespielt.

Im intimeren Studio kommt am 20. September 2009 Ingrid Lausunds neues Stück „Benefiz – jeder rettet einen Afrikaner“, eine kritische Satire über soziale Gerechtigkeit, zur österreichischen Erstaufführung. Es folgen: „Nora“ von Henrik Ibsen, „Angst essen Seele auf“ von Rainer Werner Fassbinder sowie zwei Koproduktionen, „Das Versprechen“ von Friedrich Dürrenmatt und „Im Ausnahmezustand“ von Falk Richter.

 Frau Petra Schönwald, die bisher als Theaterpädagogin sehr erfolgreich am Salzburger Landestheater tätig war, kehrt nunmehr an das Schauspielhaus zurück. Sie wird hier den Kontakt mit den Lehrern pflegen und mit diesen gemeinsam versuchen, Schüler und Jugendliche für das Theater zu begeistern.

Auf vielfachen Wunsch gibt es eine Neuauflage des Kindermusicals von Peter Blaikner „Ritter Kamenbert“. „Pünktchen und Anton“ nach dem Roman von Erich Kästner für Kinder ab acht Jahren und „Farm der Tiere“ von George Orwell für Jugendliche ab zwölf Jahren ergänzen das Programm.

 Neu wird die „Monobox“ sein, ein Container mit 15 bis 20 Sitzplätzen, der im Innenhof aufgestellt wird und so das Publikum noch näher an die Schauspieler heranbringt. Dieser abgeschlossene Raum soll von jungen Regisseuren und Auszubildenden bespielt werden und eine Plattform für schnelle, experimentelle Formate bieten.

Ein Programm, das neugierig macht und sicherlich anregende und spannende Theaterabende garantiert.

 

Elisabeth Pichler, Dorfzeitung