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Vanta* Vest, eine Kunstlehrerin mit einem Faible für gewöhnungsbedürftigen Wortwitz und einer Schwäche für gescheiterte Existenzen, schreibt den Alltag auf und ab und zu erfindet sie. Wo Drama ist, ist Vanta Vest. Oder umgekehrt? Na freilich. Die Gossendiva inszeniert. Zum Beispiel bei Axel, ihrem deutlich älteren Partner, dem intellektuellen Künstler, der an chronischem Selbstmitleid laboriert - seine Affären, die möglicherweise überinterpretiert sind. Hat er jetzt? Der Axel? Der schlaksige Kerl mit dem Walbauch, ihr persönlicher Hertz 52? Und was ist dementsprechend ein Vanta schwarzes „Happy End“?

Helena Adler: Die Infantin trägt den Scheitel links

Autor: Helena Adler
Titel: Die Infantin trägt den Scheitel links
Verlag: Jung und Jung Verlag; Auflage: 1 (28. Februar 2020)
ISBN/EAN: 978-3-9902724-2-8

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Klappentext

Dass sie, die jüngste Tochter, das zarte Kind, den Bauernhof ihrer Eltern abfackelt, ist nicht nur ein Versehen, es ist auch Notwehr. Ein Akt der Selbstbehauptung gegen die Zumutungen des Heranwachsens unter dem Regime der Eltern, einer frömmelnden, bigotten Mutter und eines Vaters mit einem fatalen Hang zu Alkohol, Pyrotechnik und Esoterik.

Von den älteren Zwillingsschwestern nicht zu reden, zwei Eisprinzessinnen, die einem bösen Märchen entsprungen sind und ihr, der Infantin in Stallstiefeln, übel mitspielen, wo sie nur können. Und natürlich fehlen auch Jäger, Pfarrer und Bürgermeister nicht in dieser Heuboden- und Heimatidylle, die in den schönsten Höllenfarben gemalt ist und in der es so handfest und herzhaft zugeht wie lange nicht.

Dieses Buch ist ein Fanal, ein Feuerwerk nach dem Jüngsten Gericht unter dem Watschenbaum. Es erzählt von Dingen, als gingen sie auf keine Kuhhaut. Schrill, derb, ungeschminkt, rotzfrech und hart wie das Landleben nach dem Zeltfest und vor der Morgenmesse. Eine sehr ernste Angelegenheit, ein sehr großer Spaß!

Peter Reutterer

Rezension von Peter Reutterer

Die schönste Literatur erwächst aus der Wirklichkeit

Eine neue Generation ambitioniert Schreibender erobert derzeit die Literaturszene Österreichs. Helena Adler, Birgit Birnbacher, Anna Herzig, Regine Koth Afzelius oder auch Martin Peichl haben bemerkenswerte Romane vorgelegt. In vorderster Reihe hat sich dabei wohl Helena Adler mit ihrem Debut „Die Infantin“ (erschienen bei Jung und Jung) positioniert.

So farbenprächtig wie die Hügel des Flachgaus leuchten ihre Sätze und verweben sich zu einer sprachgewaltigen, mehr oder weniger biographischen Erzählung.

„Wir essen schwarze Regensuppe zum Nachtmahl. Der grüne Kachelofen brütet in der Ecke, in der Stube dampft es, doch mir ist kalt.“ So beginnt der fulminante Text und nimmt den Leser gleich mitten hinein in diese Bauernfamilie, in der die Infantin ihre Kinder- und Jugendjahre zu durchleben hat. Dennoch läge man falsch, wollte man das mit einer spontan erzählten Lebensgeschichte verwechseln, was Helena Adler in diesem Buch vorgelegt hat. Sie selbst deutet die Hintergründigkeit der Gestaltung mit dem vorangestellten Satz an: „Nehmen Sie ein Gemälde von Pieter Bruegel. Nun animieren sie es.“ Dieser so wunderbar dahinsprudelnde Text ist also trotz aller Spontaneität als artifizielles Gebilde angelegt und zu verstehen. Die Welt auf einem Flachgauer Bauernhof in all seiner Intensität, Brutalität, Kuriosität als phantastisches Gemälde. Brutal, wie die Geschwister miteinander verfahren, naturgemäß die Gewalt, die den Tieren in der bäuerlichen Welt widerfährt. Dazu kommt noch das Aufeinander-Prallen verschiedener Generationen: Die bäuerliche Tradition der Urgroßeltern und Großeltern trifft auf die alternativen Lebensentwürfe der Eltern und deren Kinder. Besonders die Infantin, die Ich-Erzählerin, gilt bald mit ihren künstlerischen Neigungen im Dorf als „Satansbrut“. Doch irgendwie schafft sie es, als ursprünglich schwächstes Glied in dieser archaischen Bauernwelt sich zu wehren, nicht zuletzt dank ihrer kraftvollen Phantasie und der daraus entspringenden mentalen Helfer.

