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Neujahrskonzert Oberndorf

Musikalischer Blumenstrauß zum Jahresbeginn 2019

Werke von Strauß, Fucik, Mozart, Lehar, Brahms, Dvorak und Verdi überreichte das Austria Festival Symphony Orchestra unter dem hervorragendem Dirigat von Reinhold Wieser den 900 Gästen am 6. Jänner in der Stadthalle Oberndorf. Dies mit einem überaus musikalisch bunten musikalischen Blumenstrauß. Freuen konnten sich die Besucher aus Nah und Fern – trotz widriger Wetterbedingungen – auf bekannte und beliebte Melodien aus der silbernen Operetten-Ära von Franz Lehar.

Als Tenor konnten Harald Wurmsdobler mit Da geh ich ins Maxim aus der Operette Die Lustige Witwe sowie die beliebte Sopranistin Waltraud Nagl mit Meine Lippen sie küssen so heiß aus der Lehar Operette Giuditta überzeugen. Das Trinklied von Verdi und Lippen schweigen – ein wunderschönes Walzerlied von Lehar  – wurden als Duett gefühlvoll interpretiert.

Das wunderschöne Klarinettensolo von Wolfgang Amadeus Mozart spielte David Lehner aus Puch.  Besonders beeindruckend erklang der Florentiner Marsch von Julius Fucik zu Beginn des zweiten Teiles. Beendet wurde das Konzert mit dem Donauwalzer sowie dem Radetzkymarsch und der Orchesterfassung von Stille Nacht, heilige Nacht.

Presseaussendung. Alle Fotos: Hermann Hermeter


Rosemaria Ott - Gingkoblätter | Fotos: Karl Traintinger

Es sind die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen, heißt es so schön! In der Oberndorfer Brückenstraße hat sich die Textilkünstlerin Rosemarie Ott ein Atelier eingerichtet und die Salzachstadt hat damit ein wertvolles, künstlerisches Kleinod bekommen.

In den beiden Räumen verbindet sie einen Arbeitsraum mit einer Galerie, in der ihre Arbeiten stilvoll präsentiert werden.

Rosemaria Ott in ihrem Atelier in Oberndorf

Mein künstlerischer Werdegang

Duft, Farben und Oberflächen der Stoffe in der Schneiderwerkstatt meines Vater sind eine prägende Erinnerung aus meiner Kindheit. Diese erste Begegnung mit der Welt der Textilien und der direkte Kontakt mit der Natur haben mich für Strukturen und Texturen sensibilisiert und prägen meine Werke.

Seit drei Jahrzehnten arbeite ich als Autodidaktin mit Textilem, vorwiegend mit Seide, Leinen, Baumwolle und Polyamid in Verbindung mit anderen Naturmaterialien. Dabei suche ich nach unkonventionellen Methoden der Verarbeitung und eigenen textilen Ausdrucksmöglichkeiten. Auf den Weg von der Vorstellung zur Realisierung einer Idee spielt das Experiment mit dem Material eine große Rolle.

Die Natur mit ihrem unerschöpflichen Formenreichtum, ihren Strukturen und Farben ist Quelle der Inspiration für mich. Der mikroskopische Blick bildet den Ausgangspunkt für meine Formfindung.

Ich sehe meine Arbeit als “Malerei mit Nadel und Faden”, die nicht bei der Fläche bleibt, sondern in die dritte Dimension reicht bis hin zur Rauminstallation.

Vita: Geboren in Braunau am Inn, Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, Dipl. psych. Krankenschwester | Ab 1988 Beschäftigung mit Quilt-, Patchwork- und Applikationstechnik sowie Steppstickerei mit der Nähmaschine. 2002 erste Arbeiten in “Thermotechnik” – Einarbeitung von Naturmaterialien und Fäden in ein hautähnliches Material aus Polyamid. 1998 Ateliersgündung. 2000-2008 Mitglied der Berufsvereinigung bildender Künstler in Salzburg, 2009 Mitglied bei ART AUSTRIA. 2018 eigene Galerie und Atelier in Oberndorf.

Rosemaria Ott in der Dorfzeitung>

Zur Zeit sind in der Galerie von Rosemarie Ott neben ihren eigenen Arbeiten auch einige Bilder der Laufener Künstlerin und Musikerin Christine Smaczny ausgestellt.


Foto: Karl Traintinger, Dorfbild

Am 7. 12. 2018 konnte man am frühen Abend am Salzachdamm eine beeindruckende Bildprojektion vom Oberndorfer Künstler Thomas Stadler (Kunstinitiative Kreisverkehr) sehen.

Mit Hochleistungsbeamern wurden die Zeichnungen einige Häuser vom ehemaligen Altoberndorf an die Originalplätze, wie sie Joseph Mohr aber auch Leopold Kohr sahen,  projiziert.

Gleichzeitig kam NACHT – BUA – MARIA, eine Klangaktion in einem Memorial an Joseph Mohr von Werner Raditschnig zur Aufführung. Helena Este Adler las die Namen der Hausbesitzer.

Trotz einiger technischer Probleme war es eine sehr beeindruckende Aktion und ein wertvolles Mosaiksteinchen im Rahmen der zahlreichen Stille Nacht Veranstaltungen im heurigen Gedenkjahr.

Siehe auch: Open Space


Stille Nacht 2018

Der Zeichen- und Malworkshop der Rottmayr-Akademie widmete sich heuer anlässlich des 200-jährigen Jubiläums dem Thema Stille Nacht.

Mag. Thomas Stadler leitet die Rottmayr-Akademie seit 2010. Den Mal-Workshop gibt es seit der Gründung der Akademie jeweils in der ersten Augustwoche. Veranstaltungsort ist der Freiraum in Oberndorf.

Gruppenbild (Foto: Thomas Stadler/ Dorfzeitung)

16 Jugendliche aus Oberndorf, Laufen, Salzburg, Anthering  Großgmain, Bergheim und Lamprechtshausen fertigten heuer unter der fachkundigen Leitung der Künstlerin Hanna Herceg 3 großformatige Acrylbilder zu Stille Nacht an.

Eines der entstandenen Werke wird am 24. August an Bürgermeister Peter Schröder übergeben. Es soll an prominenter öffentlicher Stelle in der Stadtgemeinde Oberndorf aufgehängt werden.  Welches Bild es wird, ist noch nicht entschieden. Aus diesem Grund zeigen wir vorerst nur Collagen. Nachdem die Auswahl getroffen wurde, werden wir alle 3 Bilder publizieren.

Collagen der Bilder

Veranstaltungshinweis:
28. Oktober 2018 – Salzachhalle Laufen
OPEN SPACE – Eine jazzig-literarische Annäherung an die Stille Nacht >


Es läutet an Ihrer Tür. Sie öffnen und vor Ihnen steht ein Mann, der mit Ihnen ein Gespräch über Kunst führen will und Sie bittet, ihm ein altes Leintuch, Tischtuch oder Ähnliches mitzugeben.

Mag. Ulrike Guggenberger

Von Ulrike Guggenberger

Er erklärt Ihnen, daß er beides, Ihre Kunstmeinung und Ihr abgelegtes Tuch, für eine Kunstaktion braucht. Geht es hier wirklich um Kunst, welcher Kunstbegriff steckt dahinter?

Anfang des 20. Jhdts. hat sich die Aufassung darüber, was Kunst ist bzw.
sein soll ständig gewandelt. Kunst will seither nicht mehr nur im
geschützten Raum einer Galerie gezeigt werden, sondern sich ins Leben
einmischen.

Der o.ö. Kunsterzieher Günter Hartl, der ursprünglich von der Malerei kommt, will über einen von ihm iniziierten Kommunikationsvorgang Kunst ins Gespräch bringen. Er kann sich dabei auf berühmte Künstler berufen die ebenfalls davon ausgingen, daß Kunst, um wahrgenommen zu werden, unbedingt auf ein Gegenüber angewiesen ist. Am intensivsten entsteht der Kontakt zu Kunst, wenn ich selbst darin eingebunden bin. Und genau das will Günter Hartl mit seiner Besuchsaktion erreichen.

Tatsächlich hat er viele interessierte Partner für seine “Einbindung der Kunst ins wirkliche Leben” gefunden. Die geschenkten Tücher ordnet der Künstler zu einer den Fluss überspannenden Wäschereihe und bei einem kleinen Fest bei der Kunststation zwischen Laufen und Oberndorf am 28. Juli um 19 Uhr werden die Tücher unter der Brücke hängend entrollt.

Diese Arbeit ist einerseits ein ästhetischer Eingriff in den öffentlichen Raum: Bunte Tücher flattern unter einer Brücke und vermitteln den Passanten ein “schönes Bild”.

Andererseits ist der Künstler mit dieser Intervention in den öffentlichen Raum zeitgenössischen Ansprüchen an die Kunst gerecht geworden. Diese findet ihre Vorbilder in Aussagen von Künstlern wie Joseph Beuys, der sagte: “Mein Begriff von Plastik” in unserem Fall die flatternden Tücher – “bezog sich immer auf das Leben”. hier die Kunstgespräche. Beuys prägt in der Folge dann denn Begriff der “sozialen Plastik”. In diesen Begriff von allgemeiner Kreativität soll Kunst sich auflösen.

Mit diesem Beitrag des Künstlers Günter Hartl und der in der Kunststation präsentierten Kunstmeinungen setzt die Kunstiniative KNIE einen Schwerpunkt für die Sommermonate, solange die Tücher flattern!

Dieser Artikel ist der Dorfzeitung wichtig und er kommt daher nicht hinter die Paywall!

Dieser Artikel wird von Helmut Guggenberger unterstützt und kommt daher nicht hinter die Paywall! >