Das Leben „dampft“, es macht Angst und verlockt. Überbordende Sinnlichkeit, alles leuchtet, riecht, tönt, ist fühlbar. Von Anfang an ist der Tod präsent, wenn der geliebte Urgroßvater gehen muss, ohne Venedig gesehen zu haben. Ebenso blitzt von Beginn an verborgene Lust aus allen Ecken. Verlust und Lust setzen sich während der Jugendzeit fort, es geht heftig zur Sache, u.a. mit dem Drogentod „eines Mädchens aus unserem kranken Kollektiv“ oder mit der Geschichte über die Schwarze Anna, „die sich für die Schweinereien der Nacht schämt“. Schließlich spannt sich der Erzählbogen im letzten Teil bis zum Verlust des so ambivalenten bäuerlichen Paradieses und zum Schmerz über die endgültige Vertreibung aus dem heimatlichen Gehöft. Ganz am Ende versöhnliche Töne, als die Infantin selbst Mutter wird und sich mit der eigenen Mutter ausspricht.

Mit „Die Infantin“ schlägt Helena Adler ein neues Kapitel der in Österreich so gut entwickelten neueren „Provinzliteratur“ auf und bereichert das Genre: Sie setzt fort, was Franz Innerhofer oder Josef Winkler beeindruckend grundgelegt haben und erweitert diese Gattung mit einem sehr individuellen, sowohl bild- als auch klanggewaltigen literarischen Ton, der von einem analytischen Blick begleitet wird. Dafür könnte von jeder Seite dieses berückenden Buches einen Beleg angeführt werden. Im Schlussteil des Bruegel-Panoramas heißt es z.B.: „In der Bauernstube ächzen Verwaiste. Der Besorgte kümmert sich um den Geschundenen. Und der Geschundene um die Geschändeten…Der Blinde erzählt dem Verstummten und der Verstummte findet Besänftigung im geschriebenen Wort.“ Poesie, aus erlebter Wirklichkeit geschöpft, ein Gewebe aus Worten und Sätzen, das vom Anfang bis zum Schluss in seinen Bann zieht. Nicht nur der Autorin, auch der österreichischen Literatur darf zu dieser kraftvollen Neuerscheinung gratuliert werden.

Helena Este Adler: HERTZ 52


Die Stille Nacht Kapelle in Oberndorf bei Salzburg | Foto: KTraintinger

Frohe Weihnachten!

Das Team der Dorfzeitung wünscht allen Lesern, Freunden und Mäzenen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest!

Vielen Dank dafür, dass Sie uns regelmäßig im virtuellen Dorf besuchen und unsere Arbeit unterstützen.

Sollten Sie noch ganz kurzfristig ein Weihnachtsgeschenk brauchen, könnten Sie ein (öffnet in neuem Tab)”>Dorfladen > eingekauft wird! Dankeschön!


Stille Nacht Kapelle

Weihnachten – Ein Fest mit vielen Namen

Weihnachten ist ein Fest, für das sich in den Sprachen vielfältige Benennungen finden. Der Bogen spannt sich von den heiligen Nächten über die Christmesse hin zum Geburtstag.

Michaela Essler

Von Michaela Essler

Die Bezeichnung Weihnachten begegnet im deutschen Sprachraum erstmals im 12. Jahrhundert mit der Formel ze den wīhen nahten „an den heiligen Nächten“. Das Wort wīh „heilig“ wurde für Dinge und Personen verwendet, die dem göttlichen Bereich angehörten und denen mit religiöser Verehrung begegnet wurde. Die Formulierung heilige Nächte deutet darauf hin, dass das Fest wohl mehrere Tage andauerte. Mit der Zeit wurden die beiden Worte zu einem Wort zusammengezogen, sodass unser heutiges Weihnachten entstand.

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Im Englischen wurde das Fest nach der großen
Christmesse benannt, die an diesem Feiertag um Mitternacht abgehalten wurde und
nach der anschließend die Weihnachtsfeierlichkeiten begannen. Wie im Deutschen
begegnet auch im Englischen die Bezeichnung æt
Cristes mæsse „zur Christmesse“
erstmals im 12. Jahrhundert. Cristes
mæsse
war ursprünglich eine Bezeichnung für einen bestimmten Tag, wurde
jedoch bald auch für die Zeit vor dem Festtag verwendet. Auch im Englischen
wurden die beiden Worte mit der Zeit zusammengezogen und es entstand das heute
bekannte Christmas.

Im Schwedischen und Dänischen steht das
Wort Jul für Weihnachten, das
ursprünglich das vorchristliche Mittwinterfest bezeichnete. Als sich das
Christentum in Skandinavien ausbreitete, wurde das vorchristliche
Mittwinterfest zum Weihnachtsfest umgedeutet. Erhalten hat sich jedoch die alte
Bezeichnung, die auf das Fest zur Geburt Christi übertragen wurde.

Im Italienischen geht die Bezeichnung für
Weihnachten auf das lateinische Wort für Geburtstag natalis dies zurück. In
Rom wurde das Fest bereits im 4. Jahrhundert gefeiert und als dies natalis Christi „Tag der Geburt des Christus“ bezeichnet. Die lateinische Formel
dies natalis Christi wurde mit der
Zeit gekürzt und es entstand die heute bekannte italienische Bezeichnung Natale.


Kunstausstellung Oberndorf

Kunstausstellung Oberndorf

Die diesjährige Kunstausstellung in der Stadthalle Oberndorf gibt einen schönen Überblick über Arbeiten von Künstlern, die in der näheren Umgebung wohnen und arbeiten.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Der Bogen der ausgestellten Arbeiten spannt sich von Ölbildern und Grafiken über Steinplastiken bis hin zu hochwertigem Kunsthandwerk. Hervorzuheben sind die erstklassigen Keramiken. Die Kunstausstellung (8.-10. November 2019) feiert heuer ihr 30-jähriges Bestandsjubiläum.

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Die ausstellenden Künstler: Brudl Rudolf   –   Acryl |Dullnig Andreas   –  Ölbilder | Eisenböck Renate – Tiffany-Design | Gärtner Silvia   –   Keramik | Frauscher Christine – Keramik | Kohlberger Maria – Mischtechnik | Lecnik Karl   –   Holzkunst | Mikosch Helga   –   Schmuckgestaltung | Mosshammer Carina – Malerei, Keramik | Oberndorfer Brigitte   –   Malerei, Zeichnungen | Rohrmoser Judith  –   Ölmalerei | Romero Blanca – Ölmalerei | Standl Erika   –   Aquarell- und Acryl-Malerei | Steinberger Margit   –   Malerei und Keramikobjekte | Winterleitner Erwin – Steinmetzarbeiten | Wintersteller Martha   –   Porzellanmalerei

Kunstausstellung Oberndorf 2016 >


Maria Bühel bei Oberndorf

Die Wallfahrtskirche (Maria Heimsuchung) an einem wunderschönen Herbsttag in der Abendsonne. Foto vom 27. Oktober 2019

Die Kirche wurde 1663 – 1677 erbaut, sie ist ein einschiffiger, genordeter barocker Bau mit einem ovalen Querhaus und einem quadratischem Chor. Erweitert wurde die Wallfahrtskirche 1707 und 1718 – 1722.

Archiv Ingrid Paradeiser-Kriegseisen

Nach einem Blitzeinschlag 1917 wurden die Zwiebeltürme abgetragen und durch ein Walmdach ersetzt. Erst 1960 wurde das ursprüngliche Erscheinungsbild wiederhergestellt. (Laufen und Oberndorf, 1250 Jahre Geschichte, …)


Friedensweg Stille Nacht

Der Stille-Nacht-Friedensweg

Im Rahmen der “Stille-Nacht-Landesausstellung 2018” entwickelten die Flachgauer Gemeinden Lamprechtshausen, Göming, Laufen und Oberndorf auch einen Friedensweg. Es wird der Weg, den Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber einst gegangen sind, nachgezeichnet.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Interessant sind vor allem die Metallplastiken, die in den 4 Orten aufgestellt wurden. Gewählt hat man Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern. Moderne Kunst hat im öffentlichen Raum Platz gefunden, das ist eine schöne und bemerkenswerte Entwicklung.

Leider handelt es sich beim Stille-Nacht-Friedensweg um keinen Rundwanderweg, am sinnvollsten sind die knapp 6 km mit einem Fahrrad zu bewältigen.

Lamprechtshausen – Arnsdorf

Das “Kreuz des Friedens” befindet sich am Ortsausgang von Arnsdorf in Richtung Gunsering/ Göming und stammt von der Lamprechtshausener Künstlerin Christiane Pott-Schlager. An einer gedrehten Metallsäule befindet sich als Querbalken eine weiße Schriftrolle aus Metall, in die in mehreren Sprachen das Wort Frieden geschrieben wurde.

Göming

Zwischen dem Gemeindeamt und dem Hellbauerhaus findet man die Plastik “Die Unschuld” des Wiener Künstlers Rudolf Schmidt. Gegossen wurde die Skulptur vom Göminger Metallgießer Friedrich Beck.

Laufen

Eine vier Meter hohe Stele mit dem Namen “Entwicklung”, geschaffen vom Burghausener Künstler Hermann Böhm, ragt in Laufen in den Himmel. Das Kunstwerk steht unweit des Rathauses, von wo aus man einen schönen Blick auf die Salzach, den Europasteg, die Kalvarienberggruppe und den ehemaligen Oberndorfer Schiffervorort Altach hat.

Oberndorf

Zwischen dem Stille Nacht Museum und der Stille Nacht Kapelle befindet sich eine Plastik mit dem Namen: “Die drei Stille-Nacht-Gemeinden tragen die Friedensbotschaft in die Welt hinaus!” 3 stilisierte Engel tragen die Weltkugel auf den Schultern, so interpretiert die Adneter Künstlerin Gabriela Struber-Edmayer die Botschaft des weltberühmten Weihnachtsliedes.

Der Friedensweg ist auf jeden Fall einen Besuch wert. In Oberndorf wird die Metallplastik sehr gut mit einer erklärenden Infotafel präsentiert. In allen anderen Gemeinden fehlt der Hinweis auf den oder die Künstlerin. Der Standort in Göming gleich neben dem Gastgarten ist zu hinterfragen. Eine Informationsbroschüre zum Friedensweg wäre wünschenswert.



Startrail Maria Bühel

Vernissage im Oberndorfer Rathaus

Am Donnerstag, dem 13. Juni 2019 hat die Stadt Oberndorf zu einem bemerkenswerten Kulturevent in das neue Rathaus geladen. Es wurden eine Fotoausstellung eröffnet und das Stille Nacht Projekt: “Wir bringen´s zusammen – A Public Puzzle” vorgestellt.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Der Linzer Künstler Mag. Günter Hartl, von dem auch das Leopold Kohr Denkmal am Salzachdamm stammt, hat das kommunale Gemeinschaftsprojekt “A Public Puzzle” entworfen, umgesetzt und zusammengesetzt. Von den 103 Teilen, die verteilt wurden, sind 94 wieder zurückgekommen.

Zum Jahreswechsel wurden die Puzzleteile in einem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Werkraum zusammengefügt und dabei die fehlenden 9 Teile bewusst ausgelassen, obwohl auf Grund der Fotodokumentation natürlich bekannt ist, wer sein Puzzleteil nicht zurück gebracht hat. Man hat bewusst akzeptiert, dass eben nicht alles perfekt sein kann.

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Wir bringen´s zusammen – A Public Puzzle

Wo das “Public Puzzle” letztendlich auf Dauer präsentiert werden kann, ist noch nicht bekannt. Das Stadtamt in Oberndorf freut sich auf Vorschläge, so Bgm. Ing. Georg Djundja.

Mag. Günter Hartl und Bürgermeister Ing. Georg Djundja

Die sehenswerte Fotoausstellung gliedert sich in zwei Bereiche. Der Fotoklub Oberndorf zeigt künstlerische Bilder aus Oberndorf und der Umgebung. Oliver Freudenthaler vom gleichnamigen Fotostudio in Laufen präsentiert historische Aufnahmen.

Die Fotografen: Gerhard Kupfner, Ernest Stierschneider, Hermann Hermeter (Obmann FC Oberndorf) und Oliver Freudenthaler

Gratulieren kann man der Stadt Oberndorf dazu, dass sie das neue Rathaus mit Galerieschienen ausgestattet hat und dadurch Ausstellungen jeder Art möglich sind! Im Folgenden eine kleine Bildauswahl der gezeigten Fotos.

Musikalisch umrahmt wurde die gut besuchte Vernissage von Reinhold Wieser mit seinen Jugend-Trompetern.

Trompeter

Der Besuch der Ausstellung kann wärmstens empfohlen werden!

Günter Hartl: Bunte Tücher unter der Salzachbrücke >


Stille Nacht Kapelle Oldtimerbus

Der Dorfschreiber

In dieser Zeitungsrubrik geht es um lokales Geschehen im nördlichen Salzburger Flachgau, hautnah und bodenverwurzelt. Hier kennt man sich persönlich. Wir berichten über kulturelle Ereignisse im weitesten Sinn des Wortes im Dorf.

Die Berichte kommen in erster Linie aus folgenden Gemeinden: Anthering, Nussdorf, Dorfbeuern, Göming, Oberndorf, Lamprechtshausen, Bürmoos und St. Georgen.

Ein Klick auf die Namen der Gemeinden oder die Postleitzahlen genügt, damit die Artikel aus den Dörfern aufgelistet werden!


Käserei Asten in Lamprehtshausen

Alte Ansichten aus dem nördlichen Flachgau

Seit einem guten Monat gibt es eine Fachbookgruppe unter diesem Namen, die Bilder vorwiegend aus den Gemeinden Anthering, Nußdorf, Dorfbeueren, Göming,Lamprechtshausen, Bürmoos und St. Georgen sammelt.

Maierjörg in Michaelbeuern (Bild: Ingried Paradeiser Kriegseisen)

In der kurzen Zeit des Bestehens hat die Gruppe bereits über 100 Mitglieder. Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist ein Bezug zur Gegend. In der weiteren Folge sind Gruppentreffen geplant.

Talstation der Materialseilbahn von der Achartinger Käserei über Mitterstätt nach Buchstätt am Haunsberg. Käser von links nach rechts: Franz Matzenberger, Hans Kühleitner, Hermann Stadler, Franz Strohbichler (Bild: Raggei Bräu)

Grundidee der Gruppe ist es, die Bilder zu sammeln und einer größeren Öffentlichkeit zukommen zu lassen, bevor niemand mehr weiß, wer oder was am Foto abgebildet ist.

Nachtcafe absurd in Oberndorf, zuvor Gasthaus Forelle, heute Ärztehaus (Bild KTraintinger)

Die Facebookgruppe “Alte Ansichten aus dem nördlichen Flachgau” ist öffentlich zugängig, zum Posten und Kommentieren muss man allerdings der geschlossenen Gruppe beitreten.

Dieser Artikel ist der Dorfzeitung wichtig und er kommt daher nicht hinter die Paywall!

Dieser Artikel wird von einem Stillen Gönner der Dorfzeitung unterstützt und kommt daher nicht hinter die Paywall! >


Alle Fotos: Thomas Traschwandtner | Tau Light Media

Thomas Traschwandtner | Gasthaus Traube Oberndorf

Fotografen nutzen für ihre Aufnahmen gerne sogenannte “Lost Places”, also Orte, die vergessen oder aufgelassen wurden. Oft wurde alles liegen und stehen gelassen und es ist wie es immer war, es fehlen nur die Menschen.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Es hat sich zumeist eine ganz spezielle Patina über den Ort des Geschehens gelegt, da und dort hat bereits der natürliche Verfall eingesetzt.

Thomas Traschwandtner hat mit einer gekonnten, natürlichen Lichführung die etwas verwunschene Stimmung im ehemaligen Gasthof Traube im Oberndorfer Stadtpark meisterhaft eingefangen.

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Bildbeherrschend sind nicht die harten Kontraste, nein, es sind vielmehr weiche, sanfte Farbstimmungen, die in manchen Bildern durch gefühlvolle Portraits ergänzt werden.

Das Gasthaus zur Traube wurde 1902 erbaut. Nach einem Besitzerwechsel wurde es 1931 wieder eröffnet und bis Ende der 1970er Jahre betrieben. Seitdem diente es nur mehr als Wohnhaus für die letzte Besitzerin, die 2016 verstarb. Danach wurde die Traube von 3 Ehepaaren aufgekauft, die mir erlaubten, diese Fotos zu machen, bevor sie mit dem Aufräumen anfingen. Was in Zukunft mit dem Gasthaus passieren wird, steht noch nicht fest.

Lost Places in der Dorfzeitung >


Freiraum_Ausreisser

“Die Ausreisserinnen” im Freiraum Oberndorf

Vom 21. bis 23. März 2019 gastierten Sabine Füssl und Waltraud Gregor mit der kurzweiligen Komödie “Die Ausreisserinnen”von Pierre Palmade und Christophe Duthuron in der Salzachstadt.

Karl Traintinger

Von Karl Traintinger

Einfach nur weg – es reicht! Das gilt sowohl für Claude, die von ihrem Sohn in ein Altersheim gesteckt wurde, wie auch für Margot, der die eigene Familie über den Kopf wächst. Sie hat das Gefühl, als wäre sie nur noch das Dienstmädchen für alle und hält das einfach nicht mehr aus. Zufällig treffen sich die beiden Frauen mitten in der Nacht beim Autostoppen.

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Nach anfänglichen, kleineren Meinungsverschiedenheiten beginnt für die beiden Damen ein aufregender Streifzug durch die Lande, gewürzt mit zahlreichen bizarren und auch witzigen Momenten.

Nachdem die Tramperinnen den Bogen etwas überspannt haben und das einen unliebsamen Besuch im Polizeigefängnis zur Folge hat, landen sie wieder zuhause. Nach einigen Monaten besucht Margot Claude im Altersheim und nimmt sie kurzerhand im Campingbus mit nach Spanien.

Regisseur Josef Lipp inszenierte mit Sabine Füssl und Waltraud Gregor einen sehr unterhaltsamen Theaterabend. Die beiden Frauen überzeugten als Claude und Margot. Niki Karl hatte die Technik gut im Griff.

Die Ausreisserinnen sind noch im Literaturhaus Salzburg (29. + 30. März) und in der Schul-Aula in Henndorf (31. März. , 6. + 7. +12. + 13. April) zu sehen.


Neujahrskonzert Oberndorf

Neujahrskonzert in Oberndorf

Musikalischer Blumenstrauß zum Jahresbeginn 2019

Werke von Strauß, Fucik, Mozart, Lehar, Brahms, Dvorak und Verdi überreichte das Austria Festival Symphony Orchestra unter dem hervorragendem Dirigat von Reinhold Wieser den 900 Gästen am 6. Jänner in der Stadthalle Oberndorf. Dies mit einem überaus musikalisch bunten musikalischen Blumenstrauß. Freuen konnten sich die Besucher aus Nah und Fern – trotz widriger Wetterbedingungen – auf bekannte und beliebte Melodien aus der silbernen Operetten-Ära von Franz Lehar.

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Als Tenor konnten Harald Wurmsdobler mit Da geh ich ins Maxim aus der Operette Die Lustige Witwe sowie die beliebte Sopranistin Waltraud Nagl mit Meine Lippen sie küssen so heiß aus der Lehar Operette Giuditta überzeugen. Das Trinklied von Verdi und Lippen schweigen – ein wunderschönes Walzerlied von Lehar  – wurden als Duett gefühlvoll interpretiert.

Das wunderschöne Klarinettensolo von Wolfgang Amadeus Mozart spielte David Lehner aus Puch.  Die Konzertmeisterin war Szuszanna Kiss.

Besonders beeindruckend erklang der Florentiner Marsch von Julius Fucik zu Beginn des zweiten Teiles. Beendet wurde das Konzert mit dem Donauwalzer sowie dem Radetzkymarsch und der Orchesterfassung von Stille Nacht, heilige Nacht.

Presseaussendung. Alle Fotos: Hermann Hermeter